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BZ Messgerät mit Sensor

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    am 31.01.2017 07:28:38 | IP (Hash): 969733726
    hi
    hab erst angefangen mit dem Zeugs und habe gemerkt, das mit der täglichen Nadelei ist jetzt nicht so der Burner !
    Möchte mir so ein BZ Gerät mit Oberarmsensor kaufen.
    Was könnt ihr da empfehlen ? ( Marke )
    Sind diese Geräte genau so gut bzw. genau wie die Nadler ?
    Wie funktioniert das ganze technisch, ist da am Sensor eine Nadel die dauerhaft im Arm steckt, oder geht das über die Haut ,oder wie muss man sich das vorstellen?
    Danke schon mal für eure Antworten !


    Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.

    Bearbeitet von User am 31.01.2017 07:29:48. Grund: verbessert
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    am 31.01.2017 09:06:04 | IP (Hash): 2108455638
    Guten Morgen!

    Aktuell gibt es nur eins, das halbweg erschwinglich ist.

    Hier die Info-Seite:

    http://www.FreeStylelibre.de/


    Da muss man zwar auch noch mit der "Nadel" messen, um das System zu kalibrieren, aber man hat einen super Überblick über den kompletten Tag – und so ein Sensor hält bis zu 14 Tage.

    Also 2 Wochen komplett, rund um die Uhr im Überblick.

    Der Sensor wird in den Arm geschossen, die "Nadel" wird entfernt, Du hast dann ein Pflaster mit dem Sensor an der Stelle. Manchen genügt das, andere kleben da noch zur Sicherheit nochwas drüber. Es bleibt ja nun auch 14 Tage an der Stelle....
    Dazu gibt es Lesegerät – es gibt mittlerweile aber auch Apps für's Handy, so dass man für Unterwegs nicht noch ein Extra-Gerät mitschleppen muss.
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    am 31.01.2017 09:52:13 | IP (Hash): 438717195
    Das Libre ist nicht im sog. "Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen" u. wird (aufgrund der fehlenden Alarmfunktion) dort auch nicht aufgenommen - Das bedeutet das man, sofern die Krankenkasse die Kosten nicht freiwillig übernimmt, die Kosten selbst tragen muss!
    Das Starter-Paket (1 Messgerät u. 2 Sensoren) kostet 169,90 € (zuzügl. Versandkosten). Jeder weitere Sensor kostet 59,90€ (zuzügl. Versandkosten) - Man kann mittlerweile bis zu 10 Sensoren auf einmal bestellen u. die Versandkosten werden nur einmal fällig.

    Es gibt mittlerweile ein paar Krankenkassen die das Libre (freiwillig!) als sog. "Satzungsleistung" übernehmen - Unter https://FreeStyle.de/fileadmin/documents/Kostenerstattung/U%CC%88bersicht_Libre_Krankenkassen_Stand_01.01.2017.pdf kann man diese Krankenkassen u. die Voraussetzungen (Diabetes Typ 1 od. zumindest insulinpflichtiger Diabetes, min. 4 Blutzuckermessungen am Tag, Teilnahme am DMP...) sehen. Zwischenzeitlich ist noch die AOK Hessen u. die AOK Plus dazu gekommen - Diese verlangen aber die selben Voraussetzungen wie für ein echtes rtCGM!

    Mit dem Libre kann man zwar konventionell den Blutzucker messen, es besteht aber nicht die Möglichkeit das Libre zu kalibrieren.
    Die Messung der Glucose im sog. Zwischenzellwasser ist nicht mit einer Blutzuckermessung zu vergleichen u. man muss erstmal umdenken...
    Bearbeitet von User am 31.01.2017 09:54:14. Grund: -
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    am 31.01.2017 10:06:04 | IP (Hash): 1762796675
    Widerspruch, nutze die Technik nun 1 Quartal:
    Der Sensor sieht aus wie ne Heftzwecke mit großem dickem Kopf. Der Kopf wird für 14 Tage angeklebt. Was an der Heftzwecke die Nadel ist, nennt sich beim Sensor Filament - ist im Prizip nichts anderes, so um nen halben Zentimeter lang. Ist fest mit dem Sensor verbunden und wird mit jedem Wechsel neu senkrecht ins Fell geschoben und bleibt da 14 Tage stecken. Sie ist das Ding mit dem Kontakt zur Glukose, aus dem das Hirn im platten Kopf die Daten für's Lesegerät aufbereitet.

