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Ernährung Diabetes Typ 1; noch keine Insulintherapie
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Sebastian
Rang: Gastam 11.07.2013 09:28:07
Hallo in die Runde,
Meine Frau hat nach der Schwangerschaft einen Typ 1 diagnostiziert bekommen. Ihre Bauchspeicheldrüse funktioniert aber noch soweit, dass der Langzeitzucker von den Ärzten als noch OK angesehen wird. Sie kämpft um das Spritzen so lange wie möglich heraus zu ziehen. Vieles ist aber Ernährungssache und auch Entbehrungssache.
Wenn man Ernährungsbücher für den Typ 1 sucht sind diese meist nur auf Diabetiker ausgerichtet, welche schon spritzen müssen. ich finde auch keine Bücher mit Gerichten, die hier mal Kochalternativen aufzeigen, da ja die Ernährung stark eingeschränkt ist. Deshalb mal die Frage, ob ihr hier Bücher oder Infos zu Ernährung habt? -
Gast
Rang: Gastam 11.07.2013 10:13:30
Bei Typ-1 gilt es, sofort auf Insulin zu setzen, um die Bauchspeicheldrüse zu entlasten und die Eigenproduktion möglichst lange zu erhalten. Eine Ernährungsumstellung ist bei Typ-1 nicht nötig. Ist es denn tatsächlich Typ-1, der da diagnostiziert wurde? Wurde ein Antikörpertest gemacht?
Gruß, Hans -
Gast
Rang: Gastam 11.07.2013 19:26:38
Die genaue Diangnose lautet: Lada Typ 1 Diabetes.
Dieser Typ ist wohl recht selten und 95% der betroffenen sind Typ 2...Somit gehe ich davon aus, dass ein Antikörpertest gemacht wurde, da ich meine der Lada Bereich nur über den Antikörpertest diagnostiziert werden kann! -
Gast
Rang: Gastam 12.07.2013 19:16:56
nein , das ist wortklauberei, ein lada "ist" ein t 1, folge : da ist mit ernährung überhaupt nichts zu machen.
und neines gibt ladas die haben ak und wenn sie spritzen sind plötzlich keine da.
grundsätzlich ist es idiotisch sich die restproduktion wegen insulinhinauszögerung kaputt zu machen, denn eins ist gewiß sie wird es schwer bereuen, "jetzt" kann sie probieren mit geringer gefahr , fehler werden ausgeglichen, ist die bsd am ende fehlt meist auch das glucagon aus den@-zellen zur hilfe.
daß euch der arzt das nicht direkt mal an den kopf schmeißt ist nicht verantwortungsvoll. -
Gast
Rang: Gastam 12.07.2013 21:10:07
Das ist Deine Auffassung und hat nichts mit der Fragestellung zu tun. nur so viel: Es gibt durchaus Spezialisten die bestätigen, dass man bei Beginn der Lada Diabetikers noch keine Insulintherapie vornehmen muss. Natürlich wird der Langzeitzucker hier als Vorgabewertung regelmäßig geprüft und wenn dieser über einen vorher festgelegten Wert steigt, ist eine Insulintherapie unumgänglich.
Ich hatte das Thema hält deswegen aufgemacht da die meisten Ernährungsratgeber nur Diabetiker ansprechen die schon Spritzen.
Meine Frau tut es nicht, achtet aber hält auch darauf kaum Kohlenhydrate einzunehmen. wir suchen also nur nach neuen Menüvorschlägen und nicht nach neuen Meinungen zur Insulintherapie -
am 12.07.2013 23:12:49
Auch wenn du es nicht hören willst, ich würde ebenfalls sofort Insulin empfehlen. Einen Nachteil sehe ich nicht, mit großer Wahrscheinlichkeit hat aber die frühe Unterstützung der Betazellen eine positive Wirkung. Mir persönlich würde schon genügen, dass eine einigermaßen realistische Chance beteht, um diese Variante zu wählen. Die Ärzte sollen sich unterdessen ruhig noch ein bisschen darüber streiten.
Sieh dich mal bei den LOGI-Kochbüchern um, z.B. dieses hier. Außerdem findest du im LOGI-Forum viele Rezepte. Um die sehen zu können, musst du dich allerdings erst anmelden.
Beste Grüße, Rainer -
Gast
Rang: Gastam 13.07.2013 06:39:01
Moin,
ich habe auch Lada und wie soll das mit dem Spritzen funktionieren? Keine hohen Werte auch nicht nach dem Essen, wenn überhaupt mal so 120 und nie höher.
z.B.: heute morgen : 05:00 aufgestanden Wert 76, 3 Brote gegessen Wert nach 1h 102. Nun an alle die, die sagen ich soll bei Lada spritzen, wieviel hätte ich spritzen sollen? Achja,gegen 08:00 gehe ich ca. 10 Kilometer joggen.
