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Blutzuckerabfall ab 3 Stunden nach dem Frühstück

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    am 10.12.2017 10:20:44 | IP (Hash): 2037519340
    Ich habe schon seit langem ein Problem mit dem Blutzuckerverlauf am Vormittag.

    Ab 3 Stunden nach dem Frühstück habe ich immer einen Extremen Blutzuckerabfall zum Mittag den ich nur mit 2-3 BE abfangen kann um nicht in einer Hypo zu landen.

    Die Basalrate habe ich auch am Vormittag schon mal ausgestellt. Trotzdem immer dasselbe Phänomen.

    Mehrere Basalratentest haben keine Erklärung gegeben, da diese immer in Ordnung ist.

    Ich bin mit meinem Latein am Ende und wende mich hiermit an erfahrene Pumpenträger die mir eventuell ein Paar Tipps geben können.


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    am 10.12.2017 13:28:13 | IP (Hash): 288207791
    Ohne eigene Pumpen-Erfahrung:
    Bei weiterem Umschauen findest Du immer wieder Einzelfall-Phänomene, die sich mit allen bekannten Erklärungen nicht fassen lassen. Dann ist bei regelmäßigem Auftreten schon mal super, wenn man wie Du rausgefunden hat, wie sich der angestrebte BZ eben mit den zusätzlichen BEs erhalten lässt.

    Wenn's ohne Frühstück allein mit der normalen Basalrate nicht auftritt, könnte ich mir ansonsten nur noch einen erheblich zu großen BE-Faktor zum Frühstück vorstellen und dazu morgens einen deutlich verlängerten Wirkverlauf vom Bolus, aber das hast Du ja wahrscheinlich schon alles durchgetestet.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 10.12.2017 20:27:51 | IP (Hash): 1126887341
    Was ich mir vorstellen könnte - muss aber natürlich nicht so sein:
    Unter ICT hattest du Probleme mit dem Dawn-Phänomen -vielleicht sogar deshalb die Pumpe.
    Jetzt hast Du dir eine Basalrate mit `nem schönen Dawn-Hügel gebaut, so dass deine Werte morgens so sind, wie sie sein sollen.
    Gleichzeitig hast Du aber deine Faktoren aus der ICT-Zeit annähernd beibehalten.
    Unter ICT war aber in deinen morgendlichen Faktor auch Insulin für das Dawn-Phänomen enthalten. Der durch das Dawn-Phänomen erhöhter BZ macht aber auch insulinresistenter, was den morgendlichen Faktor noch weiter erhöht hat.
    Und das ist jetzt einfach deutlich zuviel. Gleichzeitig wirkt mehr Insulin auch länger...

    Wenn es mit weniger Insulin am Morgen zu `ner fiesen BZ-Spitze kommt, hilft ein DEA.

    Bearbeitet von User am 10.12.2017 20:28:51. Grund: Formatierung
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    am 10.12.2017 21:41:14 | IP (Hash): 2037519340
    Ich denke mit DEA meinst Du Spritz Essabstand.

    Ich gebe immer Insulin ohne SEA ab mit dem Ziel nach 2h 8-9 mmol/l. Bis zur Vollendung der 3. Stunde hält sich dann der Blutzucker. Ab der 4. Stunde geht es dann Abwärts.

    Hatte auch schon einmal mit SEA gemacht und hatte dann kurz nach dem Essen eine fürchterliche Hypo. Allerdings habe ich den Faktor wie bei ohne SEA beibehalten. Dies war glaube ich ein großer Fehler. Habe große Angst dies zu wiederholen. Es wird mir aber sicherlich nichts anderes übrig bleiben, dies noch einmal zu testen.

    Kannst Du mir vielleicht sagen um wieviel ich den Faktor zum Anfang senken sollte und wie lange der SEA sein sollte.

    Habe aktuell einen Faktor von 1,6 ohne SEA.


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    am 10.12.2017 22:02:02 | IP (Hash): 288207791
    sorry, aber Du könntest entweder in Halbstundenschritten messen und protokollieren - bislang für die meisten von uns normal business, wenn wir wirklich was zu unserer Einstellung rausfind4en und die optimieren wollen - oder von Deinem Dok ein CMG leihen. Ok, auch damit findest Du nur nennenswert raus, wenn Du ALLES fortlaufend protokollierst. Also erst nach 3 oder 4 Stunden messen, und dann nicht wissen, ob der BZ noch sinkt, oder schon steigt, ist wirklich voll blind :(

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    am 10.12.2017 22:12:45 | IP (Hash): 2037519340
    OK. Ich hatte mir bei der Anmeldung erhofft Tipps zu bekommen und mich nicht beleidigen zu lassen. Nur zu Deiner Information. Ich teste nicht erst nach 3 bzw. 4 Stunden., sondern nach 2h
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    am 10.12.2017 22:59:11 | IP (Hash): 288207791
    Ok, dann hast Du also getestet und gesehen, wie Dei BZ nach dem Anstieg nach dem Essen immer weiter unter den vor dem Essen abgesunken ist und hast daraus nicht logisch gefolgert, dass der Bolus zu groß gewesen sein muss?