    Kalibriert oder mit nem Fingerpieks abgeglichen wird da dran Bedienungsmäßig NIX. Wer vergleichen will, kann vergleichend pieksen.
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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 31.01.2017 11:19:49 | IP (Hash): 2108455638
    hjt_Jürgen schrieb:

    Der Sensor sieht aus wie ne Heftzwecke mit großem dickem Kopf. Der Kopf wird für 14 Tage angeklebt. Was an der Heftzwecke die Nadel ist, nennt sich beim Sensor Filament - ist im Prizip nichts anderes, so um nen halben Zentimeter lang. Ist fest mit dem Sensor verbunden und wird mit jedem Wechsel neu senkrecht ins Fell geschoben und bleibt da 14 Tage stecken.



    Im Applikator steckt eine weitere Nadeln, damit wird der Sensor in's Fell befördert.

    Und stimmt – blutig wird nicht kalibriert.
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    am 31.01.2017 11:28:22 | IP (Hash): 1762796675
    is also wie bei CGM und Pumpe ne Setzhilfe

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    am 31.01.2017 13:28:50 | IP (Hash): 1794064962
    Unter http://www.FreeStylelibre.de/ -Übersicht -Videos anschauen kann man div. Videos sehen - Bei Youtube gibt es mittlerweile noch mehr Videos zum Libre.

    Mittlerweile gibt es einige die mit einem Smartphone, einer Smartwatch (die über dem Sensor getragen wird!) u. Drittanbietersoftware ein rtCGM "simulieren" - Was aber bedeutet das nur noch weitere mögliche Fehlerquellen hinzukommen!
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    am 31.01.2017 21:40:16 | IP (Hash): 643279826
    Poth schrieb:
    Das Libre ist nicht im sog. "Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen" u. wird (aufgrund der fehlenden Alarmfunktion) dort auch nicht aufgenommen - Das bedeutet das man, sofern die Krankenkasse die Kosten nicht freiwillig übernimmt, die Kosten selbst tragen muss!



    Es ist nicht im Verzeichnis, weil bislang kein Antrag gestellt wurde, es aufzunehmen. Wobei es Gerüchte gibt, daß so ein Antrag kurz bevorstehe oder gerade eingereicht sei.

    Es ist dennoch ein Hilfsmittel und damit verschreibungs- und erstattungfähig. Denn jeder Patient hat das Recht, das Hilfsmittel seiner Wahl zu bekommen - ggf mit Aufpreis!. Gibt auch schon Gerichtsurteile dazu.

    Die fehlende Alarmierung ist auch kein Hindernis. Weder fürs Verschreiben noch für die Aufnahme. Dies hat lediglich zur Folge, daß es halt kein rtCMG ist und damit nicht unter die Bedingungen fällt, die der GBA definiert hat.

    schrieb:

    Es gibt mittlerweile ein paar Krankenkassen die das Libre (freiwillig!) als sog. "Satzungsleistung" übernehmen -



    noch mehr Infos: http://www.insulinclub.de/index.php?page=Thread&threadID=29032

    schrieb:
    Die Messung der Glucose im sog. Zwischenzellwasser ist nicht mit einer Blutzuckermessung zu vergleichen u. man muss erstmal umdenken...



    Ja und nein. Es KANN eine Verzögerung geben, weil das Zwischenzellwasser dem Blut oft hinterherhinkt. Meiner persönlichen Erfahrung nach tut es das aber nicht um die oft genannten 5-15min, maximal 2-5. Oder aber das Lesegerät kann den BZ Wert aus dem Meßwert wirklich sehr gut erraten und diese Verzögerung rausrechnen. Allerdings gibt es Sensoren oder Setzstellen, ebenfalls meine Erfahrung. bei denen ist der Sensor stets falsch. 20mg zuviel oder zuwenig. Auch bei völlig ruhigem Blutzucker, also nüchtern wenn nix wirkt (kein Insulin, keine KH), sprich eine Verzögerung schlägt da nicht rein, die Werte sind durchaus konstant, nur halt daneben.
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    am 31.01.2017 21:56:12 | IP (Hash): 1290054035
    General_Lee schrieb:

    Möchte mir so ein BZ Gerät mit Oberarmsensor kaufen.
    Was könnt ihr da empfehlen ? ( Marke )



    Ich würde keines der Geräte empfehlen, ohne zu wissen welche Anforderungen an dieses Gerät gestellt werden.
    Hier wurde ein „CGM Light" - Das FreeStyle Libre empfohlen.

