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gewalttätig werend unterzucker

  • georg

    Rang: Gast
    am 04.03.2009 02:02:24
    hallo alle,

    ich lebe mit einer diabetikerin seit 6 jahren zusamen.
    wir haben eine 2,5 jahre alte tochter. vor ca. einen
    jahr hat meine lebensgefertin das kind als sie unterzuckert war gewürgt und sicher umgebracht wenn ich nicht da gewesen währe.
    ich suche leute die auch solche erfahrungen gemacht haben und würde mich sehr freuen wenn sich jemand meldet.
    mir ist nicht klar ob das ausergewönlich bei diabetes ist oder doch häufiger vorkommt.
    ich habe seit diesem vorfahl auf jeden fall große angst um meine tochter und bin ratloss vorallem desvegen weil mir niemand glaubt. nicht mall meine lebensgefertin.

    wenn jemand nicht hier öffentlich sprechen möcht dann würde ich mich über eine email auch sehr freuen.
    loftnbg@web.de

    vielen dank in vorraus.

    gruß, georg
  • gr

    Rang: Gast
    am 04.03.2009 02:26:57
    Derartige Symptome sind gar nicht mal so selten, wie man annehmen möchte. Scheinen aber mit dem Charakter zusammenzuhängen. Ich weiß von einem, der während der Hypo eine Frau vergewaltigt hat, einem, der seine Wohnung danach komplett neu einrichten durfte und einer Frau, die ihren Mann krankenhausreif schlug im UZ. Ich halte es jedoch für sehr fragwürdig, dass eine junge Mutter ihr eigenes Kind in einer Hypo zu Tode würgt, denn selbst ohne Bewusstsein arbeitet immer noch das Unterbewusstsein. Ich selbst werde während einer Hypo erst dann aggresiv, wenn man mir helfen will und mich anfasst (klingt bekloppt, ist aber so!) und wissen tue hinterher ab einem gewissen Zeitpunkt nichts mehr davon. Letztendlich bestätigt das alles die Meinung, daß man Hypos tunlichst vermeiden sollte! Ganz nebenbei (ehe wieder Diskussionen pro/ contra einer Insulinart (TI oder HI) aufkommt - die genannten Beispiele sind Erfahrungen/ Erlebnisse aus meinem früheren Schweineinsulin-Leben, denn auch damals (bzw. heute, wenn man seinen DM unterschätzt) gab es Hypoglykämien bis zur Besinnungs- losigkeit. Es gibt übrigens Geräte, die ständig den BZ messen (CGM) und bei Unter- o. Über- schreitung festgelegter Grenzen Warnsignale abgeben. Ich würde mal mit dem Diabetologen darüber sprechen...
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 04.03.2009 10:27:10
    Moin Georg,

    jeder Rettungssanitäter weiß wie jeder Arzt, der schon mal Notarzt gespielt hat, dass Diabetiker in ner schweren Hypo schon mit offenen Augen völlig bewusstlos und dabei motorisch absolut unkontrolliert sehr aktiv sein und gewaltige Kraft entwickeln können. Erinnern sich anschließend an nichts mehr, ebenso auch nicht daran, was sie in solchen Situationen gesagt haben.

    Deswegen werden häufig relativ hohe Untergrenzen bei der BZ-Führung empfohlen. Nur schützt eine Untergrenze von z.B. 120 mg/dl wenig, wenn der BZ den Tag über mehrfach zwischen diesen 120 und etwa 320 und mehr schwankt. Denn so große Schwankungen sagen, dass der BZ nicht wirklich kontrolliert wird und genau so gut schnell mal um die Hälfte dieser Spanne weiter als normal absinken kann. Dazu braucht man sich nur mal während der Hauptwirkung des jeweils aktiven Insulins ein bisschen mehr zu bewegen und so die Insulinwirkung praktisch zu verdoppeln. Dann landet man unverhofft bei 20 statt bei 120. Und 20mg/dl bedeuten für die meisten von uns eine schwere Hypo mit Kontrollverlust und entsprechenden Handgreiflichkeiten und Lichtaus.

