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Er hat sich einfach nicht im Griff. Was kann ich tun?
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am 23.12.2013 16:01:16
Hallo zusammen. Ich hoffe jemand kann mir helfen!
Mein Freund ist 21 Jahre, er hat seit seinem 3. Lebensjahr Diabetes Typ-1.
Ich kenne ihn seit ca. 5 Jahren, seit einem Jahr sind wir ein paar.
In den vier Jahren in denen wir einfach Freunde waren hat er sich jedes Wochenende regelrecht ins Koma gesoffen, mit Alkohol. Und das wirklich von Freitags bis Sonntags. Manchmal auch in der Woche. Zwischenzeitlich hat er auch Drogen konsumiert.
Nun sind wir wie gesagt seit einem Jahr ein Paar. Er nimmt keine Drogen mehr. Aber trinkt noch immer sehr oft Alkohol und das leider in sehr großen Mengen.
Ich weis nicht mehr weiter. Er achtet in keinster weise auf sich und seine Krankheit. Er lebt wie ein gesunder Mensch, aber das ist er nunmal nicht.
Vor 2 Tagen waren wir zusammen weg, er hat sich wieder getrunken bis zum geht nicht mehr. Wenn ich nicht dabei wäre, dann könnte er nichmal mehr seinen BZ messen.
Ich habe schon mehrmals Termine bei seinem Diabetologen gemacht. Bei einem war er dann. Er kann mir doch nicht erzählen das da bisher keine Folgeschäden entstanden sind? Das sagt er jedenfalls.
Mit dem sehen hat er schon Probleme, das ist mir aufgefallen.
Und nun... ? Ich mach mir Sorgen und weis langsam nicht mehr weiter. Er ist eig so ein toller Mensch! Hat jemand Erfahrungen mit Alkohol und Diabetes? Ich bin dankbar für jeden kleinen Tipp. -
Gast
Rang: Gastam 24.12.2013 13:05:22
auch wenn es wehtut , ihr seid beide, du mit abhängigkeit dein freund mit seiner alkoholsucht, und diabetesschlamperei, auf dem besten weg ins chaos(höflich ausgedrückt)
-- trenne dich und fange an zu leben, bevor es zu spät ist.
sollte er wirklich schnell trocken werden, "und" sich um den diabetes kümmern. und das zuverlässig (nicht habe gestern das letzte mal getrunken), ist immer noch zeit für einen guten "anfang" denn zz ist es garnichts.
" er " muß wollen und etwas tun, nicht du.. -
Gast
Rang: Gastam 24.12.2013 14:09:34
Moin Karina,
die Geschichte stellt sich aus meiner Opa-Sicht recht einfach dar: Du hast dich schon sehr jung in den Jungen verliebt, der mit seinen Problemen von den anderen eher an den Rand gestellt wurde. Alle Welt hat versucht, ihn Dir auszureden, und jeder Ausredeversuch hat Dich nur weiter in Deiner Entscheidung bestärkt. Noch mehr bestärkt hat Dich schließlich, dass er offenbar Dir zuliebe keine Drogen mehr nimmt. Und auch wenn Du inzwischen kopfmäßig weißt, dass Du seine Probleme nicht lösen kannst und dass jemand mit ernsthaften Alkoholproblemen in aller Regel erst dann aufwacht und eigene Verantwortung zu übernehmen beginnt, wenn er damit kräftig und schmerzhaft in der Sch... gelegen hat, willst Du ihn heute vor so einer Erfahrung bewahren, weil Du befürchtest, dass er dann ohne Dich erstmal wieder zu den Drogen zurück geht.
Und weil Du Dir so eine Verschlechterung dann als Deine Schuld anlasten würdest.
Es geht Dir also vergleichsweise besser, wenn Ihr wie bisher zusammen weiter macht, als wenn Du ihn vor die Alternative stelltest: "Entweder Drogen und Alkohol raus und BZ im Rahmen einer guten Einstellung, oder ich muss ab SOFORT meinen Weg alleine gehen."
Du würdest Dir dabei wie die oberste Verräterin vorkommen. Und damit Dir das nicht passiert, enthältst Du ihm lieber den einzigen Anstoß weiterhin vor, mit dem er vielleicht noch auf seinen gesunden Weg finden könnte. Dafür opferst Du gerne zu seinem auch Dein Leben und bei Gelegenheit vielleicht auch noch das eines armen kleinen Kindes.
