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Nüchternwerte hoch, postprandial aber gut?

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    Mitglied seit: 24.08.2020
    am 08.04.2021 10:24:42 | IP (Hash): 234911367
    Hallo zusammen,

    sorry, falls es so einen oder einen ähnlichen Beitrag bereits gibt... Ich beobachte in den letzten Monaten, dass meine Nüchternwerte insbesondere morgens relativ hoch sind (100-120 mg/dl), nach dem Essen aber der Anstieg im normalen Rahmen bleibt und die Werte 1-2 danach dann sogar soweit absinken, dass sie eher im 90er Bereich sind.

    Okay, ich esse relativ KH-arm, aber trotzdem müsste der Zucker doch relativ zu dem Ausgangswert zumindest etwas höher werden.

    Liegt es an der Leber, dass sie keinen Zucker mehr ausspuckt, weil sie merkt, dass ich was gegessen habe?
    Gibt es da ein Muster oder hat jemand ähnliche Erfahrungen? Auch Leute mit Typ2 würden mich interessieren, denn bei mir ist eine gewisse Insulinresistenz ebenfalls nicht auszuschließen (soll ja bei LADA auch öfter vorkommen).

    LG, Ron (Diabetes Typ 1 (LADA) seit 7/2020, mit 39j)

    P.S. ich nehme zur Zeit Tresiba 4IE und ernähre mich relativ KH-arm plus 3-4 Mal die Woche Sport.
    Bearbeitet von User am 08.04.2021 10:26:04. Grund: Ergänzung
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 08.04.2021 10:46:07 | IP (Hash): 846185170
    Die Kurve hast Du hier bestimmt schon öfter gesehen https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar Sie zeigt, dass der BZ ohne diabetische Störung nüchtern und zwischen den Mahlzeiten auch deutlich niedriger als 90 mg/dl sein kann. Und in dem Maße, in dem noch eigene Produktion funktioniert, kann die durchaus auf ein niedrigeres Ziel "eingestellt" sein.
    Morgens nüchtern kann der BZ auch bei sonst niedrigerem Verlauf zu etwas höher so um 100 neigen, je KH-reduzierter man sich ernährt. Das wird als physiologische Insulinresistenz bezeichnet, ist aber völlig normal und keine Störung. Kann auch bei Stoffwechselgesunden beobachtet werden, und ist da mit mehr KHs sofort wieder verschwunden.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 08.04.2021 11:07:05 | IP (Hash): 234911367
    Hi Jürgen,

    du meinst also, dass es etwas mit kohlenhydratarmer Ernährung zu tun hat... Mir war der Begriff "physiologische Insulinresistenz" nicht geläufig, daher habe ich mal recherchiert. Unter folgendem Link ist es halbwegs klar erklärt:

    https://www.fettstark.de/2019/10/28/physiologische-insulinresistenz-und-ges%C3%A4ttigte-fette-in-der-ketogenen-ern%C3%A4hrung-eine-fast-hypothese/

    Und hier ein Beitrag aus diesem Forum hier, da hattest du ja auch bereits Feedback gegeben :)

    https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/11514/Physiologische-Insulinresistenz-mit-tendenziell-erhoehtem-Nuechtern-BZ

    Interessant! Danke!

    LG, Ron (Diabetes Typ 1 (LADA) seit 7/2020, mit 39j)