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Könnte das Diabetis sein?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 21.10.2017
    am 21.10.2017 16:12:54 | IP (Hash): 861898081
    Hallo,
    Ich hoffe,dass ich hier in diesem Forum richtig bin.
    Es geht um meine Tochter die 3 1/2 Jahre alt ist.
    Sie hat seit einem halben Jahr immer mal wieder "Attacken".
    Anfangs wussten wir nicht was mit unserem Kind los ist.

    Es fängt mit schlechter Laune an,es wird gemotzt,es kommt zu Aggressionen,Wut,Trauer,Angst,Panik und endet mit vielen Tränen,auf beiden Seiten.
    Man kann ihr nichts recht machen und das einzige was hilft,ist essen!

    Das Problem an der Sache ist,dass sie während einer "Attacke"nichts zu sich nehmen kann.
    Sie wehrt sich mit Händen und Füßen gegen alles Essbare.

    Erst wenn was im Mund ist,(dauert manchmal bis zu 2 Std)ist der Spuk direkt vorbei.

    Wenn sie regelmäßig isst,kommt es nicht zu solchen Attacken,aber manchmal ist das nunmal nicht möglich (z.B.in der Nacht!)
    Oder wenn sie einfach keinen Hunger hat.
    Sie isst auch nicht wirklich gerne...

    Nach vermehrtem Zuckerkonsum kommt es zu extremeren "Attacken".Das hat dazu geführt,dass wir Zucker momentan vermeiden.
    Es ist seitdem etwas besser,aber weg ist es nicht.

    Unser Kinderarzt hat ein großes Blutbild gemacht und sagt,dass kein Wert auffällig war.
    Der Test wurde an einem Morgen gemacht,der gut war.Sprich,ohne Anfall.

    Er sagt,sie sei nunmal im Trotzalter.
    Erst hab ich mich damit abgefunden,aber momentan ist es wieder so extrem,dass wir nicht weiter wissen.
    Das Trotzen ist einfach anders(hat sie ja zusätzlich) und da hilft auch kein Apfel oder ein Stück Brot o.ä.

    Ich werde am Montag einen Termin bei einem Diabetologen vereinbaren.
    Dennoch wollte ich hier mal fragen,ob es hier jmd ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

    Ich vermute,dass sie in diesen Attacken in einen Unterzucker fällt,aber ich weiß natürlich nicht,ob das wirklich so ist.
    Hat jmd was ähnliches erlebt?
    Liebe Grüße,
    Eine verzweifelte Mama
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 489
    Mitglied seit: 18.08.2017
    am 21.10.2017 16:29:24 | IP (Hash): 688584431
    Stekaju schrieb:
    Hallo,
    Ich hoffe,dass ich hier in diesem Forum richtig bin.
    Es geht um meine Tochter die 3 1/2 Jahre alt ist.
    Sie hat seit einem halben Jahr immer mal wieder "Attacken".
    Anfangs wussten wir nicht was mit unserem Kind los ist.

    Es fängt mit schlechter Laune an,es wird gemotzt,es kommt zu Aggressionen,Wut,Trauer,Angst,Panik und endet mit vielen Tränen,auf beiden Seiten.
    Man kann ihr nichts recht machen und das einzige was hilft,ist essen!

    Das Problem an der Sache ist,dass sie während einer "Attacke"nichts zu sich nehmen kann.
    Sie wehrt sich mit Händen und Füßen gegen alles Essbare.

    Erst wenn was im Mund ist,(dauert manchmal bis zu 2 Std)ist der Spuk direkt vorbei.

    Wenn sie regelmäßig isst,kommt es nicht zu solchen Attacken,aber manchmal ist das nunmal nicht möglich (z.B.in der Nacht!)
    Oder wenn sie einfach keinen Hunger hat.
    Sie isst auch nicht wirklich gerne...

    Nach vermehrtem Zuckerkonsum kommt es zu extremeren "Attacken".Das hat dazu geführt,dass wir Zucker momentan vermeiden.
    Es ist seitdem etwas besser,aber weg ist es nicht.

    Unser Kinderarzt hat ein großes Blutbild gemacht und sagt,dass kein Wert auffällig war.
    Der Test wurde an einem Morgen gemacht,der gut war.Sprich,ohne Anfall.

