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Gesationsdiabetes Erfahrung

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 38
    Mitglied seit: 16.09.2016
    am 19.09.2016 18:12:48 | IP (Hash): 1774636745
    Ich wollte hier mal meine Erfahrungen mit Gesationsdiabetes posten und wie wichtig es ist, sich da ordentlich um die Behandlung zu kümmern.

    In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich erst 8 Wochen vor der Geburt Zucker im Urin. Danach ging das Fix ab zum Diabetologen.

    Ich habe die letzten Wochen 2 x täglich Langzeitinsulin und je nach Wert bis zu dreimal täglich Kurzzeitinsulin gespritzt (ich hab keine Ahnung welches. Das ist fast 15 Jahre her).

    Meine Tochter wurde spontan geboren mit 49 cm und 3580 g.

    Die Diabetes war umgehend mit der Geburt vorbei. Zugenommen hatte ich 12 kg in der Schwangerschaft, was sofort wieder weg war und in der Wochenbettzeit nahm ich weitere 8 kg ab. Einfach so.

    Bei der zweiten Schwangerschaft habe ich durch meinen Durst quasi gemerkt, dass ich schwanger bin. Klingt lustig, ist aber so. Wir haben bewusst nicht verhütet, dann war ich mit meiner Freundin im Kino und habe eine Dauerleitung zur Getränketheke gehabt. Spaßeshalber habe ich damals gesagt, dass ich bestimmt schwanger bin und Zucker habe. War dann tatsächlich so.

    Resultat war wieder 2 x täglich Langzeitinsulin, 3 x täglich Kurzzeitinsulin nach Bedarf. Meine Werte Unterlagen enormen Schwankungen. Mal braucht ich kaum etwas Spritzen, dann wieder relativ viel. Der Zucker war eigentlich nicht einzustellen.

    Ich hatte Nierenkoliken, verursacht durch Harnwegsinfektionen. Dabei wurde in der 30. Woche ein zu hohes Gewicht beim Ungeborenen festgestellt. Geschätzt wurde das Gewicht zu diesem Zeitpunkt auf ca. 3000 g
    Demnach wurde mein Sohn in der 36. Woche mit einem Gewicht von 4850 g per Kaiserschnitt geholt und lag danach 10 Tage auf der Säuglingsintensivstation an der Glucosepumpe.

    Mit der Geburt waren meine Blutzuckerwerte wieder okay. Zugenommen hatte ich 14 kg, die ebi Entlassung (6 Tage nach KS) weg waren und nahm weitere 20 kg in der Wochenbettzeit ab, durch kalorienreduzierte Ernährung.

    In der dritten Schwangerschaft lief es wie in der zweiten. Nur schwankten die Werte noch mehr. Ich musste in der Mitte der Schwangerschaft fast 8 Wochen nicht einmal Kurzzeitinsulin spritzen. Meine Tochter wurde mit geplanten Kaiserschnitt (aufgrund der Geschichte bei meinem Sohn) 10 Tage vor Geburtstermin geholt. Geburtsgewicht 4450g, keine weiteren Auffälligkeiten.

    Meine Diabetes war wie immer weg. Ich hatte 16 kg zugenommen und verließ das Krankenhaus mit 2 kg weniger als das Endgewicht in der Schwangerschaft. Mit dem Wissen, dass ich nach der Schwangerschaft gut abnehme, habe ich danach 40 kg mit ketogener Ernährung abgenommen.

    Meine beiden großen Kinder sind beide schlank. Wobei eins super sportlich ist, das andere gar nicht.
    Die jüngste war bis vor zwei Jahren Untergewichtig und ist jetzt etwas mopsiger. Der Blutzucker wird bei ihr öfter kontrolliert auf Anraten des Kinderarztes. Meine beiden großen gelten momentan als nicht gefährdet, da Idealgewicht, keine Auffälligkeiten sonst.

    Es muss nicht laufen wie bei mir. Aber nehmt das nicht auf die leichte Schulter. Vor allem mein Sohn gilt grundsätzlich als sehr gefährdet später an Diabetes zu erkranken.