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Von Gestationsdiabetes zu LADA-Diabetes?
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MissMami
Rang: Gastam 11.05.2014 22:54:32
Hallo zusammen, ich bin gerade sehr frustriert und hoffe, das Ihr mir helfen, Tipps geben oder Mut machen könnt.
In der 19. Schwangerschaftswoche, wurde bei mir Zucker im Urin festgestellt, woraufhin ein OGTT gemacht wurde. Die Werte waren zu hoch und ich wurde zum Diabetologen überwiesen. Da ich sehr schlank bin (172 cm / 57 kg) wollte es Der Diabetologe nicht glauben und hat einen zweiten OGTT gemacht. Die Werte waren niedriger aber trotzdem zu hoch. Langzeitwert bei 5,4.
Ich bin nun im 7. Monat und messe seit 8 Wochen 4x täglich meinen Blutzucker. Die Werte nach dem Essen sind immer unter 120. Allerdings gehe ich nach jedem Essen spazieren, verzichte komplett auf Süßes, Obst und Kohlenhydrate.
Das große Problem sind die Nüchternwerte. Diese sind immer grenzwertig bis zu hoch, wenn ich Abends fettig, spät esse oder nasche. Das bedeutet, das ich verzichte und damit sehr, sehr unglücklich bin. Warum müssen die Nüchternwerte eigentlich niedrig sein? Sie steigen ja ohnehin nur deshalb, weil man nachts unterzuckert, oder nicht?
Nachdem beim letzen Arztbesuch wieder Blut abgenommen wurde, habe ich nun die Diagnose Typ 1 LADA. Langzeitwert ist auf 5,1 gesunken. Leider sind meine Schilddrüsenwerte grenzwertig und der Arzt rät zu Medikamenten. Hängt das damit zusammen, das ich auf Kohlenhydrate verzichte? Ändert sich für mich etwas, weil es nun LADA ist oder ist das auch Gestationsdiabetes?
Ich bin momentan total verunsichert! Da ich schwanger bin, fällt es mir schwer beim Essen zu verzichten. Ich möchte aber nicht spritzen, da ich wahnsinnig große Angst habe, das ich vom Insulin nicht loskomme, wenn ich nun anfange. Leider nehme ich konstant ab, was fürs Baby natürlich auch nicht gut ist und breche ständig in Tränen aus, wenn der Nüchternwert zu hoch ist. Nun habe ich gelesen, das LADA auch nach der Schwangerschaft nicht verschwindet. Stimmt das? Momentan fühle ich mich nicht schwanger, sondern bestraft, bzw. krank und bin mächtig unglücklich über die Aussicht für immer damit leben zu müssen.
Hat jemand Erfahrungen mit LADA-Diabetes und Schwangerschaft und kann mir davon berichten? Ich würde mich freuen! -
am 11.05.2014 23:55:43
Gast schrieb:
Ich möchte aber nicht spritzen, da ich wahnsinnig große Angst habe, das ich vom Insulin nicht loskomme, wenn ich nun anfange.
Hallo Mami,
warum denkst du denn so etwas? Spritze abends etwas Basalinsulin, so wie viele andere Schwangere mit SS-Diabetes es erfolgreich tun, und bringe damit deinen Nüchternwerte in Ordnung. Es ist besser für dein Baby und bestimmt auch viel besser für deine Nerven.
Was nach der SS auf dich zukommt, musst du dann sehen. Auf jeden Fall wird sich dein LADA ziemlich unabhängig davon langsam oder schnell weiter entwickeln, ob du jetzt Insulin spritzt oder nicht. Wahscheinlich bremst eine geringe Insulindosis sogar die Enrwicklung des LADA, auf keinen Fall verstärkt sie die. Trau dich, Insulin zu spritzen, es ist nicht schlimm und hilft dir sehr.
Alles Gute, Rainer -
am 12.05.2014 00:14:18
Moin MissMami,
erst einmal Glückwunsch zum Familienprojekt :)
Und dann Glückwunsch zur frühen Entdeckung Deines LADA.
LADA ist verkürzt ein langsam einlaufender Typ1. Und Typ1 bedeutet nun mal den Verlust der eigenen Insulin produzierenden Beta-Zellen und die Notwendigkeit, das zunehmende eigene Insulin-Defizit mit Insulin aus Pen/Pumpe auszugleichen. Auf eine hoffentlich möglichst lange und "ansonsten" gesunde Lebenszeit :)
Selbstverständlich bleibt Dir unbenommen, Deinen Insulinbedarf mit Bewegung direkt nach dem Essen und mit KH-Karenz zu minimieren. Damit verringerst Du recht automatisch, dass Dein BZ ungesund weit schwankt.