    + Der größte vorteil des Gerätes: es benötigt keine Kalibrierung. Dadurch ist es besonders geeignet für Diabetiker mit großen Blutzuckerschwankungen.

    + Anschaffungspreis des Lesegerätes: mit 59,90 € ist das Lesegerät im vergleich zu echten CGMs unschlagbar günstig, im vergleich zu echten CGMs die meist einen sechtelligen Betrag kosten .
    Die Kosten für Sensoren, die alle 14 Tage gewechselt werden müssen, liegen , im vergleich zu Sensoren echter CGMs, eher im Mittelfeld. Alle 14 Tage werden weitere 59,90 € fällig.


    -Der Kauf, des Lesegerätes und der Sensoren geht nur Online, über ein Portal von Abbott. Ein Kauf in der Apotheke oder beim Diabetesfachhandel gibt es nicht. Spontan einen Sensor zu besorgen ist ausgeschlossen, da erst versendet werden muss.

    -Die Daten müssen alle 8 Stunden eingelesen werden, ansonsten gehen sie verloren. Wer mal länger schlaffen möchte verliert die Daten die zwischen den Messung liegen.

    -Die Anzeige: Das Gerät zeigt nur die Werte zum Zeitpunkt des Scanns an. Die übrigen Daten werden ohne Wert aber als Kurve dargestellt.

    -Datenschutz. Die Blutzuckerwerte werden auf einem US Server geladen und unterstehen nicht den Datenschutzbestimmungen der EU sondern der USA. Hier besteht -praktisch- kein Datenschutz.

    Bearbeitet von User am 31.01.2017 22:10:34. Grund: -
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    am 31.01.2017 22:56:34 | IP (Hash): 1794064962
    Tarabas schrieb:
    Es ist nicht im Verzeichnis, weil bislang kein Antrag gestellt wurde, es aufzunehmen. Wobei es Gerüchte gibt, daß so ein Antrag kurz bevorstehe oder gerade eingereicht sei.

    Es ist dennoch ein Hilfsmittel und damit verschreibungs- und erstattungfähig. Denn jeder Patient hat das Recht, das Hilfsmittel seiner Wahl zu bekommen - ggf mit Aufpreis!. Gibt auch schon Gerichtsurteile dazu.

    Die fehlende Alarmierung ist auch kein Hindernis. Weder fürs Verschreiben noch für die Aufnahme. Dies hat lediglich zur Folge, daß es halt kein rtCMG ist und damit nicht unter die Bedingungen fällt, die der GBA definiert hat...



    Das Libre ist nicht im sog. "Hilfsmittelverzeichnis der GKV" u. ist somit nicht zu Lasten der Krankenkasse verordnungsfähig. Punkt.
    Die einzige Ausnahmemöglichkeit wäre SGB V §2 Abs. 1a, aber diese eine Ausnahmemöglichkeit wurde durch die Aussage des Richter am Bundessozialgericht von vornherein ausgeschlossen.

    Im sog. "CGM-Urteil" ( https://rechtsfragenblog.de/cgm-urteil-im-volltext-bsg-urteil-vom-872015-b-3-kr-514-r ) heißt es.:
    "Ein Ausnahmefall, in dem eine Behandlungsmethode ausnahmsweise ohne positive Empfehlung des GBA zur Versorgung in der GKV zuzulassen ist, liegt nicht vor. Eine solche Ausnahme regelt inzwischen § 2 Abs 1a SGB V, wonach Versicherte mit einer lebensbedrohlichen oder regelmäßig tödlichen Erkrankung oder mit einer zumindest wertungsmäßig vergleichbaren Erkrankung, für die eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung nicht zur Verfügung steht, auch eine von § 2 Abs 1 Satz 3 SGB V abweichende Leistung (und damit eine Leistung, deren Qualität und Wirksamkeit entsprechend dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse noch nicht feststeht) beanspruchen können, wenn eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf Heilung oder auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf besteht..."

