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  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.03.2014 03:04:41
    Hallo liebes Forum,

    Mein Name ist Marc, 21 und habe eine sehr dringende Bitte an Euch.

    Meine Mutter leidet nun seit mehreren Jahren an Diabetes Melitus. Bedingt dadurch stellte sich vor etwa 2-3 Jahren eine Polyneuropathie beginnend in den Füßen bei Ihr ein. Mittlerweile ist so schlimm geworden das sie Nachts kaum schlafen kann. Immer häufiger kommt es vor das ich Sie weinend im Schlafzimmer auffinde weil ich dadurch wach werde. Mir fällt es immer sehr schwer Sie beruhigen zu können. Auch mein Vater weiß langsam keinen Rat mehr. Tagsüber, wenn Sie beschäftigt ist, fallen die Schmerzen nicht allzu schlimm aus doch wenn Sie zur Ruhe kommt ist es immer sehr schlimm. Wohnzimmer, Küche sowie Schlafzimmer kann Sie nur betreten wenn es Kühl genug ist. So wie es uns scheint sind die Schmerzen erträglicher wenn Ihre Füße gekühlt werden. Aber dennoch bestimmen die Schmerzen den Alltag.

    Ich erhoffe mir durch dieses Posting jemanden oder mehrere zu finden die mir konkrete Maßnahmen nennen können mit denen die Schmerzen einzudämmen sind. Denn mitlerweile mach ich mir wirkliche Sorgen um meine Mutter. ich weiß weder wie lange ich noch etwas von Ihr habe noch wie lange sie das noch aushält. Ich möchte mit folgendem kein Mitleid erhaschen aber ich fahre jeden Tag mit Tränen in den Augen zur Arbeit und hoffe, das wenn ich wieder zuhause bin, meine Mutter auch noch dort ist.

    Ich hoffe hier kann irgendjemand meiner Mutter helfen. Ich wäre Euch allen sehr sehr dankbar dafür.

    Viele liebe Grüße

    Marc
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 27.03.2014 03:43:30
    Mit extrem guter BZ-Führung werden die Schmerzen häufg geringer und die PNP verschärft sich nicht mehr so schnell. Deshalb sind für mich die wichtigsten Fragen:
    - Kümmert sie sich intensiv um ihren Diabetes und um den BZ-Verlauf?
    - Misst und kontrolliert sie zumindest gelegentrlich ihren BZ selbst?
    - Wo steht sie mit ihrem HbA1c?
    - Ist sie wenigstens beim Diabetologen in Behandlung und nicht nur beim Hausarzt?

    Die Behandlung bei einem guten Diabetologen wäre erst einmal die wichtigste Maßnahme. Ansonsten gibt es einige Sachen, die man gegen PNP-Schmerzen probieren kann. Es gibt aber nichts, was durchschlagend hilft und nichts, was bei allen hilft. Deshalb ist und bleibt die BZ-Normalisierung das Wichtigste.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.03.2014 04:27:47
    Hallo Rainer,

    danke für deine Antwort.

    Ja sie kümmert, misst und kontrolliert regelmäßig und selbstständig. Auch ist Sie bei einem Diabetologen in Behandlung, ebenfalls regelmäßig.

    Allerdings weiß ich nicht was hba1c genau ist. Vielleicht könntest du mir das erklären?

    Ich danke dir nochmals für deine rasche Antwort. So konnte ich Sie zumindest schonmal etwas aufmuntern.

    Lieben Gruß,

    Marc
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 27.03.2014 08:46:12
    Hallo Marc,

    dann macht sie schon viel richtig. Die nächste Frage wäre, was für Ziele Sie sich für den BZ gestellt hat. Der gesunde Bereich liegt in 1 bzw. 2 Stunden nach der Mahlzeit unter 140 bzw. 120 mg/dl und der Nüchternwert sollte unter 100 sein. Als Langzeitwert HbA1c kommt dann etwas um 6,0% oder besser raus.

    In der Praxis ist das eigentlich nur zu erreichen, wenn die KH moderat reduziert werden. Als Buch kann ich ihr dafür dieses empfehlen. Ganz wichtig für die BZ-Führung ist auch viel Bewegung.

