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    am 30.12.2017 23:27:06 | IP (Hash): 1723056062
    Hallo zusammen,

    ich habe im Forum schon nach "Diabetes Sentry" gesucht, aber keine Einträge gefunden. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dem System? Warnt das tatsächlich frühzeitig vor Unterzucker? Oder ist das wieder eine Möglichkeit, Diabetikern Geld aus der Tasche zu ziehen?

    Bin auf Eure Antworten gespannt zwecks Erwägung des potenziellen Kaufs eines solchen Systems auf private Kosten.

    Liebe Grüße
    Euer Traubenzuckermann
    Bearbeitet von User am 30.12.2017 23:28:39. Grund: Signatur geändert
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    am 31.12.2017 00:37:50 | IP (Hash): 45540426
    Hallo Traubenzuckermann,

    hast du denn schon mal versucht, dir ein CGM-System verschreiben zu lassen? Wenn du tatsächlich öfter mal unbemerkte nächtliche Hypos hast und dich davor fürchten musst, dann wird dir so ein Antrag bestimmt auch genehmigt.

    So ein CGM-System auf Rezept würde für dir neben dem Kostenvorteil auch noch eine deutlich bessere Kontrolle der BZ-Werte ermöglichen. Die Warnung bei niedrigem BZ bekommst du bei so einem Gerät auch.
    Bearbeitet von User am 31.12.2017 00:40:54. Grund: .
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    am 31.12.2017 00:47:11 | IP (Hash): 1922179689
    Erfahrung mit dem System habe ich nicht, aber zwei Dinge fallen mir auf:

    1) Das System kann nur die Symptome erkennen (schwitzen, Hauttemperatur) wenn man bereits unterzuckert ist. Das ist besser als den UZ gar nicht zu erkennen aber eigenlich zu spät.

    2) Auf der Seite http://www.diabetessentry.com/faq.htm steht "Is there any other monitor or alarm available that addresses the concerns of low blood sugars in insulin dependent diabetics? : NO."

    Das stimmt nicht, es gibt schon lange CGM Systeme die kontinuierlich messen und bei niedrigen Werten Alarm geben. Sogar schon bevor der BZ niedrig ist weil sie auch die Tendenz beachten. ( https://www.diabetes-ratgeber.net/cgm ) Das die Seite behauptet es gebe so etwas nicht finde ich unseriös..
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    am 01.01.2018 16:19:49 | IP (Hash): 520363263
    Hallo Rainer,

    ich bin Neu-Diabetiker seit dem 5. Dezember 2017. Bislang hatte ich noch gar keine Hypo, nur einmal einen BZ von 89, da merkte ich, dass ich bleiern müde wurde. Ich bin Single und alleine zuhause, deswegen denke ich über einen Hausnotruf oder so einen Warner nach. Oder beides. Wenn ich hier mal ganz wegklappe, findet mich kein Mensch und meine Familie ist auch nicht ortsnah. CGM bekomme ich nicht, sagt die Kasse, das sei eine reine Privatleistung. FreeStyle Libre geht aber in Ordnung, muss ich mir nur noch verschreiben lassen. Ging noch nicht wegen der Feiertage. Da gibt es auch so ein Warner-Zusatzmodul für, Name hab ich grad vergessen, eventuell würde ich das damit kombinieren.

    Liebe Grüße
    Euer Traubenzuckermann
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    am 01.01.2018 16:57:11 | IP (Hash): 1771522366
    Was machst Du eigentlich dafür, dass Dein BZ sinkt? - Ok, wenn FreeStyle genehmigt würde, also Insulin zum Essen und Basalinsulin, also ICT, oder?

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
    Bearbeitet von User am 01.01.2018 17:02:26. Grund: Ergänzung
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    am 01.01.2018 22:15:45 | IP (Hash): 2028426303
    DerTraubenzuckermann schrieb:
    Hallo Rainer, ich bin Neu-Diabetiker seit dem 5. Dezember 2017. Bislang hatte ich noch gar keine Hypo, nur einmal einen BZ von 89, da merkte ich, dass ich bleiern müde wurde.