Und falls die Frage kommt: ja ich bin wirklich Typ1 / Lada; habe Antikörper usw.
Bin ja gespannt auf die antworten ........ -
Gast
Rang: Gastam 13.07.2013 10:04:14
wir kennen deine geschichte, nur sei mir bitte nicht böse, du hast keine erhöhten bz werte,
egal ob nüchtern oder nach dem essen, du erfüllst also in keinster weise irgendein diagnosekriterium , daher mal trocken du bist kein diabetiker.
weshalb bei dir ak untersucht wurden ist nicht erklärlich. ob die ak untersuchung überhaupt richtig war ist sehr zweifelhaft.
normalerweise bist du kein diabetiker, -übrigens haben viele gesunde auch ak im bereich der nachweisgrenze- und sid damit auch weder t1 noch ladas.
worauf du hier antwortest ist die frau hat erhöhte werte und hält sie nur durch extremdiät runter und das ist sinnlos. endert oft im bösen, und der arzt danach darauf angesprochen,
antwortet dann , -ja daß es so schlimm kommt damit habe ich nicht gerechnet-
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Gast
Rang: Gastam 13.07.2013 10:19:24
Gast schrieb:
Moin,
ich habe auch Lada und wie soll das mit dem Spritzen funktionieren? Keine hohen Werte auch nicht nach dem Essen, wenn überhaupt mal so 120 und nie höher.
z.B.: heute morgen : 05:00 aufgestanden Wert 76, 3 Brote gegessen Wert nach 1h 102. Nun an alle die, die sagen ich soll bei Lada spritzen, wieviel hätte ich spritzen sollen? Achja,gegen 08:00 gehe ich ca. 10 Kilometer joggen.
Und falls die Frage kommt: ja ich bin wirklich Typ1 / Lada; habe Antikörper usw.
Bin ja gespannt auf die antworten ........
Also ich hätte da als Lada wohl 6 IE gespritzt, damit die Betazellen kein oder weniger Insulin produzieren müssen und das Immunsystem auf den Plan rufen. Allerdings habe ich morgens noch nie Sport getrieben, sondern grundsätzlich abends. Drei Brote wären mir morgens aber auch zu viele Kohlenhydrate - unabhängig vom Diabetes.
Gruß, Hans
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am 13.07.2013 10:41:01
Sehe ich auch so.
6 IE Lantus sind ca. 1/4 IE pro Stunde. Das ist keine Menge, die Unterzuckerungen verstärkt, zumal die körpereigene Produktion entsprechend reduziert wird. Zur Unterstützung der basalen Insulinausgabe und damit zur Entlastung der Betazellen tut es seinen Dienst.
Beste Grüße, Rainer -
Gast
Rang: Gastam 13.07.2013 10:50:05
Gast schrieb:
Bin ja gespannt auf die antworten ........
Ich antworte mit einer Gegenfrage: Wie würdest Du handeln, wenn Dein Diabetes schon voll ausgeprägt wäre und Deine BSP kein Insulin mehr produzieren würde?
Genauso solltest Du Dich jetzt auch schon verhalten und die BSP schonen. -
Gast
Rang: Gastam 13.07.2013 20:00:33
Hallo,
kann ich nicht sagen, wie dann spritzen würde.
Auf jedenfall würde ich mein essen und Sport weiter dem Diabetes anpassen (da ist noch viel Luft nach oben) und dann sehen was möglich ist. Und da ich nicht weis wie mein Körper weiter reagiert, kann ich doch nur Vermutungen anstellen und das möchte ich nicht! -
Gast
Rang: Gastam 13.07.2013 21:04:04
da du kein diabetiker bist, kannst du eigentlich auch nicht mitreden.
denn wenn du es wärst, wüßtest du daß es überhaupt keine diabetes diät gibt.
und ! wenn du diabetiker wärst und nicht insulin spritzt endest du auf der intensivstation.
also laß das geschwafel, wer diabetiker ist und speziell lada - natürlich mit erhöhten werten,
sonst ist man ja gesund. und nicht spritzt dem ist nicht zu helfen. na und , nur bitte hinterher nicht jammern. -
Gast
Rang: Gastam 14.07.2013 05:43:23
wow, dann bin ich ja geheilt oder haben mich die Ärzte alle angelogen.
