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Mein Kampf gegen Diabetes Typ II

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    Mitglied seit: 17.06.2014
    am 17.06.2014 14:50:29
    Als ich im Dezember 2011 mit einem Blutzuckerwert von 360 ins Wilhelminen Spital eingeliefert wurde brach eine Welt für mich zusammen. Nicht nur, dass mein Augenlicht sich in den letzten Wochen drastisch verschlechtert hatte, plagte mich ständig ein unbändiger Durst.

    Wieso traf es gerade mich und wie sollte mein Leben jetzt weitergehen? Tausende Dinge gingen mir damals durch den Kopf und die Tage im Krankenhaus lehrten mich Demut vor dem Leben und all den gesunden Menschen draußen in Freiheit.

    Einzig das Schicksal eines jungen Mannes, den es noch schlimmer als mich erwischt hatte – seine Diagnose war Diabetes Typ 1 – konnte mich ein wenig aufrichten, konnte ich lt Aussage der Ärzte - so ich denn Typ 1 wäre - mit tägl Einnahme Medikamenten ein fast normales Leben weiterführen.

    So jedenfalls stellte sich mir damals die Situation dar. Leider ist dies, wie sich nun fast drei Jahre nach der Diagnose herausstellte nur die halbe Wahrheit. Und genau darum richte ich mich an Euch, denn ich vermute es gäbe die Möglichkeit viel mehr Menschen wirklich zu helfen.

    Angefangen hat meine Fehlbehandlung damit, dass im Wilhelminen Spital alle Diabetes Patienten gemeinsam mit sehr alten pflegebedürftigen Patienten in ein und demselben Trakt zusammengelegt werden. Ich musste drei Tage lang am Gang liegen und kam so 2 Nächte lang nicht zum Schlafen.

    Spannend war zu dieser Zeit für mich jedoch nur eines, kein Arzt und keine Schwester fühlten sich bemüßigt mich auch nur irgendwie über meinen Zustand zu informieren oder mich medikamentös zu behandeln. Außer ein paar Infusionen mit Kochsalzlösung passierte einfach gar nichts….

    Da die Infusionen aber keinerlei Wirkung zeigten mutmaßte man dann am dritten Tag ich wäre wohl Typ 1 Diabetiker und spritzte mir Insulin. Auch dies konnte meinen Blutzuckerwert nur marginal senken und so war ich ziemlich ratlos bezgl. der weiteren Vorgehensweise.

    Irgendwann am 4ten Tag gelang es mir dann mit dem zuständigen Oberarzt kurz zu sprechen und dieser eröffnete mir, dass körperliche Betätigung – also Sport – den Stoffwechsel aktivieren würde und dies helfen könnte, leider wären aber auf der Station keinerlei Ergometer resp Crosstrainer oder Laufbänder vorhanden!!

    Ein absoluter Wahnsinn wenn ihr mich fragt, da werden kiloweise Medikamente verabreicht, wo ein einzelner HeiMTRainer dem behandelnden Arzt ein wesentlich genaueres Bild über den Zustand des Patienten geben könnte.

    Ich nahm meine Behandlung dann in eigene Hände und nutzte das vorhandene Treppenhaus um eine ganze Stunde lang bis zur totalen Erschöpfung die Stufen rauf und runter zu gehen.

    Natürlich zeigte dies Augenblicklich Wirkung und im Laufe der nachfolgenden Tage im Krankenhaus stabilisierte sich mein Blutzuckerhaushalt auf einen wie die Ärzte meinten verträglichen Wert (zw 160 u 180) und ich wurde entlassen.

    Leider war aber weder das Gespräch mit der jungen Diätologin noch der später erzwungene einwöchigen Kurs in selbigem Krankenhaus zum Thema richtige Ernährung für mich brauchbar resp anwendbar.

    Einem Menschen zu erklären er müsse sein Leben lang Diät halten und dürfe nie wieder Alkohol trinken ist ca. so als wenn man einem Rennfahrer verbieten wollte Auto zu fahren. Alleine die Diagnose Diabetes Typ 2 (Altersdiabetes) impliziert geradezu, dass es sich bei den Patienten um ältere meist schwer übergewichtige Menschen handelt, die sich ihr ganzes Leben lang falsch – oder wie in meinem Fall einfach viel zu gut - ernährt haben.

    Wenn man so wie ich bei stattlichen 187cm Körpergröße und einem muskulösen Körper über 120kg auf die Waage bringt müsste ein jeder Arzt wissen was zu tun ist. Schade, dass dem nicht so ist, denn die Diagnose die bei jedem Patienten gestellt wird lautet: Einmal Diabetiker immer Diabetiker!
    Nachdem ich nun zweieinhalb Jahre lang Metformin 1000mg 2mal täglich plus Onglyza 5mg genommen habe kann ich voller Stolz sagen, dass dies Unsinn ist und die Ärzte keine Ahnung haben.

    Wieso?