    Er sagt,sie sei nunmal im Trotzalter.
    Erst hab ich mich damit abgefunden,aber momentan ist es wieder so extrem,dass wir nicht weiter wissen.
    Das Trotzen ist einfach anders(hat sie ja zusätzlich) und da hilft auch kein Apfel oder ein Stück Brot o.ä.

    Ich werde am Montag einen Termin bei einem Diabetologen vereinbaren.
    Dennoch wollte ich hier mal fragen,ob es hier jmd ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

    Ich vermute,dass sie in diesen Attacken in einen Unterzucker fällt,aber ich weiß natürlich nicht,ob das wirklich so ist.
    Hat jmd was ähnliches erlebt?
    Liebe Grüße,
    Eine verzweifelte Mama




    Nein, kann es nicht.
    1 .Dem Arzt wäre es im Blutbild aufgefallen.

    2. Die Symptome eines zu hohen BZ sind eher Schlaffheit und Müdigkeit, großer Durst.

    Kannst ja mal auf ADHS untersuchen lassen, das könnte es eher als DIABETES sein.
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 19.10.2017
    am 21.10.2017 17:20:55 | IP (Hash): 1021915643
    Liebe, verzweifelte Mama,

    ich denke nicht, dass Dein Kind Diabetes hat. Die Hauptmerkmale bei kindlichen und jugendlichen Diabetes sind häufiges Wasserlassen , viele Kinder nässen wieder ein, und sehr starker Durst, diese Merkmale sind sehr auffällig. Hinzu kommt oft ein starker Gewichtsverlust und wenig Energie/ Müdigkeit.

    Lass auf jeden Fall alles abklären, es könnten z.B. Unverträglichkeiten dahinter stecken. Ich wünsche euch alles Gute und das "der Spuk" bald vorbei ist. Ich bin selbst Diabetikerin und meine 14-jährige Tochter auch, bei ihr wurde es im Alter von 12 Jahren manifestiert.
    Viele Grüße Gitti

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 862
    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 21.10.2017 17:51:21 | IP (Hash): 181266960
    Hallo,
    wie meine Vorschreiber halte auch ich Diabetes eher für unwahrscheinlich nach der Blutuntersuchung ohne auffällige Werte.

    Dir ist aber aufgefallen, daß besonders nach viel Zucker das Verhalten deiner Tochter auffällig ist.
    Weißmehl, Nudeln, Reis würden auch den Blutzucker beeinflussen, ist dir da etwas aufgefallen ?

    Du vermutest Unterzucker.
    Kann schon sein, daß es kein 'echter Unterzucker' per Definition ist, sondern ein 'gefühlter' Unterzucker.
    Denn das ist, was wir spüren, den Unterschied zwischen hohem Blutzucker - hochgejagt durch Zucker und Stärke - sinkt dann ab.
    Auch gesunde Erwachsene reagieren darauf, mit Heißhunger auf Süßes z.B..

    Vielleicht ist deine Tochter besonders empfindlich, was die BZ-Unterschiede angeht, kann das aber nicht so genau benennen.
    Etwas zuckerhaltiges Trinken, kleines Glas Apfelsaft oder Orangensaft, wäre auch möglich und ggfs. leichter zu überreden, als etwas zu essen.
    Wäre auch nachts möglich (mit Wasser Mund ausspülen wg. Zähne).

    Gruß Elfe
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 21.10.2017
    am 21.10.2017 19:06:44 | IP (Hash): 861898081
    Danke,für die Anregungen und Tipps.
    Wir sind wirklich sehr verzweifelt und es war nur eine Idee von uns,da das ganze etwas mit Diabetes (ich kann den Rechtschreibfehler in der Frage nicht abändern) zu tun haben könnte.

    Ich dachte einfach,dass es wie bei anderen Erkrankungen auch sein könnte,und es nicht nur die typischen Symptome (wie z.B.häufiges Wasser lassen usw)gibt.


    An Unverträglichkeiten haben wir auch schon gedacht,aber wir finden einfach keine Regelmäßigkeit(Wir haben lange Tagebuch geführt.Immer mal wieder was weggelassen und auch auf alle Inhaltsstoffe geachtet usw).
    Außer,dass es nunmal auftritt,wenn sie wenig oder lange nix gegessen hat.
    Wir haben eine Zeit lang z.B.auch nur Vollkornprodukte benutzt,aber auch dann kam es zu solchen Attacken.