Ich finde immer dieses schwatz & weiß denken so schade und jeder der sich dem nicht ergibt wird gleich von einigen von der Seite angemacht.
Aber schon witzig, ich habe im Netz schon einige gefunden die in den letzten Jahren meine Erfahrungen gemacht haben und froh sein können, dass "Mann" keine Steine durch den Rechner schmeißen kann..... :-) Habe eigentlich gedacht, ein Forum wäre zum Austausch da .......... -
Gast
Rang: Gastam 14.07.2013 09:23:04
Gast schrieb:
Habe eigentlich gedacht, ein Forum wäre zum Austausch da ..........
Eigentlich ja, aber nicht dieses Forum. Hier endet nahezu jeder Threat im Chaos, nachdem meist selbsternannte Fachleute ihre abstrusen Therapieempfehlungen abgegeben und wieder andere Werbung für gefährliche, weil einseitige Ernährungsformen, z.B. LOGI, gemacht haben.
Wenn Du wirkliche Hilfe suchst, bzw. Dich Austauschen willst, gibt es andere Foren, die weitaus besser sind. -
Gast
Rang: Gastam 14.07.2013 10:49:53
Ich muß sagen, es läuft fast in allen Foren so ab, ist nicht einmal auf Diabetes begrenzt.
Ist schon witzig, das einzige Forum in dem wirklich NETT und hilfsbereit miteinander umgegangen wird ist ein Motorrad/Biker Forum :-)
Egal ob Aquarium, Koi oder Medezin....... so ist zumindest meine Erfahrung.
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Gast
Rang: Gastam 14.07.2013 17:42:54
ihr jammer doch um sinnloses, merkt ihr das nicht,
jedes jahr werden durch diabetes verursacht 30000amputationen durchgeführt, 7000 erblinden, tausende haben wahnsinnige pnp schmerzen, herzinfarkt usw.
ihr redet von schönwetter, diabetes ist aber keine schönwetter erkrankung sondern hart und muß um folgen zu verhindern gezielt behandelt werden,
da ist jemand der keine erhöhten bz werte hat "und nur diese" werden als positive diagnose gewertet, der schwafelt hier rum als t1 .
genau das ist etwas was diabetiker nicht als hilfe brauchen.
bei t1 gibt es keine diabetesgerechte ernährung, und gerade t1 haben oft bei sport enorme probleme. und wie die zb gemildert werden können "das" ist austausch, nicht schönwettergeschwafel.
genau die immer wiederkehrende floskel der / die ärzte haben gesagt, ärzte sagen nun mal was meist weil die pat. etwas erwarten, und da ist eben auch ein haufen murks dabei.
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Gast
Rang: Gastam 14.07.2013 19:51:47
ja genau, die Beschreibung passt auf eine Person aus meiner Verwandschaft. Das ist aber nur die eine Seite von ihr: wenn ich ihren Kühlschrank aufmachen, reicht das für einen 4 Personenhaushalt.... und da läuft nichts aus dem MHD, sich bewegen >> nein; einen neuen Ferseher >>> ja (blöd nur, ist schon halb blind).
Und wenn solche Personen nicht in Eigenverantwortung gehen....... ja klar ist, ist absolut sch.... Folge: Übergewicht, einAuge blind, Nierenversagen usw.
Gezielt behandelt bedeutet was? Ich höre immer: jeder Körper reagiert anders beim Diabetes, daher kann es doch nur eine grobe Richtung geben.
Für mich ist es einfach wichtig meine Körper zu unterstützen, und da hilft dieses Schubladen denken hier im Forum leider überhaupt nicht weiter, mir zumindest nicht.
Sport heißt ja nicht: schwimmen gehen oder joggen, da gibt es soviele Möglichkeiten sich zu bewegen und wenn ich dieses halt nicht kann, dann bau ich mir mein eigenes kleines Fitnessstudio in den Keller. Und wenn ich auch erst mit einer Iso-Matte anfange, da das Geld kanpp ist. Es gibt immer Möglichkeiten was positives zutun. Was spricht also dagegegen sich viel zu bewegen? Das ist gut für Körper, Geist und Seele ..... auch wenn das keiner hören will :-)
Ist natürlich sehr schwierig, wenn man es schon jahrelang hat schleifen lassen und die ersten Folgeerkrankungen hat.........