    Weil sich meine Blutzuckerwerte auf die Werte eines völlig gesunden Menschen stabilisiert haben und ich seit 2 Monaten auch ohne Medikamente alles essen kann was ich will.

    Wie das geht fragt ihr euch?

    Es ist ganz simpel. Man muss seine Essgewohnheiten ändern und ein ganz klein wenig Sport machen und das nicht einmal täglich.

    Ich habe durch weglassen der Kohlehydrate in den letzten beiden Monaten über 10kg abgenommen obwohl ich mir nach wie vor ein Gläschen Rotwein genehmige. Und die 30min 6 mal wöchentlich am Crosstrainer sind wirklich nicht der Rede wert.

    Allerdings ärgert mich, dass man von keinem Arzt auch nur auf eine solche Möglichkeit angesprochen wird. Niemand hat auch nur mit einem einzigen Wort mir gegenüber erwähnt, dass man der Diabetes durchaus ein Schnäppchen schlagen kann und seine Pankreas wieder zum Funktionieren anregen kann.
    Ich messe nun 2 bis 3mal täglich meinen Blutzuckerwert und komme dabei nüchtern nie über 110 und auch 2 Stunden nach Mahlzeiten nicht über 140!

    Liebe Grüße

    Wolfgang Steiner
  • Gast

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    am 17.06.2014 19:41:58
    Schön das es bei dir so gut geklappt hat-
    das ist leider nicht die Norm.!
    Diabetes ist vielschichtig und bei jedem anders-
    jeder vernünftige Diabetologe informiert seine Patienten umfangreich über Ernährung und Bewegung - das kann helfen,muss aber nicht.
    Viel Erfolg weiterhin für dich-
    ich selbst treibe Sport , habe Idealgewicht und bin Typ 2 - Insulinpflichtig egal was ich esse!
    MfG
  • Gast

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    am 17.06.2014 20:27:34
    endlich mal eine normale meinung , danke.
    auch ich bin insulinpflichtig egal was und sogar ob ich esse, gute schulung, der rest eigen know how, und kann mir die og beschreibung nicht vorstellen (mittelalter) , übrigens daß insulin nicht den bz bei t2 runterbekommt ist keine frage des könnens sondern des wollens.
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    am 18.06.2014 11:50:46
    Gast schrieb:
    Schön das es bei dir so gut geklappt hat-
    das ist leider nicht die Norm.!
    Diabetes ist vielschichtig und bei jedem anders-
    jeder vernünftige Diabetologe informiert seine Patienten umfangreich über Ernährung und Bewegung - das kann helfen,muss aber nicht.
    Viel Erfolg weiterhin für dich-
    ich selbst treibe Sport , habe Idealgewicht und bin Typ 2 - Insulinpflichtig egal was ich esse!
    MfG



    Mir ist bewusst, dass ich "Glück" habe, allerdings ist dieser derzeitige Zustand hart erkämpft und wird sicher nicht ewig andauern. Ich dachte nur, dass es unter Umständen andere interessiert, denn trotz meines Interesses bzgl der Krankheit bekam ich von allen Ärzten nur falsche Informationen.

    Niemand, aber auch gar niemand wies mich darauf hin, dass auch nur eine winzige Chance besteht die Sache mittels Ernährung in Kombination mit Sport auf natürliche Art in den Griff zu bekommen. Und darum geht es mir mit meinem Beitrag hier.

    LG Wolfgang

    http://www.wolfgangsteiner.com
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    am 18.06.2014 12:58:04
    Moin Wolfgang,

    gratuliere zum guten Erfolg! Bedauerlich, dass Du nicht von Anfang an auf die Möglichkeiten aufmerksam gemacht worden bist, denn die sind heute Standardwissen in der Diabetologie. Wenn Du 1 Jahr lang ohne Medis regelmäßig morgens nüchtern unter 100mg/dl misst und einen HBA1c bis 6 einhältst, heißt das Kind vollständige Remission.

    Allerdings kommt sehr selten vor, dass jemand mit seiner Remission wieder alles essen kann, ohne dass sein BZ ungesunde Ausflüge macht. Bislang kenne ich außer Dir niemanden, auch nicht in solchen Foren wie diesem. Da bist Du der erste.

    Wenn Du z.B. hier schaust, kannst Du sehen, dass ich trotz meines alltäglichen Einsatzes in Deiner Größenordnung längst nicht alles essen kann und für meinen gesunden BZ auch noch Insulin brauche. Oder nimm Grit, die sich alltäglich noch deutlich mehr als ich bewegt und fast keine Medis mehr braucht, aber mit jeder normalen KH-Portion ihren BZ weit über 200 schießen könnte.

    Du hast einen super Stand erreicht. Dazu herzlichen Glückwunsch und Daumendrück, dass Du ihn Dir möglichst lange erhalten kannst!

