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  • Molly

    Rang: Gast
    am 17.09.2008 13:35:19
    Hallo
    Kann mir jemand genau sagen, was das genau heist. Zucker im Urin, und ist das gefährlich. Eigentlich passiert das doch nur, wenn man grad ein Stückchen Schoko intus hat o.ä. oder ? Ich erinnere mich nur, dass ich das vor 10-15 Jahren schon ab und zu hatte bei einem Untersuch.
    Gruss Molly

    Zur Zeit auf Naschkurs, leider leider....
  • dipa

    Rang: Gast
    am 17.09.2008 13:55:05
    Hallo Molly,

    Zucker im Urin heisst, d.h. du hast die Nierenschwelle überschritten. Daraus folgt dein Blutzucker ist >180. Diagnosegrenze ist 120.
    Ein Diabetiker hält seinen BZ bei 120 und ein Stückchen Schoko reicht nicht aus um die 180 zu überschreiten. Des Weiteren muss das längere Zeit passieren. Selbst bei einem schlecht eingestellten Diabetiker ist der Urintest normalerweise negativ.
    Also schnellstens zum Arzt!!!

    mfg dipa
  • Anonym

    Rang: Gast
    am 17.09.2008 21:42:33
    Hi Molly da mußt du schon genauere Angaben machen. Gewicht Größe und wieviel Schokis isst du am Tag? So 3-4 300g Tafeln bestimmt, oder?
  • Ragnar

    Rang: Gast
    am 17.09.2008 22:28:05
    Hallo Molly
    Zucker im Urin macht nix.Iß malschön weiter deine 3-4 Tafeln Schoko pro Tag am Ende des Weges wartet der schwarze Mann mit der Sense und dann kommt nix mehr.Mensch geh schnell zum Doc und unternimm was!!!!!!!!!!!!! von Ragnar
  • Molly

    Rang: Gast
    am 17.09.2008 23:19:00
    nee , nee 3 Stückchen, sprich 1 Reihe oder 3 Truffes. Oder einmal eine Milch mit 1/4 Ovo drinn! Einmal etwas Kuchen mit Zucker, einfach etwas Naschen, aber nicht sooo übertrieben. Mein HBC1 ist 6,7%, Ich habe hie und da aber Spitzen.
    Muss dazu noch sagen, dass ich grad einen
    Blaseninfekt hatte. Mein Arzt, allerdings der
    Gyno fand das gar nicht Tragisch ?!!
    Gruss Molly
  • dipa

    Rang: Gast
    am 18.09.2008 02:48:32
    Hallo Molly,

    Zucker im Urin heisst, du hast Diabetes.
    Damit ist auch die Nierenschwelle überschreiten, d.h. BZ > 180. Die Diagnoseschwelle liegt bei 120, d.h. du bist min. 50% über den Grenzwert und das ist schon heftig.
    Diabetes ist an sich harmlos, aber die dadurch entstehenden Folgeerkrankungen haben es in sich. Es werden u.a. massiv die Blutgefässe, Nerven und die Organe angegriffen und das irreversibel.
    Das Tückische an Diabetes ist, dass sich der BZ nur langsam erhöht und man das nicht merkt. Die meisten haben Diabetes nicht erst seit der Diagnose sondern teilweise schon seit Jahrzehnten.

    Als Rentner ist man T2 gefährdet, also machen diese regelmässige Untersuchungen. Es passiert jahrelang nichts, dann wird Diabetes entdeckt.
    Dann werden die Füsse (sind bei Diabetiker sehr gefährdet) untersucht, und man entdeckt, dass die Füsse amputiert werden müssen. Es ist für die Rentner kein Trost wenn sie sagen können "Ich habe aber meinen Diabetes erst seit einem halben Jahr". Anderer Spruch "Aber mein Arzt meinte, dass bisschen Zucker muss nicht behandelt werden!"

    An dem Zucker wirst du nicht direkt sterben,
    vorher werden Augen werden schlechter, die Nerven sterben ab, die Zehen werden dir amputiert, dann die Füsse, dann die Beine.
    Dies kann Jahrzehnte dauern.
    Deine Entscheidung!

