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Diabetes Typ 2 A - gibt es hier noch jemanden?

  • Gast

    Rang: Gast
    am 08.12.2013 23:14:04
    Fühl mich so allein mit diesem selteneren Typ 2 A :)

    Wenn ich Fragen habe, kann mir auch nicht wirklich jemand helfen, weil alles irgendwie auf Übergewichtige zugeschnitten ist.

    Erst mal zu mir, ich bin weiblich, 29 Jahre alt, 1,65m groß und wiege zur Zeit 59kg und habe zwei Kinder im Alter von 4 Jahren und 5 Monaten.

    In der letzten Schwangerschaft hatte ich eine insulinpflichtige SS-Diabetes. Nach der Entbindung war diese weg. Aber so nach 3 Monaten ca. trat es wieder auf.

    Nach dem ich mich hab untersuchen lassen hieß die Diagnose Diabetes Typ 2. Meine Bauchspeicheldrüse produziert allerdings ganz normal Insulin, aber meine Zellen sind eben teils resistent dagegen. Ich soll nun ab kommende Woche Metformin nehmen.

    Aber wie wirkt sich das Metformin aus? Ich lese oft, dass es zur Gewichtsabnahme kommen kann. es dies also unterstützt. Aber für mich klingt das widersprüchlich. Denn auch wenn ich momentan ungesund esse, nehme ich ab und nicht zu. Ist ja auch logisch. Egal wie viel Kohlenhydrate ich mir rein haue, es kommt ja nur sehr gering was in meinen Zellen an, trotz das Insulin normal produziert wird.

    Wenn ich jetzt dieses Medikament nehme und dieses hilft, meine Zellen dagegen nicht mehr resistent zu machen, so verwerten sie den Zucker und alles überschüssige landet in die Fettzellen. Also würde ich zunehmen.

    Ich hab das jetzt schon in zig Foren gefragt und niemand konnte mir darauf eine Antwort geben. Stimmt meine Denkensweise so? Ich bin noch nicht sehr wissend auf dem Gebiet. Daher die Frage, warum soll man mit Metformin abnehmen, obwohl es von der Logik her der Zunahme beitragen müsste bei einem Überschuss an Energie?

    Und warum nimmt nicht jeder unbehandelter Diabetiker Gewicht ab? Bei Typ 1 erklärbar, da wird ja fast kein Insulin mehr produziert oder gar keins. Bei Typ zwei wird es das, aber die Zellen können nichts mit dem Insulin anfangen bzw. es wird ebenfalls zu wenig Insulin ausgeschüttet und der Zucker schwimmt ebenfalls im Blut herum und wird nicht als Energie verwendet. Beide können doch gar nicht oder zum Teil die Energie nicht aufnehmen. Es kann also zu keiner Zunahme kommen.

    Aber ich denke ich bin noch nicht richtig aufgeklärt und jetzt kommt euer Part - der Erfahrenen auf dem Gebiet. Warum ist das alles so zwecks Ab- und Zunahme??
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.12.2013 09:25:42
    du hast gefragt: stimmt meine denkweise so ?
    nein du hast dir was zusammengereimt statt dich zu informieren. dazu gibt es verschiedene möglichkeiten von broschüren büchern bis foren nur bitte verständnis dafür haben daß hier nicht die möglichkeit besteht ein buch als antwort zu schreiben.
    und "nein" so selten sind die normalgewichtigen t2 er garnicht, ist zt auch auf die presse zurückzuführen.
    lies hier mal kurz den in der nähe liegnden thread bez unterzuckerung rein, da ist einiges erklärt.
    da ist auch metformin mit genannt.
    übrigens wenn von dem was du jetzt ißt nur ganz wenig in den zellen ankommen würde, wäre dein bz schon explodiert,
    und du würdest trinken bis 5l/d und mehr um die überschüssige glucose im 00 zu entsorgen. denn wo soll sie sonst bleiben ?
    übrigens wird das insulin (völlig egal ob eigenes oder gespritztes) mit einer halbwertzeit von 4,3 minuten vom körper abgebaut (insulinase) glucose bleibt und wird entweder aufgenommen oder ausgepinkelt.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.12.2013 11:08:09
    Und ich dacht schon ich informiere mich grad hier.... *augenroll*

    Schade auch hier kann man mir keine Antwort geben. Und ich finde 2% Typ 2 A Diabetiker unter 40 Jahren schon selten... Ich hab zumindest KEINEN anderen Fall im Internet gefunden, aber okay ich "informiere" mich ja auch erst seit ein paar Tagen zum Thema, was aber zwecks Foren irgendwie bisher fehlgeschlagen ist. Muss ich wohl tatsächlich auf Bücher zurück greifen.

    Irgendwie hat mir dieser Beitrag von "Stern" noch am meisten weiter geholfen... Falls das so stimmt was da erklärt ist. Man weiß es ja nicht, der eine sagt es so, der andere so. Das ist ja gerade das Verwirrende und das große Hindernis sich informieren zu können.

    http://www.stern.de/diabetes/ueberblick/insulin-tueroeffner-im-blut-652971.html

    Wenn das so stimmt was dort steht, beantwortet das mir all meine Fragen, auch zwecks Metformin.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.12.2013 13:02:47
    Gast schrieb:
    Und ich dacht schon ich informiere mich grad hier.... *augenroll*

    Schade auch hier kann man mir keine Antwort geben. Und ich finde 2% Typ 2 A Diabetiker unter 40 Jahren schon selten... Ich hab zumindest KEINEN anderen Fall im Internet gefunden, aber okay ich "informiere" mich ja auch erst seit ein paar Tagen zum Thema, was aber zwecks Foren irgendwie bisher fehlgeschlagen ist. Muss ich wohl tatsächlich auf Bücher zurück greifen.