Ich weiß, das liest sich vor allem zu Weihnachten unmenschlich hart. Aber seine tollste Weihnachtsgeschichte wäre in meinen Augen, wenn er in 1 oder 2 Jahren sagen würde, dass sein wirklich eigenverantwortliches Leben Weihnachten 2014 mit Deinem Tritt in seinen Allerwertesten angefangen hat. Und wenn er volles Verständnis für Deine Trennung zeigen und sich für die Sorgen und Qualen entschuldigen würde, die er Dir in Eurem früheren Leben bereitet hatte. -
Und wenn er dann vielleicht fragen würde, ob Du's mit ihm in seiner neuen gesunden Form, die er mit Deiner harten Haltung endlich hatte entwickeln können, doch noch einmal probieren wolltest?
Daumendrück, auch für Fest und Jahreswechsel,
Jürgen -
am 31.12.2013 13:36:14
Liebe Karina
Das sieht mir auch sehr danach aus als verschliesse dein Liebster einfach seine Augen und um auch nichts hochkommen zu lassen, säuft er sich so oft wie möglich ins Delirium. Das kann nicht die Grundlage einer Beziehung sein und du kannst ihn mit aller Liebe nicht zu dem wichtigen Schritt in die Richtige Richtung bewegen. Wahrscheinlich würde er echt erst aufwachen wenn du ihn wie meine Vorposter schon raten vor die Tatsache stellst, sein Leben endlich alleine in den Griff zu kriegen. Für sein Glück ist jeder selbst verantwortlich. Und wenn eure Beziehung ihm etwas bedeuted, wird er den Entschluss fassen sein Leben zu packen um mit dir eine gesunde Basis schaffen zu können.
Manchmal weiss man erst was man hat, wenn man es verliert - diese Wahrheit könnte ihm helfen die Augen zu öffnen!
Lebe dein Leben, denn es hilft ihm nicht, wenn du dich aufgibst und immer zurück steckst. Sein Körper wird nicht mehr lange so weitermachen können!
Wünsche euch beiden viel Glück und Kraft im 2014. Den Glauben dass sich alles zum Guten wenden mag! Drück euch die Daumen! -
am 02.01.2014 00:32:46
Hallo zusammen!
Erstmal ein Frohes Neues Jahr und vielen Dank für eure Ratschläge.
Habe mir besonders die Antwort von Jürgen sehr zu Herzen genommen..
Nach meinem Beitrag hier habe ich nochmal das Gespräch mit ihm gesucht.
Und ich muss sagen..
Er hat das erste mal echte Gefühle zugelassen. Mein Liebster fing bitterlich an zu weinen. Er sagte er kommt einfach nicht mit seiner Krankheit klar. Und sobald das Wochenende näher rückt kommt ihm der Alkohol genau recht um genau das zu vergessen. Eigendlich wollte ich mich trennen, das war der Grund warum ich mit ihm sprechen wollte.
Naja was soll ich sagen. Haltet mich für bescheuert, aber natürlich hab ichs dann nicht gemacht. Seit diesem Gespräch habe ich dann doch wieder Hoffnung.
Wir hatten ein tolles Silvester zusammen, und das alles ohne Alkohol.
Ganz plötzlich hat er einen Termin bei seinem Diabetologen gemacht. Ich erkennen ihn nicht wieder..
Ich hoffe er hat etwas verstanden und er meint es dann doch nochmal ernst.
Ansonsten ist die Trennung ganz nah.
Euch alles gute für 2014!
Ganz Liebe Grüße, Karina -
am 02.01.2014 00:38:07
Hallo Karina
Ich kenne zwar keinen Alkoholkranken Diabetiker,aber jemand die mit einem nun trockenen Alkoholiker verheiratet ist.Wende dich doch mal an http://www.al-anon.de/,das ist eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern.Die kennen sich aus,und können dir sicher helfen.Ob du den Mann verlässt oder nicht kannst nur du entscheiden,lass dir da auch nicht reinreden.Allerdings täte es mir leid für dich,wenn du aus Mitleid bei ihm bleiben würdest.Hol dir Informationen,denk darüber nach und stell ihn dann vor die Wahl.Bei den Anonymen Alkoholikern gibt es sehr viele Menschen,die auch lange nicht geglaubt haben das sie abhängig sind.Geh doch mal mit ihm hin,es gibt von denen sogar Onlinemeetings.Wär ihm womöglich für den Anfang lieber,es ist übrigens Kostenlos.Ich wünsch dir Alles Gute. -
am 02.01.2014 01:12:07
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Bearbeitet von User am 03.02.2016 01:08:41. Grund: .