    mfg dipa
  • Molly

    Rang: Gast
    am 18.09.2008 10:50:45
    Hallo dipa

    Danke für Deine Antwort. Also zu mir. Dass
    ich Diabetikerin bin (2) weiss ich schon sehr lange vor ca. 15 Jahren sagte mein Hausarzt ich hätte erhöhte Werte . (Ich war damals 40 Jahre alt. Ich spritze nun Insulin seit ca. 12 Jahren. Ich habe schon einmal in diesem Forum erzählt, dass wir in der Schweiz, also
    die Diabetiker in meiner Umgebung alle nach einem Schema spritzen. Ich hatte z.B. nie eine Schulung in einem Spital, mein Diabetologe gab mir ein Schema und bis heute passe ich mich an. Meine Werte sind bei 3-Monatsz. 6,1-6,7%. Dass es überhaupt ein anderes Schema gibt, weiss ich erst, seit ich ins Forum schaue.
    Was mich wunderte war oder ist , dass ich als "behandelte Diabetikerin Zucker im Urin hatte. Morgen gehts sowieso zum Hausarzt.
    Die Nebenerscheinungen sind mir alle nicht unbekannt. Ich habe bereits ziemliche Nervenstörungen, sprich Brennen, stechen in den Füssen/Beinen. Ich versuche mein Gewicht zu kontrollieren, nicht überaus zu naschen, leiste mir aber einmal Stückchen Schokolade, und war der Ansicht, dass der Zucker im Urin daher kommt. Oder eben von einem momentanigen Blaseninfekt.
    Das mit Amputationen etc. ist mir bekannt, aber ich denke, dass mit meiner mittelmässigen bis guter Zuckerführung die Gefahr eher nicht gegeben ist. Ich esse ja keine Tafeln Schokolade.. und mein Zucker liegt nicht bei 200/300 .Ich bin einfach erschrocken darüber, wie das trotzdem möglich ist, aber mein Gynäkologe weiss auch nicht so Bescheid. Also werde ich Morgen meinen Hausarzt ansprechen und die Werte nochmals testen.
    Molly
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 18.09.2008 12:17:55
    Durch die Spätschäden ist der Zucker gefährlich.
    Ich würde im Augenblick vielleicht amal das Süße weglassen. Man darf auch nicht vergessen, daß sich
    der Diabetes mit der zeit verschlechtert. die BSD
    mit der Zeit weniger hergibt. Ich würde das mal beobachten und mit Deinem Arzt sprechen.
    Spritzt Du denn ? Ev. muß man das Insulin etwas
    anders einstellen.
    Barbara
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 18.09.2008 12:33:44
    Moin Molly,

    wenn Du hier eifrig mit gelesen hast, hast Du bestimmt mit bekommen, dass der Blutzucker bei uns mit Diabetes immer in der Stunde nach dem Essen von Kohlenhydraten(Brot und alles mit Mehl, Kartoffeln, Reis)=Zucker und natürlich Fruchtzucker und Zucker besonders ansteigt. Ne dicke Kartoffel oder ein leckerer Apfel kann mehr Zucker sein/enthalten, als ein Riegel Schokolade!
    Je höher der Blutzucker also da ansteigt, desto länger bleibt er mit der Zeit auch hoch und desto weniger sinkt er dann noch zwischen den Mahlzeiten ab. Und Du hast mitbekommen, dass wir hier praktisch alle versuchen, diese Anstiege möglichst niedrig zu begrenzen. So empfiehlt z.B. die IDF (International Diabetes Federation=internationaler Zusammenschluss der ärztlichen Fachgesellschaften), dass man sich mit Essen und Medikation so einrichten soll, dass 2 Stunden nach dem Essen der BZ unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l) bleibt. Persönlich finde ich das immer noch zu hoch, aber es ist eine ärztlich anerkannte bzw. gesetzte Obergrenze, mit der Du auch bei Deinem Arzt argumentieren kannst.

    Aber bitte jetzt nicht so verstehen, als könnte Dein Arzt Dir ein Schema dafür geben, dass das demnächst bei Dir dann gut funktioniert. Er wird das vielleicht verändern, nach dem Du bis jetzt spritzt. Aber alle, die hier mit einigermaßen gesunden Blutzucker-Verläufen mitschreiben, haben sich ihr Schema zumindest selbst entsprechend verfeinert, wenn nicht sogar komplett selbst erarbeitet.

    Bisdann, Jürgen
  • Tom

    Rang: Gast
    am 18.09.2008 13:03:51
    Was heißt genau: auf Naschkurs?
    Du warst doch mal stark vertreten an der Obstfront. Hattest du da auch Appetit auf Süßkram oder hat das Obst den abgefangen? Also bei mir ist das so.
    Und gegen Schoki ist nix einzuwenden, wenn man guckt, was drin ist in der Schoki.
    Ich futter jeden Tag irgendetwas an Obst, nur minimal (und durch Byetta kommt sowieso Heißhunger auf gar nichts mehr auf:-) von Tom