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neu hier und ratlos verzweifelt

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 07.06.2017
    am 07.06.2017 09:03:30 | IP (Hash): 1479447374
    erst mal ein freundliches Hallo in eure Runde. ich bin ganz neu hier und betroffen als Ehefrau eines Diabetikers Typ II
    ich versuche mich kurz zu fasse versprochen,.
    bei meinem Mann wurde Diabetes II vor 10 Jahren festgestellt. Generell sei vorab zu schicken, dass meine bessere Hälfte schon immer recht schnell reizbar und eigentlich kein empathischer Zeitgenosse ist. -dies nur so am Rande bemerkt,-
    Seit er jetzt aber den Zucker diagnostiziert hat, ist es recht schwierige mit ihm zu leben. Wirklich anerkannt hat er seine Krankheit auch heut noch nicht... alle Ärzte sind blöd, doof, usw... er spritz jetzt wenigstens Langzeit-zucker... Lantus, Metformin als Tabletten und einmal wöchentlich trulicity, das sein Zucker zeitweise extremst entgleist.. die Werte, kenne ich NICHT, die verheimlicht er mir... Nun muss er nächsten Mittwoch in Kur , wo ich aber weiß, dass es unter dem Strich nicht dauerhaft was bringt, denn wie gesagt, "dort sind ja alle nur doof und Idioten"...
    Er ist entweder mal ein zwei Tage so gut drauf, dass es schon wieder so albern ist, dass ein peinlich sein kann, dann wieder von der einen auf die andere Minute, derart verletzend, MIES gelaunt, mürrisch, ungerecht, gereizt, schreit rum, ist verbal so ungerecht, dass es mir inzwischen die Lebensfreude nimmt und ich mich mit dem Gedanken der Trennung ernsthaft auseinander setzte. Gespräche kann ich nicht führen, denn es wird sofort umgeschuldet und mit Worten niedergebügelt.. bringt nix.. hab schon alles versucht.
    Ich könnte noch Stunden weiter schreiben, tu ich euch aber nicht an, ich denke, dass ich es grob beschrieben habe und ihr wisst, wie mein Göttergatte tickt.
    Nun meine Frage, kennt das noch jemand ??? Hat noch jemand so ein Partner/in, mit entgleistem Zucker, unbelehrbar diesbezüglich.... und hat für mich ne Lösung, die nicht die Trennung bedeuten müsste.
    Hoffnungsvoll werde ich jetzt immer wieder mal reinschauen, vielleicht hat ja jemand den ultimativen Tipp für mich.
    Danke euch von Herzen,. eure Gabi ( nagelfee05 )
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    am 08.06.2017 00:30:35 | IP (Hash): 1789549116
    Hallo Gabi,
    wechselnde Blutzuckerwerte können Unwohlsein verursachen,
    zu niedrige mit Schwitzen, Zittern, Schwindel und Tunnelblick 'brauche Zucker' - ev. auch albern
    zu hohe kann z.B. Kopfschmerzen und Unwohlsein verursachen
    und gesamt Frust ergeben, weil man sich doch an die Regeln hält und trotzdem nicht klappt.
    Das sind jedoch keine Gründe, um dich anzuschreien !
    Dich aus der Behandlung und Werten herauszudrängen, gibt dir auch nur wenig Chancen.
    Du könntest höchstens auf Ernährungsverhalten nur leichten Einfluss nehmen, was wahrscheinlich nur als Vorhaltung interpretiert wird.

    Dein Gatte muss sich schon selbst kümmern.
    Das Lantus-Insulin muss austestet werden. Anhand der gemessenen Morgenwerte wird die Dosis ermittelt. Trulicity ist ein problematisches Medikament bzgl. Nebenwirkungen, Unterzucker kann eine davon sein.
    Frage dazu, sollte dein Mann auch abnehmen oder ist er normal gewichtig ?
    Vielleicht ist er auch unzufrieden mit seinem Arzt, dann könnte er sich auch einen anderen suchen.
    Da sein Arzt allerdings eine Kur verschreibt, lässt eher auf Uneinsichtigkeit des Patienten schließen.
    In der Kur wird dann aber umfassend erklärt, welche Ernährung, welcher Sport u.a.m.

    Die räumliche Trennung bietet für euch beide jedenfalls die Gelegenheit, um über eure Beziehung nachzudenken. Erleichterung bei dir, nun ist er erst mal weg oder vermisst du ihn - trotz allem ?

    Nach der Kur könntest du sehen, ob sich sein Verhalten dir gegenüber verändert würde.
    Falls nicht, könntest du auch mal energischer auftreten ~ 'du weißt wie es geht, hier Kühlschrank und da Topf und Herd' ~ und dann nimmst du den Hausschlüssel und gehst raus.

    Je nach dem, kannst du immer noch eine Trennung in Erwägung ziehen.

    Liebe Grüße
    Elfe
    P.S.: In meiner Beziehung bin ich diejenige welche, die nach langen Jahren an LADA-Diabetes erkrankte (Insulinpflichtig von jetzt auf gleich), war auch eine Belastungsprobe für uns beide und haben diese gemeistert.
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 08.06.2017 20:59:28 | IP (Hash): 679973748
    Elfe schrieb:
    Trulicity ist ein problematisches Medikament bzgl. Nebenwirkungen, Unterzucker kann eine davon sein.