    Irgendwie hat mir dieser Beitrag von "Stern" noch am meisten weiter geholfen... Falls das so stimmt was da erklärt ist. Man weiß es ja nicht, der eine sagt es so, der andere so. Das ist ja gerade das Verwirrende und das große Hindernis sich informieren zu können.

    http://www.stern.de/diabetes/ueberblick/insulin-tueroeffner-im-blut-652971.html

    Wenn das so stimmt was dort steht, beantwortet das mir all meine Fragen, auch zwecks Metformin.



    Sooo selten ist Typ2 bei schlanken Menschen auch wieder nicht. Ich hatte erste Anzeichen mit Ende Zwanzig und war damals superschlank (50kg bei 170cm). Meiner Schwester ging es genauso und ich habe schon des Öfteren Beiträge von Usern in verschiedenen Foren gelesen, denen das ebenfalls passiert ist.

    Sich in Foren informieren zu wollen, ist keine gute Idee. Da steht nämlich (gar nicht so selten) hanebüchener Unsinn über Diabetes drin. Im Grunde gilt das für alles, was über Diabetes in den Medien geschrieben und gezeigt wird. Am besten kann man sich ein Bild machen, wenn man alles kritisch liest und gegeneinander abwägt. Letztendlich kommt man so der Wahrheit am nächsten, allerdings erfordert das ein wenig Anstrengung, aber das sollte einem die Gesundheit schon wert sein.
    Eine Schulung zu machen ist auch kein Fehler - im Gegenteil, sogar dringend notwendig. Aber auch da gibt es sehr große Qualitätsunterschiede.

    Du wirst dich wohl schon ein bißchen in die Sache reinknien müssen, auf dem Silbertablett kann dir das Wissen über Diabetes niemand servieren.

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 09.12.2013 13:34:17
    Auch auf die Gefahr hin, dass du wieder genervt mit den Augen rollst, versuche ich mal deinen Denkfehler aufzuspüren:

    Das Insulin wird hauptsächlich dafür gebraucht, um die Glukose in die Muskelzellen zu schleusen. Dort stehen sie dann für Muskelarbeit zur Verfügung und Überschüsse werden in Form von Glykogen als Reserve gespeichert. Die Glukose, die nicht auf diese Weise verbraucht werden kann, entweder weil zuviel davon gegessen wird oder weil auf Grund der Insulinresistenz nicht genug in die Zellen gelangt, wird durch die Leber (nach Auffüllung von deren Glykogenspeichern) in Fett umgewandelt und in den Fettzellen abgespeichert. Dafür wird kein Insulin benötigt, die Fettzellen werden auch nicht in irgend einer Form resistent.

    Das was du für Typ1-Diabetiker beschreibst und auch bei dir beobachtest, die Abnahme bei vielen KH, tritt erst bei entgleistem BZ auf. Ich befürchte, dass bei dir der BZ nach einer KH-reichen Mahlzeit sehr stark ansteigt. Hast du deinen BZ nach vielen KH (am besten 1 Stunde nach der Mahlzeit) denn mal gemessen?

    Schau dir mal genau deine Leberwerte an und lass evtl. eine Lebersonografie machen. Eine sehr wahrscheinliche Ursache für Insulinresistenz ist die nichtalkoholische Fettleber NAFLD. Die kann nicht nur bei Übergewichtigen vor, sie kann auch bei Normalgewichtigen auftreten. Dazu könnte dieses Buch für dich interessant sein.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.12.2013 13:38:07
    die frage war -- stimmt meine denkweise.
    die antwort war "nein" stimmt nicht.
    nur zur info meine diabetes grundschulung dauerte 10 tage mit täglich 6 stunden theorie und praxis nebenbei.
    und all dies war nur der anfang .
    und all dies soll dir hier jemand schreiben ?
    du hast keine antworten auf den anderen foren bekommen weil deine meinung so verschroben war daß niemand geantwortet hat um dir nicht weh zu tun.
    und was in der "presse" steht auch in dem stern ist 1/4-1/2,
    ok der rest ist schwafelnde phantasie und überwiegend falsch.
  • Jenny

    Rang: Gast
    am 09.12.2013 23:42:08
    Rainer schrieb:
    Auch auf die Gefahr hin, dass du wieder genervt mit den Augen rollst, versuche ich mal deinen Denkfehler aufzuspüren:

    Das Insulin wird hauptsächlich dafür gebraucht, um die Glukose in die Muskelzellen zu schleusen. Dort stehen sie dann für Muskelarbeit zur Verfügung und Überschüsse werden in Form von Glykogen als Reserve gespeichert. Die Glukose, die nicht auf diese Weise verbraucht werden kann, entweder weil zuviel davon gegessen wird oder weil auf Grund der Insulinresistenz nicht genug in die Zellen gelangt, wird durch die Leber (nach Auffüllung von deren Glykogenspeichern) in Fett umgewandelt und in den Fettzellen abgespeichert. Dafür wird kein Insulin benötigt, die Fettzellen werden auch nicht in irgend einer Form resistent.