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    am 11.12.2017 18:24:42 | IP (Hash): 1169032204
    thomas.sdl schrieb:
    Ich denke mit DEA meinst Du Spritz Essabstand.



    Ja, weil als Pumpi spritze ich ja nicht, sondern drücke auf Knöpfchen...
    (Drück-Ess-Abstand) ;)

    thomas.sdl schrieb:

    Kannst Du mir vielleicht sagen um wieviel ich den Faktor zum Anfang senken sollte und wie lange der SEA sein sollte.

    Habe aktuell einen Faktor von 1,6 ohne SEA.



    Ich würde es mal mit dem Faktor von mittags probieren. Der wird zwar wahrscheinlich zu klein sein, aber irgendwo muss man ja anfangen.
    Damit würde ich erstmal ohne SEA testen, wie Du rauskommst. Landest Du nach 3-4 Stunden wieder ungefähr beim Ausgangswert, stimmt der Faktor, ansonsten entsprechend anpassen.
    Dann die BZ-Spitze betrachten und mit 10-15 Minuten anfangen und wieder je nach Ergebnis anpassen.

    Alternativ zurückrechnen, wieviel Insulin du für die 2-3 Extra BEs brauchst...
    Die 2-3 BEs zu deinen Morgen-BEs dazurechnen und daraus dann den ungefähr richtigen Faktor bestimmen - jetzt mal ohne die unterschiedliche Insulinempfindlichkeit zu verschiedenen Zeiten einzubeziehen...
    Damit dann wieder erstmal ohne SEA testen.
    Bearbeitet von User am 11.12.2017 18:35:16. Grund: Tippfehler
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    am 11.12.2017 19:34:49 | IP (Hash): 992157365
    Hallo Thomas,

    habe selber keine Pumpe, sondern ICT per Pens mit schnellem Mahlzeiteninsulin und Basal.

    Einen Spritz-Ess-Abstand habe ich so gut wie nie machen müssen, schon eher anders herum als Ess-Spritz-Abstand.
    Habe gelernt, bei einem BZ-Wert bis zu 14 mmol/l direkt vor der Mahlzeit zu spritzen, erst ab BZ-Werten über 14 mmol/l erst spritzen und nach 15 min Wartezeit zu essen.

    An Werktagen mit ein wenig Müsli klappt das gut, bei schwerer verdaulichem Sonntagsfrühstück (Brötchen, Ei, Bacon ...) eher nicht - spritze dann nach der Mahlzeit (Morgenfaktor 2).

    Mein kurzwirkendes Insulin hat eine auslaufende Wirkung bis zu 4 h und darf aufgrund dessen - eigentlich - erst nach 4 h ggfs. Korrektureinheiten spritzen.
    Messe als Zwischending nach 3 h ob's gepasst hat.

    Bei mir hat spritzen vor/nach in Berücksichtigung des Fett/Eiweißgehaltes durchaus erheblichen Einfluss.
    So ein Steak/Pommes-Essen erfordert bei mir sogar zusätzliche Fett/Protein-Einheiten, damit wird die längere Verdauungszeit der Mahlzeit mit der Wirkungszeit des Insulins abgestimmt.
    War als Hypo echt übel: Lecker Essen gehen, Einheiten nach gespritzt = erst Unterzucker (gerade noch so in Unterkunft geschafft) - 3 BE Bröseltraubenzucker nötig - dann h später mehrere Korrekturinsulineinheiten notwendig.
    Grund: Insulinwirkung zu stark (Hypo + Traubenzucker nötig), erst später kommen dann die KHs der Mahlzeit im Blut an (Traubenzucker-Zusatz-BEs dann doch mit Insulin wegspritzen).

    Die 'Kunst' ist, Wirkungszeit des Insulins mit der Zeit zum Aufschließen der Mahlzeit - KHs als Glukose - abzustimmen.

    Eben aufgrund von Hypo-Problemen schraube ich am Faktor nur vorsichtig in 1/4-Schritten, erhöhen/senken erst nach 3 d.

    Gruß Elfe
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    am 24.12.2017 18:07:51 | IP (Hash): 1909553774
    Hallo Thomas,

    wenn du dir die Basalrate gut eingestellt hast, hast du dabei auch die BE-Faktoren passend dazu berechnet?

    "Dr. R. Herrman Klinik Saale Bolus", wenn du dass bei Google eingibst, kommt eine PDF in deren Abhandlung auf Seite 6 die Zusammenhänge zwischen Basalrate und Bolus dargestellt werden. Dies könnte man zur Grundlage der Berechnung anwenden und dann individuell anpassen.


    Reiner

    Bearbeitet von User am 24.12.2017 18:08:17. Grund: Text hinzugefügt
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