Aber wie Du schon gemerkt hast, stößt Du damit an Grenzen. Denn der Geschmack einer werdenden Mutter und was sie im Magen behält unterliegt nun mal höchst eigenen Gesetzen ;)
Ohne BZ-senkende Medikamente und mit kleinen KH-Portionen gibt es übrigens keine Unterzuckerung, auch keine bei der Nacht. Die Glukose für Deinen Morgenanstieg liefern Deine Leber aus ihrem Glycogenspeicher und Deine Nieren und Deine Leber im Wege der Gluconeogenese, der Produktion von Glukose aus Eiweiß. Ist die völlig gesunde Glukose-Versorgung in den Zeiten, in denen keine gegessen wird. Wenn Dein BZ dann ansteigt, zeigt das lediglich, dass Deinem Organismus da das Insulin für‘s ordentliche Abarbeiten fehlt.
Aber vielleicht interessiert Dich ja viel mehr als alle noch so beruhigende Theorie von Opa Jürgen die frische Erfahrung einer jungen Mutter und Ärztin, die seit nun so um 8 Wochen einen putzmunteren gesunden Sohn hat?
Daumendrück, Jürgen
kann Rainer nur voll zustimmen -
Gast
Rang: Gastam 12.05.2014 22:39:48
Hallo miss mami,
wie Jürgen und Rainer bereits schrieben, ist ein LADA ein langsam verlaufender Typ1.Sprich:Da verschwindet nichts mehr. Ich kann dir auch nur raten, Insulin zu spritzen anstatt dich so extrem einzuschränken. Gerade in der SS ist es nicht gerade sinnvoll, eine Minderversorgung mit was auch immer zu riskieren, von der Psyche mal ganz abgesehen.
Was wurde dir denn vom Diabetologen geraten?Er hat doch sicher erwähnt, dass ein LADA nicht mehr weggeht und so gut wie alle früher oder später (besser früher, das schont die verbliebenen Betazellen...) insulinpflichtig werden? Falls du nicht ausreichend beraten wurdest, hake einfach nochmal nach und lass dich vernünftig aufklären.
Morgendliche BZ- Anstiege kommen in den seltensten Fällen von nächtlichen Unterzuckerungen (wer hat dir das gesagt?) sondern entstehen dadurch, dass die Insulinempfindlichkeit morgens meist schlechter ist als zu anderen Zeiten, d.h., es wird eigentlich mehr benötigt, diene Betazellen können es aber nicht mehr ausreichend produzieren. -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 07:13:57
Und auch an diesem Beispiel sieht man wieder dasse ein Diabetes nicht durch einen hba1c ausgeschlossen werden kann. Ich hoffe die letzten Zweifler werden dies auch endlich mal einsehen dass dieser Wert eine verbotene konstante in der Diagnose darstellt.
Gruß H. Schulz -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 08:42:11
@ schulz merkst du eigentlich nicht daß du spinnst ?
lies mal auf dieser seite auf der linken seite, da steht eindeutig für ss dm ist ogtt als kriterium die erste wahl.
zudem für schwangere wesentlich engere grenzen als für nicht schwangere gelten.
ansonsten die widerholte aufforderung dich an den fachverband zu wenden der den hba1c als kriterium bestimmt hat. "du bist hier an der falschen adresse". -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 08:45:25
deswegen ist bei schwangeren der hba1c wert nicht zulässig da er ihn durch hormone verändert, aber sorry herr schulz dies weiß nun wirklich jeder der sich damit beschäftigt. -
am 13.05.2014 09:55:00
Moin H.Schulz,
in der Schwangerschaft ist tatsächlich auch der OGTT nicht hilfreich, obwohl er vor allem auch dort angewandt wird. Denn es wird davon ausgegangen, dass jeder BZ-Verlauf bei der Mutter über die gesunden Grenzen (nüchtern 90 und in der Spitze nach dem Essen 140mg/dl) hinaus schädlich für das Kind sein kann. Diese gesunden Grenzwerte werden schon überschritten, bevor die OGTT-Grenzwerte geknackt werden, sind mithin schon vorher gesund zu begrenzen.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 10:36:32
hi jürgen
dies war aber keine antwort auf die äusserung von h.schulz bzgl des hba1c
gruß -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 10:42:47
? das hat er doch wohl in anderen threats ausreichend erklärt, die antwort ist das weder ein ogtt noch ein hba1c noch sonst was ungesunde werte in der schwangerschaft ausschliessen und ansonsten hat er doch erklärt dass ein hba1c unter 5,5 für ihn sicher ist, wenn ich ihn so zitieren darf
gruß