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Schon wieder Laborfehler?

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    am 18.11.2021 17:41:30 | IP (Hash): 2089709779
    Heute im Labor interessante Ergebnisse

    27 jähriger Mann NBZ 118 ogtt nach 2h 225 hba1c Wert 5,3

    67 jährige Frau ogtt durchgeführt bei Allgemeinmediziner NBZ 89, nach 2h 114, hba1c 6,6

    Ist Tatsache, aber gleich werden eh die Beleidigungen wieder los gehen.

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    am 18.11.2021 18:34:37 | IP (Hash): 693701668
    Kann schon sein, dass die Werte in dieser Konstellation vorkommen. Ich glaube auch nicht, dass das hier jemand ernsthaft anzweifelt.

    Was wir hier bezweifeln - und dazu haben wir auch allen Grund - ist, dass die deutlich von den anderen Parametern abweichenden A1c-Ergebnisse bei Personen ohne besimmte Einflussgrößen (Eisenmangelanämie, Hämolyse, Leberzirrhose,...) die das 1c-Ergebnis letztlich verfälschen, gemessen worden sein sollen.

    Mal ein Vergleich: Wenn ich Dir sage, dass ich im Fitnessstudio 200 kg im Kreuzheben, 150 kg Bankdrücken und 250 kg bei den Kniebeugen schaffe, aber es mir nicht gelingt, 'ne 6er-Trage Mineralwasser á 1,5 Liter nach Hause zu schleppen, würdest Du es mir glauben?

    Mich würde wirklich brennend interessieren, welches Ziel Du mit Deiner Obsession um die möglichst genauen Grenzwerte und das exakte Annageln eines Wertes auf Diabetes oder nicht verfolgst.

    PS; Warum kritisert eigentlich jemand, der mit Diabetes ganz offenbar nix am Hut hat, andere Nicht-Diabetiker dafür, in einem Diabetes-Forum zu schreiben, nur um sich letztlich der "gleichen Sünde" schuldig zu machen? Vielleicht wärst Du so nett, mir das zu erklären. Vielen Dank!
    Bearbeitet von User am 18.11.2021 18:45:04. Grund: .
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    am 18.11.2021 19:38:18 | IP (Hash): 590329310
    Bei dem 27 Mann kann ich mir vorstellen, dass der immer höher ansteigende BZ noch recht neu ist und im vergangenen viertel Jahr noch deutlich niedriger war.
    Oder auch, dass der Mann von seinem aufstrebenden BZ weiß und sich normal LC ernährt. Dann könnte sein oGTT sogar falsch hoch sein.
    Bei der Frau könnte ich mir vorstellen, dass die seit wenigen Tagen z.B. Metformin nimmt und das gut verträgt.

    In beiden Fällen würde mich sehr interessieren, warum der oGTT gemacht wurde.
    Ok, bei dem Mann vielleicht wg des schon ein bisschen auffälligen Nüchtern-BZ, aber bei der Frau???
    Ich denke, dass die Begründungen für den oGTT schon deutlich zur Beantwortung der Fragen beitragen würden.

    Hab ich Dich mit der Schreibe jetzt angegriffen oder beleidigt?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 19.11.2021 09:40:36 | IP (Hash): 1446733298
    Wenn ich das richtig sehe, dann müsste der Mann nach dem BZ-Rechner anstelle von 5,3 einen LZW von ca. 9,4 und die Frau statt 6,6 einen Wert von 5,9 haben.
    Mich würde jetzt mal der technische Ablauf interessieren wie das alles geprüft wird.
    Wird der Blutröhre eine Substanz beigemischt und kommt dann in eine Zentrifuge, oder muss das alles unter einen Mikroskop ausgezählt werden?
    Es könnte bei der Falschmessung auch eine Verunreinigung vorliegen die so ein Ergebnis erbringt.
    Oder nicht?
    Gruß
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    am 19.11.2021 10:24:44 | IP (Hash): 1462347197
    Beim BZ kann man von mg/dl in mmol/l mit einem Faktor umrechnen, denn das sind nur verschiedene Einheiten für die selbe Sache.

    Aber Blutzucker und Langzeitwert sind zwei verschiedene Sachen.

    Die verlaufen zwar recht parallel zueinander, aber in einer recht lockeren und nicht gesetzmäßig festen Verbindung. Alle Rechner dafür basieren auf statistischen Annahmen, also wenn der Nüchternwert x ist, ist der Langzeitwert in (angenommen) 8 von 10 Fällen y. In 8 von 10 Fällen passt damit der Rechner, eigentlich ja Schätzer, und in 2 von 10 Fällen kann er mehr oder weniger weit daneben liegen.

    Interessant wäre sicher, aus Danielas Praxis zu erfahren, in wie vielen Fällen von wie vielen Untersuchungen pro Tag solche weniger zusammenpassenden Werte gefunden werden.

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    Bearbeitet von User am 19.11.2021 10:29:49. Grund: .
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    am 19.11.2021 10:24:44 | IP (Hash): 1462347197
    wieder mal verdoppelter Eintrag
    Bearbeitet von User am 19.11.2021 10:30:55. Grund: verdoppelter Eintrag
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    am 24.11.2021 08:04:55 | IP (Hash): 2089709779
    hjt_Jürgen schrieb:
    Beim BZ kann man von mg/dl in mmol/l mit einem Faktor umrechnen, denn das sind nur verschiedene Einheiten für die selbe Sache.

