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Beziehungskiller Diabetes???

  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.02.2014 11:45:52
    Hallo,
    bei meinem Mann wurde letztes Jahr im Sommer Diabetes Typ 1 festgestellt.
    Das war ein Schock für uns beide, da er ja nun täglich spritzen muss.
    Als er im KH war, um eingestellt zu werden habe ich extra frei genommen und an den Schulungen teilgenommen, damit ich mitreden kann!
    Allerdings lässt mein Mann überhaupt nicht mit sich reden. Er ist sehr schwierig geworden, oft launisch und nur am meckern.
    Anfangs habe ich oft versucht mit ihm über das Thema zu sprechen, aber er hat immer nur abgeblockt und mich als "Dummchen" stehen lassen. Er meint, er ist krank, nicht ich. Und deshalb habe ich auch seiner Meinung nach keine Ahnung.
    Als ich dann beschlossen hatte das Thema zu ignorieren, war es ihm auch nicht recht und er hat rumgejammert, wie schlecht es ihm geht.
    Durch diese angespannte Situation habe ich auch keine Lust mehr auf Sex´. Das findet er natürlich überhaupt nicht toll.
    Kennt jemand von euch diese Situation? Und was kann ich nur machen bzw. wie soll ich mich verhalten?
    Liebe Grüße
    Annalena
  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.02.2014 23:09:15
    Hallo,
    also entweder hat dein Mann schwankende Blutzuckerwerte (die können sich durchaus auf das Verhalten auswirken) oder er hat seine Krankheit noch nicht verarbeitet / sich damit abgefunden.
    Guck einfach mal in sein Blutzuckermessgerät ob seine Werte stark schwanken. Sollte das so sein sollte er öfter mal messen und mit seiner/em Diabetesberater/in darüber reden. Sollte es möglichkeit Nr. 2 sein hilft vielleicht ein Psychologe.
    MFG
    Christian
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.02.2014 11:16:29
    Hallo Christian,

    ich denke es beides. Zum einen schwanken seine Werte immer noch sehr, obwohl er 3-5 mal am Tag misst und zum anderen akzeptiert er seine Krankheit noch nicht richtig.
    Es ist im Moment nicht einfach.
    In der Schulung sagte man, er könne eigentlich alles essen, er muss eben dann spritzen. Aber das ist ein Problem. Er versucht so wenig wie möglich Kohlenhydrate essen. Beim Kochen muss ich ihm dann alles abwiegen, was ja auch ok ist. Hypos hat er eigentlich sehr selten. Die Werte sind eher öfter zu hoch, im zweistelligen Bereich.
    Ich hoffe es pegelt sich irgendwann ein.

    LG Annalena
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.02.2014 15:02:05
    Hallo,
    ja das er alles essen kann was er will simmt und das mit dem so wenig wie möglich Kohlenhydrate essen kenn ich von mir selber, das es so nicht funktioniert hab ich dann auch irgendwann begriffen. Am besten ist es, wenn er einfach genau so weiter isst wie er es vorher getan hat.
    Du sagst ja er misst 3-5 mal am Tag also schätze ich mal 1x Morgens 1x Abens und zu den Mahlzeiten, da seine werte aber zu hoch sind sollte er auch mal zwischen den Mahlzeiten messen. Und ggf. mal sein Langzeit Insulin erhöhen (oder wenn er eine Insulin Pumpe hat, in den Zeitbereichen in dem seine Werte ansteigen das Insulin erhöhen).
    Seine wärte sind im zweistelligen Bereich? (ich schätze mal er misst in mmol/l)
    Sollte ich mit mmol/l richtig liegen, wäre sein Zielbereich ja irgendwo zwischen 8 & 10, bei mg/dl irgendwo zwischen 120 & 170.
    http://www.diabetikerbund-berlin.de/informationen/tipps-fuer-diabetiker/blutzucker-umrechnungstabelle-mgdl-und-mmoll.html

    MFG
    Christian
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.02.2014 18:04:11
    hallo christian,
    mmol/l 8=145 10=180mg/dl der ist etwas zu hoch als zielbereich.ab 140mg/dl ist die insulinwirkung sehr schlecht und schwankend, dann kommen so unerwartete werte zustande. wesentlich gleichmäßiger und besser anzupassen sind werte darunter.
    "und" gabz wichtig alle über 120 "gemessenen" werte sind mit einer riesigen fehlerquote behaftet, so daß 180 ebenso 130 wie auch 250 sein kann, wer da korrigiert spielt rätsel.
    denn die abweichung "sollte" +-20% neuerdings +-15% sein in wirklichkeit ist sie erheblich höher. nur im bereich 50-60mg/dl sind unsere geräte relativ zuverlässig.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.02.2014 10:45:27
    Hallo Christian,