    Das was du für Typ1-Diabetiker beschreibst und auch bei dir beobachtest, die Abnahme bei vielen KH, tritt erst bei entgleistem BZ auf. Ich befürchte, dass bei dir der BZ nach einer KH-reichen Mahlzeit sehr stark ansteigt. Hast du deinen BZ nach vielen KH (am besten 1 Stunde nach der Mahlzeit) denn mal gemessen?

    Schau dir mal genau deine Leberwerte an und lass evtl. eine Lebersonografie machen. Eine sehr wahrscheinliche Ursache für Insulinresistenz ist die nichtalkoholische Fettleber NAFLD. Die kann nicht nur bei Übergewichtigen vor, sie kann auch bei Normalgewichtigen auftreten. Dazu könnte dieses Buch für dich interessant sein.



    Nee warum sollte ich bei deinem Beitrag die Augen rollen? Ich hab was gefragt, du hast mir geantwortet mit Erklärung. Danke dafür...

    Ich hatte erst nach 1h gemessen, allerdings sagte man mir, der 2h Wert sei viel wichtiger und ausschlaggebender. Ich hab dann beides gemessen und nach 2h war der Wert immer höher als nach einer.

    Meine Leberwerte wurden auch im Blut untersucht. Die sind ganz leicht erhöht.


  • Jenny

    Rang: Gast
    am 09.12.2013 23:55:37
    Gast schrieb:
    die frage war -- stimmt meine denkweise.
    die antwort war "nein" stimmt nicht.
    nur zur info meine diabetes grundschulung dauerte 10 tage mit täglich 6 stunden theorie und praxis nebenbei.
    und all dies war nur der anfang .
    und all dies soll dir hier jemand schreiben ?
    du hast keine antworten auf den anderen foren bekommen weil deine meinung so verschroben war daß niemand geantwortet hat um dir nicht weh zu tun.
    und was in der "presse" steht auch in dem stern ist 1/4-1/2,
    ok der rest ist schwafelnde phantasie und überwiegend falsch.



    Pass auf, ich bin eine ganz liebe Nette und ich habe hier freundlich eine Frage gestellt. Ich hab die Diagnose Diabetes erst seit EINER Woche!!! Ich versuche mich zu informieren darüber, weil es mich ja schließlich interessiert was mit meinem Körper vorgeht.

    Ich hab nun jede Menge Eindrücke gelesen und gesammelt und vieles davon war widersprüchlich. Daher stellte ich hier diese Frage und habe extra gefragt ob meine Denkensweise richtig ist. Meine Denkensweise ergab sich aus den Informationen die ich bisher gesammelt hatte... Die offenbar zu wenig waren um zu erkennen, dass es wohl nicht so simple gestrickt ist, das Ganze.

    Wieso in aller Welt sollte mir jemand weh tun, wenn ich nach der Richtigkeit meiner Denkensweise frage und mir dann eine ehrliche Antwort gibt. Entweder JA oder NEIN, mit entsprechender Richtigstellung?? Das wollte ich doch ganz genauso haben.

    Was ich allerdings nicht hören wollte, sind Vorwürfe ich hätte mir was zusammen gesponnen oder mich NICHT informiert. Und das finde ich sehr ungeduldig und vorurteilshaft von dir. Gerade für deine Aufgabe auch etwas unprofessionell.

    Wenn du sagst, das ganze ist nicht so einfach zu erklären, dann sag es doch ganz genauso. Gib mir Buchtipps, Seiten im Netz wo man sich vielleicht mit genau der gleichen Sorte Diabetes austauschen kann etc. Oder versuche es mit wenigen Worten und ohne viel Fachchinesisch zu erklären falls das geht. Wenn dir das zu "anstrengend" ist, dann muss man ja nicht zwingend antworten.

    Ich meine im ersten Beitrag geschrieben zu haben, dass ich das noch nicht ganz kapiere... Und wegen ein wenig Aufklärung bin ich auch nicht enttäuscht, war ja schließlich Sinn der Beitragseröffnung.
  • Jenny

    Rang: Gast
    am 10.12.2013 00:09:54
    In einem anderen Forum, wo ich selbiges fragte, antwortete man mir, dass meine Denkensweise so korrekt ist.

    Ich nehme ja jetzt aktuell gerade einfach ab, selbst wenn ich viel esse. Wie auch immer der ganz genaue Vorgang dafür sein mag - ist ja zu kompliziert.

    Aber mit Metformin funktioniert das wieder alles besser in meinem Körper und so würden überschüssige Kohlenhydrate auch ansetzen.

    Wenn das jetzt auch nicht richtig ist, rein theoretisch, dann weiß ich gar nicht ob selbst die Spezialisten sich da alle so einig sind?

    Vielleicht habe ich ja auch zu viele Fragen auf einmal gestellt. Wie wäre es wenn mir einer erklären könnte warum ich abnehme, egal ob ich viel oder wenig esse?

