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Tablettendosis erhöhen oder Basalinsulin?

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 30.12.2017
    am 30.12.2017 19:41:10 | IP (Hash): 1430536209
    Guten abend Zusammen,

    habe mich eben neu registriert und möchte mich zuerst mal kurz vorstellen.
    Ich bin männl. 56 Jahre alt, 178 cm groß und wiege 91 kg.
    Da meine Mutter (mittlerweile 76 Jahre alt) seit über 40 Jahren Diabetikerin Typ 2 ist werde ich schon seit Jahren von meiner Hausärztin überwacht.

    Nachdem vor etwa 7 Jahren mein Langzeitblutzucker immer so um 7,5 lag wurde mir Janomed (2 Tabletten täglich ) verordnet, seit 1 Jahr (Langzeitblutzucker um 8) nehme ich noch Jardiance.

    Nachdem nun bei der letzten Kontrolle der Wert bei 8,5 war empfahl mir meine Ärztin (die das ganze von meinem Gefühl in den letzten Jahren auch eher "locker" sah) abends Basalinsulin zu spritzen.

    Schuld an der ganzen Misere bin nur ich selbst, das weiß ich.

    Mein Problem ist, daß ich im Außendienst unterwegs bin, häufig Mahlzeiten in Restaurants zu mir nehme und das gebe ich unumwunden zu ein Genussmensch bin. Ich ziehe den Zwiebelrostbraten mit Kässpätzle einem Salat mit Putenstreifen vor.
    Sogenanntes "Gesundes Essen" vertrage ich zum Teil auf Grund von Darmdivertikeln auch nicht.
    Rauchen habe ich vor 13 Jahren konsequent aufhören können, auf einen guten Rotwein, leckeren Whiskey und die eine oder andere Schweinshaxe kann ich nicht verzichten, dies bedeutet für mich Lebensqualität.

    Nun aber meine Fragen:
    - welches Buch in Richtung Verhaltensänderung bei Diabetes Typ 2 ist zu empfehlen
    -ist der Behandlungswechsel von Hausarzt zu Diabetologen zu empfehlen
    -bringt eine Erhöhung der Medikamtendosis z.B. von Jardiance 10 mg auf 25 mg etwas?
    -welcher Langzeitblutzucker ist noch für rein medikamentöse Behandlung zu vertreten

    Würde mich sehr freuen, wenn ich den einen oder anderen Tip bekommen könnte.

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße
    Projektmanager
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    am 30.12.2017 19:59:57 | IP (Hash): 997250274
    Hier die allgemeine Grundlage zu Deinem persönlichen Projekt https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2016/dus_2016_S2_Supplement_Praxisempfehlungen_Landgraf_Therapie_des_Typ-2-Diabetes_Online-PDF.pdf

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 30.12.2017 22:26:36 | IP (Hash): 1800560219
    Hallo Projektmanager,
    deine Blutzuckerlangzeitwerte sind über Jahre schon viel zu hoch.
    Hätte sich per Medikamente durchaus senken können, unter 7.

    Basalinsulin ist durchaus gut, ohne Umweg Magen-/DarMTRakt.

    Deine Ess-/Trinkgewohnheiten sind gar nicht so falsch, wie du denkst.
    Zur BZ-Wirkung sind dein Zwiebelrostbraten mit Käsespätzle durchaus o.k., Eiweiß und Fett bremsen die KHs der Spätzle.
    Trockener Rotwein und Whisky möglich.
    Nur wenn du abnehmen möchtest, wäre Kalorienbilanz zu berücksichtigen.

    2er Ratgeber sind oberflächlich auf Gewichtsabnahme fokussiert, vermeiden von Fett und Eiweiß und Kohlenhydraten :-(

    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah ?
    Deine Mutter - 40 Jahre 2er - könnte dir aus ihrer Erfahrung mit Arzt, Behandlung, Essen durchaus Denkanstöße geben.

    Gruß Elfe
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    am 30.12.2017 22:34:10 | IP (Hash): 997250274
    naja, T1 und oberflächlich netzgläubig ;)

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    am 31.12.2017 00:03:40 | IP (Hash): 1800560219
    @Jürgen
    Netzgläubig ist wohl eher deins, Hauptsache passt in dein Weltbild.
    Bin in 2er Umfeld von Geburt an aufgewachsen und ein oller LADA-Einser.

    @Projektmanager
    Als Projektmitarbeiter (nicht Manager) weiß ich, wie Werte und Literaturangaben einzuschätzen sind.


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    am 31.12.2017 00:20:51 | IP (Hash): 45540426
    Projektmanager schrieb:

    Nun aber meine Fragen:
    -ist der Behandlungswechsel von Hausarzt zu Diabetologen zu empfehlen
    -bringt eine Erhöhung der Medikamtendosis z.B. von Jardiance 10 mg auf 25 mg etwas?
    -welcher Langzeitblutzucker ist noch für rein medikamentöse Behandlung zu vertreten


    Hallo Projektmanager,

    hier ist meine Meinung zu deine Fragen:

    - Ich empfehle dir dringend, dich von einem Diabetologen behandeln zu lassen. An deinen HbA1c-Werten kannst du ja sehen, dass du es mit deiner Hausärztin zusammen nicht sehr gut hinbekommst,

    - Wenn du mit 3 Medikamenten (Janumet = Januvia + Metformin) nur ein HbA1c von 8,5% erreichst, wirst du den Diabetes nur mit Tabletten nicht mehr ausreichend im Griff behalten können. Eine Erhöhung der Jardiance-Dosis, bringt vielleicht noch mal kurzzeitig eine kleine Verbesserung. Das HbA1c wird aber weiter zu hoch bleiben, wodurch sich dein Diabetes schnell weiter verschärfen wird.

    - Die letzte Frage stellst du vollkommen verkehrt. Entscheidend ist, was für einen HbA1c-Wert du erreichen willst und dann musst du dich fragen, wie du diesen Wert erreichen kannst. Ich strebe für mich HbA1c-Werte um 6,0% an und kann damit meinen Typ2-Diabetes bereits seit 15 Jahren ohne große Verschärfung im Griff behalten. Viel mehr als 6,5% würde ich an deiner Stelle nicht zulassen, wenn du noch mehrere Jahrzehnte gesund verleben willst.

    Deine Vorliebe für für Rostbraten und einer saftigen Schweinshaxe teile ich. Mit Fett und Eiweiß kann man sich sehr gut diabtesgerecht ernähren. Was nicht geht ist viel Eiweiß und Fett und dazu noch viele Kohlenhydrate. Das ist sowohl für deinen Diabetes als auch für dein Gewicht schädlich. Du kannst dir ja mal LCHF (hier lchf.de/forum und hier www.dietdoctor.com) ansehen. Vielleicht ḱannst du dich mit so einer Ernährung anfreunden. Deinen Diabetes kannst du damit auf jeden Fall gut und einfach im Griff behalten, aber auch für deine allgemeine Gesundheit tust du damit etwas gutes.

    Alles Gute, Rainer
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    am 31.12.2017 00:52:53 | IP (Hash): 1922179689
    "-ist der Behandlungswechsel von Hausarzt zu Diabetologen zu empfehlen"

    Glaube ja, beim Diabetologen sollte es zum Beispiel passende Schulungen geben.