    Aber Blutzucker und Langzeitwert sind zwei verschiedene Sachen.

    Die verlaufen zwar recht parallel zueinander, aber in einer recht lockeren und nicht gesetzmäßig festen Verbindung. Alle Rechner dafür basieren auf statistischen Annahmen, also wenn der Nüchternwert x ist, ist der Langzeitwert in (angenommen) 8 von 10 Fällen y. In 8 von 10 Fällen passt damit der Rechner, eigentlich ja Schätzer, und in 2 von 10 Fällen kann er mehr oder weniger weit daneben liegen.

    Interessant wäre sicher, aus Danielas Praxis zu erfahren, in wie vielen Fällen von wie vielen Untersuchungen pro Tag solche weniger zusammenpassenden Werte gefunden werden.

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    Hallo Jürgen
    Es ist schon so, dass bis zu 50 Prozent der Werte nicht zum hba1c passen. Wenn jemand erhöhten nbz hat, ist der ogtt meistens auch erhöht. Der hba1c passt aber meist überhaupt nicht zum ogtt und selten zum nbz. Es ist daher keine Seltenheit bei uns im Labor, dass Werte über 200 beim ogtt erscheinen und der hba1c bei 5 liegt, seltener Werte über 6,5 und dabei ein normaler BZ.

    Gruß Daniela
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    am 24.11.2021 10:50:20 | IP (Hash): 72970431
    DanielaW schrieb:


    Hallo Jürgen
    Es ist schon so, dass bis zu 50 Prozent der Werte nicht zum hba1c passen. Wenn jemand erhöhten nbz hat, ist der ogtt meistens auch erhöht. Der hba1c passt aber meist überhaupt nicht zum ogtt und selten zum nbz. Es ist daher keine Seltenheit bei uns im Labor, dass Werte über 200 beim ogtt erscheinen und der hba1c bei 5 liegt, seltener Werte über 6,5 und dabei ein normaler BZ.

    Gruß Daniela



    Sorry, aber Deine Theoriestunde (!) ist unter Berücksichtigung der Statistiken bzw. Studien, bei denen sich die ermittelten (Diagnose-/Grenz)Werte doch auffällig häufig überschneiden, also zu einander passen, sprich "A gleich A" und NICHT "A gleich B" ist, absoluter Unfug, den Du hier wieder einmal von Dir gibst.

    PS: Wenn Du Deine zweifelhafte Seriösität erhöhen willst, könntest Du ja auch einfach mal Helmuth's Fragen betreffend Durchführung Eurer Arbeit beantworten. Sollte einer in der Praxis erfahrenen Labormitarbeiterin eigentlich nicht schwer fallen.
    Bearbeitet von User am 24.11.2021 10:51:41. Grund: .
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    am 24.11.2021 11:32:55 | IP (Hash): 1652519281
    Bevor der HBA1c-Wert als Diagnose-Möglichkeit dazu kam, gab’s nur die mehr als 125 mg/dl nüchtern und die mehr als 200 mg/dl als 2-Stunden-Wert beim OGTT zur Diagnose. Und wenn Diabetologen nichts wichtigeres zu tun hatten, haben sie seit ich’s lesen kann drum philosophiert, welcher der beiden Werte denn nun der genauere und wichtigere wäre. Denn wenn Du schaust, wer mit beiden Möglichkeiten gleich diagnostiziert wird, hast Du zwar einen großen gemeinsamen Bereich, aber schon bei den beiden direkten BZ-Tests jeweils weite Teile, in denen beim einen der Diagnose-Grenzwert schon deutlich überschritten ist, und beim anderen noch nicht.

    THEORETISCH waren diese Diagnose-Grenzwerte immer schon, weil PRAKTISCH nur der Nüchternwert zur direkten Orientierung bei der Behandlung genutzt wurde und wird. Bis 140 mg/dl wird beobachtet und mit Überschreiten zuerst mit Metformin und dann mit … nach Möglichkeit wieder bis wenigstens an die 140 gesenkt.

    Und in diesem Bereich, in dem allgemein mit medikamentöser Intervention angefangen wird, deckt die Menge der mit HBA1c 6,5 Diagnostizierten die beiden anderen Mengen praktisch komplett ab. Und wo der HBA1c unabhängig von aktuellen BZ-Schwankungen zu jeder Tageszeit genommen werden kann, inzwischen auch direkt in immer mehr Praxen im Zeitrahmen von ganzen 10 Minuten, ist er die Möglichkeit der Wahl bei immer weniger Praxen für immer mehr Patienten.

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    am 24.11.2021 11:35:34 | IP (Hash): 1515088327
    Hallo Daniela, da du ja betonst, kein Troll zu sein, habe ich da ein paar Fragen zum Ablauf.

    So weit ich weiß, wird der oGTT in der Arztpraxis gemacht, das Blut für den HbA1c je nach Praxis ins Labor, also zu dir, geschickt.

    1. Woher kennst du die Werte des oGTT?
    2. Wenn du merkst, da stimmt was nicht, ist dir wohl ein Fehler unterlaufen.
    Wie wird damit umgegangen?
    Wird der Patient informiert und die Untersuchung wiederholt?
    Oder wird das unter den Teppich gekehrt?

    Danke schon jetzt für die Aufklärung.