    Hallo Traubenzuckermann,

    ich vermute, dass dir von irgend jemand ganz große Angst vor Hypos eingeredet wurde. Was nimmst du denn für Diabetesmedikamente? Unterzuckern kannst du nur mit Medikamenten, die den BZ aktiv senken, also nur mit Insulin oder mit SHs (z.B. Glimeperid). Alle anderen Diabetesmedikamente können keine gefährlichen Hypos auslösen.

    Wenn du bei 89mg/dl an eine Hypo denkst, dann hast du total falsche Vorstellungen. Hypos gehen erst unter 60mg/dl los und dann geht noch lange nicht das Licht aus, außer vielleicht im Suff. Es ist denkbar, dass du dich mit den 89 unwohl gefühlt hast. Das war dann aber nur eine "falsche Hypo", weil du dich erst wieder an den normalen BZ gewöhnen musst. An so einer falschen Hypo ist nichts gefährliches dran, sie ist nur unangenehm.
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    am 06.01.2018 03:24:42 | IP (Hash): 1336503234
    Genau, ich mache ICT.

    Naja, ich habe mir die Infos zu Hypos selber angelesen, aus verschiedenen Quellen. Klar, ne leichte werde ich auch abfangen können. Aber eine richtig schwere Hypo in der Nacht, aus der ich nicht wieder aufwache und dann war's das. Da findet mich am nächsten Morgen auch niemand. Laut Statistik werden die meisten Diabetiker "Dead in bed" gefunden. Ich möchte kein Teil dieser Kennzahl sein. Da wäre das Geld für so ein System gut investiert.

    Liebe Grüße
    Euer Traubenzuckermann
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    am 06.01.2018 19:15:16 | IP (Hash): 1215845562
    DerTraubenzuckermann schrieb:
    Aber eine richtig schwere Hypo in der Nacht, aus der ich nicht wieder aufwache und dann war's das. Da findet mich am nächsten Morgen auch niemand. Laut Statistik werden die meisten Diabetiker "Dead in bed" gefunden. Ich möchte kein Teil dieser Kennzahl sein. Da wäre das Geld für so ein System gut investiert.


    Bin mir sicher, dass Du beim Nachprüfen der Fälle zu Deiner Horrorzahl erschreckend wenige handfeste Anhaltspunkte für ne schwere Hypo mit Lichtaus finden wirst. Und dass Du bei normaler Dosierung Deiner Insuline keine schwere Hypo mit Lichtaus erleidest. Lichtaus ist dabei vorübergehend, weil die eigene Glukoseproduktion (Glukoneogenese) vom zu vielen Insulin zwar behindert, aber nicht abgestellt wird. Und Lichtaus tritt erst im Bereich unter 30mg/dl auf, selten auch schon mal knapp darüber und meistens eher um 20.
    Das beste Gegenmittel für Deine Panik wäre ein Hypowahrnehmungskurs, den Du von Deinem Diabetologen einfordern kannst. Da lernst Du mit fachlich qualifizierter Hilfestellung ganz konkret an Dir selbst, wie sich das bei Dir anfühlt, wenn Dein BZ in den Bereich zu sinken beginnt, der für Deinen Organismus Stress infolge zu wenig Glukose bedeutet. Einer in meinem Bekanntenkreis hört dann nach seiner Beschreibung eine besondere Sorte Tinitus ähnliches Piepen, wenn sein BZ unter 60 auf 50mg/dl sinkt, und für mich verändert sich meistens ab knapp über 60 die optische Wahrnehmung hin zu weniger Farben mit härteren Kontrasten. Diese Wahrnehmungen sagen dem Bekannten und mir, dass wir wieder mal mit gutem Gewissen eine leckere Kleinigkeit genießen können, die wir für solche Gelegenheiten dabei haben. Wir mögen beiden kein Dextro

