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Einmal Diabetes, immer Diabetes?

  • Manu

    Rang: Gast
    am 30.05.2004 16:58:20
    Hallo,
    ich habe wohl nen Diabetes Typ 2 und soll erst einmal Gewicht abbauen und mich bewegen. Gut, anders essen tu ich dann natürlich auch.
    Ist es möglich, dass man dadurch seine Werte wieder ins "normale" bekommt? Kann es dann sein, dass man keinen Diabetes mehr hat oder wie muss ich mir das vorstellen?
    Im Moment drehe ich richtig ab weil ich Angst habe. Ich bin erst 34 Jahre alt und habe Angst vor dem Sterben.
    Kann man denn mit Diabetes alt werden?
    Wenn ich vernünftig esse, sind meine Werte immer normal. Habe aber die letzten Jahre nicht wirklich darauf geachtet. Meinen HbA1c hab ich von 7.8 auf 7.3 innerhalb von 3 Monaten runter. Anscheinend hatte ich desöfteren hohe Werte.
    Wie lange muss man Diabtes schon haben damit sich die Spätschäden zeigen können?
    Ich habe solche Angst, dass ich nicht älter werde. Bin im Moment nur noch am grübeln und nix macht mir richtig Spaß.
    Bitte gebt mir mal ein paar Tips. von Manu
  • Andreas

    Rang: Gast
    am 30.05.2004 17:49:45
    Hallo!

    Bei einer vernünftigen Diabetestherapie ist wahrscheinlich die Gefahr größer, beim Überqueren einen stark befahrenen Straße überfahren zu werden, als an den Folgen von Diabetes zu sterben. Unser Leben hat immer viele Risiken, die wir nicht ausschließen können.

    Zum Thema "Diabetes durch falsche Ernährung" kann man verschiedene Ansichten haben. Einerseits gibt es die Theorie, daß Übergewicht zu einer Insulinresistenz führt. Andererseits kann man aber auch sagen, daß eine vermehrte Insulinausschüttung als Folge einer Insulinresistenz zu Übergewicht führt.

    Es gibt nun mal verschiedene Stoffwechseltypen. Nicht jeder, der sich falsch ernährt, muß früher oder später Diabetiker werden. Und auch nicht jeder Diabetiker hat sich falsch ernährt. Es gibt hier sicherlich eine genetische Veranlagung, die bis heute nicht beeinflußbar ist.

    Gesundheitliche Schäden entstehen vor allem immer dann, wenn Typ 2 erst nach Jahrzehnten erkannt wird. Aber das ist ja bei dir zum Glück nicht der Fall.

    Einmal Diabetes, immer Diabetes? In der Schulmedizin geht man wohl davon aus, das es so ist. Alternativmedizinisch gibt es sicherlich viele plausible Therapieansätze, die man nicht grundsätzlich ablehnen kann. Eine wirkliche Heilung habe ich allerdings noch nicht gesehen und vor irgendwelchen Wundermitteln kann man eigentlich nur warnen.

    Herzliche Grüße
    Andreas
  • Elsbeth

    Rang: Gast
    am 30.05.2004 20:02:25
    Andreas hat schon das Wichtigste
    geschrieben. Ich wiederhole für Neu-
    linge meinen Standardsatz: Laß dich
    zu einem Diabetologen überweisen,
    denn viele Hausärzte haben von
    Diabetes eher wenig Ahnung.

