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Depremiert und gestresst. Angst den Partner zu verlieren

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    Mitglied seit: 02.09.2017
    am 02.09.2017 11:23:51 | IP (Hash): 45012167
    Ich bin seit 7 Wochen Diabetikerin, war auch zur Kur und hatte Schulungen. Ich hatte einen Zuckerwert von 550 und bin jetzt durch Insulin und Metformin immer zwischen 70 und 120. Selbst wenn ich mich nicht spritze falle ich in den Unterzucker, ich werde zittrig , kann kaum noch etwas sehen und bin schweiß gebadet. Durch den Diabetes ( ich bin Typ 1 und 2) habe ich schon 2 Jobs verloren, ich kann morgens süßes essen und trinken , sobald ich mich dann beweg - müssen nur 20 Minuten hin und her laufen sein, falle ich in den Unterzucker , oftmals auch begleitet von einer Panikattacke. Inzwischen streite ich mich täglich mit meinem Partner da ich kaum etwas tun kann. Wir wollen ende Oktober heiraten und selbst bei der Anmeldung beim Rathaus , das keine 10 Minuten von uns entfernt ist , kam ich in den Unterzucker. Mein Partner versteht mein Problem einfach nicht, für mich fühlt sich der Unterzucker immer wieder wie ein kleiner tot an, anders kann ich dieses schlimme Gefühl nicht beschreiben. Ich bin auch extrem empfindlich , ständig müde und werde schnell zur Furie. Mein Diabetologe ist keine große Hilfe und meint ich solle noch mehr abnehmen und am besten den ganzen Tag zum Fitness gehen. Wie soll ich mich noch großartig raus trauen wenn ich zwei bis drei mal am tag in den Unterzucker falle? Wie soll ich arbeiten gehen? Mein Sollwert ist 100, ich kann doch nicht so viel essen das ich auf 200 oder 300 komme nur damit ich arbeiten gehen kann? Selbst wenn ich morgens meine 5KE esse und mit meiner Oma einkaufen fahre und nur im Auto sitze , zack falle ich in den Unterzucker. Ich kann allmählich nicht mehr so weiter machen, und meinen Partner möchte ich nicht mehr damit belasten. Sollte ich einfach verschwinden damit es ihm besser geht? Er ist so ein toller wundervoller Mann und ich liebe ihn vom ganzen Herzen, ich habe so Angst ihn zu verlieren durch meine Krankheit.
    Bearbeitet von User am 02.09.2017 11:24:48. Grund: schreibfehler
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    am 02.09.2017 11:52:51 | IP (Hash): 1753243325
    Hallo Jenny,

    diese häufigen Unterzuckerungen müssen nicht sein und dürfen es auf Dauer auch nicht.

    Ich sehe zwei Möglichkeiten, die du vielleicht beide verfolgen solltest:
    - Einen Diabetologen suchen, mit dem du besser zusammen arbeiten kannst.
    - Immer besser lernen, alleine mit deiner BZ-Steuerung zurecht zu kommen.

    Dass das Lernen und Erfahrunge sammeln seine Zeit braucht ist ganz klar, das war bei keinem anderes. Jetzt solltest du schnell dahin kommen, deine Insulindosis so weit zu reduzieren, dass Unterzuckerungen die Ausnahme bleiben. Wenn dabei in der Lernphase für die nächsten 6 oder mehr Monate dein BZ insgesamt etwas höher verläuft, dann ist das kein Problem, vor dem du dich fürchten müsstest. Hauptsache, du wirst von Woche zu Woche ein Stückchen besser und du bekommst deinen Diabetes langfristig gut in den Griff.

    Ich wünsche dir die nötige Ruhe und viel Erfolg, Rainer
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 02.09.2017 12:03:53 | IP (Hash): 45012167
    ich spritze kaum Insulin, da meine Werte sich kaum erhöhen was mich wundert, Ich spritze mein Nachtinsulin damit ich morgens gut in den Tag komme, aber mein Mahlzeiteninsulin brauch ich fasst gar nicht mehr. Ich hab mich am Anfang engmaschiger gemessen , jetzt messe ich mich alle 4 Stunden außer ich merke das ich im Unterzucker bin. Selbst wenn ich schlafe oder verkehr mit meinem Partner hab rutsche ich in den Unterzucker.
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    am 02.09.2017 12:20:57 | IP (Hash): 1753243325
    Hallo Jenny,

    die Unterzuckerungen können aber nur von zu viel Insulin kommen. Du musst sehr wahrscheinlich das Baslainsulin reduzieren oder evtl. sogar ganz weglassen. Besprich das mal möglichst schnell mit deinem Diabetologen. Dass die Krankenhauseinstellung zu Hause nicht mehr klappt, ist ziemlich normal.

    Du kannst deinen Partner und beruhigen und versichern, dass du das hinbekommst. Bis jetzt hat das noch jeder gut hingekriegt, der es ernsthaft will. Es ist nur jetzt am Anfang etwas kompliziert. Wenn du die Anfangsschwierigkeiten überwunden hast, dann wird es für dich eventuell sogar für viele Jahr unkompliziert. Bei deinem Typ2-Diabetes und der Insulinresistenz kannst du mit Ernährungsumstellung und mehr Bewegung viel verbessern und der Typ1, vermutlich LADA wird sich bei guter BZ-Führung wahrscheinlich nur langsam verschlechtern. Du hast also die besten Voraussetzungen dafür, dass es für dich einfacher wird.