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Gast
Rang: Gastam 14.07.2013 20:47:01
aber genau das ist doch schwafeln , was hat sport mit t1 diabetes zu tun ? nichts !
t1 ist eine autoimmunerkrankung und hat mit sport absolut nichts zu tun .
und "nein" ein t1 wird immer und nur mit insulin behandelt, alles andere ist bla bla.
und nein egal wieviel sport du machst wenn du diabetes hast hast du ihn.
das mit dem körper und geist und seele ist ein spruch weiter nichts, fehlt bloß noch der spruch mt dem gesunden körper mit dem gesunden geist, auch quark, muskelpakete haben mit hirn nichts gemein. siehe body builder krank an körper und geist.
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Gast
Rang: Gastam 15.07.2013 06:16:19
und wieder nicht verstanden ....... es geht um den Körper zu unterstützen!! nicht gesund leben = diabetes weg
und ist doch einfach zu sagen, der hat kein Diabetes, dann braucht man auch bei sich selber nicht weiter hinschauen! -
Gast
Rang: Gastam 15.07.2013 07:59:26
doch sehr gut verstanden , das problem ist daß du keine ahnung hast.
bei t1 kann man den körper mit nichts unterstützen, und wer meint mit sport gegen den t1 was tun zu können hat absolut nichts verstanden.
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Gast
Rang: Gastam 15.07.2013 10:16:23
>>und wer meint mit sport gegen den t1 was tun zu können hat absolut nichts verstanden<<
stimmt nicht ganz, Sport verringert die Insulinmenge erheblich, verhindert Gewichtszunahme. -
Gast
Rang: Gastam 15.07.2013 14:01:09
Genau, darum geht es mir doch.
Wenn ich jeden Tag Sport treibe, brauche ich weniger Insulin bis ca. 2 Stunden nach dem Sport. Auch ist Sport gut für die Psyche, auch da brauche ich wieder weniger Insulin….. ist doch so, im Sommer brauchen viele Diabetiker weniger Insulin. Habe bis jetzt noch keine Nachteile für Sport gefunden, aber lasse mich gerne mit Gegenargumenten überzeugen. Ich möchte doch nur meinen Körper unterstützen, durch Ernährung und Bewegung, geheilt wird dadurch keiner, das ist mir schon klar. Aber das habe ich ja auch nie gesagt, bin halt keiner der Mehlzeiten zu sich nimmt und schaut was er spritzen muss. Oder sage: ich kann ja alles essen, kann ja dementsprechend spritzen.
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Gästin
Rang: Gastam 15.07.2013 23:28:05
Hallo Sebastian
Der Chat ist ja ziemlich chaotisch... Um auf Deine Frage zurückzukommen: Maximal schonen der BauchSpeichelDrüse geht, wenn sie so wenig wie möglich schnelle Kohlenhydrate zu sich nimmt. Es gibt gute Tabellen da findet Ihr den Glykämischen Index praktisch jeden Lebensmittels. Montignac hat göttliche Rezepte; geeignet für T1 und T2.
Eine toughe Variante der Low-Carb Ernährung ist die Ketogene Diät: Du nimmst praktisch keine Kohlenhydrate zu Dir und fütterst Dein Gehirn mit Ketonen (aus Eiweiß/ Fett - Nahrung). Wir finden die Keto-Diät weniger eintönig, als man so denken könnte - es gibt viele Rezepte im Internet (z.B. mit Mandelmehl, statt Weizenmehl etc.), aber man muss seeehr viel verstehen lernen (und alle, alle raten immer ab). Dafür hat die BSD aber auch richtig Urlaub, weil: muss halt fast gar nicht arbeiten. Für meinen Mann (T1) war der Switch zu ketonischer Diät der absolute Knaller: sein Blutzucker hat sensationell niedrige Werte, Langzeitschäden ade und schoyß (Kohlenhydrat-) Hypos ade!! Eine "Ketonen-Unterversorgung" ist viel leichter zu handhaben als die klassische "Kohlenhydrat-Hypo".
Also Tip: Rezete leihen bei den Ketonikern und (weiter) bei den Low Carb's wie z.B. Montignac (die Kochbücher sind einfach und gut). Über den Sport brauche ich ja nix zu sagen = : )
Viele Grüße! -
Gast
Rang: Gastam 16.07.2013 00:30:24
Alle seriösen Ärzte und Diabetesberaterinnen, die für eine ausgewogene Ernährung eintreten, irren sich natürlich oder sind von Interessenverbänden beeinflusst. Die einzig wahren verfechter einer gesunden Ernährung sind diese Vertreter von Radikal oder jetzt auch noch Extremdiäten ala Atkins (Ketonianer).
Man muss schon sehr paranoid veranlagt sein, um dies zu glauben.