    er sagte mir mal, optimal wäre ein Wert zwischen 6-8. Wenn der Wert unter fünf fällt, siehts dann schon kritisch aus.
    Aber wie gesagt, er hat oftmals Werte um 12 und höher.
    Achso, und er spritzt kein Langzeitinsulin mehr. Das hat er anfangs wohl gemusst, das hatte ihn aber immer "abgeschossen". Also er spritzt nur noch zu den Mahlzeiten. (ist aber mit seinem Arzt auch abgesprochen)
    Vielleicht liegt es auch am Gewicht, dass er nicht viel Insulin spritzen muss???
    Er hat wahnsinnig viel abgenommen, wiegt nur noch 53 kg bei 170cm.
    Gut, er verzichtet komplett auf Zucker. Keine Süßigkeiten, keinen Kuchen usw.
    Dafür hat er sich aber angewöhnt sehr fettreich zu essen. Er ißt täglich 2-3 Bockwürste. Das hat er früher nie gemacht...

    LG
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 21.02.2014
    am 21.02.2014 11:17:05
    Oh naja bei 12 oder höher, das entspricht einem Zucker von 200+.
    Und abnehmen ist ein Zeichen von dauerhaft zu hohem Zucker.
    Dauerhaft ein Zucker von mmo/l 12 + bzw 200 mg/dl + ist gar nicht gut.
    Ist er bei seinem Hausarzt in Behandlung ? Wenn ja schleunigst zu einem Diabetologen gehen !
    Nichts gegen den Hausarzt aber in der Regel wird das auf die Dauer nichts.
    Und der Körper wandelt auch fette in Kohlenhydrate um wenn es sein muss ;).
    Nur von fettreicher Nahrung zu leben ist ebenfalls komplett falsch.
    Hört sich für mich auch so an, das er sich nicht auf die Krankheit einlassen kann will.
    Es gibt schulungen etc. um sich das leben im alltag, was auch die Ernährung anbelangt zu erleichtern.
    Ich kann nur soviel sagen ich hatte auch Probleme meine Krankheit zu akzeptieren, habe unregelmässig gespritzt usw. das Ende vom Lied war, das ich mit einer schweren Blutzuckerentgleisung inkl. einem schweren Lungenvirus 14 Tage auf intensiv verbracht habe. Ich bin immernoch nicht perfekt, aber das ganze hat mir doch ein wenig die Augen aufgemacht. Ein 2tes mal hat man meißt nicht soviel glück !
    Also wenn Hausrzt schleunigst damit zu einem Facharzt. Schulungen auffrischen etc.
    Bei mmo/l 12 + muss aufjedenfall dringend was passieren.


