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Metformin, Kinderwunsch und Gewichtszuhname

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 24.04.2017
    am 24.04.2017 09:44:21 | IP (Hash): 899033958
    Hallo zusammen,
    stelle mich kurz vor, ich bin 30 Jahre alt, weibl. und da mein Mann und ich seit langem Kinderwunsch haben,aber seit einem Jahr ohne Erfolg probieren, hatten wir uns entschlossen uns untersuchen zu lassen.
    Wir sind in der Frauenklinik, Abteilung für Kinderwunsch gewesen und haben auch alle Tests gemacht. Bei uns ist alles im normalen Bereich bis auf mein Insulin.
    Die Werte meines Insulinspiegels liegen im nüchternem Zustand bei 298, beim einnehmen dieses Zuckersirups lag es bei knapp 800 und dann ging es langsam zurück auf ca. 400.
    Trotz der Werte besteht bei mir kein PCO-Syndrom. Meine Hormonwerte liegen im Normalbereich und ich bekomme auch regelmäßig meinen Zyklus bei 31 Tage, habe seit Oktober eine App wo ich das fleißig eintrage.

    Die Ärztin hat mir Metformin verschrieben um das Insulin zu senken, Vielleicht ist das normal und ich verfalle nur in Panik, das ist die dritte Woche wo ich es nehme und seit letzten Freitag nehme ich eine ganze am morgen und abends, erste Woche war es eine halbe abends, zweite Woche eine halbe morgens und abends.

    Meine Schilddrüse funktioniert auch nicht besonders, aber seit ich eferox 100 nehme ist es wieder gut eingestellt, werte liegen bei -2,2.

    Ich wiege zwischen 98 u 100 Kilo, die letzten drei Tage habe ich mich gewogen und bin auf 102.01 Kg gestiegen. Mein Essverhalten hat sich nicht geändert, ich kann aber auch nicht sagen, dass es nicht daran liegt. Ich möchte mich gerne austauschen, Tipps wären schön was darf ich essen und was nicht. Oder was gibt es da zu beachten. Ich hab angst das es noch weiter hoch geht mit dem Gewicht, ich könnte heulen. Will doch nur gesund sein und abnehmen, in normale Klamotten passen.

    Was habt ihr für Erfahrungen? Freue mich auf eure Beiträge


    Bearbeitet von User am 24.04.2017 09:45:27. Grund: Grammatik
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 24.04.2017 23:09:11 | IP (Hash): 928585863
    Hallo Carmelina,

    dass man mit Metformin bei gleichem Essverhalten zunimmt, ist nicht normal. Bei vielen hilft es ein kleines bisschen beim Abnehmen. Bei manchen bringt es für das Gewicht nichts, aber auch nichts negatives. Ich würde trotzdem an deiner Stelle nicht in Panik verfallen und es noch eine Weile mit Metformin probieren. Wahrscheinlich liegt die Zunahme an was anderem und fällt nur zufällig mit der Metformineinnahme zusammen.

    Gegen Insulinresistenz gibt es keine richtige Medizin. Metformin kann zumindest ein kleines Stück helfen, ansonsten kann man nur mit der Ernährung und mit regelmäßiger Bewegung wirksam dagegen angehen. Bei der Ernährung ist eine moderate Reduzierung der Kohlenhydrate sinnvoll. Du kannst dir z.B. mal LOGI ansehen, vielleicht ist das etwas für dich. Zum Abnehmen ist diese Ernährung ebenfalls geeignet. Google einfach mal nach "logi forum", da gibt es viele Diskussionen und Information zum Thema Insulinresistenz.

    Ich wünsche euch beiden baldigen Erfolg bei euerm Vorhaben, Rainer
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    Mitglied seit: 24.04.2017
    am 25.04.2017 11:35:05 | IP (Hash): 899033958
    Hallo Reiner,

    das mit LOGI ist ein sehr guter Rat, ich bin auch schon dabei mich da durch zu wuseln.
    Das eine regelmäßige Bewegung ein großer Faktor ist, versuche ich es in meinen Alltag einzubauen.
    Für mich ist das schwierig, aber ich versuche es mit schwimmen und habe bereits bei gymondo mich angemeldet.