JEDE Form von Extremdiät, allen voran die Atkins Diät und in der etwas gemäßigteren Variante auch die LOGI Diät ist hoch gefährlich, da vollkommen unausgewogen. Kein seriöser Diabetologe wird die seinen Patienten empfehlen. Wer ernsthaft so etwas in Betracht zieht, sollte in jedem Fall mit seinem Arzt oder einer Ernährungsberaterin über die Risiken sprechen. -
Gast
Rang: Gastam 16.07.2013 06:18:23
COOL, dann bin ich mit dem Sport und gesund leben ja raus, jetzt wird auf andere rumgehackt.......... immer man drauf :-)
Ich glaube jeder muss seine Weg finden und gehen, egal ob Sport, Diät oder Spritzen. Die Konsequenz muss halt jeder selber tragen, egal ob positive oder negative. Alles hat so seine Vor- und Nachteile und ich finde es immer noch interessant, hier unterschiedliche Erfahrungen zu lesen. Egal ob es danach eine virtuelle Steinigung gibt. -
am 16.07.2013 09:34:32
Gast schrieb:
JEDE Form von Extremdiät, ... in der etwas gemäßigteren Variante auch die LOGI Diät ist hoch gefährlich, da vollkommen unausgewogen.
Hallo Gast#25,
ich glaube du solltest dich erst einmal mit der LOGI-Ernährung beschäftigen, ehe du so etwas vom Stapel lässt. LOGI ist weder gefährlich noch unausgewogen und mit dem Schwerpunkt auf geundem Gemüse auf gar keinen Fall vollkommen unausgewogen. Ich denke, da ist deine Ernährung mit dem vielen Brot, Reis oder Nudeln ein ganzes Stück einseitiger, das sind die Sachen, die keine Mensch in großen Mengen braucht. Leider sind das auch genau die Sachen, die deinem BZ nicht gut tun. Das hast du bestimmt auch schon feststellen können und darfst es dir nur nicht eingestehen, weil du dich sonst mit wenig Brot ja "vollkommen unausgewogen" ernährt fühlen würdest - was für ein Blödsinn.
Rainer -
Gast
Rang: Gastam 16.07.2013 20:07:58
Rainer schrieb:
LOGI ist weder gefährlich noch unausgewogen und mit dem Schwerpunkt auf geundem Gemüse auf gar keinen Fall vollkommen unausgewogen.
Hallo Rainer,
Deine Meinung in allen Ehren, aber hier irrst Du!!!
Im British Medical Journal wurde am 26.06.2012 das Ergebnis einer prospektiven Kohortenstudie veröffentlicht, aus der mit überzeugender Evidenz ein Zusammenhang zwischen einem Anstieg des Risikos von Herz-Kreislauferkrankungen bei Reduzierung des Kohlenhydratanteils der Nahrung zugunsten Protein und Fetthaltiger Nahrungsmittelanteile erkannt wurde. Unter anderem deshalb werden Low Carb Diäten vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung nicht zur langfristigen Gewichtsreduzierung- und Kontrolle empfohlen. Und insbesondere für Diabetiker mit bereits leicht geschädigten Nieren ist eine Erhöhung des Proteingehalts der Nahrung ein erhebliches Risiko.
Zudem entsprechen die Vorgaben eben nicht den Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)
Wenn Du diese Ernährungsform als die für Dich richtige betrachtest, ist dies Deine Sache. Aber diese hier Ratsuchenden Diabetikern und Diabetikerinnen in nahezu jedem halbwegs passenden Thread als Allein Seligmachende ultimative Wahrheit anzupreisen, ist schlichtweg unseriös und erinnert mich an Bauernfängerei. Was bei mir wiederum den Verdacht erweckt, dass andere Interessen Deinerseits als Hauptmotivator vorhanden sind. Kann es sein, dass Du LOGI Trainer bist?