    Beste Grüße, Rainer
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 21.03.2014
    am 27.03.2014 13:20:45
    Hallo Marc,
    es ist eine schlimme Geschichte die Deine Mutter getroffen hat. Ich selbst habe diesen Weg hinter mir, vor fünfzehn Jahren hat man bei mir diese Polyneuropathie - unbekannte Genese - festgestellt, betroffen die gesamten peripheren Gliedmaßen. Damals war kein Diabetes im Spiel. Das schlimmste waren nicht so sehr die Schmerzen, da war es wie bei Deiner Mutter, schlimm war dass diese Schmerzen mich nicht schlafen ließen, und dies über viele Jahre. Schlaf war nur möglich wenn das Schlafbedürfnis den Schmerz überlagerte, dann waren ein max. zwei Stunden Schlaf am Stück möglich. Da lernt man erkennen warum Schlafentzug ein Folterinstrument ist. Man hat in diesen Jahren einiges an Medikamenten ausprobiert, homöopathische Mittel wie z.B. Schüssler Salze, Akkupunktur usw. nichts hat funktioniert. Heute bin ich mit Lyrica und Oxycoton (BTM) versorgt, in Behandlung in einer Praxis für Anästhesiologie, Schwerpunkt Schmerztherapie. Das Schmerzempfinden hat man dadurch reduziert, aber den Durchbruch habe ich in einer Heilpraxis erlebt. Behandelt wurde ich per Oberon-NLS-System und erlebe seit der zweiten Behandlung ein vollkommen neues Leben, Schlafen von traumhaften fünf oder auch sechs Stunden - am Stück!
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 7
    Mitglied seit: 24.03.2014
    am 28.03.2014 07:53:44
    Hallo Marc ic h bin selber 41 und habe seit 2005 also seit 9 Jahren Polyneuropathie in beiden Füßen. Ich kenne also diese Schmerzen sehr genau. Ich habe es lange Zeit so gehandhabt das ich abends zum Fernsehen bereits 1 400-600 Ibuprofen oder Paracetamol genommen habe. Das half mir prima einzuschlafen. Damit ich nachts nicht von Schmerzen geweckt werde trage ich ganz weiche und auf links gedrehte Kuschelsocken(links damit keine Nähte drücken). Damit sind diese empfindlichen Stellen gut geschützt denn mit tat sogar die Zudecke weh. Ich habe schon immer einen guten Hba1c von 6,2-6,8 und seit 1 Jahr 5,8... es scheint nicht viel damit zu tun zu haben. Die Diabetologin meinte das jeder Diabetiker andere Empfindlichkeiten bekommt, manche mit den Augen oder Nieren, andere mit den Füßen. Ich bekomme jedenfalls jetzt ein Medikament gegen die Schmerzen direkt über die Kasse verschrieben. Es heißt Gabapentin-neuraxpharm 300mg. Deine Mutti soll mal darüber mit ihrem Diabetologen reden. Auch gibt es eine Hochtontherapie 4 Wochen zum kostenlosen testen. Diese Gutscheine gibts auch beim Diabetologen. Ich hoffe es hilft euch bissel weiter..ach noch was..deiner Mutti stehen Schutzschuhe und eine extra Einlegesohle für Diabetiker mit Poly.... zu. Sie muss das alles beim Arzt besprechen. Mir gehts damit viel besser und ich führe ein aktives Leben. Alles gute Kaoh. Wenn du noch Fragen hast schreib mich ruhig an...tschüssi
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.03.2014 21:18:37
    hallo Marc, es ist natürlich gut den Bz gut einstellen. Wenn aber die Polyneuropathie weit fort=
    geschrittenist , wie es bei Deiner Mutter der Fall zu sein hilft das alleine auch nicht .
    Ich habe überhaupt kein Gefühl mehr in den Füßen und mich quälten auch lange die Schmerzen
    vor allem nachts . Ich nehme seit vielen Jahre Gabapentin 300mg und da hilft sehr gut.
    Ich rate ja mal eher zu einem Neurologen zu gehen .In jedem Fall ist es natürlich gut , den Zucker
    gut eingestellt zu haben. .Ich habe einen guten HB Wert 6,5 und habe trotzdem die beschwerden .Alles Gute
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 16.04.2015
    am 16.04.2015 03:13:25
    Hallo liebes Forum,

    ich habe sehr lange nicht hier rein geschaut aber ich bedanke mich für all eure Antworten. Ich habe mir soweit alles notiert und werde noch heute morgen die ärztlichen Termine vereinbaren.

    In der Zwischenzeit habe ich meine Freundin kennengelernt und ihre Mutter erzählte sie habe den selben Fall in der Familie gehabt und riet mir zu Kur für meine Mutter. Inwieweit ist das denn überhaupt möglich das sie eine Kur bekommt ohne selber zahlen zu müssen?

    Gibt es dort die Möglichkeit das die Krankenkasse einen Teil der Kosten trägt? Inwieweit übernimmt sie überhaupt?

    Ich habe es mitlerweile auch geschafft meine Mutter davon zu überzeugn das sie sich helfen lassen muss. Und das hat mich sehr viel Zeit und Einfühlungsvermögen gekostet denn meiner Mutter kann ein unfassbarer Sturkopf sein ;)

    Ich möchte mich noch einmal bei allen für eure informationsreichen und raschen Antworten damals bedanken. Ihr habt mir sehr geholfen :)

    Viele Grüße

    Marc