    Wer sich dagegen zuverlässig zwischen z.B. 100 und 200 mg/dl aufhält, käme bei so einer unverhofften Wirkverstärkung um die Hälfte der Spanne gerade mal auf zwar meistens unangenehme, aber zuverlässig noch völlig allein beherrschbare 50mg/dl.
    Die beste Versicherung gegen zu niedrigen und ebenso auch gegen den nicht gemeingefählichen, aber trotzdem ungesunden zu hohen Blutzucker ist das zuverlässige Steuern des eigenen BZ innerhalb möglichst gesund eng gefasster Grenzen. Das kann man/frau mit einer guten Anleitung immer und immer besser lernen :-)

    Daumendrück, Jürgen
  • Anke

    Rang: Gast
    am 04.03.2009 11:31:34
    denn selbst ohne Bewusstsein arbeitet immer noch das Unterbewusstsein.


    Ich denke da spielt etwas anderes eine entscheidende Rolle -die Unberechenbarkeit einer Substanz und deren Wirkweise.

    Es geht hier um eine Gewaltanwendung und Kontrollverlust (>sensorische Störungen)!
    Zum Beispiel bei/unter dem Eindfluss von Prozac(Doku,Frontal 21-Das Pharmakartell)legte sich eine Frau auf die Schienen und ließ sich vom Zug überfahren.
    Suizid ist auch eine Art Gewaltanwendung -eine Person wendet gegen sich selbst Gewalt an....
    Die Nebenwirkungen von Prozac sind seit langem bekannt und trotzdem wird das Medikament nicht vom Markt genommen.
    Nicht nur aus humanitären Gründen eine Ungeheuerlichkeit wie ich finde !
    Hier müßen wohl erst "mehrere Kinder in den Brunnen fallen" bevor etwas geschieht ... von Anke
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 04.03.2009 12:21:37
    tatä, tatä, tatä und abgang
  • Kassandra

    Rang: Gast
    am 04.03.2009 12:37:00
    Auch wer sonst im Leben Choleriker ist oder
    neurotische Ausfälle hat, wird sich bei Hypos in diese Gefilde begeben.

    Schwere Hypos mit Bewusstlosigkeit sind
    die seltensten. Hypos mit Ausfallerscheinungen der Umgebung gegenüber jedoch leider viel häufiger.
    Deshalb Hypos vermeiden und nicht Rattenfängern nachlaufen, die fladrige Werte
    als Heilslehre verkünden. von Kassandra
  • gr

    Rang: Gast
    am 04.03.2009 15:03:53
    Wieder da und sofort wird rumgeeiert! Was bitte hat PROZAC mit Hypoglykämie zu tun?
    "Ich denke da spielt etwas anderes eine entscheidende Rolle -die Unberechenbarkeit einer Substanz und deren Wirkweise. Es geht hier um eine Gewaltanwendung und Kontrollverlust (>sensorische Störungen)! Zum Beispiel bei/unter dem Eindfluss von Prozac..."
    Und wie kommst du auf den Trichter, dass "sensorische" Störungen zu Kontrollverlust und GEWALTANWENDUNG führen??
    Sensorische Störungen können auditiver, visueller, taktiler, olfaktorischer oder gustatorischer Art sein. (Hören, Sehen, Spüren, Riechen, Schmecken) - da machen Gewaltanwendungen richtig Sinn! Und nur für dich, dass DU es besser verstehst: "Ganz nebenbei (ehe wieder Diskussionen pro/ contra einer Insulinart (TI oder HI) aufkommt - die genannten Beispiele sind Erfahrungen/ Erlebnisse aus meinem früheren Schweineinsulin-Leben, denn auch damals (bzw. heute, wenn man seinen DM unterschätzt) gab es Hypoglykämien bis zur Besinnungslosigkeit. Danke Anke!
  • Anke

    Rang: Gast
    am 04.03.2009 15:11:54
    http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,7488820,00.html


    Wer hier von harmlosen Nebenwirkungen spricht,hat entweder keine Ahnung oder mischt bei der Pharmaindustrie mit... von Anke
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 04.03.2009 15:19:00
    hier geht es nicht um fernsehen, (wo es nicht um wahrheit sondern um quoten geht),
    sondern um hypo.
    versuch doch "mal" zu verstehen was du liest.
    von klausdn
  • °°°

    Rang: Gast
    am 04.03.2009 16:32:00
    zitat anke: "Wer hier von harmlosen Nebenwirkungen spricht,hat entweder keine Ahnung oder mischt bei der Pharmaindustrie mit..."

    na da sind wir aber richtig froh, dass wir hier alle ahnung haben und nicht bei den pharmas mitmischen - denn ausser DIR hat hier KEINER
    von "harmlosen nebenwirkungen" geschrieben.
    und das hat nix mit bildung, sondern mit einbildung zu tun (wenn man adhs mit diabetes gleichsetzt!!!)

    von °°°