Und da Du aus meinem Diskussionsbeitrag garantiert nichts über meinen Diabetes herauslesen konntest, ja noch nicht einmal, ob ich überhaupt Diabetiker bin, sind Deine Bemerkungen hierzu, auch ohne Kommentierung meinerseits, selbstentlarvend.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Gast
Rang: Gastam 18.07.2013 22:16:37
Gast schrieb:
... JEDE Form von Extremdiät, allen voran die Atkins Diät und in der etwas gemäßigteren Variante auch die LOGI Diät ist hoch gefährlich, da vollkommen unausgewogen
Hi #25
Ich wag mal ganz kühn die These, dass sich unsere Vorfahren lange Wintermonate lang so überhaupt gar nicht aussuchen konnten, welches leckere Obst sie frühstücken oder welches Gemüse sie am Abend dünsten. Im Sommer hat sich der Körper über jede Abwechslung gefreut, aber gut die Hälfte des Jahres konnte er einfach auf Ketonen umschalten - sehr COOL das! Warum sollte denn das lebensgefährlich sein? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass der menschliche Körper Brot oder Salat braucht, um zu überleben. Von Bananen und Kokusnüssen kann man jahrelang leben - echt jetzt. Abgesehen davon, dass die Leute bis vor 200 Jahren (je nach Bundesland) normalerweise auch täglich (nur) eine Mahlzeit gegessen haben (wenn überhaupt) - und zwar normalerweise ihr Leben lang dieselbe (irgendeinen Brei halt). Also das mit der einseitigen Ernährung und todgefährlich ... kauf ich nicht so ganz uneingeschränkt. Aber ich kauf auch das mit den Fetten und dem Cholesterin nicht, ich les' vielleicht einfach zu viel = :)
Viele Grüße, T
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Gast
Rang: Gastam 19.07.2013 06:18:27
naja, das hinkt aber doch ganz schön,
die Lebenswerwartung im 19. Jahrhundert lag nicht mal bei 40 Jahren.................... die hohe Kindersterblichkeit mit eingeschlossen, sonst kannst du noch 10 Jahre drauf packen :-) -
Gast
Rang: Gastam 19.07.2013 09:09:43
Hallo # 29
Von Lebensgefährlich hat auch niemand geschrieben. Und niemand hat gesagt, dass der Mensch zum überleben Brot und Salat braucht. Aber schau Dir einmal die Inuit an. Sie ernährten sich, jedenfalls bis vor einigen jahren, nahezu ausschließlich extrem Fett- und Proteinreich, da es in diesen Regionen keine Kohlenhydrathaltige Lebensmittel gab. Überlebt haben sie das, aber sie bezahlen die einseitige Ernährung mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung.
Bei uns ist Nahrung im Überfluss vorhanden. Wir haben die Möglichkeit, uns ausgewogen zu ernähren.
Und zu der Lebensweise unserer Vorfahren kann ich Dir sagen, dass die Ernährungsweise in den Ländlichen Regionen, in denen es nahezu nur Bauern und Handwerker gab, in den letzten 500 Jahren exakt den Empfehlungen heutiger Ernährungsberater entsprach. Viel Obst und Gemüse, Brot, Kartoffeln u.s.w. und nur höchst selten Fleisch. Und dies dann auch zu 95% als geräuchertes. Ich bin Historiker und beschäftige mich exakt mit der Lebensweise der Dorfbevölkerung in dieser Zeit.
Wie gesagt, in der heutigen Zeit gibt es genügend Lebensmittel aller Art und wir können uns also ausgewogen ernähren. Die Frage ist doch nur, ob wir den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung folgen, die immerhin auf der Auswertung vieler Studien beruhen (siehe hierzu "Leitlienien Kohlenhydrate" und "Leitlinien Fett" der DGQ) oder lieber irgendwelchen selbsternannten Ernährungsgurus folgen, bei denen oft komerzielle Interessen im Hintergrund vorhanden sind. Als Beispiel sei die Atkins Diät genannt, die Kohlenhydrate nahezu komplett verbietet und die Nährstoffe, die dadurch dem Körper fehlen, dann als Nahrungsergänzungsstoffe teuer verkauft.
Aber wenn uns die offiziellen Ernährungsempfehlungen nicht gefallen, weil sie der eigenen, liebgewordenen Lebensweise widersprechen, ist es wohl leichter, denen zu folgen, als die eigene Ernährungsweise umzustellen. Letztendlich ist das menschlich.
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Gast
Rang: Gastam 19.07.2013 09:13:59
die dge ist ein verein weiter nichts, und deren empfehlungen ändern sich weil sie meinungsmacher sind.
die sog ernährungspyramide ist von einem werbeposter von kellogs abgepinnt.
während 99% der menschlichen entwicklungsgeschichte, gab es gar kein brot da es kein getreide gab, kartoffeln gibt es erst seit 500jahren,
übrigens mal bitte nachlesen welches "obst" und "gemüse" es denn wirklich gab.
das sind fast alles züchtungen in den letzten 10 000 jahren.
und trotzdem hat sich die menscheit entwickelt. lebenserwartung ist da ein schlechter
maßstab , da nicht unterschieden wurde weshalb gestorben wurde.(es war ja nicht nur die kindersterblichkeit, sondern auch die epedemien, die zt 1/3tel bis die hälfte der bev eliminiert haben. und die hungersnöte nicht vergessen.
