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Folgenden Beitrag melden Wie meinen Diabetes behandeln?

am 28.08.2019 02:24:09
Helge schrieb:
Bin verunsichert, weil ich nach vier Jahren immer noch nicht weiß, woher der Diabetes gekommen ist und wie ich meine Werte in den Griff bekomme. Sie springen nämlich auch, ohne dass ich irgendein stringentes Muster erkenne (außer den Morgendwerten und Messungen nach Sport). Fühle mich deshalb auch wie ein Versuchskaninchen und bekomme deshalb auch keine Ruhe in meinen Lebensrhythmus.


Hallo Helge,
ja, das Gefühl 'Versuchskaninchen' kann durchaus aufkommen.
Die Mediziner messen irgendetwas und handeln erst mal Symptombezogen.
Deshalb hatte ich sofort den Insulinpen in die Hand gedrückt bekommen, um hohe BZ-Werte mit 400 mg/dl zu senken. Typ 2 wurde per Augenschein der Konstitution schon ausgeschlossen.
Die Diabetologen wollten selber wissen, was als Ursache dahinter steckt - ich selber war in der Zeit irgendwie im Nebel, damit klar kommen zu müssen.
Was den Diabetologen dann Sorgen machte, war, daß ich weiterhin sehr viel an Gewicht verloren habe.
Alles an Muskeln und Körperfett war weg und bereits Wasser hatte sich eingelagert.
Wurde dann in Fachabteilung einer Uni-Klinik als Notfall überwiesen.
Und genau diese hat's dann verbockt mit Hauptanliegen Bauchspeicheldrüse zu untersuchen.
Mein Fehler, die ambulanten MRT-Bilder vorzulegen, wo der Röntgenarzt schon eine These hatte - die Enzyme könnten aufgrund der Lage zurück gestaut werden, und dann 'verdaut' sich die BSD sozusagen selber.
Haben sich eher auf Nebenschauplätze konzentriert wie Magen/Darmspiegelung und Zuckerverträglichkeitstests - immerhin wurde Laktoseintoleranz diagnostiziert - hätte ich auch einfacher haben können in hiesiger ambulanter Praxis, ohne wochenlang in einer Klinik 'rumzuhängen, zur Diagnosefindung.
Da eben Bauchspeicheldrüsen-Problem von Prof. Dr. Irgendwer nicht bestätigt wurde, lautete Empfehlung bes. zur Fettverdauung benötigtes Kreon abzusetzen.
Na klar, hat auch mein Diabetologe darauf gehört und nicht mehr verschrieben.
Trotzdem ging's mir weiter schlecht - im wahrsten Sinne des Wortes.
Aufgrund meiner beschriebenen Symptome + auch nicht zunehmen, hat mein Dok dann wieder von vorne angefangen: Über Verdauungshilfe Lefax, Lefax forte, um dann doch wieder beim Kreon zu landen.
Mittlerweile ist die Schrumpfung der Bauchspeicheldrüse auch in Diabetes-Praxis mit deren Ultraschallgerät zu erkennen, der Anfangsverdacht hat sich also mittlerweile bestätigt.
In der Uniklinik damals haben die das nicht erkannt, obwohl deren Ultraschallauswertung Bildmäßig so groß war, wie meine Küchenzeile.

Viele Worte in Beschreibung.
Grundsätzlich steckt dahinter, dir zu sagen: Welches Vertrauen hast du zu deinem Arzt.
Hat der nur eine These - vorgefasste Meinung -, oder hört er dir wirklich zu.
Bei mir ist's so eine Mischung aus Bauchgefühl x pi²

Dein Arzt scheint dich auch wieder in Richtung Typ 2 zu schieben, bei deiner Medikamentation - nur weil keine eindeutigen Antikörper bestimmt wurden.
Aber deine anderen Angaben bzgl. Gewichtsabnahme und Nüchternwerte sind schon bemerkenswert.

Mit dem schnell wirkendem Insulin spritze ich den Morgenanstieg mit 1-2 Einheiten herunter.
Mit 51 'zu jung' für Typ 2 = Slang 'Altersdiabetes' ist vollkommen überholt - leider auch Kinder entwickeln schon Typ 2.
Selber war ich bei LADA-Diagnose 40 Jahre alt, was damals so als Altersgrenze für Erwachsenen-Typ 1 galt.
Auch dieses ist mittlerweile überholt, da sich die Technik weiterentwickelt mit Erkenntnissen daraus.

Mit HbA1c von 6,5 liegst du genau an Diagnosegrenze zum Diabetes.
Auf jeden Fall hast du ein Problem mit Höhe deiner BZ-Werte.
Insulin in kleiner Menge ist da m.E. für dich ganz gut.
Bzgl. Typ 2 mit anderen zusätzlich Medikamenten ist da nicht notwendig.
Wenn du dir mal die Wirkung, Wirkprinzip und Nebenwirkungen anschaust °~°
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/arzneistoffe/daten/2009/liraglutidvictoza174122009/

Ein stringentes Muster zu erkennen, ist nach wie vor für mich und den Diabetologen schwierig geblieben.
Lege halt alle 3 Monate meine selbst gemessenen BZ-Werte vor, eben auch mit Zusatzdaten, wie was wann gegessen, Stress, Sport, Hitze u.a.m..
Hat alles Einfluss, irgendwie.
Und wenn mich mein Arzt fragt: Was haben Sie gemacht an dem oder dem Tag, um solche tiefen oder hohen BZ-Werte zu messen !?!
Als wenn ich mich dann so genau daran erinnern könnte, denn prinzipiell alles gut - sowohl BZ als auch HbA1c.
Jedenfalls mache ich die Buchführung noch immer handschriftlich, wo ich solches frei notieren kann und dann eben zusammengefasst in Excel-Tabelle für Arzt-Termin mit den wichtigsten Werten
- per Software gesamt noch nichts gefunden - da fehlen Felder zumindest Bemerkungsfeld mit Freitext -.
Und wenn der Dok dann trotzdem in meinem Tagebuch blättert, kann ich aufgrund der Aufzeichnungen darauf antworten und erklären.

Das ist so ein Miteinander zwischen Dok & Patient.
Und ich weiß, der Dok meint es gut mit mir - eben so Bauchgefühl x pi² -

Gruß Elfe

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