    "Ein solcher Ausnahmefall liegt hier nicht vor. Zwar handelt es sich bei einer Diabeteserkrankung um eine schwerwiegende Erkrankung, die die Lebensqualität der Klägerin nicht unerheblich beeinträchtigt. Es geht aber weder um eine lebensbedrohliche oder regelmäßig tödlich verlaufende noch um eine wertungsmäßig mit einer solchen Krankheit vergleichbare Erkrankung. Zudem existiert jedenfalls eine dem medizinischen Standard entsprechende Therapie. Es handelt sich auch nicht um eine besonders seltene Erkrankung..."
    Quelle.: https://rechtsfragenblog.de/cgm-urteil-im-volltext-bsg-urteil-vom-872015-b-3-kr-514-r - Absatz 43 u. Absatz 44.


    Abbott wollte sich mit dem Libre einfach bei der Bewertung der rtCGM-Systeme mit dran hängen - Siehe https://www.g-ba.de/downloads/40-268-3832/2016-06-16_MVV-RL_rtCGM_TrG.pdf (Seite 26 u. 27).
    Abbott wollte das der Beschlußtext so umformuliert wird, das das Libre mit durchgewunken wird. Der GBA hat Abbott aber den Wind aus den Segeln genommen u. den Beschlußtext nicht umformuliert - Abbott hat bezügl. Libre also ins Klo gegriffen!

    Von der Antragstellung bis hin zur Bewertung vergehen mehrere Jahre u. bis es soweit ist, müsste Abbott noch einiges an Geld in die Hand nehmen.
    Abbott (die ein eigenes rtCGM-System (Navigator bzw. NavigatorII) auf dem Markt haben) wird sich also nicht weiter bemühen, denn es gibt genügend Diabetiker die das Libre in den vergangenen 2 Jahren aus eigener Tasche finanziert haben u. auch in Zukunft tun werden.
    Dieser Personenkreis ist, im Gegensatz zu den Krankenkassen (Siehe die sog. "Rabattverträge"), bereit den von Abbott aufgerufenen Preis zu zahlen u. jetzt wo rtCGM-Systeme so einfach Verordnungsfähig sind, werden weitere Krankenkassen das Libre als freiwillige sog. "Satzungsleistung" aufnehmen.

    Wieso sollte sich Abbott also noch die Mühe machen?!

    Bisher gibt es ein einziges "Anerkenntnisurteil". Dieses ist kein Urteil im eigentlichen Sinn, denn die Krankenkasse hat während der Verhandlung einfach gesagt "dann übernehmen wir halt die Kosten in diesem einen Fall" u. der Richter hat dieses Anerkenntnis nur noch einmal protokolliert.
    So ein Anerkenntnisurteil kann (inkl. Eröffnung der Verhandlung, Protokollierung des Anerkenntnisses u. vorlesen des Anerkenntnisses!) innerhalb von 10 Minuten verhandelt werden.

    Die Verhandlung fand ~4 Wochen vor der Bewertung durch den GBA statt. Was der Vertreter der beklagten Krankenkasse mit einem "Anerkenntnisurteil" bezwecken wollte, kann man sich also vermutlich denken - Das Kostenrisiko minimieren, denn man hat nur dieser einen Versicherten einen Brocken vor die Füße geworfen u. kein anderer kann sich auf dieses Anerkenntnisurteil berufen.

    Ps.: Soso, der Antrag wird od. wurde bereits gestellt!? Lass mich raten, diese Aussage stammt von einer Service-Center-Mitarbeiterin einer Krankenkasse?! Mal eine böse Unterstellung meinerseits.: Man kann den Anrufern alles erzählen, denn wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das man die Nervensäge noch mal am Apparat hat - Soll sich doch das nächste mal irgendein Kollege mit dem Anrufer rumärgern... ^^