    Bisdann, Jürgen
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    am 18.06.2014 13:49:40
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wenn Du 1 Jahr lang ohne Medis regelmäßig morgens nüchtern unter 100mg/dl misst und einen HBA1c bis 6 einhältst, heißt das Kind vollständige Remission.



    Hallo Jürgen!

    Danke für Deine Erfahrungen. Um ehrlich zu sein kenne ich überhaupt keine Diabetiker und ich weigere mich auch selber einer zu sein. Nach den 2 Jahren in Behandlung habe ich beschlossen mein Leben quasi wieder "selber in die Hand zu nehmen!"

    Das dazu eine ganz ordentlich Diät erforderlich ist bzw. war, steht außer Frage, nur schreibe ich nicht gerne draüber, da es sowieso keinen interessiert.

    Und weil ich keinerlei Kontakt in Foren und privat mit anderen Diabetes-Patienten habe, kann ich auch schwerlich darüber berichten wie es anderen mit dieser Krankheit ergeht.

    Ich wollte nur fragen ob Du mit den von dir angegeben Werten nicht etwas übers Ziel hinaus schießt? Unter 100 nüchtern haben viele "gesunde" Menschen in meiner Umgebung nicht und ich finde, dass ein nüchtern Blutzuckerwert zwischen 100 und 115 absolut perfekt ist - für einen Ex-Diabetes Patienten - wenn ich an die Werte der anderen Typ I Patienten im Krankenhaus denke. Die wären schön froh über 160 gewesen, samt Insulin und Medikamenten.

    Mir ist bekannt das der HBA1c bei einem gesunden Menschen unter 6% liegen sollte um Langzeitschäden an inneren Organen zu verhindern, aber 6% entspricht einem Mittelwert von ca. 115 Blutzucker, was bei mir letztens erst wieder erreicht wurde (5,8).

    Allerdings noch kein ganzes Jahr, sondern erst 2 Monate!

    LG Wolfgang

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    am 18.06.2014 15:26:02
    Moin Wolfgang,

    bei einem gesunden Menschen ist die Insulin-Ausgabe bei etwa 60mg/dl gewissermaßen im Leerlauf, steigt dann so langsam mit dem BZ an und erreicht so bei 100-120 ihr Maximum. Für wenige Minuten in der Spitze nach dem Essen.

    Den Typ1 kratzt das nicht, denn bei dem kommt wenn überhaupt, dann nur noch verschwindend wenig eigenes Insulin.

    Aber wenn ich mir als Typ2 den Luxus von beständig 100-120 leiste, also die volle Pulle Insulinausgabe, mache ich beständig das, womit mir mein Typ2 erklärt wird: Ich überfordere meine Insulin produzierenden Beta-Zellen.
    Und die danken mir die beständige Überforderung einmal mit ihrem weiteren beständigen Abnibbeln und mit der beständigen Ausgabe von besonders viel intaktem Proinsulin, das als besonders förderlich für Pipeline-Verkalkung gilt.

    Die Idee, dass aber viele Gesunde einen BZ beständig über 100 hätten, beruht auf dem Missverständnis, dass alles unter den Diagnose-Grenzwerten gesund sei. Dazu mal einfach zum Vergleich:
    Gesund misst morgens nüchtern bis maximal 90mg/dl, Diabetes morgens nüchtern ab 126mg/dl.
    Gesund misst in der Spitze etwa 1 Stunde nach 75g Glukose bis maximal 140mg/dl, Diabetes noch 2 Stunden nach dem Einfüllen ab 201.
    Du siehst, zwischen Gesund und Diabetes erstreckt sich ein weites Niemandsland.

    Bisdann, Jürgen
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    am 18.06.2014 15:51:27
    hjt_Jürgen schrieb:
    Aber wenn ich mir als Typ2 den Luxus von beständig 100-120 leiste, also die volle Pulle Insulinausgabe, mache ich beständig das, womit mir mein Typ2 erklärt wird: Ich überfordere meine Insulin produzierenden Beta-Zellen.
    Und die danken mir die beständige Überforderung einmal mit ihrem weiteren beständigen Abnibbeln und mit der beständigen Ausgabe von besonders viel intaktem Proinsulin, das als besonders förderlich für Pipeline-Verkalkung gilt.



    Ich muss gestehen, dass ich nun etwas verwirrt bin, allerdings habe ich durch meine Unkenntnis auch nicht Dein Wissen.

    Bewusst dumm gefragt:
    Was müsste theoretisch passieren wenn ein Typ II Diabetiker (mit Werten zwischen 100 und 140), welcher so wie ich 2x tgl 1000mg Metformin und 1x tgl 5mg Onglyza verschrieben bekommt weder Morgens noch Mittags Nahrung zu sich nimmt, am Nachmittag aber 1 Std am Crosstrainer steht und dabei 500 kcal verbrennt?

    Die Frage richte ich an ALLE hier im Forum!