    Gibt es dafür eine logische Erklärung? Liegts überhaupt an der Diabetes/Insulinresistenz?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 10.12.2013 12:33:23
    "Das Insulin wird hauptsächlich dafür gebraucht, um die Glukose in die Muskelzellen zu schleusen. Dort stehen sie dann für Muskelarbeit zur Verfügung und Überschüsse werden in Form von Glykogen als Reserve gespeichert. Die Glukose, die nicht auf diese Weise verbraucht werden kann, entweder weil zuviel davon gegessen wird oder weil auf Grund der Insulinresistenz nicht genug in die Zellen gelangt, wird durch die Leber (nach Auffüllung von deren Glykogenspeichern) in Fett umgewandelt und in den Fettzellen abgespeichert."

    Man sollte dazu schreiben das die Leber das Spiel auch anderst herum spielt u. Fett in Glukose umwandelt. Metformin soll (so wurde es mir zum. gesagt) die Leber daran hindern bzw. verlangsamen das Fett in Glukose umgewandelt wird u. der BZ so noch mehr in die Höhe getrieben wird.

    Ps.: Das hier von "namenlosen" Nutzern der Ton nicht immer so passend ist, kann man in alle Threads lesen. Ich muss jedoch sagen das "Rainers" aussagen (zum. für mich als Laien) immer nachvollziehbar sind.
    Man muss hier auch ganz klar die Nutzer unterscheiden.: Es gibt Nutzer die erst seit kurzem die Diagnose "Diabetes" haben, es gibt Nutzer die schon jahrelang mit der Diagnose leben, es gibt Nutzer die sich belesen haben (richtig od. falsch mal außer acht gelassen!) u. dann gibt es Nutzer die sich mit der Materie sehr tiefgehend befasst haben bzw. Ärzte sind... Daher würde ich garnicht so weit gehen u. alle Aussagen für Aussagen von Spezialisten halten.

    MfG
    Poth
  • Gast

    Rang: Gast
    am 10.12.2013 12:38:39
    Gast schrieb:
    In einem anderen Forum, wo ich selbiges fragte, antwortete man mir, dass meine Denkensweise so korrekt ist.

    Ich nehme ja jetzt aktuell gerade einfach ab, selbst wenn ich viel esse. Wie auch immer der ganz genaue Vorgang dafür sein mag - ist ja zu kompliziert.

    Aber mit Metformin funktioniert das wieder alles besser in meinem Körper und so würden überschüssige Kohlenhydrate auch ansetzen.

    Wenn das jetzt auch nicht richtig ist, rein theoretisch, dann weiß ich gar nicht ob selbst die Spezialisten sich da alle so einig sind?

    Vielleicht habe ich ja auch zu viele Fragen auf einmal gestellt. Wie wäre es wenn mir einer erklären könnte warum ich abnehme, egal ob ich viel oder wenig esse?

    Gibt es dafür eine logische Erklärung? Liegts überhaupt an der Diabetes/Insulinresistenz?



    Du machst einen eklatanten Denkfehler:

    Ja, man nimmt bei hohen BZ-Werten ab. Das ist so, weil bei Diabetes die Zellen keinen Zucker aufnehmen können und er im Blut bleibt (daher die hohen Werte). Also nimmt sich der Körper seine Energie aus den vorhandenen Reserven und man nimmt ab. Wenn man also seine BZ-Werte normalisieren kann, dann kann sich der Körper seine Energie da holen, wo er es auch sollte - nämlich aus den Zellen. Warum also sollte man daher mit normalen BZ-Werten zunehmen, vorausgesetzt man ernährt sich normal?
    Das ist natürlich nur eine vereinfachte Darstellung, aber ich meine, sie sollte dir einleuchten.

    Dieser Vorgang wird gelegentlich von diabetischen Teenagern genutzt, die sich zu dick finden. Sehr zum Leidwesen ihrer Eltern und ihrer Ärzte, denn was hohe BZ-Werte anrichten können, das sollte jeder Diabetiker wissen. Aber du bist ja offensichtlich kein Teenager mehr.

    Noch etwas: Hör endlich auf, dir einzureden, du hättest eine ganz besondere Art von Diabetes, das ist blanker Unsinn. Übergewicht ist nämlich nicht die Ursache für Diabetes, auch wenn es ständig behauptet wird und auch viele Ärzte ins selbe Horn blasen.
    Es ist auch der Grund dafür, daß du im Netz nicht über deinen "besonderen" Diabetes finden kannst, denn über etwas, das es nicht gibt, kann man nicht schreiben.

  • Gast

    Rang: Gast
    am 10.12.2013 13:10:02
    danke e,
    genau so hatte ich es gemeint, und die te ist recht "eigen"
    in der meinug sie hätte diabetesbedingte beschwerden.
    vor allem liest sie garnicht die erklärungen, sondern meint ihr würde auf den schlips getreten.
    sie hat bz werte max 120- 140, bei ihrem jetzigen essen, "also"
    leicht erhöhte bz werte , trotzdem wird praktisch alle glucose im blut stoffwechselmäßig mit hilfe von eigeninsulin verarbeitet, "denn" sonst wäre ihr bz höher mind über der nierenschwelle. und wenn sie jetzt metformin nimmt ändert sich "überhaupt nichts" im verstoffwechseln, nur der bz geht ev etwas runter (und bei metformin nicht weil es insulin ersetzt sondern weil es die leber daran hindert speicherglucose auszuwerfen)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 10.12.2013 13:12:28
    Gast schrieb:
    Ich hatte erst nach 1h gemessen, allerdings sagte man mir, der 2h Wert sei viel wichtiger und ausschlaggebender. Ich hab dann beides gemessen und nach 2h war der Wert immer höher als nach einer.