übrigens ernährungsberater kann sich jeder nennen völlig ohne ausbildung.
und die ein dge dranhängen haben einen kurs bei einem verein mitgemacht. -
Gast
Rang: Gastam 19.07.2013 10:44:51
Gast schrieb:
lebenserwartung ist da ein schlechter
maßstab , da nicht unterschieden wurde weshalb gestorben wurde.
tja, wenn es darum geht, radikaldiäten anzupreisen, müssen die Innuit immer wieder mal als Zeugen herhalten. Wenn es darum geht, die Folgen dieser Ernährung durch die verkürzte Lebenserwartung darzulegen, ist dies ein schlechter Maßstab. Typisch für diese selbsternannten Besserwisser.
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Gast
Rang: Gastam 19.07.2013 19:37:42
mit lesen hast du aber ziemliche probleme , wo bitte steht da was von eskimos.
komischerweise sind ernährungsberater ja auch selbsternannt. manche nach nem vereinskurs.
schön wärs ja gewesen wenn was zur sache gekommen wäre, ist nicht einfach gegen tatsachen zu argumentieren.
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Gast
Rang: Gastam 23.07.2013 09:38:15
Hallo 31
Danke für die differenzierte Antwort ohne Polemik. Ich mag nochmal nachfragen zu den Inuit und der Dorfbevölkerung: die Lebenserwartung war doch nicht höher als die der Inuit, oder? Und ich würde gern X Recht geben: wir berücksichtigen die Ursache der Sterblichkeitsrate nicht.
Grundsätzlich kann ich mir nicht vorstellen, dass sich ein Organismus NICHT an Lebensbedingungen anpasst, d.h. auch der unsrige nicht NICHT, d.h. ich würde mal sagen, dass unser Körper in den letzten - sagen wir 25.000 Jahren - an unsere Ernährung angepasst hat (mit der Trägheit, die eben die letzten 500 Jahre nicht mit einbeziehen kann). Insbesondere das Hirn hat sich ja als sehr Leistungsfähig herausgebildet und z.B. das Gehirn kann eben (entwicklungsbedingt) mit zweierlei 'Treibstoff' arbeiten: Kohlenhydraten und Ketons. Mein Mann (T1) hat Blutzucker von - Achtung, bitte nicht in Ohnmacht fallen! - zwischen 25 und 90 und kann perfekt, klar denken und reagieren. Keine Lebensgefährlichen Zustände von klassischen Unterzucker (bei dem das Gehirn auf Kohlenhydraten läuft)! Natürlich muss er jetzt auf die Ketonen aufpassen, aber er hat viel mehr Zeit zu reagieren. Er hat völlig normale Blutwerte, d.h. Langzeitkomplikationen sind nicht zu befürchten. Letztere sind real, massenhaft belegt und trotz 'Empfehlungen' aller DGE der Welt nehmen sie zu (und nicht ab, wie man doch aber denken könnte bei all den Medikamenten und ärztlichen Richtlinien, die auf dem Markt sind! Und ich KANN mir nicht vorstellen, dass alle Leute einfach undisziplinierte Vielfraße sind!). Ich glaube eher nicht, dass NatFoodORg oder DGE zurückrudern würden, wenn sie jahrzehntelang dogmatisch das Gegenteil behauptet haben. Nicht bei der Zucker-Lobby!
Jeder muss das für sich selbst entscheiden, aber meine Schwiegergroßmutter hat den legendären Satz gesagt: "Ich verstehe nicht, warum mein Bruder als einziger von uns nicht Diabetes entwickelt hat; er hat sich immer so schlecht ernährt! Er isst manchmal eine ganze Fleischwurst ohne Brot!"
; ) Viele Grüße,
T
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Gast
Rang: Gastam 17.09.2013 18:31:39
Sorry, aber ich muss mich jetzt auch mal melden.
Ich bin Typ 1 Diabetiker seit 14 Jahren und habe vor 7 Jahren mit meiner Essstörung begonnen. Ich habe heute für meine Verhältnisse enorm viel gegessen und habe einmal die Kilokalorien gezählt.
56 g Vollkornbrot
ca. 10 g Butter
89 g Spaghetti roh (wurden anschließend natürlich gekocht)
3 g Salz
32 g Pesto
= 680,65 kcal bei einem Kalorienbedarf von eigentlich 1700 kcal/Tag ohne Tätigkeit.