    Ist es eigentlich normal das man sich so müde fühlt und schlapp am Anfang?

    Danke für deine guten Tipps, lg
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    am 26.04.2017 01:33:57 | IP (Hash): 1289373529
    Hallo Carmelina,

    denke mal, mit 'Insulin'werten meinst du eher die Blutzuckerwerte.
    Wenn dem so ist, dann sind diese sehr sehr hoch !
    Nüchtern 300 mg/dl und Zuckerbelastungstest mit 800 bis zurück auf 400.

    Und wenn ich dich richtig verstanden habe, hast du das Metformin von einer Ärztin der Frauenklinik verschrieben bekommen.

    Diabetes ist bestimmt nicht ihr Fachgebiet.
    Du solltest unbedingt ambulant beim Hausarzt und ggfs. Überweisung zum Diabetologen die Medikamentation überprüfen lassen und anhand weiterer Untersuchungen klären, ob du Diabetes Typ 2 oder ggfs. Typ 1 hast.

    Könnte sein, daß du in die Schublade Typ 2 gesteckt wurdest nach Augenschein = hohe Blutzuckerwerte und Übergewicht.
    Gerade aktuell gab es eine Fernsehsendung, die dieses Schubladendenken anspricht und kritisiert.
    Wenn du diesem Link folgst, kannst du dir ein 5 min-Video ansehen
    https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Diabetes-Typ-1-erkennen-und-behandeln,diabetes254.html
    Dabei wird ein Mann beschrieben, der ein Jahr falsch als Typ 2er mit Metformin behandelt wurde, Gewichtsabnahme hatte an den Blutzuckerwerten (300) auch nichts gebracht.
    Erst nach Arztwechsel wurde Typ 1 bestimmt und auf Insulin umgestellt.

    Das solltest du unbedingt zuerst für deine eigene Gesundheit klären.
    Mit dem Kinderwunsch bitte erst einmal bis dahin warten.
    Schwangerschaft bei Diabetes ist ein komplexes Thema, für Mutter und Kind.

    Mir kommen deine Blutzucker persönlich sehr hoch vor.
    Hatte selbst beim Hausarzt Blutzuckerwerte ca. 400 und wurde sofort an einen Diabetologen überwiesen. Zuckerbelastungstest war da gar nicht mehr notwendig, habe am gleichen Tag schon Insulin bekommen.

    Über Blutuntersuchungen kann ein Typ 1 Diabetes bestimmt werden, über Antikörper z.B.
    Bei mir war das dann so, wurde als LADA = erwachsener Typ 1er diagnostiziert, mit Insulin-Behandlung.

    Liebe Grüße
    Elfe
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    am 26.04.2017 19:41:09 | IP (Hash): 1198949701
    Elfe schrieb:
    denke mal, mit 'Insulin'werten meinst du eher die Blutzuckerwerte.


    @Elfe, wie kommst du denn auf so eine dumme Idee. :)
    Von Insulinresistenz hast du offensichtlich noch nie etwas gehört. Warum um Himmels Willen gibst du dann zu diesem Thema "kluge" Ratschläge.
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    am 26.04.2017 20:56:54 | IP (Hash): 1289373529
    @Rainer
    Klug ist, in erster Linie, die superhohen Blutzuckerwerte zu hinterfragen, Grund und Behandlung.

    Deine eingeschränkte Sichtweise/Selbstüberschätzung ist, als LCHF/Metformin-Promoter und männlicher Mody2er junge Frauen beraten zu wollen, die noch nicht mal ihre differenzierte Diagnose kennen.
    Bearbeitet von User am 26.04.2017 21:05:01. Grund: Erganzung
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    am 26.04.2017 21:23:40 | IP (Hash): 1198949701
    Elfe schrieb:
    Klug ist, in erster Linie, die superhohen Blutzuckerwerte zu hinterfragen, Grund und Behandlung.


