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    am 05.02.2024 15:54:34 | IP (Hash): 1059000138
    Kelly schrieb:
    Es wird ständig Insulin nachgeliefert, weil die Leute ständig essen. Ein Snack nach dem anderen. Und solange Nahrung reinkommt, wird das Insulin getriggert. Deshalb funktioniert das Ganze ja dann schnell wieder, wenn man fastet. Oder wenn man die Drinks von Taylor zu sich nimmt und sonst nichts.


    Auch wenn man nicht isst, wird ständig Insulin nachgeliefert. Denn Lebr und Nieren produzieren beständig Glukose aus Eiweiß. 2 Teile Protein werden 1 Teil Glukose und 1 Teil Wärme für unsere Körperwärme.
    Glukoneogenese heißt die Produktion, und die Leber macht auf diese Weise allein um 10 Gramm Glukose pro Stunde.

    UND die Hauptaufgabe vom Insulin ist nicht das Ausstopfen irgendwelcher Zellen mit Glukose. Denn die Zellen, die für die Aufnahme von Glukose Insulin brauchen, können genauso gut Fett als Energielieferant nutzen. Die sind also auf die Glukose gar nicht angewiesen. Und die Zellen, die auf Glukose angewiesen sind, wie z.B. die roten Blutkörperchen, brauchen zur Aufnahme von Glukose kein Insulin.

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    am 05.02.2024 16:33:24 | IP (Hash): 39621275
    Ich weiß jetzt nicht genau, was Du damit sagen willst. Dass das Insulin-Niveau nicht runtergeht, wenn man fastet? Weil man eben nichts isst? Ich glaube, da spricht doch die eine oder andere Erkenntnis aus irgendwelchen Studien dagegen.

    Natürlich ist es so, dass eventuell sehr viel mehr Glucose zur Verfügung steht, wenn man Fett verbrennt beim Fasten. Der Blutzuckerspiegel kann also durchaus hochgehen. Wobei dem Insulin dann auch nichts anderes übrigbleibt als ebenfalls hochzugehen, um dem entgegenzuwirken. Aber auf längere Sicht wird beides runtergehen, der Zucker und das Insulin.

    Zellen können Fett nicht einfach so verwenden. Es muss zuerst in Glukose umgewandelt werden. Was nicht geschehen kann, wenn der Insulinspiegel hoch ist. Denn Insulin stoppt die Fettverbrennung. Insulin will Fett einlagern, nicht verbrauchen.

    Ob es nun die Hauptaufgabe von Insulin ist, die Glukose in die Zellen zu bringen, ist irrelevant. Es ist EINE Aufgabe von Insulin, das zu tun. Deshalb nehmen alle Diabetiker, die Insulin spritzen, zu. Wenn man jemanden dick machen will, muss man ihm nur Insulin verschreiben. Denn dann wird alle Energie, die nicht sofort verbraucht werden kann, in die Fettdepots geschoben, und kein Gramm Fett wird da rausgeholt, weil das Insulin das nicht zulässt. Insulin ist ein Masthormon, kein Abnehmhormon.

    Somit kann man nichts Besseres tun als zu fasten, wenn man abnehmen will, und dadurch den Insulinspiegel niedrig zu halten, damit das Insulin nicht mehr alle Energie in die Fettdepots schiebt, sondern die Energie, die der Körper braucht, da rausholt, weil von außen nichts zugeführt wird. Und schon nimmt man ab.
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    am 05.02.2024 16:55:50 | IP (Hash): 1059000138
    Abnehmen und Fett verbrennen bedeutet, dass die Zellen, die sich aus Fett mit Energie versorgen können, genau das tun. Da wird nirgendwo Fett vom Insulin rausgeholt und zunächst in Glukose umgewandelt und dann mit Hilfe von Insulin in die Zellen gestopft, damit sie es verbrennen.

    Verbrennen bedeutet im Zusammenhang mit unserem Organismus immer “nutzen”. Und die Muskelzellen und die meisten Hirnzellen brauchen keine Glukose, sondern können sich direkt und ohne Insulin aus Fett versorgen.

    Die Hauptaufgabe vom Insulin im Zusammenhang mit Glukose ist das Umwandeln von Glukose in Fett. So gibt es keine Glukosebelastung im Kreislauf, und unsere Fettspeichermöglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. Das kannst du schön an Menschen wie der “Fettlöserin” sehen.

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    am 06.02.2024 08:34:16 | IP (Hash): 381570955
    Das tut das Insulin ja auch nicht. 😀 Das Insulin stoppt die Fettverbrennung. Insulin MACHT Fett. Es speichert das Fett. Rausholen des Fettes geht nur, wenn das Insulin sehr niedrig ist und deshalb nicht dazwischenfunkt. Das Gehirn braucht keine Glukose? Es kann sich aus Fett versorgen, ohne dass das vorher in irgendwas umgewandelt wird, womit das Gehirn etwas anfangen kann? Wo steht das denn?
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    am 06.02.2024 11:40:50 | IP (Hash): 632057551
    hjt_Jürgen schrieb:
    Und die Muskelzellen und die meisten Hirnzellen brauchen keine Glukose, sondern können sich direkt und ohne Insulin aus Fett versorgen.



    Das ist natürlich so Quatsch oder zumindest missverständlcihe formuliert.
    Gehirn und Muskeln brauchen mal in erster Linie Glukose, sogar sehr viel, ohne Gukose geht im Körper gar nichts, das ist das "Benzin" für unsere kleinen Motoren.

    Wenn wir wenig Glukose (Kohlenhydrate) von aussen zuführen und auch zu wenig andere Nährstoffe (Fasten), macht der Köprfer selber welche und dann kommen die anderen vorhandenen Nährstoffe ins Spiel, unter anderem das was da so verfügbar ist - körpereigene Eiweisse und Fette z.B.