Dazu gekommen bin ich, weil ich seitdem ich nicht mehr bei meinem Kinderarzt der selbst Diabetiker war, in Behandlung bin, dauernd nur höre, dass ich das was ich esse nicht essen dürfe weil ich ja zuckerkrank bin (eine Käsesemmel in der Schulpause), dass meine Werte wohl so hoch wären, weil ich naschen würde (ja einen Schluck Cola bei einem Zuckerwert von 35 mg/dl) usw. Ich kann den ganzen Scheiß über gesunde Ernährung nicht mehr hören.... Soll doch jeder essen wie er meint, nur bitte lasst die anderen damit in Ruhe. Ich persönlich halte eine Diät, die auf Ketonen bassiert für einen Typ1 Diabetiker für sehr gefählich und würde soetwas nie machen. Aber wenn andere damit glücklich sind, bitteschön. Ich war 2 Jahre lang Typ 1 Diabetiker ohne es zu wissen, habe also kein Insulin gespritzt und bin noch bei bewusstsein ins Krankenhaus gekommen. Mit einem Zuckerwert von 998 mg/dl und mit 21 oder 23 kg Körpergewicht mit 11 Jahren. Meine untergewichtigste Schulkollegin wog 32 kg.
Also wenn ein Lada Diabetiker einfach keine Kohlehydrate essen will um so den spritzen zu entkommen, wird er das sicher eine gewisse Zeit überleben. Nach 15 Jahren mit dieser Krankheit habe ich noch keine Spätschäden außer dass ich kurzsichtig bin. Also bitte, einfach keine Kohlehydrate essen, schön eine Diät machen, die auf Ketonen beruht und wenn man in ein diabetisches Koma fällt, kann man ja immer noch mit dem Spritzen beginnen.
Ich werde weiter meine Nudel und mein Brot essen, in der Hoffnung irgendwann wieder genug Kalorien zu mir zu nehmen und ich habe bemerkt, dass mein Zucker zwischen 20mg/dl und 400 mg/dl pro Tag hat schwankt, wenn ich keine Kohlehydrate esse. Ist also für mich nichts. Eine schlechte Typ 1 Einstellung kann man nicht gut essen.
Und an alle die hier irgendwelche Diätvorschläge zitieren: Wir sind heute sowieso alle die reinsten Klugscheißer und Dummschwätzer wenn es um Ernährung geht. Was darf man denn noch essen?
Unser Gemüse wächst auf verseuchten Böden
Unser Obst wird gespritzt
Unsere Kühe fressen Gras von verseuchten Böden und werden mit Antibiotikern behandelt
Unsere Hühner werden mit Insulin gemästet
Unsere Schweine essen den gleichen Mist wie wir
Unsere Fische sind durch das verdreckte Wasser auch nicht gesund
Unsere Bienen sterben, also wird es bald auch keinen Honig mehr geben.
Liebe Leute, viel Spaß beim gesunden verhungern. Ich glaub ich genehmige mir doch noch ein Magnum Mandel mit 25 g Kohlehydraten. Mahlzeit
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am 17.09.2013 23:13:32
Hello everybody! I am currently working on mobile applications and we are looking for people using diabetes apps. We have found that presently there is a very low numbers of downloads. So many people suffer from diabetes but the market is so small. We want to understand why the download rate is so low? Any comments? Thank you!
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am 18.09.2013 11:27:46
Gast schrieb:
Also bitte, einfach keine Kohlehydrate essen, schön eine Diät machen, die auf Ketonen beruht und wenn man in ein diabetisches Koma fällt, kann man ja immer noch mit dem Spritzen beginnen.
Hallo Gast#36,
die Ketoazidose mit diabetischem Koma hat nichts mit einer ketogenen Ernährung zu tun. Die entsteht bei absolutem Insulinmangel, egal ob man Glukose von KH oder Ketonkörper im Blut hat. Das hat nichts mit der normalen Bildung von Ketonkörpern als Energielieferant, besonders für das Gehirn, zu tun.
Bei absolutem Insulinmangel werden übermäßig viele Ketonkörper gebildet, was dann zu eine gefährlichen Übersäuerung des Blutes, der Ketoazidose führt. Bei der normalen Ketonkörperbildung bei ketogener Ernährung sind die gebildeten Mengen viel zu gering, um so eine Übersäuerung auszulösen. Außerdem tritt die Ketoazidose nur zusammen mit hohem BZ auf. Ketonkörper bei normalen oder leicht erhöhtem BZ sind auch für Typ1-Diabetiker absolut ungefährlich.
Beste Grüße, Rainer