    LG Wolfgang
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    am 18.06.2014 16:09:30
    Ich denke, er wird Hunger haben. Ansonsten wird wahrscheinlich nix anderes passieren, als wenn er gegessen hätte. Aber warum probierst Du's nicht einfach aus?
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    am 18.06.2014 16:40:33
    hjt_Jürgen schrieb:
    Ich denke, er wird Hunger haben. Ansonsten wird wahrscheinlich nix anderes passieren, als wenn er gegessen hätte. Aber warum probierst Du's nicht einfach aus?



    Nur Hunger? Kein Unterzucker?

    LG Wolfgang
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    am 18.06.2014 17:04:15
    Warum solltest Du unterzuckern? Du nimmst nichts, was den Zucker senkt.

    Metformin bremst die Glukose-Ausgabe der Leber, die Typ2-mäßig deutlich erhöht ist, eben mit Metformin bei Dir noch immer auf im Ergebnis 100mg/dl und mehr.
    Onglyza sorgt direkt nach dem Essen von KHs=Glukose dafür, dass die Insulinbestellung für die jeweilige Portion etwas großzügiger ausfällt. Ohne Essen Null Wirkung.

    Bei einem gesunden Menschen mit voll funktionierender Blutzucker-Automatik und einem von Essen unbelasteten BZ von z.B. 80 würdest Du vorher und nachher und die ganze Stunde hindurch nichts wesentlich anderes als diese 80 messen.
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    am 18.06.2014 17:16:17
    Da stimme ich voll mit Dir überrin Jürgen, aber müsste ein Typ II der seine Medikamente nicht nimmt, beim Training nicht unterzuckern??
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    am 18.06.2014 18:34:02
    Diabetes ist immer sehr viel höherer als gesunder Blutzucker.

    Es gibt praktisch nur diese eine Möglichkeit für einen Menschen mit Typ2, ohne zuckersenkende Medis zu unterzuckern.
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    am 19.06.2014 14:56:52
    hjt_Jürgen schrieb:
    Diabetes ist immer sehr viel höherer als gesunder Blutzucker.

    Es gibt praktisch nur diese eine Möglichkeit für einen Menschen mit Typ2, ohne zuckersenkende Medis zu unterzuckern.



    Ich muss gesthehen, dass ich nun einigermaßen verwundert und erstaunt bin, denn wenn dies stimmt was Du hier behauptest, hat niemand im Wilhelminien Spital Ahnung von Diabetes. Ich bekam bereits mehrmals einen Hypo und war dann kaum in der Lage zu stehen, geschweige denn meine Hände zu kontrollieren.

    Wie tief mein BZ Wert dann war kann ich nicht sagen, da ich genügend Probleme damit hatte meinem Körper schnellstmöglich Zucker zuzuführen.

    LG Wolfgang
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    am 19.06.2014 15:36:31
    Kann das sein, dass Du im Spital Insulin bekommen hast?
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    am 19.06.2014 15:42:09
    hjt_Jürgen schrieb:
    Kann das sein, dass Du im Spital Insulin bekommen hast?



    Ein einziges Mal, ja.

    Aber im Spital hatte ich keinen Unterzucker. Ich spreche von Tagen an denen ich viel Sport gemacht habe oder körperlich hart gearbeitet habe.
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    am 19.06.2014 16:08:33
    und dann hast Du aber in den 1-2 Stunden vorher nie viiiiele KHs gegessen?
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    am 19.06.2014 16:19:59
    hjt_Jürgen schrieb:
    und dann hast Du aber in den 1-2 Stunden vorher nie viiiiele KHs gegessen?



    Das dürfte laut deiner Aussage ja keine Rolle spielen, da ich Typ II Diabetiker bin, oder?
    Bearbeitet von User am 19.06.2014 16:28:01. Grund: Typo
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    am 19.06.2014 17:26:46
    Willst Du mich jetzt ehrlich verar....? Brauchst Du den eindeutig einschränkenden Link auch noch vorgelesen?

    Entschuldige bitte das harte Wort "vorlesen", aber mir war grad so was wie Kragen geplatzt ;(
    Bearbeitet von User am 19.06.2014 17:52:37. Grund: Ergänzung
  • Wolfgang Steiner

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    am 20.06.2014 15:34:31
    hjt_Jürgen schrieb:
    Willst Du mich jetzt ehrlich verar....? Brauchst Du den eindeutig einschränkenden Link auch noch vorgelesen?

    Entschuldige bitte das harte Wort "vorlesen", aber mir war grad so was wie Kragen geplatzt ;(



    Es tut mir ehrlich leid falls ich dich verärgert haben sollte, dies war nicht meine Absicht, aber ich verstehe deine detailierten Ausführungen unter dem angegebenen Link halt nicht.
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    am 20.06.2014 16:35:24
    Moin Wolfgang,

    kurz zusammengefasst:

    Wir haben 2 Regelkreise für den Blutzucker.