    Noch einmal für alle Superklugen:
    Es handelt sich nach Carmelinas Aussage um hohe Insulinwerte. Die Aussage ist für Insulinresistenz stimmig und glaubhaft. Hohe Insulinwerte ziehen nicht automatisch erhöhte BZ-Werte nach sich. Woraus erkennt wohl eine "kluge" Elfe superhohe BZ-Werte. :lol:

    Selbstüberschätzung wäre hier wohl noch ein schmeichelhafter Vorwurf - aber darüber soll sich jeder sein eigenes Urteil bilden.
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    am 26.04.2017 22:33:27 | IP (Hash): 1289373529
    Insulinwerte haben einen anderen Messbereich:
    "Der Normalwert von Insulin liegt zwischen 60 und 175 pmol/l (entspricht 4,8 bis 14 mU/l)."
    http://www.lifeline.de/diagnose/laborwerte/insulin-id47718.html#ixzz4fO0268HP

    Anhand nur der Zahlen und Beschreibung von Carmelina, auch was vermutlichen oGTT angeht, ohne Maßeinheit, lässt da eher auf Blutzuckerwerte schließen mit 800 und 400, also viel zu hoch.

    Klärung und entsprechende Behandlung sind für die Fragestellerin wichtig.
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    am 28.04.2017 01:54:44 | IP (Hash): 1289373529
    Hallo Carmelina,
    hast du ev. einen Arztbrief von der Klinik erhalten ?
    Oder wurde der an deinen angegebenen ambulanten Arzt - Frauenarzt, Hausarzt - geschickt ?
    Mit eben auch weiterer Verschreibung von Metformin ?

    Lese dir den beschriebenen Zuckersirup-Test mit den dargestellten Messwerten durch und lasse dir das ärztlich erklären.

    Habe den sogenannten oGTT und Insulinbestimmung nochmals recherchiert.
    Dabei wird die Wirkung des Insulins anhand der Blutzuckerwerte bestimmt, deshalb nur anhand der reinen Zahlen 300, 800, 400 ist meine Vermutung eher Blutzuckerwerte.
    Insulin hat andere Zahlenbereiche.
    C-Peptid wäre ev. auch eine Kennzahl, wird in der Analytik auch verwendet, um Rückschluß auf Insulinmenge zu ziehen.
    Die reinen Zahlen würden dazu passen, aber dann hättest du bestimmt kein Metformin als Diabetesmedikament verschrieben bekommen.
    http://www.netdoktor.at/laborwerte/insulin-c-peptid-8450

    Du warst aufgeregt in der Frauenklinik und du hattest einen ganz anderen Fokus
    Der Zuckersiruptest (oGTT ?) und Besprechung hat dich vielleicht gar nicht so interessiert, sehr verständlich und nachvollziehbar.

    Zu einer Diabetestherapie gehören neben einer Behandlung auch Ratschläge zur Ernährung, Körpergewicht, Bewegung und ev. auch eine Schulung.
    Dabei bekommst du sachliche/fachliche Beratung zur Ernährung und auch zur Gewichtsabnahme.
    Unabhängig ob Diagnose Typ 2 und Metformin stimmt, oder eher Insulin (wie geschrieben) besser wäre.

    Bitte bespreche das mit deinem niedergelassenen Arzt, der den Arztbrief der Klinik erhalten hat.
    Diabetes wird nicht durch Frauenärzte behandelt.
    Erster Ansprechpartner ist da dein Hausarzt, mit ev. Überweisung zum Diabetologen.
    Auch eine Schwangerschaft wird bei Diabetikerinnen zusätzlich von Diabetologen überwacht, bzgl. der Blutzuckereinstellung für Mutter und Kind.

    Liebe Grüße
    Elfe