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Pumpe als Geschenk,muss GKV dann die Folgekosten übernehmen?
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am 01.01.2014 21:18:01
Kennt sich hier einer aus damit?Meine Haushaltshilfe hat Typ2 und viele Probleme,obwohl sie sich ganz genau an alle Regeln hält.Jetzt mussten ihr 3 Zehen Amputiert werden,und ihr Diabetologe hat gemeint das eine Insulinpumpe ihr sicher sehr helfen kann.Ich selber habe seit 3,5 Jahren Typ1,und würde ihr,nachdem ihre Kasse abgelehnt hat eine meiner Pumpen schenken.Laut ihrer Kasse geht es ihr noch nicht Schlecht genug,was muss kommen das es einem Schlecht geht???Ich selber bin bei einer Privaten Versicherung,die haben mir sofort eine Pumpe bezahlt.Die anderen haben wir selber angeschafft,aber sie kann das halt nicht.Ich hab ihr schon angeboten das wir zum Anwalt gehen,aber sie traut sich nicht.Selbst die Kosten für den Physiotherapeuten wollten sie nicht übernehmen,ich hab dann angerufen und ihnen mit einem Leserbrief gedroht.Die Orthopädischen Schuhe wollten sie auch nicht zahlen,wieder anrufen und drohen.Jetzt muss sie 12 Monate im Jahr mit einem Paar Schuhe rumlaufen,laut denen reicht das.Ich weiß das viele sagen soll sie halt die Kasse wechseln,nur ist sie einfach ängstlich.Da muss nur ein Schreiben kommen,und sie hat Panik.Es kann doch nicht sein,das in Deutschland Leute erst halbtod sein müssen,ehe ihnen geholfen wird.Was wenn sie dann mal zu Dialyse muss,das ist teurer als die Kosten von Pumpe&Co.Selbst mit den Teststreifen wollten sie ihr schon vorschreiben wie viele sie sie zu nehmen hat,sie braucht zuviel.400 im Quartal würden ihr ja wohl reichen,mehr gibts nicht.Ich selbst mache CGM,brauche die Streifen eigentlich nur zum kalibrieren und damit ich mich sicher fühle.Hier ist doch sicher jemand unter euch der ähnliche Probleme hatte,wie habt ihr sie gelöst???? -
Gast
Rang: Gastam 01.01.2014 23:15:02
Es ist nicht alles nur eine Geldfrage. Wer Zehen einbüßt, leistet sich in aller Regel einen HBA1c deutlich über 6, meistens sogar deutlich über 7, und kennt den Preis.
Und weiß auch, wie er oder sie mit Streifen-BZ-Messer und 2 Pens deutlich darunter bleiben könnte.
Sorry, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 01.01.2014 23:57:10
Man braucht hier keine Kommentare von einem Besserwissern,sondern Hilfe.Deinen Zynismus tu dahin wo er angebracht ist.Kennst du die Frau,ihre Werte oder Situation?Ich denke nein,also sorg du dafür das deine Zehen an Ort und Stelle bleiben.Sorry -
am 02.01.2014 00:33:45
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Bearbeitet von User am 03.02.2016 01:07:25. Grund: . -
am 02.01.2014 00:59:36
Danke für deine Antwort!
Die haben ihr nur ein Paar Schuhe überhaupt gegeben,geschlossen.Die Pumpen gehören mir,mein Mann hat sie so nach und nach angeschafft.Nur die 1.war von der Versicherung,die ist auch mein Liebling und würde NIEMALS abgegeben werden.ICT macht sie schon,aber es hilft nicht wirklich.Der Diabetologe sagt manche sind nur extrem schwer mit ICT gut einzustellen,ich kann das nicht beurteilen.Ich habe es zwar damals gelernt,aber sofort eine Pumpe bekommen.Zu mir hat man damals gesagt das sei die Beste Behandlung für mich,zumal ich es Hasse mich mit dem Pen zu pieken.Ich bin zufrieden so wie es jetzt ist,ich habe immer sehr gute Werte. -
Gast
Rang: Gastam 02.01.2014 10:56:08
Moin Yael,
wie ich‘s lese, seid Ihr doch in einer super guten Situation zum Ausprobieren. Eine Pumpe ist verfügbar, und die Betriebskosten für 1 Quartal werden doch auch nicht das Problem sein. Also den Diabetologen ins Boot holen (der hat vielleicht noch ne Idee zu den Betriebskosten/Verbrauchsmaterial) und 1 Quartal mit Pumpe zum Vergleich.
Wenn die Behandlung mit Pumpe dann wirklich sooo viel besser ist, habt Ihr das überzeugende Argument für die Krankenkasse :)
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 02.01.2014 11:05:05
da die frage war : muß die kk die folgekosten für die pumpe übernehmen, nein muß sie nicht, da die folgekosten die pumpenkosten weit übersteigen, ist eine genehmigung meist unter beibeziehung des mdk erforderlich.
praktisch immer werden die tagebücher der letzten drei monate verlangt.
zusätzlich , ohne schulung wie mit der pumpe umzugehen ist ,
ist pumpe nicht besser als ict. -
Gast
Rang: Gastam 02.01.2014 12:39:16
Moinmoin,
wenn das Behandlungsergebnis mit der Pumpe gegenüber der ICT erheblich und entscheidend verbessert wird, werden Pumpe und Folgekosten in aller Regel auch von der GKV übernommen.
Allgemein muss die GKV aber praktisch in Vorleistung treten, weil das bessere Pumpenergebnis zum Zeitpunkt der Bewilligung noch gar nicht vorliegt. Deswegen der umfangreiche normale Antragsweg mit den entsprechenden Schwellen.