    Viele Grüße, Rainer
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    am 02.09.2017 12:34:02 | IP (Hash): 1753243325
    Ich habe doch noch eine wichtige Frage: Unterzuckerst du richtig oder fühlst du dich nur mies und unterzuckert? Wie niedrig liegen dann deine Werte?

    Es wäre möglich, dass du jetzt am Anfang öfter mal eine sogenannte falsche Hypo hast. Wenn dein BZ-Werte längere Zeit zu hoch lagen und jetzt in normale Bereiche gefallen sind, dann fühlen sich zunächst auch ganz normale BZ-Werte wie ein Hypo an. Wenn es sich nur um falsche Hypos handelt, dann vergehen die bald, da musst du einfach durch. Bei richtigen Hypos musst du handeln - siehe mein voriger Beitrag.

    Viele Grüße, Rainer
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    am 02.09.2017 12:42:09 | IP (Hash): 688584431
    jenny1993 schrieb:
    ich spritze kaum Insulin, da meine Werte sich kaum erhöhen was mich wundert, Ich spritze mein Nachtinsulin damit ich morgens gut in den Tag komme, aber mein Mahlzeiteninsulin brauch ich fasst gar nicht mehr. Ich hab mich am Anfang engmaschiger gemessen , jetzt messe ich mich alle 4 Stunden außer ich merke das ich im Unterzucker bin. Selbst wenn ich schlafe oder verkehr mit meinem Partner hab rutsche ich in den Unterzucker.



    Wenn dich dein Freund, eigentlich eher Verlobter, liebt muss er lernen mit deiner Erkrankung zu leben. Wie Reiner schon schrieb bist du nicht richtig für deinen Alltag eingestellt. Nimm deinen Freund Mal mit zum Doc oder zur Schulung
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    am 02.09.2017 18:20:45 | IP (Hash): 688584431
    jenny1993 schrieb:
    Ich bin seit 7 Wochen Diabetikerin, war auch zur Kur und hatte Schulungen. Ich hatte einen Zuckerwert von 550 und bin jetzt durch Insulin und Metformin immer zwischen 70 und 120. Selbst wenn ich mich nicht spritze falle ich in den Unterzucker, ich werde zittrig , kann kaum noch etwas sehen und bin schweiß gebadet. Durch den Diabetes ( ich bin Typ 1 und 2) habe ich schon 2 Jobs verloren, ich kann morgens süßes essen und trinken , sobald ich mich dann beweg - müssen nur 20 Minuten hin und her laufen sein, falle ich in den Unterzucker , oftmals auch begleitet von einer Panikattacke. Inzwischen streite ich mich täglich mit meinem Partner da ich kaum etwas tun kann. Wir wollen ende Oktober heiraten und selbst bei der Anmeldung beim Rathaus , das keine 10 Minuten von uns entfernt ist , kam ich in den Unterzucker. Mein Partner versteht mein Problem einfach nicht, für mich fühlt sich der Unterzucker immer wieder wie ein kleiner tot an, anders kann ich dieses schlimme Gefühl nicht beschreiben. Ich bin auch extrem empfindlich , ständig müde und werde schnell zur Furie. Mein Diabetologe ist keine große Hilfe und meint ich solle noch mehr abnehmen und am besten den ganzen Tag zum Fitness gehen. Wie soll ich mich noch großartig raus trauen wenn ich zwei bis drei mal am tag in den Unterzucker falle? Wie soll ich arbeiten gehen? Mein Sollwert ist 100, ich kann doch nicht so viel essen das ich auf 200 oder 300 komme nur damit ich arbeiten gehen kann? Selbst wenn ich morgens meine 5KE esse und mit meiner Oma einkaufen fahre und nur im Auto sitze , zack falle ich in den Unterzucker. Ich kann allmählich nicht mehr so weiter machen, und meinen Partner möchte ich nicht mehr damit belasten. Sollte ich einfach verschwinden damit es ihm besser geht? Er ist so ein toller wundervoller Mann und ich liebe ihn vom ganzen Herzen, ich habe so Angst ihn zu verlieren durch meine Krankheit.



    Erm.. Räusper.. gerade erst gelesen. Du hast Zwillingsdiabetes.

    Du schreibst, du kannst morgens süßes Essen und trinken, aber dein BZ bleibt stabil ? Oder geht er in die Höhe ?
    Beides passt weder zu T1 oder T2.
    Hast du den BZ gemessen, oder fühlst du nur den UZ den du wie eine Panikattacke beschreibst.

    Vielleicht ist es ja genau das, eine Panikattacke ?

    Hast du so eine Hypo im BZ schon gemessen ?
    Du schreibst, du traust dich kaum noch raus. Messe dir umgehend den BZ wenn du dich so fühlst. Wäre wirklich wichtig.