    Zuckerhaltige Getränke,bzw allgemein Getränke werden leider auch nicht akzeptiert.Sie will gar nichts im Mund.Auch Lutscher,Kaugummi o.ä. lehnt sie komplett ab und macht alles nur noch schlimmer.
    (In solchen Momenten.Ansonsten mag sie die Sachen.Vorallem weil es sie nur ganz selten gibt).

    Mittlerweile versuch ich ihr in den Momenten es zu erklären wie wichtig es ist,dass sie was isst.Sie "versteht"es immer besser,sagt aber zeitgleich,dass sie das alles nicht mit Absicht macht und das alles gar nicht will.
    Sie leidet sehr in und nach solchen Momenten und daher wollt ich einfach versuchen raus zu bekommen,was ihr fehlen könnte.
    Mit Diabetes hab ich falsch gelegen.Ich danke Euch dennoch und wünsche Euch alles Gute!
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    am 21.10.2017 19:41:44 | IP (Hash): 181266960
    Hallo,
    das aus unserer bescheidenen Sicht Diabetes nicht in Frage kommt. sollte dich eigentlich beruhigen.

    Unverträglichkeiten gegenüber Laktose (Michprodukten) oder Gluten (Eiweiß aus Getreide) würden sich auch über Unwohlsein bzgl. Magen/Darmproblemen zeigen. Hat eure Tochter dahingehend etwas gesagt ? (Lässt sich ärztlich bestimmen.)

    Meine Geschwister und ich wollten zeitweise auch nichts essen. Besonders wenn wir uns gegenseitig angsteckt hatten mit Kinderkrankheiten wie Windpocken z,B..
    Geheimrezept um was zu essen war damals Quarkspeise aus Quark/ausgepresster Apfelsinensaft/etwas Zucker. Haben wir dann gelöffelt, weil lecker.

    Gruß Elfe
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    am 22.10.2017 11:02:44 | IP (Hash): 1762502992
    Hallo Stekaju,

    das könnten alimentäre Hypoglykämien sein, zumindest klingt es etwas danach. Der Facharzt, an den du dich dafür wenden müsstest, wäre ein Endokrinologe. Wenn du Glück hast, dann kennt sich auch Der Diabetologe damit aus, bei dem du den Termin hast.

    Ich würde empfehlen, dass du dir ein BZ-Messgerät besorgst und in so einer Situation den BZ misst. Das Gerät bekommst du z.B. beim Hersteller umsonst. Die Teststreifen musst du allerdings selbst bezahlen. Du kannst ja mal beim Diabetologen nachfragen, ob du nicht vielleicht doch ein Rezept bekommst.

    Wenn bei deiner Tochter ein oGTT gemacht wird, dann dränge darauf, dass auch nach 3 Stunden der BZ noch mal gemessen wird. Die alimentären Hypoglykämien wirken sich meist so aus, dass der BZ nach 1 Stunde zu stark ansteigt und danach ein starker Abfall erfolgt, der nach 3 ... 3,5 Stunden zur Unterzuckerung führt. Die oGTT-Werte fallen aber so aus, dass kein Diabetes diagnostiziert wird und du deshalb vielleicht ohne Befund nach Hause geschickt wirst.

    Gegen die alimentären Hypoglykämien lässt sich, außer wenn sie ganz schlimm sind, nicht viel machen. Deshalb wirst du bestimmt die Empfehlung mitbekommen, gut auf die Ernährung zu achten. Wie du bereits festgestellt hast, sind die Probleme bei schnell ins Blut gehenden KH besonders groß, Du musst deshalb bei der Ernährung darauf achten, dass die KH langsam ins Blut gehen, damit kein hoher BZ-Anstieg erzeugt wird, der dann den nachfolgenden starken Abfall verursacht. Viel Vollkorn und GLYX-Index wäre eine Möglichkeit, aber auch viel Eiweiß und Fett bremst die KH. Wenn du ein BZ-Messgerät hast, kannst du ja ein bisschen experimentieren und solche Mahlzeiten raussuchen, bei denen der BZ nach einer Stunde nicht zu stark angesteigt.

    Alles Gute für dich und deine Tochter, Rainer
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    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 21.10.2017
    am 22.10.2017 14:05:52 | IP (Hash): 861898081
    Vielen Dank für Deine sehr ausführliche Antwort.
    Der Diabetologe ist zum Glück auch ein Endokrinologe.Ich werde berichten,ob er uns helfen konnte.
    Liebe Grüße