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    am 06.01.2018 19:49:54 | IP (Hash): 146931181
    Als Neudibatiker ist es unwarscheinlich, dass dir eine Unterzuckerung entgeht. Im Gegenteil sehr viel wahrscheinlicher ist, dass fühlen einer Unterzuckerung die keine Unterzuckerung ist. Unterzuckerungen die Fremdhilfe bedürfen sind oft erst im einstelligen Bereich angesiedelt. Und um in diesen Bereich abzurutschen muss viel schieflaufen z.B. darfst du es nicht spüren, die Natürliche gegereakion des Organismuses muss ausfallen und...Und...Und...
    Zumeist geschiht so etwas wenn reichlich Alkohol im Spiel ist. Oder, bei langjährigen Diabetikern mit zusätzlichen fehlen der Alpha-Zellen und gleichzeitigen Schädigungen an Nervenenden. Oder, bei Leistungssport; Aufbrauch aller KH-Reserven und Überderdeckung der Hyposymptome wie Schwitzen und Herzklopfen durch die Bewegung. In diesem Bereichen wird eine Unterzuckerung durch andere Symptome wahrgenommen z.B. taumeln, lallen, ausbleiben des logischen Denkens, albern sein usw.

    ----'--'-----''-
    DO NOT FEED THE TROLL!!!
    Bearbeitet von User am 06.01.2018 20:04:08. Grund: .
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    am 07.01.2018 02:16:22 | IP (Hash): 1913204965
    DerTraubenzuckermann schrieb:
    Genau, ich mache ICT.

    Naja, ich habe mir die Infos zu Hypos selber angelesen, aus verschiedenen Quellen. Klar, ne leichte werde ich auch abfangen können. Aber eine richtig schwere Hypo in der Nacht, aus der ich nicht wieder aufwache und dann war's das. Da findet mich am nächsten Morgen auch niemand. Laut Statistik werden die meisten Diabetiker "Dead in bed" gefunden. Ich möchte kein Teil dieser Kennzahl sein. Da wäre das Geld für so ein System gut investiert.


    Hallo Traubenzuckermann,
    du wirst per ICT behandelt und hattest keine Schulung ?
    Obwohl, da wurde eigentlich auch nur Panik gemacht - von wegen kurzes Zeitfenster zum Handeln bei 50 mg/dl.
    Den schon angesprochenen Hypokurs habe ich auch durchlaufen, viele UZ als Problem.
    Die UZ-Grenze wird da bei 60 mg/dl gezogen.
    Im Kurs geht es eher darum, nicht mehr so deutlich UZ-Anzeichen erkennen zu können.
    Hilfestellung zur Selbstbeobachtung wird da gegeben, Einschätzung Insulineinheiten ... , fand's nicht so toll.

    Deine Angst betrifft die Nacht, niedrige Hypo nicht zu bemerken.
    Niedrige BZ-Werte merke ich immer noch in der Nacht (tagsüber abgelenkt manchmal nicht).
    Kein ruhiger Schlaf mehr - unruhig, Druckgefühl Herz, zu allerletzt extrem starkes Schwitzen - Kopfhaut, Nachthemd klatschnass.
    Habe Traubenzucker am Bett griffbereit - du nennst dich ja nicht von ungefähr 'Traubenzuckermann' -.

    Auf jeden Fall wird unter ICT in den Schulungen eingeschärft, erst handeln (Zuckerhaltiges schlucken), dann messen.
    So 1 BE Traubenzucker reicht bei mir schon, um BZ anzuheben, um BZ-Messgerät zu benutzen und ev. je nach Messwert ggfs. noch Zucker nachlegen zu müssen.

    Wie Insulin ausgetestet werden muss, habe ich das umgekehrt eben auch für BZ-Steigerung durch BEs austestet.
    Die zu lesenden 3-4 BEs wären bei mir viel zu viel.
    Bei 50 mg/dl reichen 1 BE, unter 50 mg/dl 2 BE - dann lieber was flüssiges zum schnelleren Schlucken (dafür 200 ml-Tetrapacks Fruchtsaft vorrätig).

    Gruß Elfe
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