    Hallo Gabi,

    das stimmt beides definitiv nicht. Schade, dass dir hier im Forum statt den erhofften Ratschlägen noch unnötig weitere Angst eingejagt wird.

    Von Trulicity kann man nicht unterzuckern. Das ist eines von den neueren "intelligenten" Diabetesmedikamenten, bei denen der BZ nur gesenkt wird, wenn er wirklich zu hoch ist. Manche vertragen es wirklich nicht. Bei denen sind die Nebenwirkungen aber so groß, dass du das schon gemerkt hättest. Bei vielen wirkt Trulicity hervorragend für den BZ und die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen. Basalinsulin und Trulicity ist eine gute und wirkungsvolle Kombination. Wenn er tatsächlich unterzuckert, dann stimmt die Dosis Basalinsulin nicht. Das wird man dann bei der Kur bestimmt gerade biegen können. Vielleicht kriegt er seinen BZ danach besser in den Griff und hat weniger Stimmungsschwankungen - ich drück euch die Daumen.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 09.06.2017 01:34:52 | IP (Hash): 1789549116
    "Die häufigsten Nebenwirkungen sind Hypoglykämien, wenn in bestimmten Kombinationen eingesetzt, und Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit und Diarrhö."
    Quelle: https://arznei-news.de/dulaglutid/
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    am 09.06.2017 07:31:23 | IP (Hash): 2108455638
    @Elfe

    Die Hypos – in BESTIMMTEN KOMBINATIONEN – kommen dann vom Basalinsulin.

    Insofern hat Rainer völlig Recht.

    ---
    DO NOT FEED THE TROLL!!!

    http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718
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    am 09.06.2017 19:11:35 | IP (Hash): 1789549116
    @TypEinser
    "Bei Anwendung in Kombination mit einem Diabetesarzneimittel, das Sulfonylharnstoff genannt wird, oder mit Insulin muss die Dosis des Sulfonylharnstoffs oder des Insulins eventuell gesenkt werden, um eine Hypoglykämie (niedriger Blutzuckerspiegel) zu vermeiden".
    http://www.ema.europa.eu/docs/de_DE/document_library/EPAR_-_Summary_for_the_public/human/002825/WC500179472.pdf
    Wenn schon Kleinklein-Diskussion, dann richtig,

    jedoch eigentlich überflüssig.
    Die Frage kommt von einer Angehörigen!, die von ihrem Gatten komplett außen vor gelassen wird, aber dennoch die Launen aushalten muss.
    Mir ging es in meiner Antwort an Gabi, ein wenig Verständnis für die doch nicht so leichte Behandlung zu erzeugen,
    aber mehr noch, wie sie als Ehefrau reagieren könnte, ohne sich gleich zu trennen.
    Ist mehr ein Seelenproblem, als Diabetes-Thema.
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    Mitglied seit: 26.03.2016
    am 09.06.2017 19:47:31 | IP (Hash): 946723164
    Hallo,
    ...als Patient kenne ich Zustände bei denen ich ungehaltener bin, als Üblicherweise. Diese Zustände treten, beim mir, in zwei Blutzuckersituationen auf

    a.) Wenn der Blutzucker zu hoch ist und sich Ketone gebildet haben,
    b.) bei Unterzucker,

    beide Situationen sind Vorübergehend. Ich danke allen meinen Freunden, Bekannten, Familienangehörigen usw die dieses aushalten. Ihr seid Klasse.

    Du aber beschreibst hier etwas anderes, eventuell etwas, was nichts mit dem Diabetes zu tun hat. Du beschreibst eine Grundeinstellung: "Generell sei vorab zu schicken, dass meine bessere Hälfte schon immer recht schnell reizbar und eigentlich kein empathischer Zeitgenosse ist" schreibst du, und weiter "Wirklich anerkannt hat er seine Krankheit auch heut noch nicht... alle Ärzte sind blöd, doof, usw... "

    Ich denke, dass die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Behandlung das akzeptieren des Diabetes ist. Ich kenne diabetische Schwerpunktpraxen und Krankenhäuser, die neben der eigentlichen Diabetesbehandlung auch Psychologen beschäftigen. Lesse ich deine Beschreibung, weiss ich auch warum das so ist. Eventuell wäre so etwas, etwas für deinen Mann. Allerdings bedeutet der Weg zu solch einer Behandlung auch schon, dass er sein Problem akzeptiert.

    ----'--'-----''-
    DO NOT FEED THE TROLL!!!
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    Mitglied seit: 26.06.2017
    am 26.06.2017 11:19:19 | IP (Hash): 1034814583
    Hallo Gabi. Für mich hört sich das so an als ob dein Mann mit der Diagnose Diabetes nicht fertig wird und mit sich selbst überhaupt nicht im reinen ist . Seine Unsicherheit überspielt er mit seinem Benehmen. Vielleicht hilft ihm ja die Kur besser damit umzugehen. Ich wünsche euch Glück.