    1. So was wie der Basiskreis: Die Leber gibt fortlaufend passend Glukose aus ihrem Speicher oderund aus der Produktion aus Eiweiß aus, gesund immer so viel, wie gerade gebraucht wird, um den normalen Nüchtern-BZ zu halten. Und dazu geben die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse passend zur Glukose, die bei ihnen ankommt Insulin aus, ebenso immer so viel, wie gerade für den Nüchtern-BZ gebraucht wird. Das funktioniert deswegen ein bisschen ungenau, weil immer bis zum letzten Tropfen Blut mit dem höheren Glukose-Spiegel mehr Insulin bestellt wird und das letzte Insulin der Bestellung dann immer schon auf einen Schwall Blut trifft, der seine viele Glukose schon los ist, aber bei den kleinen Unterschieden, um die der Blutzucker hier schwankt, macht das überhaupt nix aus.
    Deswegen kannst Du ohne Essen den ganzen Tag lang auf Deinem Crosstrainer rumtoben, ohne zu unterzuckern.

    2. Der Regelkreis für's Essen:
    Zum Übergang der Glukose aus dem Darm fordern Darmhormone (Inkretine) die passende Menge Insulin bei der Bauchspeicheldrüse an. Die liefert genauso wie der Darm direkt in ein kurzes Venenstück vor der Leber, in die Pfortader.
    So treffen sich die Glukose und die einigermaßen passende Menge Insulin in der kurzen Leitung in die Leber und werden in der Leber sofort zum allergrößten Teil verwurstet. Egal wie viel Glukose ein gesunder Mensch gegessen oder getrunken hat, aus der Leber raus kommen maximal 140mg/dl oder 1,4 Gramm pro Liter Blut.
    Dieser Futter-Regelkreis ist also auf jede Menge Glukose eingerichtet.

    Typ2-defekt funktioniert der 2. Regelkreis mehr oder weniger Mangelhaft. Zur Glukose kommt zu wenig Insulin. Deswegen wird weniger Glukose in der Leber verarbeitet und mehr Glukose aus der Leber raus in den Blutkreislauf gelassen: Der BZ steigt, und zwar mehr oder weniger gewaltig über die gesunden 140 hinaus an z.B. bis 200mg/dl.
    Wenn die viele Glukose dann direkt bei den Beta-Zellen ankommt, dann löst die eine Insulin-Ausgabe aus, für die dieser Regelkreis nicht eingerichtet ist. Passend kann der nur bis 140, und da macht es noch nichts aus, wenn er da am Schluss von 140 zu 80-90 noch ein bisschen über's Ziel hinaus liefert. Aber bei so viel zu viel wie z.B. 200 liefert er halt am Schluss, wenn der letzte Tropfen mit 200 durch ist, noch ne Menge Insulin für 200 weiter.

    Und die ziehen dann weiter runter, als nur bis zum normalen Nüchternzucker, und besonders tief, wenn Du die Wirkung dieses zu vielen Insulins noch mit körperlichem Einsatz verstärkst. Bis an die 30mg/dl hab ich schon mal recht zuverlässig angegeben gelesen.
    Solchen Unterzuckerungen kannst Du ganz einfach vorbeugen, indem Du dir nur so viel einverleibst, dass Dein BZ in der Spitze unter 140 bleibt :)

    Bisdann, Jürgen
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    am 20.06.2014 17:45:08
    Moin Jürgen,

    woooww!
    dein wissen möchte ich gerne haben, aber halb so schlimm du erklärst das ja immer ausfühlich.
    Merci!
    lg ingo
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    am 21.06.2014 07:31:21
    Herzlichen Dank Jürgen!

    Jetzt ist mir das Ganze schon ein wenig verständlicher. Allerdings habe ich bei mir selbst noch nie Werte über 140 gemessen, auch nicht 1 Std nach einer üppigen Mahlzeit samt 6 Bierchen dazu.

    LG Wolfgang
  • Gast

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    am 21.06.2014 07:53:39
    Dann hast du wohl was anderes als Diabetes!
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.06.2014 08:53:28
    Hi Wolfgang
    Dein letzter hba1c lag doch bei 5,8, da siehst Du wohl selbst das bei Deinem Blutzuckerkreislauf was nicht stimmt; die Grenze der DDG liegt bei unter 5,7 für gesunde, warum hast du nur so eine wahnsinnige Angst vor Diabetes, erzähl das mal einem der eine wirklich schlimme Krankheit hat die er nicht selbst beeinflußen kann.
    Gruß Martheo
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 21.06.2014 09:52:56
    Hallo Martheo,

    lies dir die Leitlinien der DDG bitte noch mal etwas genauer durch. Darin wird gesagt, dass ein HbA1c zwischen 5,7 und 6,4 nicht aussagefähig genug ist. Deshalb müssen in diesem Bereich weitere Untersuchungen vorgenommen werden, um Diabetes diagnostizieren oder ausschließen zu können.

