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Stark schwankender Insulinbedarf.

  • Arne

    Rang: Gast
    am 01.04.2009 13:31:36
    Hallo,

    ich habe seit fast 2 Jahren Diabetes Typ 1. In dieser Zeit hatte ich regelmäßig Schwankungen im Insulinbedarf. Was bis jetzt kein Problem war. Nach 2-3 Tagen hatte ich die Einstellung immer angepasst. Aber was an diesem Wochenende eingetreten ist, habe ich in dieser Intensität noch nicht annähernd erlebt.

    Hatte meine erste Mahlzeit erst am Nachmittag zu mir genommen (kommt selten vor und war bisher auch kein großes Problem). Hatte für Pizza und ne größere Portien Süssigkeiten 11 Einheiten Humalog gespritzt. Da dies meine erste Mahlzeit war habe ich nach 20min. kontrolliert und 120 gemssen. Hab noch 1 BE Traubenzucker gegessen und wieder nach 20 Minuten gemessen, diesmal 115. Also noch 1 BE und 20 Minuten gewartet. Dann der Schock, nur 67. Also erst ein Glas mit 2,5BE Haushaltszucker im warmen Wasser aufgelöst getrucken, dann nochmal 1,5BE Traubenzucker dazu. Nach 5 Min. war der Blutzucker bei 48. Nochmal ein Glas mit Haushaltszucker getrunken (in vorrigen Unterzuckerungen wirkte der innerhalb 3Min. Traubenzucker erst nach 10min.). Nach weiteren 5 Min:Zucker auf 36. Wieder bischen Traubenzucker gegessen. Nach 5min. 56. Dachte jetzt wär ich übern Berg. Pustekuchen. 10 Min. später wieder 42. Notfallspritze gegeben, danach ging es. Insgesamt hatte ich ca. 10BE gegessen und der Blutzucker ist danach nur bis 143 gesteigen. Abends (3,5Std. nach der Insulingabe) wurde mir schlecht und ich musste feststellen, dass innerhalb 20Min der Blutzucker ohne erkennbaren Grund von 130 auf 75 gefallen war. Konnte den mühsam wieder hoch bringen (wieder mit starker Verzögerung bei der Wirkung des Zuckers). War kurz davor einen Krankenwagen zu rufen und völlig fertig mit den Nerven.
    Die letzten Tage hatte ich mehrere Unterzuckerungen. Hab jetzt mein Basalinsulin von 14 Einheiten, erst auf 12 (Blutzucker sank ohne Einwirkung von Insulin von 260 auf 140) und jetzt 6 gesenkt. Zum Frühstück habe ich erstmal nix gespritzt (sonst 1:2) und warte ab was passiert.
    Hab morgen einen Termin bei meinem Diabethologen. Wollte aber schon mal wissen ob ihr so was mal erlebt habt. Bin echt fertig und hab tierischen schiss wieder zu unterzuckern.

    mfg
    Arne
  • gdhft

    Rang: Gast
    am 01.04.2009 19:12:59
    ausprobieren ist immer gut. habe allerdings keinen plan, woran deine schilderungen liegen könnten. honeymoon-phase nach 2 jahren? ist etwas lange. könnte aber sein. durch kontrollen solltest du versuchen den richtigen be-faktor zu ermitteln. offensichtlich war der 1:2 zu hoch! ist aber schon mal gut, dass du keine "unbemerkten hypos" hast, sondern sie unter hi (nehme mal an, dass du selbiges benutzst) merkst (was hier leider oft in abrede gestellt wird!). von den hypos also nicht bange machen lassen. kontrollieren + reagieren!
    melde dich mal, bezgl. der arztmeinung dazu.
  • Anke

    Rang: Gast
    am 01.04.2009 21:57:07
    @Arne:

    Ich hatte ähnliche Erfahrungen mit Humalog gemacht und selbst die Künstler(Ärzte)) im Krankenhaus (Neu-Einstellung u. Schulung) wußen auch nicht mehr weiter. Die Hyporproblematik kam auch noch dazu.
    Diese Probleme habe ich jetzt alle nicht mehr...habe einen superguten HbAc1-Wert(5,9 )ich bemerke meine Hypos(leichte Hypos) rechtzeitig und kann gegensteuern.
    Ich benutze seit 3 Jahren tierisches Insulin vom Schwein(es gibt aber auch Insulin vom Rind -das soll noch besser sein).
    Befrage mal deinen Arzt dazu -oder wechsel den Arzt ,wenn er dir die Schuld gibt für das Dilema....- du kannst sicherlich nix dafür das Humalog der größte Murks aller Zeiten ist !!! von Anke
  • hgdqwfquw

