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Darf das Versorgungsamt ernsthaft ind das Blutzuckertagebuch spannen?

  • Ralf

    Rang: Gast
    am 30.08.2013 02:20:25
    Hallo!

    Ich habe letztens einen Brief des Landesamtes für Soziales bekommen. Darin ist von einer aktuellen versorgungsmedizinischen Verordnung die Rede, nach der der Diabetes ohne Diabetestagebuch mit Eigenmessungen nur noch mit einem Grad der Behinderung von 20 berücksichtigt werden kann die Rede. Im weiteren Verlauf teilt man mir mit, dass man mir die Prozente streichen werde, wenn ich nicht mein Tagebuch einreiche!! Dann hätte ich auch keinen Ausweis mehr!

    Ah! Oh mein Gott!

    Der Horror! Dürfen die das wirklich verlangen? Mein privates Tagebuch, das ich nur für mich und meinen Arzt geführt habe?

    Und wenn ja - was müssen wir tun, um diese Lage zu ändern?

    Lieben Gruß,
    Ralf
  • Gast

    Rang: Gast
    am 30.08.2013 10:41:47
    ist nach mm völliger quark von einem wichtigtuer,
    ich würde denen schreiben bitte geben sie den genauen § des gesetzes an, damit ich kontrollieren kann ob sie mich nur schikanieren wollen.
    wo steht denn im gesetz daß ein diabetiker ein tagebuch führen "muß" ?
    wer zb dies im compi tut und die kiste hat nen plattenschaden ? ist man dann "gesund" ?
    eigentlich geht es wohl , sofern man sonst nix hat, um diese sinnlose bestimmung mind viermal/d insulin zu spritzen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 30.08.2013 11:00:33
    Da solltest du dich von jemanden beraten lassen, der sich im Sozialrecht auskennt - z. B. deine zuständige Gewerkschaft...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 30.08.2013 13:47:51
    Kann es sein, dass Dein Ausweis befristet ist und nun verlängert werden muss?
    Dann kann es durchaus sein, dass das Integrationsamt eine Neubewertung machen will.
    Und der Grad der Behinderung, samt den damit verbundenen Vergünstigungen sind ja lediglich ein Ausgleich für
    die Beeinträchtigungen, die Dir durch den Diabetes oder eine andere Krankheit entstehen. Diese musst Du aber natürlich
    auch nachweisen. Das geht bei einem Diabetiker eben nur über eine ausreichende und vor allem vollständige Dokumentation
    ohne Lücken zusätzlich zum ärztlichen Gutachten.
  • Ralf

    Rang: Gast
    am 30.08.2013 15:02:56
    Ja, der Ausweis ist aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen nur befristet. Ich weiß auch nicht, warum. Es wäre für mich schon besser, wenn er unbegrenzt gelten würde. Das ärztliche Gutachten bezeugt eine lückenlose Dokumentation, da brauchen die doch nach logischen Grundvorstellungen nicht noch mein Tagebuch.

    Ich finde, dass die derzeitigen Regelungen gegen das Grundgesetz gehen: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das mag sich etwas hochtrabend anhören, aber diese Datensammelwut, die sich jetzt wohl schon auf Daten bezieht, die man absolut nicht herausgeben will, ist eine antirechtsstaatliche Vorform von Terror. Meiner Meinung nach.
    Da muss man doch was machen können. Nur klagen? Aber das Sozialgericht ist dafür eben die falsche Anlaufstelle, hier geht es ja um Menschenrechte.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 30.08.2013 20:03:21
    ihr rennt einem phantom nach, der "ausweis" hat mit der sb absolut garnichts zu tun.
    entscheidend ist die zuteilung des gdb, das ist ein stinknoemaler dina4 bogen, der abgestempelt ist. der ausweis dient eigentlich nur zur vorlage bei schwimmbadbesuchen usw usw. selbst wenn du den sb ausweis verbrennst, bist du immer noch sb, und zwar auf grund der zuteilung des gdb. und wenn sich "das" ändert dann wird neu zugeteilt.
    für solche fälle gibt es den sozverb d,
    und wenn der doc dir eine lückenlose dukumentation bescheinigt sollte das wohl reichen,
    du kannst ja hingehen und denen was messen und vorspritzen. und ne urinprobe mittnehmen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 31.08.2013 01:12:30
    Was hast du für ein Problem, deine Werte einzureichen? Das handschriftlich geführte Büchlein ist damit doch sowieso nicht gemeint, sondern der Ausdruck den der Arzt regelmäßig an Hand deines Messgerätes macht.

