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Nüchternwerte, Neuropathie, Prädiabetes

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    am 28.12.2016 10:05:43 | IP (Hash): 503453179
    Moin,

    seit ca. 1-2 Wochen sind meine Nüchternwerte für meine Verhältnisse auffällig stark gestiegen. Ich war sonst immer um die 90 bis max 100. Vor einer Woche habe ich mal wieder getestet und hatte morgens überraschende 121 (Vor 3 Wochen waren meine Werte noch normal um die 90). Seit dem täglich gemessen und immer um die 110, heute zB 115. Das hatte ich noch nie, vor allem nicht so konstant über einen Zeitraum. Ausreißer kamen ganz selten mal vor, zB hatte ich mal vor einem Jahr morgens 127 als ich am Abend zuvor eine Gemüse-Linsen-Pfanne gegessen hatte. Solch einen Wert hatte ich aber weder davor noch danach jemals wieder gemessen, jedenfalls bis jetzt. Deutet das auf eine rapide Verschlechterung hin?

    Dann zu Neuropathie (PNP) unter Prädiabetes (PD) Bedingungen. Vor ca. einem halben bis 3/4 Jahr nahm ich zu ersten Mal bewusst Sensititvätsstörungen an den Oberseiten der Zehen des rechten Fußes wahr. Nun hat sich ausgerechnet an dem Fuß der kleine Zeh seit ein paar Monaten deutlich rot/dunkelrot verfärbt, es geht nicht mehr weg. Ich dachte zunächst, dass es sich um Druckstellen handelt. Aber das kann es eigentlich gar nicht sein. Zusätzlich scheint sich der Fuß zu deformieren. Der Knöchel vor dem besagten Zeh ragt sichtbar seit einigen Wochen heraus und scheint weiter zu wachsen, ich merke es beim Tragen von Schuhen, die neuerdings alle mehr oder weniger stark drücken. Die Stelle hat sich ebenfalls rot verfärbt. Bei einer kurzen Recherche habe ich erfahren, dass sich PNP häufig bereits unter PD Bedingungen entwickeln. Das Risiko ist ähnlich hoch wie bei manifestem Diabetes, wenn Nüchternwerte und Nachessen-Werte prädiabetisch erhöht sind. Habe ich mir tatsächlich schon eine PNP eingefangen? Hat jemand Erfahrung mit PNP unter PD?

    Bearbeitet von User am 28.12.2016 10:43:42. Grund: .
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    am 28.12.2016 10:56:58 | IP (Hash): 1073598512
    Vielleicht opferst Du mal einen Teststreifen just bevor Du am Morgen aus dem Bett krabbelst. Denn es kann durchaus sein, dass Dein BZ bis dahin ganz gesund verläuft und mit Deinem Aufstehen dann erst seinen Aufstand macht. Wär dann zwar immer noch nicht richtig, aber nicht so weit aus der Richtung wie ne halbe Nacht schon deutlich höher.

    Für PNP gibt’s 1000+1 Ursachen. Und die eine ist Diabetes. Einer meiner Bekannten hat sowas ganz tolles wie ne Ganzkörper-PNP und nicht die geringste Auffälligkeit beim Blutzucker. Und so kann man PNP halt kriegen und Prädiabetes oder auch Diabetes, und man kann sicher auch PNP vom Prädiabetes oder auch Diabetes bekommen. Nur, wer will das auseinander halten?

    Und was würde Dir nützen, wenn Du’s für Dich wüsstest?


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 28.12.2016 11:48:45 | IP (Hash): 503453179
    Du Werte sind nüchtern. Du weißt ja, wie genau ich es nehme ;)
    Also direkt vom Bett an den Tisch gesetzt und Nadel angesetzt, noch schlaftrunken. Die neuen Werte sind super auffällig für mich. Wie gesagt, sowas gabs bei mir noch nie. Ausreißer ja, aber keine konstant schlechten Werte.

    Warum fragst du immer, was es bringen würde, wenn man von einer Störung, einem gesundheitlichen Problem, von Ursachen etc. wüsste? Ich verstehe die Frage wirklich nicht. Diese Informationen sind doch unter Umständen entscheidend oder mindestens sehr hilfreich bei der Justierung des eigenen Umgangs mit einer Störung. Wenn ich die möglicherweise PD-induzierte PNP als solche erkenne, dann ist das für mich das Signal, dass ich wieder sehr viel konsequenter auf einen gesunden Verlauf meines BZ achten möchte. Wenn ich dagegen viel Alkohol trinke und mein BZ in Ordnung ist, dann würde ich weniger trinken, um eine weitere Verschärfung der Nervenschäden zu verhindern.

    edit: Da fällt mir ein: das einzige, was ich in den letzten 1-2 Wochen geändert habe, ist eine drastische Erhöhung meiner Fettzufuhr in jeglichen Formen. Olivenöl, Rapsöl, Kokusnussöl, massig Käse! und viel fetten Fisch. Nach Neujahr werde ich den Fettanteil wieder drastisch senken. Mal gucken, ob es daran liegt.
    Bearbeitet von User am 28.12.2016 11:53:52. Grund: .
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    am 28.12.2016 13:40:12 | IP (Hash): 2108455638
    http://www.aerztezeitung.de/medizin/med_specials/diabetes-im-blick2009/article/576314/jeder-achte-mensch-praediabetes-schon-polyneuropathie.html


    Ist schon bedenklich.