  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.04.2014 01:43:32
    Hallo,
    Meine Frau hat sich vor kurzen von mir getrennt sie hat D Typ 2 und hat den Diabetes seid ihren 8 Lebensjahr jetzt ist sie 26 Jahre alt. Ich bin seid Mai 2005 mit ihr zusammen und wir haben Höhen und Tiefen durch gemacht was den Zucker betrifft. 2005 wollte ich mit ihr nach Berlin fahren, das sind von uns aus 600km. Nach 200km musste ich umkehren da sie meinte sie Schafft es nicht so weit mit zufahren. Für mich war es total neu da ich nicht wusste was los sei, bis ich von ihren Eltern erfuhr das sie Angst zustände hat. Wir probierten es dann Monate später wieder nach Berlin zu fahren diesmal schaffte sie 350km danach musste ich wieder umkehren. Eins zwei Jahre später fuhr dann meine Schwiegermutter mit, es war zwar für meine Frau schwer aber sie schaffte es bis zum Ziel. Sie hält seid Jahren ihren Zucker sehr hoch immer so um die 200 bei 140 ist sie schon etwas nervös weil sie meist nicht weis ob es noch weiter runter geht oder nicht. Sie wollte in der nächsten Zeit auf Pumpe umsteigen muss aber ihren hb1c in Griff bekommen momentan ist sie bei 10. Ich bin vom Beruf Fernfahrer und war lt.. ihrer Aussage zu oft weg von zu Hause obwohl ich auch im Nahverkehr war. Sie meinte das sie mich in schlechter Situation gebraucht hätte aber ich dann nie da war. Jetzt bin ich nach meinem Auszug bei ihr, nur noch im Nahverkehr damit ich ihr signalisiere das ich was ändere für unsere Ehe. Dazu kommt das sie mich durch ihren Zucker viel provoziert hat unkontrolliert und auch mir handgreiflich wurde gegenüber wo ich aus reagtion sie mal schupste und sie es nicht so gut fand und sie sich jetzt beängstigt fühlt von mir. Sie hat auch einen neuen Freund wo ich nicht weis wie der mit umgeht er ist im Büro tätig und kommt nur samstags und sonntags zu ihr im Endeffekt wie bei mir als wenn ich Fernfahrer fahre. Meine Frage ist wird sie zurück kommen weil ich ja 9 Jahre lang das mit ihren Zucker schon mitgemacht habe.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.04.2014 01:50:20
    Hallo,
    Meine Frau hat sich vor kurzen von mir getrennt sie hat D Typ1 und hat den Diabetes seid ihren 8 Lebensjahr jetzt ist sie 26 Jahre alt. Ich bin seid Mai 2005 mit ihr zusammen und wir haben Höhen und Tiefen durch gemacht was den Zucker betrifft. 2005 wollte ich mit ihr nach Berlin fahren, das sind von uns aus 600km. Nach 200km musste ich umkehren da sie meinte sie Schafft es nicht so weit mit zufahren. Für mich war es total neu da ich nicht wusste was los sei, bis ich von ihren Eltern erfuhr das sie Angst zustände hat. Wir probierten es dann Monate später wieder nach Berlin zu fahren diesmal schaffte sie 350km danach musste ich wieder umkehren. Eins zwei Jahre später fuhr dann meine Schwiegermutter mit, es war zwar für meine Frau schwer aber sie schaffte es bis zum Ziel. Sie hält seid Jahren ihren Zucker sehr hoch immer so um die 200 bei 140 ist sie schon etwas nervös weil sie meist nicht weis ob es noch weiter runter geht oder nicht. Sie wollte in der nächsten Zeit auf Pumpe umsteigen muss aber ihren hb1c in Griff bekommen momentan ist sie bei 10. Ich bin vom Beruf Fernfahrer und war lt.. ihrer Aussage zu oft weg von zu Hause obwohl ich auch im Nahverkehr war. Sie meinte das sie mich in schlechter Situation gebraucht hätte aber ich dann nie da war. Jetzt bin ich nach meinem Auszug bei ihr, nur noch im Nahverkehr damit ich ihr signalisiere das ich was ändere für unsere Ehe. Dazu kommt das sie mich durch ihren Zucker viel provoziert hat unkontrolliert und auch mir handgreiflich wurde gegenüber wo ich aus reagtion sie mal schupste und sie es nicht so gut fand und sie sich jetzt beängstigt fühlt von mir. Sie hat auch einen neuen Freund wo ich nicht weis wie der mit umgeht er ist im Büro tätig und kommt nur samstags und sonntags zu ihr im Endeffekt wie bei mir als wenn ich Fernfahrer fahre. Meine Frage ist wird sie zurück kommen weil ich ja 9 Jahre lang das mit ihren Zucker schon mitgemacht habe.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 84
    Mitglied seit: 14.05.2014
    am 14.05.2014 21:19:03
    Gast schrieb:
    Hallo,
    bei meinem Mann wurde letztes Jahr im Sommer Diabetes Typ 1 festgestellt.
    Das war ein Schock für uns beide, da er ja nun täglich spritzen muss.
    Als er im KH war, um eingestellt zu werden habe ich extra frei genommen und an den Schulungen teilgenommen, damit ich mitreden kann!
    Allerdings lässt mein Mann überhaupt nicht mit sich reden. Er ist sehr schwierig geworden, oft launisch und nur am meckern.
    Anfangs habe ich oft versucht mit ihm über das Thema zu sprechen, aber er hat immer nur abgeblockt und mich als "Dummchen" stehen lassen. Er meint, er ist krank, nicht ich. Und deshalb habe ich auch seiner Meinung nach keine Ahnung.
    Als ich dann beschlossen hatte das Thema zu ignorieren, war es ihm auch nicht recht und er hat rumgejammert, wie schlecht es ihm geht.
    Durch diese angespannte Situation habe ich auch keine Lust mehr auf Sex´. Das findet er natürlich überhaupt nicht toll.
    Kennt jemand von euch diese Situation? Und was kann ich nur machen bzw. wie soll ich mich verhalten?
    Liebe Grüße
    Annalena




    Vielleicht solltest Du Vertrauen haben und ihn machen lassen und nicht "mitreden" wollen.

    Sorry, ich weiss nicht und kann nicht beurteilen, was bei Euch abläuft, fühlte mich nur gerade an meine eigene Situation erinnert, in der ich Diabetes Typ 2 habe, meine Frau Ärztin ist und ich mich bezüglich meiner Stoffwechselstörung nur auf mein eigenes Gefühl, meine Messungen, meinen Sport und die Kompetenz meines Diabetologen verlasse und sie anfangs Schwierigkeiten damit hatte, daß ihr Rat nicht so zu mir durchdringt.