    Hallo Jenny,

    wie hoch waren denn die Werte und wie hoch sind dein HbA1c und der NBZ?

    Wie dir auch andere schon geschrieben haben, nimmst du bei Diabetes allenfalls bei katastrophalen BZ-Werte ab. Die Insulinresistenz, die bei dir nachgewiesen wurde und bei Typ1-Diabetikern nicht besteht, sorgt im Normalfall dafür, dass man nur schwer abnimmt. Wenn du normale oder nur leicht erhöhte BZ-Werte hast, dann wirst du nach einer Ursache für die Gewichtsabnahme suchen müssen.

    Ich würde trotzdem die Leber weiter beobachten, weil eine NAFLD sich an den Werten nur schwach zeigt. Lass deinen Doc wirklich mal die Leber im Ultraschall betrachten. Die nichtalkoholische Fettleber tritt nicht nur bei Übergewichtigen auf. Es ist bekannt, dass Insulinresistenz und nichtalkoholische Fettleber stark zusammenhängen. Nach neuesten Erkenntnissen ist die NAFL vermutlich zuerst da und bildet die Ursache für IR und Diabetes.

    LG Rainer

  • Jenny

    Rang: Gast
    am 10.12.2013 17:48:22
    Ich meinte ja wenn man über den Bedarf isst. Momentan könnte ich ja richtig kalorienreich essen und nehme ab statt zu.
    Wenn der Körper wieder normal funzt, so würde man bei zu vielem Essen ja wieder zunehmen. So meinte ich das.

    Dass wenn man normal isst, nicht zunimmt, erscheint mir mehr als logisch und war auch nicht die Frage.

    Ich rede mir das doch gar nicht ein... Man sucht doch ganz automatisch nach "Leidensgenossen" und ein schlanker Typ2 unterscheidet sich nun mal von einem übergewichtigen Typ2. Und mein Diabetiker hat mich heut noch als "seltenes Phänomen" betitelt weil ich so schlank bin und dennoch Typ2 habe und nicht eins. Dennoch hat er mir gesagt, ich soll mich nicht als krank ansehen, sonder er meinte ich sollte die "Indianernatur" in mir erkennen... Etwas esoterisch, aber hatte doch Sinn nach seiner Erklärung.

    So wie ich es gelesen habe, sind 80% aller Typ2 übergewichtig, und 20% schlank, aber nur 2% die schlank und unter 40 sind. Also ist das doch nicht weit verbreitet.

    Mir ist schon klar, dass sich die Vorgänge im Körper nicht unterscheiden, aber dennoch gibt es nicht viele von meiner "Sorte". Ich wollte gerne Erfahrungsberichte lesen, aber es geht fast ständig immer nur ums Abnehmen - da kann ich aber leider nichts mit anfangen. Daher würde mich interessieren was andere so unternommen haben, wie sie gelebt haben etc.

    Das mit dem Metformin hat sich übrigens erledigt, ich soll es erst mal mit Ernährungsumstellung und bissl Sport weiter versuchen. Meine Werte sind ja jetzt nicht soooo dramatisch.
  • Jenny

    Rang: Gast
    am 10.12.2013 18:10:18
    Rainer schrieb:
    Gast schrieb:
    Ich hatte erst nach 1h gemessen, allerdings sagte man mir, der 2h Wert sei viel wichtiger und ausschlaggebender. Ich hab dann beides gemessen und nach 2h war der Wert immer höher als nach einer.

    Hallo Jenny,

    wie hoch waren denn die Werte und wie hoch sind dein HbA1c und der NBZ?

    Wie dir auch andere schon geschrieben haben, nimmst du bei Diabetes allenfalls bei katastrophalen BZ-Werte ab. Die Insulinresistenz, die bei dir nachgewiesen wurde und bei Typ1-Diabetikern nicht besteht, sorgt im Normalfall dafür, dass man nur schwer abnimmt. Wenn du normale oder nur leicht erhöhte BZ-Werte hast, dann wirst du nach einer Ursache für die Gewichtsabnahme suchen müssen.

    Ich würde trotzdem die Leber weiter beobachten, weil eine NAFLD sich an den Werten nur schwach zeigt. Lass deinen Doc wirklich mal die Leber im Ultraschall betrachten. Die nichtalkoholische Fettleber tritt nicht nur bei Übergewichtigen auf. Es ist bekannt, dass Insulinresistenz und nichtalkoholische Fettleber stark zusammenhängen. Nach neuesten Erkenntnissen ist die NAFL vermutlich zuerst da und bildet die Ursache für IR und Diabetes.

    LG Rainer




    Der letzte Langzeitwert lag bei 6,2. Ich hab die hohen Blutzuckerwerte aber erst seit ca. 1-2 Monaten. Das erste mal gemessen hatte ich am 5.11 wo ich einen zu hohen Blutzucker gemessen habe. Das war ja rein zufällig.