    Die undifferenzierte Betrachtungsweise, bis 5,6 ist es gut, ab 6,5 Diabetes und dazwischen ist es Prädiabetes, ist nicht richtig. Bei einem HbA1c zwischen 5,7 und 6,4 ist alles möglich.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.06.2014 09:53:40
    hba1c unter 5,7 gesund
    zwischen 5,7 - 6,5 Prädiabetes (Kontrolle durch Glukosewerte)
    über 6,5 Diabetes
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.06.2014 10:19:56
    Hallo Martheo,

    lies dir die Leitlinien der DDG bitte noch mal etwas genauer durch. Darin wird gesagt, dass ein HbA1c zwischen 5,7 und 6,4 nicht aussagefähig genug ist. Deshalb müssen in diesem Bereich weitere Untersuchungen vorgenommen werden, um Diabetes diagnostizieren oder ausschließen zu können.

    Die undifferenzierte Betrachtungsweise, bis 5,6 ist es gut, ab 6,5 Diabetes und dazwischen ist es Prädiabetes, ist nicht richtig. Bei einem HbA1c zwischen 5,7 und 6,4 ist alles möglich.

    Beste Grüße, Rainer

    Hallo Rainer
    Dort steht aber nunmal geschrieben das unter 5,7 alles gut ist, sorry dann interpretier ich die Leitlinie wohl falsch, wie siehst du das denn sonst?
    Gruß Martheo
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 21.06.2014 11:06:53
    Martheo, du hast aber geschrieben, dass ab 5,7 alles schlecht ist. So steht es dort auf keinen Fall.

    Dort steht, dass man zwischen 5,7 und 6,4 anhand des HbA1c keinen Entscheidung über gut oder schlecht treffen kann. Dazu müssen weitere Untersuchungen her, am besten natürlich ein oGTT.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.06.2014 12:20:48
    Sorry Rainer aber für mich ist bei hba1c unter 5,7 ein Diabetes ausgeschlossen
    Gruß Martheo
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.06.2014 12:25:10
    sorry martheo, aber du hast lese/verständnisprobleme.
    du widersprichst rainer um anschließend das gleiche wie er zu schreiben.
  • Bild User
    Rang: Mitglied
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    Mitglied seit: 17.06.2014
    am 21.06.2014 16:10:57
    Ich muss ehrlich gestehen mir ist mein HBA1c ganz wurscht, denn bis auf das eine Mal im Krankenhaus wo er auf fast 12 war, hatte ich nie mehr als 6 danach. Mein Problem sind nicht die hohen sondern die niedrigen BZ Werte. Ich habe bei mir selbst noch nie über 140 gemessen komme aber selten unter 90, selbst nach richtig viel Sport und wenig Nahrungsaufnahme. Und früh Morgens liegt er meist um die 105.
    Bearbeitet von User am 21.06.2014 16:34:59. Grund: typo
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.06.2014 16:42:59
    und wo bitte sind da niedrige werte ?
  • Bild User
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.06.2014 17:08:10
    Moin Wolfgang,

    gesunde Menschen messen nüchtern und zwischen den Mahlzeiten um 60 bis maximal 90mg/dl und nach dem Essen von viiiielen KHs=Glukose in der Spitze meistens etwa 1 Stunde danach für ein paar Minuten bis 140mg/dl. 2 Stunden nach dem Essen ist der BZ dann schon wieder deutlich unter 100 und meistens auch schon wieder unter 90.

    Ausgehend von der Behandlung von Typ1, also denen, die kein eigenes Insulin haben und von Anfang an alles spritzen müssen, gilt als empfohlene Behandlungs-Untergrenze 70mg/dl. Aber abgesehen von ganz seltenen Einzelfällen werden bei 70 noch keine besonderen Anzeichen von wenig Zucker vermeldet. Ein Versorgungsmangel Deiner Zellen ist in der Höhe noch völlig ausgeschlossen.

    Ab 70 könntest Du also mit der Schreibe von zu niedrigem BZ anfangen ;)

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.06.2014 19:34:40
    Ich muss ehrlich gestehen mir ist mein HBA1c ganz wurscht, denn bis auf das eine Mal im Krankenhaus wo er auf fast 12 war, hatte ich nie mehr als 6 danach. Mein Problem sind nicht die hohen sondern die niedrigen BZ Werte. Ich habe bei mir selbst noch nie über 140 gemessen komme aber selten unter 90, selbst nach richtig viel Sport und wenig Nahrungsaufnahme. Und früh Morgens liegt er meist um die 105.