    Rang: Gast
    am 01.04.2009 22:07:28
    du quatschst schön wieder blödes zeug. deine schweineinsulin interessiert hier keinen mehr. erstens hat er mit hypos keine probleme (lesen, nicht träumen!) und es hatihm auch kein arzt eine schuld an irgendetwas gegeben. du weisst von nix irgendwas, aber reisst den schnabel auf. hast du kein fernseher oder gute bücher? arme suppe! auch kannst du niemals eine honeymoon-phase gehabt haben (ich spar mir, warum nicht!). und der grösste murks aller zeiten machst du und nichts anderes.
  • Alois

    Rang: Gast
    am 01.04.2009 22:53:28
    Trotz excellentem Schweineinsulin " leichte Hypos " Anke ?
    Also auch damit schaffst Du ein miserables Management. von Alois
  • Silas

    Rang: Gast
    am 02.04.2009 00:14:17
    Bevor das Thema hier durch "stupid persons" ins Uferlose geht:

    Deine Schilderungen, Arne, sind für mich aus 2 unterschiedlichen Ansichten zu erklären.

    Vielleicht trägt die hohe Menge an Insulin dazu bei, daß die Werte soweit nach unten fallen und dann im unteren Bereich nach Gabe von Kohlenhydraten trotzdem nicht richtig in den Normbereich gehen. Dieses Phänomen kann auftreten und sollte nicht überbewertet werden.
    Bei Analoginsulinen vielleicht die gespritzte Menge teilen, also mit 2 kleinen Teilmengen.

    Das andere kann sein, muß aber nicht, daß hier eine Unverträglichkeit des Insulins vorliegt.

    Wenn Du trotz sorgfältiger Insulin-/BE-Anpassung eine gravierende Verschlechterung erfährst, wäre die Unverträglichkeit VIELLEICHT ein Aspekt, der in Erwägung gezogen werden sollte.

    Andererseits kann evtl. auch körperliche Belastung zuvor einer Rolle gespielt haben
    Beobachte die weitere Zeit, inwieweit solche Situationen wieder auftreten oder auch nicht und berichte darüber, wenn Du magst.

    Hier sind keine Ärzte, sondern nur Laien und Diabetiker am Werk. Ärzte sind allerdings auch nicht allwissend.
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 02.04.2009 00:14:53
    Hallo Arne,

    ja, so ging es mir auch - Ursache war damals eine Remissionsphase.
    Sehr wahrscheinlich muss das Depot (Basalinsulin) noch weiter herab gesetzt werden, bzw. kann es sogar sein, dass Du ein anderes Depot benötigst weil Dein Körper keinen linearen Insulinbedarf hat.

    Ob es nun am Insulin liegt, kann Dir niemand hier beantworten.
    Es KANN sein, dass das Insulin dazu beiträgt, dass Dein Zucker so schwankt, MUSS ABER NICHT.

    LG, Daniela
  • ff

    Rang: Gast
    am 02.04.2009 18:23:33
    Nu, wer hat schon einen linearen Basalbedarf?
    Die biologische Uhr lässt die Insulinempfindlichkeit über 24 Stunden bisweilen sehr stark schwanken.
    Kein Basalinsulin der Welt kann die BSD
    perfekt imitieren.
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 02.04.2009 19:41:46
    jede über 8 h hinausgehende essenspause verursacht eine gewisse insulinresistenz, darauf kann man sich einstellen.
  • Arne

    Rang: Gast
    am 03.04.2009 00:24:16
    Danke für die Antworten.
    War heute beim Diabetologen. Sagte es sei eine Remissionsphase. Obwohl es sehr ungewöhnlich ist das sie 2 Jahre nach Ausbruch meines Diabetes auftritt. Versuche mal wie es aussieht wenn ich das Basalinsulin komplett weglasse. 6 Einheiten war vor allem Nachts wohl noch zu viel. Nach so einem Absturz ist es natürlich schwer (anstrengend und nervenaufreibend) eine neue Einstrellung zu finden. Wird wohl noch ein paar Tage dauern. von Arne