    Meine Tochter wurde am 03.07 geboren und ab da bis zum 10.07 habe ich noch kontrolliert und meine Werte waren bestens, auch nach kohlenhydratreicher Mahlzeit.

    Meine Nüchternwerte liegen seit November zwischen 120-140.

    1h nach einer dreiviertel Tiefkühl-Pizza hatte ich 202 und 2h danach 245.
    2h nach Chinesisches Buffet 259
    2h nach Stück Kuchen 210
    2h nach Schnitzel mit paar Pommes 245
    2h nach Vollkorn-Nudeln 217

    Bei 300 war ich noch nie. Also es sind glaube noch Werte wo andere sich drüber freuen würden, aber trotzdem sind sie ja zu hoch.

    Wenn ich mich an 40KH pro Mahlzeit halte (außer Frühstück), sind die Werte gut. Je nach dem was ich esse. Toastbrot geht nicht so wirklich und Nudeln, Kartoffeln auch nicht. Reis ist okay, Pommes zB. auch (ist dann aber nur eine Hand voll).

    So das war mal ein kleiner Auszug meiner Werte. Ich weiß jetzt nicht ob man das als leicht erhöht ansieht, kein Plan.

    Heute beim Diabetologen waren alle Blutwerte bis auf die Zuckerwerte im grünen Bereich. Also Schilddrüse und Co. ist alles okay.

    Er ist Vitamin-D Spezialist und der Wert war auch zu niedrig, aber eine Vitamin D Kur habe ich jetzt schon gemacht und wie es sich ausgewirkt hat, werde ich morgen erfahren.

    Er hatte mir noch einen Insulinwert gezeigt, der war bei 3,3. Ich weiß leider die Bezeichnung nicht mehr. Aber er hat es erklärt, dass die "Kappen" des Insulins gemessen werden im Blut, weil das Insulin selbst nicht lange messbar ist. Aber an den Kappen kann man erkennen wie viel Insulin ausgeschüttet wurde.

    Auf die Leber werde ich ihn mal ansprechen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 10.12.2013 19:07:11
    hallo jenny, der wert 3,3 wäre das c-peptid, also noch genügend vorhanden.
    bin auch ein schlanker diabetiker, wenn ich pizza esse bin ich bei 200, nach bewegung wieder auf 100.
    als völlig normalgewichtiger wurde mir vom arzt empfohlen abzunehmen, habe unter mühen versucht
    2 kg. wegzubekommen. es hat überhaupt nichts genützt. sich nur zu kasteien vermindert die lebensfreude enorm, das macht wiederum krank. disziplin und bewegung bewirkt wunder.
    bin auch typ 2 seit 13 jahren noch ohne nebenwirkungen. diabetes ist keine krankheit nur eine
    zu beherrschende störung. also keine panik... sonst wird man schnell auf die psychoschiene geschoben.
  • Jenny

    Rang: Gast
    am 10.12.2013 19:48:21
    Gast schrieb:
    hallo jenny, der wert 3,3 wäre das c-peptid, also noch genügend vorhanden.
    bin auch ein schlanker diabetiker, wenn ich pizza esse bin ich bei 200, nach bewegung wieder auf 100.
    als völlig normalgewichtiger wurde mir vom arzt empfohlen abzunehmen, habe unter mühen versucht
    2 kg. wegzubekommen. es hat überhaupt nichts genützt. sich nur zu kasteien vermindert die lebensfreude enorm, das macht wiederum krank. disziplin und bewegung bewirkt wunder.
    bin auch typ 2 seit 13 jahren noch ohne nebenwirkungen. diabetes ist keine krankheit nur eine
    zu beherrschende störung. also keine panik... sonst wird man schnell auf die psychoschiene geschoben.



    Ja genau so hieß dieser Wert!

    Nun hab ich mich eben an die KHs gehalten, ein Wrap 14KH + paar Backofenpommes 19KH = 33KH
    Wert nach 2h 221... Aber ich glaub ich bin auch ein bisschen krank, schon seit Tagen schlapp, Kopfschmerzen. Dann sind die Werte ja auch erhöht.

    Aber ich denke Sport wird auch meine Lösung sein, ich mache ja echt gar nichts, außer den normalen Haushalt, Alltag als Alleinerziehende mit zwei kleinen Kindern.

    Ich finde es jetzt auch nicht psychisch belastend dass ich Diabetes habe, aber ich muss mich erst noch umgewöhnen anders einzukaufen und natürlich KH-freier zu kochen.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 11.12.2013 12:44:39
    "Und mein Diabetiker hat mich heut noch als "seltenes Phänomen" betitelt weil ich so schlank bin und dennoch Typ2 habe und nicht eins."
    Ob selten od. nicht ist unerheblich, es scheint ja ein Fakt zu sein das du Typ 2 hast. Wieso od. weshalb kann/muss dir egal sein. Du kannst es ja eh nicht ändern, auch nicht wenn du dich nackisch auf den Tisch stellst u. Hulahula tanzt. ^^
    Es geht, so hat es mir meine Diabetesberaterin gesagt, nicht darum das du dich dem Diabetes anpasst. Es geht darum das die Therapie deinen Bedürfnissen angepasst wird.
    Für den Vater eines Bekannten war die Diagnose "Diabetes" ein Weltuntergang, er versinkt jedes mal in Selbstmitleid wenn wir auf das Thema zu sprechen kommen u. er ist regelrecht geschockt wie ich mit meinem Diabetes so leicht umgehen kann.