In diesem Fall kann aber mit verhältnismäßig geringem Eigeneinsatz und mit Hilfe eines engagierten Diabetologen ein Behandlungsquartal mit Pumpe erfolgen und so das entsprechend viel bessere Behandlungsergebnis nicht nur versprechen, sondern ggf. mit Untersuchungs-Ergebnissen hart belegen. Und wenn das Ergebnis mit Pumpe gegenüber dem bisherigen mit ICT so viel besser ist, dass es die Pumpenversorgung rechtfertigt, werden nicht nur die Folgekosten übernommen, sondern auch ne neue Pumpe.
Daumendrück, Jürgen -
am 02.01.2014 14:05:08
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Bearbeitet von User am 03.02.2016 01:07:50. Grund: . -
Gast
Rang: Gastam 02.01.2014 16:29:28
ziemlich richtig erkannt,
nur deine docs haben dir natürlich mit dem insulin einen typischen bären aufgebunden.
ja "ab" einer gewissen menge an ie, wirkt lantus ca 24 stunden, wobei die "gewisse menge" bei jedem individuell ist.
viele müssen lantus zweimal/d spritzen besonders die sehr insulinempfindlichen weil die menge zu gering ist.
und natürlich gibt es natürlich unterschiedliche basalbedarfsmengen, manche breuchen tag nach ähnliche ,
andere unterschiedliche mengen.
der wirkliche basalbedarf folgt einer kurve, daher gibt es für die pumpe ein entsprechendes profil bzw bes für weibl profile.. und das ist der vorteil der pumpe.
der essensbolus muß bei der pumpe genauso wie mit dem pen abgegeben werden "von hand". dafür gibts bei der pumpe gewisse verzögerungen. als wenn man den bolus in schritten spritzt. aber auch das muß man lernen, die pumpe führt nur aus was du ihr vorgibst also drückst.
wer also intellektuell und vom selbstbewustsein mit ict nicht klar kommt, wird mit pumpe nicht besser klar kommen denn der "denk"aufwand ist höher.
und wer es nicht schafft die ihm zustehenden zwei paar straßen/ein paar hausschuhe als erstversorgung zu erhalten, da zweifle ich wirklich an einer pumpentherapie.
schon die ermittlung der basalrate ist nötig da wird ein standard eingestellt und der patient muß diesen optimieren. damits geht. -
am 02.01.2014 22:54:15
Hallo
Das mit dem Ausprobieren hab ich natürlich auch schon überlegt,und die Pods für ein oder zwei Monate könnte ich auch geben.Aber man muss sie ja Einstellen,und eine Schulung brauchts auch.Ich war dazu in einer Klinik,da haben sie mir auch beigebracht wie die Pumpe funktioniert.Wobei das nur der Anfang ist,man muss sich da selber rantasten.Ich weiß z.B. das ich wenn ich meine Tage bekomme für 3 Tage die Basalrate meiner Pumpe auf 120% erhöhen muss,bei ner normalen Ekältung reichen meist 115% für 1-2 Tage.Wenn ich Hülsenfrüchte esse,brauche ich überhaupt keinen Bolus.Ich Verstoffwechsle sie so langsam das die Basalrate ausreicht,aber das sind Dinge die die Zeit einem zeigt.Bei ihr ist vieles falsch gelaufen,früher hatte sie so einen Internistischen Hausarzt.Der war schon Uralt und Altmodisch,da gabs paar Pillen und einen Essplan.Und ja kein Insulin,das ist er Allerletzte Ausweg.Das muss man hinauszögern so lange es geht usw.Der hat auch gesagt es reicht wen man 1mal in der Woche den BZ misst!Als er aus Altersgründen aufgehört hat,hat seine Nachfolgerin sie sofort zum Diabetologen geschickt.Und der hat sie mit 680mg/dl in die Klinik geschickt.Erst seit da bekommt sie Insulin,und sie ist wirklich extrem genau mit allem.Aber die Schäden waren halt da,und die 3 Zehen sind ab.Vor allem scheint sie es nicht wirklich zu merken wenn sie in Unterzucker kommt,die läuft oft völlig wirr rum.Ich selber mache CGM,da kommt die Warnung schon lange vor ich soweit unten bin.Wenn ich nicht reagiere,stellt sich die Pumpe für 2 Stunden ab.Aber daran das ihre Kasse CGM bezahlt ,glaub ich eh nicht.Der Diabetologe schreibt jetzt noch mal an ihre GKV und versucht es so,andernfalls muss halt doch der Anwalt her. -
am 03.01.2014 17:46:50
Moin Yael,
wie Du‘s beschreibst, hat die gute Frau die meiste Zeit mit ihrem Diabetes eine völlig unterirdische ärztliche Behandlung erfahren. Die siehst Du zwar nun deutlich besser, aber häufige Hypos sprechen nicht unbedingt auch nur für befriedigend.
D.h. sie bräuchte doch eigentlich zunächst mal eine Schulung, die sie in den Stand versetzt, ihren BZ aktiv selbst zu steuern und z.B. weniger Bolus zu spritzen, wenn sie sich direkt nach dem Essen mehr bewegt, und mehr, wenn sie die folgenden 2 Stunden einer sitzenden Tätigkeit nachgeht.
Und um ihr Insulin gezielter einsetzen zu können, müsste sie an ein paar ruhigen Tagen systematisch ausprobieren, in welcher Zeit und mit welcher BZ-Verlaufshöhe z.B. die Menge Insulin bei ihr wirkt, die sie für 1 Scheibe Brot braucht.
Auf diese Weise könnte sie gesunder nutzen, was sie jetzt schon hat :)
Daumendrück, Jürgen