    Sowohl Eiweisse als auch Fette müssen aber zunächst einmal biochemisch ungewandelt werden.
    Mit "Fett" kann der Körfer auch nichts anfangen, das wird erst mal zerlegt und die Einzelteie des fetts interessieren da.

    Der Stoffwechsel ist schon ein bisschen komplexer und noch nicht mal zu 100% verstanden, das ist auf jeden Fall nichts was man mit einem Satz beschreiben kann.
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    am 06.02.2024 12:02:09 | IP (Hash): 1280866937
    Gunter21 schrieb:
    Das ist natürlich so Quatsch oder zumindest missverständlcihe formuliert.
    Gehirn und Muskeln brauchen mal in erster Linie Glukose, sogar sehr viel, ohne Gukose geht im Körper gar nichts, das ist das "Benzin" für unsere kleinen Motoren.


    hier mal ein bisschen Nachhilfe https://de.wikipedia.org/wiki/Ketogene_Di%C3%A4t
    mit vielen interessanten Infos und Erfahrungen auch hier, wo nicht gehungert und auch nicht unbedingt abgenommen, sondern einfach alltäglich ketogen gegessen wird https://forum.lchf.de/

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    am 06.02.2024 13:26:57 | IP (Hash): 381570955
    Ja, die Keto-Leute ... Die erzählen so einiges. Weil es in ihre Ideologie passt. Genauso erzählen die High-Carb-Leute genau das Gegenteil. Weil es in IHRE Ideologie passt. Da muss man sich seine eigene Meinung bilden.

    Selbst wenn man Low Carb isst, ist das Ziel nicht unbedingt, ketogen zu leben. Und solange man nicht in Ketose ist, trifft es definitiv nicht zu, dass das Hirn ohne Glukose überleben kann. Wenn man in Ketose ist, kann das Gehirn tatsächlich auch Ketonkörper nutzen. Aber auf keinen Fall Fett. Auch da muss das Fett erstmal in Ketonkörper umgewandelt werden.

    Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss, dass man keine Glukose essen muss. Kohlenhydrate braucht niemand wirklich. Der Körper kann das, was er braucht, aus anderem, das er hat, herstellen.

    Momentan baut mein Körper sehr viel Fett ab, aber das wird in Glukose umgewandelt und dann entsprechend verwendet. Somit habe ich momentan eventuell sogar mehr Zucker im Blut als vorher. Aber wenn das Fett abgebaut ist, wird da nicht mehr viel kommen. Dann muss ich doch das eine oder andere von außen zuführen. Das dauert aber sicher noch ein paar Monate. Auch wenn mein Fett sich fast wie Butter in der Sonne verflüchtigt. 😎

    Und da bin ich der Diskussion hier wirklich dankbar. Die Erfahrungen einiger hier, die sehr viel abgenommen und ihren Diabetes damit in Remission gebracht haben. Auch das, was Taylor herausgefunden hat. Zuvor wäre ich wahrscheinlich mit den Kalorien nicht so tief gegangen, wie ich es momentan tue. Denn es wird doch sehr vor Diäten gewarnt, die so wenig Kalorien enthalten.

    Dabei wird allerdings die reine Kalorienreduktion als Grundlage genommen, nicht Fasten und auch nicht Shakes für eine gewisse Zeit, wie es Taylor mit seinen Probanden gemacht hat. Das ist eine ganz andere Ausgangslage. Über die ich mir vorher nicht so richtig bewusst war. Erst die Diskussion in diesem Forum hat mich darauf gebracht.
    Bearbeitet von User am 06.02.2024 13:36:42. Grund: Korrektur
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    am 06.02.2024 14:47:43 | IP (Hash): 1532091295
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/201673/Gegen-Diabetes-und-Adipositas-Dein-Freund-der-Ketonkoerper

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    DM2 in Remission ohne Medikamente
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    am 06.02.2024 15:32:46 | IP (Hash): 1280866937
    Kelly schrieb:
    Momentan baut mein Körper sehr viel Fett ab, aber das wird in Glukose umgewandelt und dann entsprechend verwendet. Somit habe ich momentan eventuell sogar mehr Zucker im Blut als vorher.


    Das ist völlig unzutreffend, wie du hier lesen magst
    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-31-2011/wie-aus-fett-zucker-werden-kann#:~:text=Fetts%C3%A4uren%20auf%20demselben%20Weg%20wie,Dr
    Die Glukose für deinen noch immer höher als gesund normalen Blutzucker, die du nicht isst, liefern dir Leber und Nieren mit wenigstens 10 Gramm pro Stunde aus Protein.

    Und die meisten Verbraucher nutzen bei "ketogen" statt der Glukose schlicht ganz normale Fettsäuren zu ihrer Energieversorgung. Ketonkörper=aufbereitetes Fett brauchen auf Dauer praktisch nur wenige.

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    am 07.02.2024 09:10:41 | IP (Hash): 1282716003
    Henrie schrieb:
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/201673/Gegen-Diabetes-und-Adipositas-Dein-Freund-der-Ketonkoerper

    Superartikel, Henrie! Da wird ja sozusagen alles zusammengefasst, was wir hier auch schon besprochen haben. Ich glaube zwar nicht, dass ich Ketonkörper produziere (ich weiß gar nicht, wie man die messen kann), aber ich merke es sehr deutlich, dass ich jetzt weniger Kohlenhydrate esse. Ich bleibe auf jeden Fall immer unter 100g am Tag. Oftmals sogar unter 50g. Und lange bis sehr lange Fastenperioden zwischen 18 und 23 Stunden. Sodass der Körper richtig Fett aus meinen Depots rausholen kann. Was er ja auch fleißig tut.