    Angst ist Streß, und Streß erhöht die
    BZ-Werte und senkt die Lebens-
    qualität. von Elsbeth
  • Angela

    Rang: Gast
    am 31.05.2004 13:33:33
    Ja, im Grunde schon. Weg bekommen tust du es nicht mehr. Aber wenn du abnimmst und dein Essen umstellst, *kann* es dazu kommen, das du keine Therapie brauchst. Ich sage *kann*, es muß nicht sein. Also nimm ab, stell dein Essen um. Wenig Fett, viel Obst, Gemüse. Viel Bewegung. Vielleicht hast du ja ein Fitnesscenter in deiner Nähe? Und wie gesagt, das wichtigste ist, such dir einen guten Diabetologen und mach Schulungen. Und vergiß deine Sorgen. Heutzutage kann man mit Diabetes - wenn man sich dran hält und aufpasst - gut leben. Ich schließe mich voll und ganz Andreas an. Also Kopf hoch, es geht schon. Und vor allem du mußt deinen Diabetes akzeptieren. Das ist schwer, aber er ist ab jetzt dein Lebensgefährte und wenn du ihn akzeptierst kannst du auch gut mit ihm leben. von Angela
  • pluto

    Rang: Gast
    am 31.05.2004 14:29:45
    hi Manu,
    dein Diabetes ist wie ein Hund, behandelst Du ihn gut, tut er Dir nichts, er ist Dir treu, Dein Leben lang. Behandelst Du ihn schlecht, beisst er Dich. von pluto
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 30.11.2014
    am 26.02.2015 16:47:12
    Hallo,
    dies ist zwar nicht mein Thread aber da ich die gleiche Überschrift nutzen wollte klinke ich mich hier mal rein.
    Ob es nun an meiner Art liegt bezeichne mich selbst als skeptischen Realisten oder an dem Umstand das ich nichts einfach nur hinnehme ohne das es mir plausibel ,bevorzugt Wissenschaftlich erklärt werden kann, rege ich mich sehr über die Aussage auf "Wenn man einmal als Diabetiker diagnostiert wurde, dann bleibt man das ein Leben lang" Aussage laut verschieden Ärzten und Schulungsleitern.

    Es kann doch nicht angehen das die Vorgeschichte eines Menschen kaum bis gar keine Beachtung findet und man auch nicht daran interessiert ist das es sich ändert.

    Die Grenzwerte für Diabetes werden inzwischen immer enger gesteckt was zu folge hat das immer mehr Menschen in die Maschinerie Diabetes geraten und alle verdienen daran nur der Patient bleibt auf der Strecke.

    Sorry dies gilt natürlich nur für auf Diabetes Typ2 erkannte Patienten. Sorry aber das Thema regt mich wirklich auf.

    Seit ich mich hier einst angemeldet habe ist mein BZ nahezu kontenuirlich runtergegangen.

    Ich habe eine App Namens DiabetesTyp2 in der ich alle gemessen Ergebnis immer noch eintrage. Ich messe 1 -2x am Tag eigentlich soll ich gar nicht mehr messen da mich das nur beunruhigen könnte. Im Gegenteil ich finde es sehr beruhigend zu sehen das meine Werte im Schnitt 108/7Tg; 107/14Tg; 107/30Tg und 109/90Tg hat. Und das mein statistischer Hbac1 Wert bei 5.8% liegt von ehemals fast 13% in der Spitze von vor ca. 3 Monaten.
    Inzwischen bin ich auch dahintergekommen das der Hbac1 Wert durchaus varieren kann von Labor zur Labor von +- 0,7-1% bei meinem Arzt hatte dann auch ein Wert von 6.5% auf die Frage wie es sein kann, konnte es mir nicht erklärt werden.
    Eine Aussage die meine Ansicht zu dem Thema nicht gerade verbessert hat.

    Mein Fazit ist ich werde weiter beobachten inzwischen habe ich die Zustimmung das Medikament zu reduzieren umzu sehen wie sich die Werte entwickeln.
    Ich halte euch auf dem laufenden ob einmal Diabetes wirklich immer Diabetes bedeutet.
    Gruß
    Lui