    Tja es ist aber so dass bei einem undiagnostiziertem der hba1c unter 5,7 liegt wenn er gesund ist. Die Ntwort kannst Du Dir ja dann selbst geben das Du es nicht bist und bei dem Werten von Unterzuckerung zu sprechen ist ja Nahe der Comedy :)
    Gruß
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    am 22.06.2014 11:43:05
    Hallo Herr Steiner,
    fand ich ganz schön mutig, dass sie keine kohlenhydrate mehr gegessenhaben und gesund geworden sind. glückwunsch.
    ich war seit ca. 2 jahren insulinresistent und wurde dicker und dicker. seit dezember habe ich metformin verschrieben bekommen, hat nichts genützt.
    dann habe ich im mai angefangen vollig auf kohlenhydrate zu verzichten. mein blutzucker liegt seit vier wochen bei 110!
    mein nüchternzucker ist zwischen 99 und 110!
    esse nur noch rohkost und habe in vier wochen 9 kilo abgenommen und spritze seit vier wochen kein insulin mehr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Habe mich 10 jahre damit gequält.
    es geht mir gut und ich fühle mich einfach wohl. ute kogo
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    am 22.06.2014 14:22:22
    Moin Ute,

    wer gesund ist, kann nen Eimer Cola aussaufen, ohne dass sein BZ zu irgend einer Zeit danach über 140mg/dl ansteigt, und er wacht zuverlässig mit weniger als 90mg/dl auf.

    Wer das nicht kann, sich aber dann immer nur so viel an BZ-Antrieb einverleibt, dass damit in der Spitze eben auch nur maximal 140 erscheinen, verhält sich gesund. Und dann ist besonders schön, wenn der Nüchternwert sich nicht allzuweit über der gesunden Obergrenze von 90 einstellt :)

    Gratuliere herzlich zu Deinem SUPER GESUNDEN Verhaltens-Erfolg!

    Bisdann, Jürgen
    Bearbeitet von User am 22.06.2014 14:27:50. Grund: Ergänzung
  • Gast

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    am 22.06.2014 20:10:44
    Hi Wolfgang,
    Du hast vollkommen recht, der hba1c ist total überbewertet, bei mir ist auch ein Wert von 6,5 gemessen worden obwohl ich einen Nüchternblutzucker von unter 90 habe, also natürlich keinen Diabetes habe,

    Gruß Marc
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    am 22.06.2014 20:44:24
    Hallo Marc,

    natürlich hast du Diabetes, der ist nämlich für einen Hba1c ab 6,5% per Definition so festgesetzt. Der niedrige Nüchternwert rettet dich da nicht, weil dieser Wert oftmals erst zuletzt ansteigt.

    Gehe zu deinem Doc und lass einen Zuckerbelastungstest oGTT machen. An den oGTT-Werten siehst du am besten, wo du mit deinem Diabetes stehst.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 22.06.2014 21:11:07
    Der ist bei mir gemacht worden Rainer
    NBZ 82
    nach 1h 110
    nach 2h 90
    aber Du hast recht, man sollte immer schön nach Definitionen gehen :)

    Gruß Marc
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    am 22.06.2014 23:10:58
    Wurde die Ursache für den falsch hohen HbA1c-Wert gefunden? Sind Nieren und Leber in Ordnung, ist Eisenmangel ausgeschlossen?

    Oder hast du im Monat vor der HbA1c-Messung Medikamente genommen, die den BZ nach oben treiben, z.B.Kortison?

    Oder hat das Labor einen Fehler gemacht? Das kommt zwar selten vor, ist aber nicht unmöglich.
    Bearbeitet von User am 23.06.2014 12:47:56. Grund: .
  • Gast

    Rang: Gast
    am 23.06.2014 13:32:50
    Da ist alles in Ordnung mit meinen Werten
    Mein Arzt sagt alles bestens und der hba1c sei nur Geldmacherei, damit man die Leute noch schneller zu Diabetikern machen könnte. Ich wäre kein Einzelfall und warum kommt zu den anderen Diagnosekriterien noch ein weiteres? Nur um die Leute noch mehr zu verunsicheren, sonst gäbe es den Quatsch doch gar nicht.
    Gruß
  • Gast

    Rang: Gast
    am 23.06.2014 13:43:23
    Da hast Du recht; naja vielleicht finden Sie ja noch ein weiteres Diagnosekriterium, aber halt Dir den Arzt, endlich mal einer der auch die Wahrheit sagt. Mein hba1c liegt bei 6,4 und der Blutzucker ist auch voll Okay. Nächstens wird noch die Temperatur gemessen um ein neues Kriterium zu finden ;,)
    Gruß Merten
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    am 23.06.2014 15:49:07
    Wie schon aus meinen bisherigen Beiträgen hervorgeht bin ich weder mit großen Erfahrungen noch mit detailierten Diabetes Kenntissen gesegnet, aber was ich hier so lese macht mich doch etwas nachdenklich.

    Euch ist schon klar, dass wir von Diabetes Patienten des Typ II sprechen, oder?

    Die mehrmals aufgestellte Forderung man müsse Morgens einen Nüchtern BZ von unter 90 haben halte ich für massiv überzogen, sieht man sich die tatsächlichen Ergebnisse von groß angelegten Studien aus der Vergangenheit an.

