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Umstellung von ICT auf Pumpe!

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 02.01.2017
    am 02.01.2017 18:54:51 | IP (Hash): 1522196413
    Hallo,ich bin Peggy 43 Jahre jung,und ich habe jetzt seit 10 Jahren Diabetes Typ 1!
    Da mein Blutzucker sehr schwankt und ich morgrns oft viel zu hoch aus der Nacht komme,mein HbA1c Wert sich verschlechtert hat und ich auch neue Arbeit habe,bei der ich einen sehr schwankenden Rythmus hab´,überlege ich mich auf die Pumpe umstellen zu lassen.Eigentlich war ich immer dagegen und so ganz steh ich immernoch nicht dahinter.Ich kann mir das nicht vorstellen wie das sein soll immer verkabelt zu sein.Ich hab mich schon so viel belesen aber eigentlich fehlt mir glaub ich jemand dem es ebenso ging bei der bevorstehenden Umstellung wie mir jetzt.Deshalb hab ich mich hier angemeldet und hoffe das mir der ein oder andere helfen kann in meiner Entscheidung???!!! LG Peggy
    Ist mir schon klar das die Entscheidung am Ende bei mir liegt,ich dachte ja nur das ich in so nem Forum jemanden kennenlernen könnte mit dem ich mich mal anders unterhalten kann als mit nem Arzt oder Diabetesberater .Schade,
    Bearbeitet von User am 05.01.2017 21:10:25. Grund: Zusatz
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    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 24.12.2016
    am 13.01.2017 11:54:58 | IP (Hash): 1893560609
    Hallo Peggy.
    Ich habe nun seit 25 Jahren Typ1 und habe auch über Jahre die ICT durchgeführt. Mit mäßigem Erfolg und vielen Unterzuckerungen. Zum Ende hin auch mit vielen Messungen, dass es letztlich nur noch nervte. Zudem kamen Insulinantikörper hinzu. Die Pumpe habe ich immer versucht zu umgehen. Inzwischen habe ich sie, bin auch insoweit zufrieden. Die Therapie und die Protokollierung sind sehr aufwendig. Und man hängt immer am Katheter. Aber ich bin trotzdem sehr zufrieden, auch wenn die Werte nicht immer gut sind.Meine Insulineinheiten sind viel weniger, das Gesamtinsulin liegt bei ca.58 Einheiten. Früher hatte ich schon 60 Einheiten Verzögerungsinsulin zur Nacht. Wenn Du mehr Infos brauchst und nen guten Arzt, der Dir helfen wird, sprich mich an.
    LG Stephan
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 14.05.2016
    am 16.01.2017 13:52:14 | IP (Hash): 679968733
    Hallo Peggy,

    ich bin seit fast 31 Jahren Diabetiker Typ I und habe mich 25 Jahre gespritzt. Mit mehreren Insulinwechseln und im Laufe der Jahre stark erhöhter Dosis. Ich stand vor der Wahl, um die starken Schwankungen zu minimieren, min. 6 x oder gar 8 x täglich zu spritzen. Da wurde mir bei der damaligen Neueinstellung im Krankenhaus die Pumpe vorgeschlagen. Nach dem man mir eine Vorführpumpe (zum spielen) sowie die Literatur dazu gegeben hatte, um eine Vorstellung zu bekommen wie man sich das Leben mit der Pumpe vorstellen muss, habe ich 2 Tage gebraucht für eine Entscheidung.

    Nach 2 Tagen habe ich mich dafür entschieden. Auch aus Sicht der Diabetes-Folgeschäden.
    Weil nun so oft spritzen auf Montage auf der Baustelle, das ist nicht die hygienischste aller Möglichkeiten. Da gab es dann nur das Problem mit dem richtigen Insulin, weil die meisten Insuline gibts in Ampullen und die werden für die Pumpenkartusche umgefüllt. Ich habe mich damals für fertige Pumpen-Kartuschen entschieden und das hat mit dem ausgewählten Insulin auch relativ lange gepasst.

    Die Ersteinstellung während der folgenden REHA mit Pumpenschulung, nach dem Krankenhaus war relativ gut und der HbA1 ist gesunken. Gut war auch dass die Schulung nicht ein Arzt allein mit dem Patienten durchgeführt hat, sondern es wurde eine Gruppe geschult die teilweise schon Pumpenträger waren und Folgepumpen bekommen hatten. So bekam man nützliche Erfahrungswerte der anderen Patienten im Umgang und der Anwendung.
    Bei der REHA waren in der Gruppe auch Patienten welche schon eine ambulante Ersteinstellung und Pumpenschulung hatten. Mit mäßigem Erfolg wie man dann an den Tagesprofilen sehen konnte. Deshalb und aus eigenem Erfahrungswert bin ich der Meinung dass die Ersteinstellung während einer REHA mit Überwachung rund um die Uhr die bessere Lösung ist.

    Die Verbesserung des HbA1 durch Verwendung einer Insulinpumpe musste ich der KK nach der REHA nachweisen, indem ich die Tagebücher der folgenden 3 Monate eingeschickt habe.

    Auch muss man nicht zum abgeben eines Bolus an der Pumpe selbst die Eingabe vornehmen. Die dazugehörige Fernbedienung ist gleichzeitig Messgerät mit integriertem Bolusrechner und lässt sich relativ unauffällig bedienen.

    Nun ist es nicht so dass mit der Verordnung der Pumpe alle Probleme gelöst sind, denn bei Gewichtszu- oder Abnahme von mehr als ca. 2 kg oder Krankheit muss die Basalrate angepasst werden. So ist es jedenfalls bei mir.
    Dazu muss man selbstständig zu Hause einen Basalratentest für den jeweiligen Sektor des Tages durchführen und die Dosis in der Pumpe umprogrammieren. Laut Arzt soll ein Basalratentest alle 1/4 Jahre gemacht werden. Auch in regelmäßigen Abständen (meist bei Teflon 2 Tage) muss der Katheter gewechselt werden. Bei mir passt dass so in etwa weil dann auch die Ampulle leer ist. Dann mache ich den Ampullenwechsel und Katheterwechsel zusammen. Dauer bei mir ca. 3,5 min.

    Bei Krankheit ist die Anpassung ja noch einfach, weil man hierzu sich im Vorfeld eine andere Basalrate z. B. + 10% oder + 20 % programmieren und speichern kann. Dann muss man die Pumpe nur umschalten. Bei Belastung ist es ähnlich, hier kann man die Basalrate in 10%-Schritten über temporär programmierbare Zeiträume absenken.

    Wenn du keine Pumpe mit Schlauch möchtest, dann gibts ja noch OmniPod. Das Teil wird an den Körper geklebt und vollständig per Fernbedienung bedient.
    Hier ist für mich nachteilig dass der OmniPod vor Inbetriebnahme erst gefüllt werden muss.

    Deshalb ist meine neue Pumpe wieder eine von Roche (Insight) geworden, jetzt mit NovoRapid. Das gibts dafür in Kartuschen. Im Messgerät/Fernbedienung der Pumpe befindet sich ein integriertes Tagebuch in dem man freie Eintragungen vornehmen kann.

    Alle anderen Insuline für die Insight gibts momentan noch nicht als Kartusche. Man muss umfüllen, aber dafür gibts für diese Pumpe einen Füllautomaten.

    Reiner
    Bearbeitet von User am 16.01.2017 14:19:01. Grund: Text hinzu gefügt
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