    "Aber ich denke Sport wird auch meine Lösung sein, ich mache ja echt gar nichts, außer den normalen Haushalt, Alltag als Alleinerziehende mit zwei kleinen Kindern."
    Haushalt, Kids usw. ist vielleicht kein Hochleistungssport, dennoch eine Belastung die sich (mehr od. weniger) auf den BZ niederschlägt. Da "Sport" bei jedem anders auf den BZ wirkt, würde ich "seicht" beginnen u. den BZ öfters mal kontrollieren.

    Anfangs (Ende September) habe ich mir auch den Kopp zerbrochen was für einen Diabetes Typ ich habe u. habe stundenlang im Internet geschaut auf was meine Blutwerte hindeuten - Der eine Wert hat auf Typ 1 hingedeutet, der andere auf Typ 2... Mittlerweile denke ich mir, das es im Endeffekt egal ist solange ich eine angemessene Therapie bekomme.

    Da dein C-Peptid bei 3,3 liegt, er beim Typ 2 zunächst (durch die Insulinresistenz) erhöht ist u. der Referrenzbereich bei 0,8 bis 4,2ng/ml liegt, würde ich unterstellen das du das "Anfangsstadium" des Typ 2 überschritten hast bzw. dich nie ganz von der Schwangerschaftsdiabetes erholt hast od. vielleicht vorher schon was am "brodeln" war.

    MfG
    Poth
  • Gast

    Rang: Gast
    am 11.12.2013 15:07:57
    ein c-peptidwert ohne den dazugehörenden bz ist völlig sinnlos. besser noch .
    nüchtern bz zu c-peptid
    kh +1,5h -- bz zu c-peptid.
    denn bei normalem bz ist der insulinbedarf gering, damit auch die insulinausschüttung und damit der c-peptidwert.
    mit kh steigt der bz damit die nötige insulinmenge und entsprechend die c-peptidmenge.
  • Jenny

    Rang: Gast
    am 11.12.2013 17:19:42
    Gast schrieb:
    "Und mein Diabetiker hat mich heut noch als "seltenes Phänomen" betitelt weil ich so schlank bin und dennoch Typ2 habe und nicht eins."
    Ob selten od. nicht ist unerheblich, es scheint ja ein Fakt zu sein das du Typ 2 hast. Wieso od. weshalb kann/muss dir egal sein. Du kannst es ja eh nicht ändern, auch nicht wenn du dich nackisch auf den Tisch stellst u. Hulahula tanzt. ^^
    Es geht, so hat es mir meine Diabetesberaterin gesagt, nicht darum das du dich dem Diabetes anpasst. Es geht darum das die Therapie deinen Bedürfnissen angepasst wird.
    Für den Vater eines Bekannten war die Diagnose "Diabetes" ein Weltuntergang, er versinkt jedes mal in Selbstmitleid wenn wir auf das Thema zu sprechen kommen u. er ist regelrecht geschockt wie ich mit meinem Diabetes so leicht umgehen kann.

    "Aber ich denke Sport wird auch meine Lösung sein, ich mache ja echt gar nichts, außer den normalen Haushalt, Alltag als Alleinerziehende mit zwei kleinen Kindern."
    Haushalt, Kids usw. ist vielleicht kein Hochleistungssport, dennoch eine Belastung die sich (mehr od. weniger) auf den BZ niederschlägt. Da "Sport" bei jedem anders auf den BZ wirkt, würde ich "seicht" beginnen u. den BZ öfters mal kontrollieren.

    Anfangs (Ende September) habe ich mir auch den Kopp zerbrochen was für einen Diabetes Typ ich habe u. habe stundenlang im Internet geschaut auf was meine Blutwerte hindeuten - Der eine Wert hat auf Typ 1 hingedeutet, der andere auf Typ 2... Mittlerweile denke ich mir, das es im Endeffekt egal ist solange ich eine angemessene Therapie bekomme.

    Da dein C-Peptid bei 3,3 liegt, er beim Typ 2 zunächst (durch die Insulinresistenz) erhöht ist u. der Referrenzbereich bei 0,8 bis 4,2ng/ml liegt, würde ich unterstellen das du das "Anfangsstadium" des Typ 2 überschritten hast bzw. dich nie ganz von der Schwangerschaftsdiabetes erholt hast od. vielleicht vorher schon was am "brodeln" war.

    MfG
    Poth



    Ich habe auch den Verdacht, dass ich es in der ersten SS auch schon hatte, oder vielleicht gegen Ende entwickelt habe. Der OGTT Test war allerdings noch im Rahmen, zwar grenzwertig aber eben nicht drüber. Ich habe aber dann alle typischen Symptome einer nicht behandelten SS-Diabetes bekommen (er hatte zwar Normalgewicht, aber kam fast 3 Wochen zu früh, für diese Woche war er schon schwer, per KS wegen Schwangerschaftsgestose).

