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Gewichtszunahme seit Umstellung auf Pumpe

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 17.07.2017
    am 17.07.2017 20:27:17 | IP (Hash): 1148357993
    Hallo Zusammen,

    hat evtl jemand ähnliche Erfahrungen mit Gewichtszunahme seit der Umstellung auf eine Insulinpumpe gemacht? Ich habe seit ca. 10 Jahren eine Pumpe, war vorher Normalgewichtig und habe vorher ca. 16 Jahre den Diabetes mit ITC behandelt. Seit dem ich die Pumpe habe, habe ich kontinuierlich an Gewicht zugenommen und musste die Basalrate bis dato auf 115 Einheiten pro Tag erhöhen. Dazu kommt natürlich noch die Bolusrate und somit kann ich schon mal am Tag bis zu 300 Einheiten Apidra am Tag durchhauen. Ich hatte sowas ähnliches schon mal wo ich noch gespritzt habe und ins Krankenhaus kam und der Arzt meinte, ich sollte meine Bolusrate abends von 80 Einheiten auf 40 senken, evtl läge eine Insulimast oder Resistenz vor?! Ich habe die Menge gesenkt und es funktionierte. Ich kam mit 50% weniger Insulin aus.

    In den letzten Jahren habe ich immer die Bolzsrate und die Basalrate erhöht, auch auf Anregung meines Diabetesarztes. Jetzt soll ich eine drei Tage Haferflockendiät machen um die Wirksamkeit des Insulins zu erhöhen.

    Nun bin ich am überlegen, ob ich die Basaleate einfach mal senke und schaue was passiert. Würde mich freuen, wenn jemand bereits ähnliche Erfahrungen gemacht hat und mir gerne mitteilen würde.

    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen
    Honkey
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 89
    Mitglied seit: 14.05.2016
    am 18.07.2017 17:09:32 | IP (Hash): 817398987
    Nach ca. 5 Jahren Pumpe hatte sich mein Insulinverbrauch auch stark erhöht und die Wirkung wurde träger. Die Gewichtszunahme von ca. 1 kg pro Jahr ist auch vorhanden gewesen.

    Da bekam ich anderes Insulin (Novorapid) und im Krankenhaus eine Neueinstellung. Damit wurde es etwas besser.
    Meine Basalrate lag nach dem Krankenhaus vor ca. 1,5 Jahren bei täglich ca. 19 IE und 86 kg Körpergewicht. Nach dem Winter bei 91 Kg Gewicht habe ich Basalratentests gemacht und habe ich meine Basalrate bei ca. 27 IE eingestellt.
    Der Bolusrate steht im Verhältnis zur Basalrate und die wiederum ist doch vom Körpergewicht abhängig.

    Wie soll das funktionieren wenn du einfach den Bolus senkst? Willst du dass dann später mit Korrekturinsulin ausgleichen?

    Wie oft machst du Basalratentests?

    Reiner
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 2019
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 18.07.2017 18:18:41 | IP (Hash): 743303093
    Reiner15 schrieb:
    Wie soll das funktionieren wenn du einfach den Bolus senkst?

    Hallo Reiner,

    lies dazu mal hier
    http://www.chrostek.de/curriculum/07_up_und_down_Reglung.pdf
    die Ausführungen von Dr. Teupe zur Rezeptor-up-und-down-Regulation durch.

    Das gilt zwar in erster Linie für Typ1-Dibetiker, weil beim Typ 2er noch viele andere Faktoren reinspielen. Aber vom Grundsatz her wird das beim Typ 2er ebenfalls zutreffen.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 89
    Mitglied seit: 14.05.2016
    am 19.07.2017 14:24:39 | IP (Hash): 1623966957
    Ich bin Typ I-Diabetiker und denke mal der Fragesteller mit der Pumpe auch.

    In der Abhandlung geht es nicht nur um die Dosierung sondern auch um mehr Bewegung und weniger essen. Die dabei auftretenden Blutzuckeranstiege werden nicht so richtig erwähnt, genauso wenig wie die Spätfolgen die durch schwankende und zu hohe Werte eintreten können.
    Spätfolgen habe ich an den Augen, deshalb 2 x OP und in den Jahren danach bis heute 11 x nachlasern.

    Bei mir sieht es so aus dass ich körperlich arbeite und mich den ganzen Tag bewege. Meine Nahrungsdosierung ist seit 20 Jahren gleich, 16 BE pro Tag. Das halte ich ein und wenn ich mich mal etwas weniger bewege dann esse ich z. B. nur 12 BE. Demzufolge ist das Bolusinsulin geringer.

    Wenn ich meine Basalrate um 10 % senke, weil ich leichte Tätigkeiten ausführen möchte und dieses dann, aus irgendwelchen Gründen auch immer, nicht tue steigt mein Blutzucker in Bereiche von 14 - 16 mmol/l. Was mache ich dann? korrigieren oder warten bis der Blutzucker nach der nächsten Nahrungsaufnahme im postbrandialen Anstieg auf 20 mmol/L steigt?

    Wenn ich nach einer Vorlaufzeit mit Nahrungsaufnahme von ca. 1,5 h an meine Belastungsgrenze gehe und die Basalrate vorher auf 0% setze, kann ich mir je nach Tagesform nach ca. 1 - 1,5 h eine Super-Hypo mit Werten unterhalb von 2,5 mmol/l einfahren. Den Rest vom Tag benötige ich dann um im Zielbereich zu bleiben nochmal ca. 10 - 12 BE zusätzlich zu den normalen 16 BE.

    Reiner
    Bearbeitet von User am 19.07.2017 14:29:40. Grund: Text hinzugefügt
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 77
    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 19.07.2017 17:04:50 | IP (Hash): 1530170843
    Hallo Reiner,
    ich wollte das mit der Up-Regulation anfangs auch nicht glauben, aber es funktioniert wirklich, wenn die Voraussetzungen stimmen...

    Anfangs brauche ich dafür irgendeinen Anschub, der meinen Insulinbedarf leicht senkt, oder ich muss meinen Bedarf durch weniger Essen oder mehr Bewegung senken.

    Dann reduzieren ich alle 24 Stunden (manchmal auch früher) meine Basalrate um 0.05IE pro Stunde, solange ich morgens unter 100mg/dl oder nachts unter 80mg/dl bin. Der minimale Insulinmangel sorgt dann für eine Up-Regulation der Insulinrezeptoren, die so stark werden kann, dass es zu Hypos kommt.

    Sobald ich nach eine Reduzierung zu stark ansteige (auf über 150mg/dl) gehen ich einen Schritt zurück und breche ab.

    Hier noch mal ein anderer Link...
    http://www.chrostek.de/pdf/06_Up-und%20Down-Regulation.pdf
    Bearbeitet von User am 19.07.2017 17:42:06. Grund: Link