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am 09.10.2021 19:43:52 Gut das mal aus Sicht eines erfahrenen Diabetiker beschrieben zu bekommen.

Mitglied schrieb:
Hallo JetCat!

Bevor Du Dich selbst verrückt machst und Dir aus Panik heraus irgendwelche SyMTPome zusammebastelst, wäre die erste Anlaufstelle zur Erhärtung oder Entkräftung Deiner Vermutung der Arzt bzw. das Labor in weiterer Folge. Sind die ermittelten Werte (vermutlicher NBZ und HbA1c) in Ordnung, brauchst Du Dir keine Sorgen um das Thema Diabetes zu machen, sondern lediglich in 2 Jahren zur Kontrolle wieder mal vorbeischauen, so wie das jedem anderen Gesunden auch zu empfehlen ist.

Vom Zukauf eines BZ-Gerätes würde ich Dir persönlich abraten. Speziell da Dein Körper angesichts des hohen Ruhepulses scheinbar schon regelmäßig unter Stress zu stehen scheint, würde eine systematische Selbsttestung Dir vermutlich - bezogen auf Dein psychisches Wohlbefinden - mehr schaden als helfen. Auch für die Folgezeit bis zum Follow-Up-Termin rund 730 Tage danach würde Dir das selbstständige Testen auch nach einer negativen Diagnose, sprich: "Kein Diabetes" außer einer gegebenenfalls wiederkehrenden Verunsicherung nichts oder nicht viel nützen. Der dadurch entstehende Stress erhöht Deinen BZ wiederum nur.

Diabetes macht bis in weiter fortgeschrittene "Stadien" praktische keinerlei Symptome. Zudem erhöht sich beim Essen auf natürliche Weise durch den Blutfluss ohnehin die Herzfrequenz. Kann auch sein, dass sich beim Verzehr von Süßspeisen aus Angst vor Diabetes Dein Stresslevel erhöht, der dann wiederum für eine weitere Erhöhung Deines Ruhepulses sorgt. Das KÖNNTE auch erklären, weshalb Du beim Clean-Eating, also beim Verzehr von Gemüse, nichts merkst.

Wenn sich ein Diabetiker nicht um seine Stoffwechselstörung kümmert, kann der im Blut verbleibende hohe Blutzucker im Organismus zu Schäden an den Organen, Nerven, etc. führen. Daher richtet sich die bis ans Lebensende durchgeführte, unter Umständen medikamentös gestützte, Therapie nicht danach, die Grunderkrankung - also den Diabetes - zu "heilen", sondern 24/7 durch geeignete Ernährung und Bewegung im gesunden Rahmen zu halten, dass derartige Folgeschäden gar nicht erst auftreten. Dieser Elementare Therapievorsatz steht dem "klassischen" Gedanken einer "Heilung" des Diabetes gegenüber, wie diese heutzutage häufig mit Remission gleichgesetzt wird.

Bevor Du Dir darum aber jetzt schon möglicherweise unnötig Sorgen machst, wäre die erste Anlaufstelle - wie eingangs erwähnt - der Arzt und das Labor. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Weg dorthin meist schwerer als die Diagnose selbst (aus)fällt. Hast Du schon einmal gehört, dass man sich um "ungelegte Eier keine Sorgen machen solle?". Nun, dieser Satz, den ich meiner Kindheit nur allzu oft gehört habe, traf auch erstaunlich oft voll ins Schwarze!

Alles Gute! :-)



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