    Wer weiß, wer weiß... kann man jetzt eh nicht mehr nachvollziehen.
  • Jenny

    Rang: Gast
    am 11.12.2013 17:20:50
    Gast schrieb:
    ein c-peptidwert ohne den dazugehörenden bz ist völlig sinnlos. besser noch .
    nüchtern bz zu c-peptid
    kh +1,5h -- bz zu c-peptid.
    denn bei normalem bz ist der insulinbedarf gering, damit auch die insulinausschüttung und damit der c-peptidwert.
    mit kh steigt der bz damit die nötige insulinmenge und entsprechend die c-peptidmenge.



    Der Nüchternwert war bei der Blutabnahme 135.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 11.12.2013 17:43:19
    damit bist du im nüchternwert wesentlich über der diagnosegrenze, mit entspreched erhöhtem insun.
    und diesen wert kannst du nicht mit sport am nachmittag beeinflussen.
    daher bist du genau richtig mit mo/ab je 250mg metformin zu beginnen. damit reduzierst du den nüchten-bz, und am tage die glucoseausschüttung der leber, kommst insgesamt auf einen besseren bz -level, je besser desto bessser wirkt dann auch wieder dein eigenes insulin.
    und hast gleichzeitig noch den vorteil das metformin mit geringer dosierung zu beginnen (einschleichen genannt, dann wird es problemloser vertragen)
    wenn du "dann" noch etwas bewegung/sport machst, ist alles in die bessere richtung gedreht.
    das ganze nennt sich up regulation, ganz einfach gesagt
    mit guten bz werten ist es einfacher diese zu halten, als von hohen werten runter zu kommen.
    schau dir mal die anderen berichte an wo zu lange gewartet wurde, und "dann" wird mit großen mengen metformin angefangen und dann kommne die leute nicht mehr vom 00 runter.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 12.12.2013 13:29:14
    Hallo Jenny,

    deine Werte nach den Mahlzeiten sind mit über 200 beim 2-Stunden-Wert sehr hoch. Die musst du unbedingt niedriger hinbekommen, sonst riskierst du ein relativ schnelles Auftreten von hässlichen diabetischen Folgeerkrankungen. Du hast im wesentlichen 3 Möglichkeiten (in dieser Reihenfolge), den BZ positiv zu beeinflussen.
    - Ernährung, insbesondere musst du die Menge und Qualität der KH beachten,
    - Bewegung, die ist insgesamt wichtig, aber kann auch konkret nach der Mahlzeit zur Senkung genutzt werden,
    - notwendige Medikamente, die dann noch zur BZ-Senkung gebraucht werden.

    Welche BZ-Ziele du dir stellst, ist deine persönliche Entscheidung. Ich persönlich setze mir die Ziele 140 und 120mg/dl in 1 bzw. 2 Stunden nach der Mahlzeit, die ich möglichst oft einhalten will. Höhere Werte kommen immer wieder mal vor, sie sind als Ausnahmen aber kein Problem. Du kannst dir diese engen Grenzen setzen oder auch nicht, zumindest solltest du aber für den 2-Stundenwert 140mg/dl als Ziel nehmen. Je näher dein BZ an den Verlauf bei Stoffwechselgesunden herankommt, desto größer sind die Chancen, dass du dein restliches Leben von diabetischen Folgeerkrankungen verschont bleibst. Du hast ja noch sehr viele Jahre vor dir, die du bestimmt möglichst gesund verbringen willst.

    Du wirst diese niedrigen Zielwerte nicht von heute auf morgen hinbekommen. Das ist auch nicht nötig, ein paar Monate mehr oder weiniger sind nicht entscheidend. Setz dir realistische Zwischenziele, z.B. erst einmal 180mg/dl für den 2-Stunden-Wert. Probiere aus, was für Speisen deinen BZ besonders hochtreiben und reduziere die entsprechend. Bewege dich nach dem Essen und beobachte, wie weit das deinen BZ absenkt. Sträube dich nicht gegen Medikamente, wenn dein BZ mit Ernährung und Bewegung nicht gesund genug verläuft. Das Metformin wirst du bestimmt noch auf die Höchstdosis von 2 * 1000mg steigern müssen, aber vielleicht reicht das noch nicht aus. Als Ernährung kann ich dir LOGI empfehlen. Das ist eine Art mediterrane Ernährung mit weniger Pasta. Auf jeden Fall kannst du dich damit schmackhaft und diabetesgerecht ernähren.

    Viel Erfolg, Rainer
  • Jenny

    Rang: Gast
    am 13.12.2013 11:34:19
    Danke für die Antworten...

    Meine Nüchternwerte heute und gestern waren 150. Hatte aber vorletzte Nacht einen heftigen Magen-Darm Infekt. Auch die Tage zuvor war er ja höher um die 130-140. Lag das daran, dass was in mir brodelte?

    Bei Krankheit sind die BZ-Werte doch höher oder? Heute geht es mir zwar wieder ganz gut, habe 2kg Wasser abgenommen, 1kg ist wieder drauf dadurch dass mein Essen und Trinken wieder drin bleibt. Aber geschwächt bin ich immer noch.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 13.12.2013 12:34:48
    Hallo Jenny,

    ja, das stimmt. Bei einem Infekt und bei Entzündungen verläuft der BZ höher als normal. Werde erst mal wieder gesund und kümmere dich dann weiter darum.

    In den paar Tagen mit höherem BZ wird auch nichts schlimmes passieren, das kannst du einfach so akzeptieren.

    Gute Besserung, Rainer