    Was sind das schon großartig für Daten? Du hast eine Krankheit und möchtest deshalb eine bestimmte Vergünstigung in Form von Steuerermäßigung, mehr Urlaub und verschiedene verbilligte Eintrittspreise. Da musst du halt die Nachweise erbringen, die man von dir verlangt.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 31.08.2013 06:56:34
    Gast schrieb:
    Ja, der Ausweis ist aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen nur befristet. Ich weiß auch nicht, warum. .



    Du irrst Dich, das ist eigentlich die Regel. Unbefristet wird der Ausweis nicht so oft ausgestellt.

    Und einen GdB von 50 zu erhalten, muss Deine Insulintherapie mindestens 4 Injektionen am Tag umfassen, die jeweils auch an die aktuelle Situation angepasst werden müssen, z.B. an die Menge der KE, den aktuellen BZ-Wert und an sportliche Betätigung. Deshalb reichen die eingelesenen Messwerte beim Arzt nicht aus. Es muss auch die jeweilige Insulingabe dokumentiert sein. Und da gibt es eben nur Dein Tagebuch, schriftlich oder elektronisch.

    Diese Daten werden dort auch nicht gespeichert sondern dienen nur zur Überprüfung, ob die Voraussetzungen erfüllt sind. Du bekommst das alles zurück. Sollte also kein großes Problem darstellen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 31.08.2013 09:34:37
    sorry aber das ist doch alles hokuspokus,
    die 50% hat er als insulinpflichtiger diabetiker bekommen mit dieser absurden 4 mal spritzen regelung, glaubt da irgendwer daß "heilung" in sicht ist ?
    das ist reine schikane weiter nichts. ich habe den ausweis und führe überhaupt kein tagebuch mehr , wo ist das gesetz daß eins geführt werden muß ?
    das ist eine marotte eines gelangweilten mitarbeiters der fleißkärtchen sammelt.
    ist so ähnlich wie die mitteilung an einen amputierten, dem haben sie geschrieben, daß er es mitteilen muß wenn sich etwas bessert.(antwort alles klar melde mich wenn mir ein neues bein wächst, und ! meinen sie nicht daß sie sich dumme scherze auf kosten von behinderten erlauben ?) zurück kam entschuldigung das war nicht so gemeint--- aha , aber wie es gemeint war wußten sie auf nachfrage auch nicht.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 31.08.2013 15:24:58
    Es geht ja auch keineswegs darum, dass durch Insulin Heilung in Sicht sein könnte.

    Es geht um die Teilnahme am öffentlichen Leben. Das heißt, jemand der morgens und abends eine Tablette nimmt und ein paar mal pro Woche seinen Zucker misst, dessen Teilnahme am öffentlichen Leben ist nicht beeinträchtigt. Wer aber vier mal oder noch öfter Insulin spritzen und seinen Blutzucker messen muss, für den ist das öffentliche Leben zuweilen schwierig. Er muss evtl. im Kino raus gehen und messen/spritzen, er muss sich während irgendwelcher Veranstaltungen um seinen Diabetes kümmern, er kann sich nicht einfach ins Auto setzen und irgendwohin fahren, muss vorher seinen Blutzucker messen usw. usw.

    Deshalb prüfen die Ämter so genau - und ich finde das auch richtig!