    Frischling seit November 2014
  • Kato01

    Rang: Gast
    am 26.02.2015 20:49:43
    Einmal Diabetes,immer Diabetes,
    vielleicht heißt "das Kind " zwischendurch mal Remmission,
    aber dann ebend wieder Diabetes..........!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 872
    Mitglied seit: 26.02.2014
    am 27.02.2015 01:04:05
    An solch negativen Framings brauchst du dich gar nicht aufzuhalten. Ich finde es sehr gut, dass du solche Verabsolutierungen hinterfragst und mit Widerstand reagierst. Die daraus resultierende Energie nutzt du ja bereits offenbar mit deutlichem Erfolg. Wenn deine Werte gesund sind, dann sind sie gesund, basta. Das einzige, was du dann brauchst, ist ein gutes Management. Und mit einem guten Management, um mal unternehmerisch zu bleiben, wird eine Unternehmung bis zum St. Nimmerlandstag bestehen und gute Rendite abwerfen. Und wenn eine Unternehmung in Schieflage gerät, dann wird das Management nachjustieren. Du bist also jetzt Unternehmer und solltest deinen Laden weiterhin gut managen ;-)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1644
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 27.02.2015 07:06:40
    purea schrieb:
    An solch negativen Framings brauchst du dich gar nicht aufzuhalten.
    ....
    Wenn deine Werte gesund sind, dann sind sie gesund, basta. Das einzige, was du dann brauchst, ist ein gutes Management.
    .....wenn eine Unternehmung in Schieflage gerät, dann wird das Management nachjustieren.




    Wie schon gepostet wurde:

    Einmal Diabetes, immer Diabetes.


    Sonst wäre der Teil mit der Schieflage und dem nachjustieren völliger Quatsch, oder?
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 30.11.2014
    am 21.08.2017 12:58:27 | IP (Hash): 1599968167
    Hallo,
    ich bin leider drüber weg gekommen mich hier nochmal zu melden. War zu sehr in Brass.
    Nach der Reduzierung und dann Absetzung des Medikaments innerhalb eines halben Jahres.
    Sind meine Werte niedrig geblieben. 1 Jahr hatte ich noch weiter gemessen und dann war Schluß für mich.
    Innerhalb dieser Zeit hatte ich auch viele neue Informationen herausgefunden, die meine Ansicht darüber das Diabetes 2 bei normalgewichtigen Personen kein Diabetes ist. Klar kann ich nur für mich sprechen und evtl. gibt es auch echte Diabetiker.

    Aber ich bin es nicht.

    Dies erhöht z.B. den Blutzuckerwert wenn man:
    viel oder überhaupt Kraftsport macht
    X-tremen Stress ausgesetzt ist und das über einem Zeitraum von 6-12 Monaten
    Natürlich die Ernährung ich habe mich in der o.g. Zeit überwiegend von Fanta, Milch mit Honig und Zwieback ernährt.
    Honig haut ihn richtig hoch
    und noch einige andere Dinge mehr.

    Ach und dann habe ich bei einem Fussuntersuchungstest quasi im Warteraum erfahren das manche Werte von 800 !! oder mehr über Monate hatten ohne das es Probleme kam, war ein älteres Ehepaar.
    Und mir sagt man am Telefon das ich sterben werde bzw. ins Koma falle wenn ich nichts mache, das war im November(kein schlechter Witz, das wurde wirklich gesagt).
    Ich bereue es immer noch das ich die Ärztin nicht zur Rechenschaft gezogen habe und mein Wert lag unter 400.

    Ich bleibe dabei das Diabetes 2 ich rede nicht von 1 das ist Wichtig.
    Nicht automatisch bedeutet du bist chronisch krank. Man muss auch das Gesamtbild betrachten.
    Ich bin fest davon überzeugt das es weit weniger Diabetes 2 Menschen gibt als die Industrie darstellt.

    Die Werte werden übrigens von Medikamentenhersteller immer niedriger gesetzt.
    Da macht man doch den Bock zum Gärtner.

    Das wird wohl mein letzter Eintrag gewesen sein, das Thema regt mich auch heute noch unheimlich auf

    Gruß und lasst euch davon nicht unterkriegen
    Lui




    Frischling seit November 2014
    Bearbeitet von User am 21.08.2017 13:01:24. Grund: es wird ein Link eingebaut der nicht beabsichtigt ist