    Sollte man nicht meinen, und weil sich keiner so richtig damit befasst, wird man auch die Gründe für diese "Anfälligkeit" nicht rauskriegen.




    Zu den "erhöhten" Nüchternwerten: Fett und Eiweiß können schöne Striche durch die Rechnung machen... Stichwort Gluconeogenese.
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    am 28.12.2016 13:50:07 | IP (Hash): 456135339
    TypEinser schrieb:





    Zu den "erhöhten" Nüchternwerten: Fett und Eiweiß können schöne Striche durch die Rechnung machen... Stichwort Gluconeogenese.



    Keine Ahnung wie es für Menschen mit Typ 2 Diabetes ist, besonders für die, die eine verzögerte Erste Insulinreaktion haben, aber für mich, als Mensch mit Typ 1 Diabetes und anscheinend empfänglich für FPEs, sind übermäßige Fette und Proteine ein Problem.
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    am 28.12.2016 14:03:37 | IP (Hash): 1622656586
    @TypEinser: Ja, ich hatte mich da auch gewundert. Das Thema ist deshalb wohl wenig präsent, weil PD generell unter dem Radar fliegt.

    "Patienten mit einer gestörten Glukosetoleranz und erhöhten Nüchtern-Glukosewerten sind besonders gefährdet, eine Polyneuropathie zu entwickeln, und zwar in ähnlichem Maße, wie Patienten mit einem bereits manifesten Typ 2 Diabetes. Eine entscheidende Rolle hierbei spielt die Erhöhung der Glukosekonzentration, die durch den oralen Glukosetoleranztest (oGTT) bestimmt wird."
    http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/news/index.html?TextID=3945

    Da ich jetzt verstärkt drauf achte, ist mir außerdem aufgefallen, dass meine Haut anfängt zu pieken. Es fühlt sich an wie Nadeln, die von innen gegen die Haut stechen. Besonders stark an dem Bein, wo sich auch der Zeh dunkelrot färbt. Gerade jetzt habe ich es aber auch in beiden Armen, hin zu den Händen. Interessanterweise fällt es zusammen mit diversen Scheiben Dinkelbrot, die ich vor ca. 2 Stunden mit viel Olivenöl gegessen habe. BZ kann ich leider nur schätzen, aber da es kein Vollkorn war, wird es bei 200 gelegen haben. Gestern bei 6 Scheiben Roggenvollkorn war ich bereits bei 170.

    Wie dem auch sei, nächste Woche ist ein Besuch beim Diabetologen fällig. Das kann ich nicht ignorieren.
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    am 28.12.2016 14:21:19 | IP (Hash): 2108455638
    purea schrieb:
    wo sich auch der Zeh dunkelrot färbt.



    Irgendwo angedozt?

    Oder spielt der Zeh von alleine Indianer? Dann schleunigst zum Doc...


    Kribbeln auf der Haut kann auch Allergie sein!
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    am 28.12.2016 14:27:02 | IP (Hash): 456135339
    purea, schon mal an Fußpilz gedacht?
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    am 28.12.2016 14:30:15 | IP (Hash): 1622656586
    Ja, von allein, und außerdem jetzt seit Monaten. Am Anfang dachte ich an Druckstelle bzw. angeditscht. Ich habe aber die Schuhe nun schon mehrfach gewechselt, in den jetzigen ist absichtlich ausreichend Platz. Der Zeh bleibt rot und außerdem gestört, was z.B. Druck oder mit dem Taschentuch drüberstreichen betrifft. Auffällig ist auf jeden Fall auch der neuartige Knochenwuchs am Knöchel genau über dem kleinen Zeh. Die Stelle ist ebenfalls deutlich errötet und wächst nach oben/seitlich. Man kann auch gut erkennen, dass es auf dem anderen Fuß viel kleiner ist.

    Allergie wäre ja durchaus auch eine Überlegung. Gerade nach dem Brot bietet sich Gluten an. Aber wie du schon sagst, ich gehe auf jeden Fall nächste Woche zum Allround-Check.
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    am 28.12.2016 14:34:56 | IP (Hash): 1622656586
    @Cracktros: Nee, bis jetzt noch nicht. Wegen der Empfindungsstörung und wegen des PD habe ich nur an PNP gedacht. MAl gucken, was die Ärzte sagen werden. Ein Pilz wäre ja noch das netteste :-)
    Aber ich schließe das aus. Es ist genau nur an dieser Stelle (Außenseite kleiner Zeh) sowie die Knöchelstelle. Ein Pilz müsste sich ausbreiten? Außerdem schuppt es auch nicht oder so.