    Zufällig stiess ich im Netz gerade auf eine Studie der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse aus 2003 bei der speziell Typ II Diabetes Patienten (28.000) befragt wurden. In der Studie ist davon die Rede, dass nur 21,2% einen HBa1c von unter 6,5 erreichen, aber bereits 37,5% schon einen HBa1c zwischen 6,6 und 7,5 aufweisen und dies als "gut therapierter Diabetiker" bezeichnet wird.

    Erst bei einem HBa1c von über 7,6 wird von einem "mäßig bis schlecht eingestellten Diabetiker" gesprochen. Zu dieser Kategorie gehörten aber laut dieser Studie fast die Hälfte aller befragten Patienten (41,3%) !!!

    Hier darüber zu streiten ob Werte um die 6,0 gut oder schlecht sind, ist - nicht böse sein - Korinthenkackerei, den die Praxis da draussen sieht ganz anders aus.

    LG Wolfgang

  • Gast

    Rang: Gast
    am 23.06.2014 16:19:48
    Hi Wolfgang
    Ich spreche aber ohne Diabetes von einem Wert von 6,4 und nicht mit Diabetes
    Gruß
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    am 23.06.2014 16:45:12
    Moin Wolfgang,

    warum ich für uns Typ2 für den BZ-Verlauf im völlig gesunden Rahmen plädiere, hab ich hier gerade mal ein bisschen begründet. Der Dok hat‘s auch schon kommentiert.

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

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    am 23.06.2014 18:45:07
    und wenn ich ergänzen darf läuft laut Jürgen dieser BZ im völlig gesunden Rahmen bei einem hba1c Wert unter 5,5 und daher verstehe ich nicht dass ihr mit eurem wert über 6 nicht irritiert seit.
    der hba1c gilt als stabiler paramater um den blutzuckerverlauf anzu zeigen.
    gruß
  • Gast

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    am 23.06.2014 19:42:58
    wo steht das denn bitte geschrieben?
    Gruß
  • Gast

    Rang: Gast
    am 23.06.2014 21:01:32
    überall, bitte nicht wieder von vorne,
    und nein ein hba1c von 6,4% ist nicht gesund , außer die bestimmung ist falsch, leider nicht selten.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 24.06.2014 07:56:52
    wo steht das denn bitte geschrieben?
    Gruß

    Zitat Jürgen aus einem anderen Threat:
    Moin Hedda,

    bei einem HBA1c bis zu 5,5% halte ich ein Überschreiten der Gesund-Grenzen für ausgeschlossen. Und ich hab auch schon mehrfach geschrieben, dass ich in dem Rahmen auch in der Familie niemandem zu weiteren Messungen raten würde.

    Bisdann, Jürgen

    und dieses Zitat hat er hier im Forum gefühlte 100 mal wiederholt und ich denke es gibt hier bis auf eine Außnahme (H.Schulz) niemand anderen der sich nicht darauf verlassen würde. Und genauso ist es umgekehrt dass ab 6,5 ein Diabetes besteht. Der NBZ ist eine Momentaufnahme, der hba1c zeigt jedoch ganze 12 Wochen Deines Blutzuckerverlaufs an und wenn da was nicht stimmt zeigt er es an, genauso wie er unter 5,7 anzeigt (oder bei Jürgen 5,5) dass der Verlauf im gesunden Rahmen (unter 90 NBZ nach 1h 140) verläuft) aber was schreib ich hier, dass ist doch schon oft wiederholt worden.
    Gruß Michael
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    am 24.06.2014 08:27:34
    Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich für die Beiträge von Jürgen und allen anderen bedanken, hat er mich doch mit seinen Beiträgen nachdenklich gestimmt. Trotzdem werde ich mich nun hier gleich wieder verabschieden, denn über Krankheiten zu philosophieren macht keinen Spaß. Es ändert vor allem nichts daran ob jemand Diabetiker ist oder nicht.

    Ich möchte an dieser Stelle an die weisen Worte eines alten Mannes erinnern:
    Love it, change it, or forget it!

    Verlieben werde ich mich in die Diabetes wohl nicht können.
    Ändern vermutlich auch nicht, langfristig gesehen.
    Also vergessen wir das Ganze einfach.....

    Danke für eure Zeit und die Beiträge.

    Liebe Grüße

    Wolfgang

    http://www.wolfgangsteiner.com
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    am 24.06.2014 09:29:04
    Moin Wolfgang,

    dann noch einen kleinen Nachruf aus meiner Sicht. Hab nämlich auch oft genug mit den schlauen Worten rum gesessen, die Du da gerade zitiert hast.

    Verändern kann ich an der Tatsache nix, dass ich Diabetes habe.
    Den Diabetes einfach links liegen lassen geht auch nicht, denn er ist mir untrennbar zugewachsen.
    Lieben?

    Ich habe gerade vor ein paar Wochen angefangen, immer öfter mal zu schreiben, dass ich in meinem Typ2 meinen besten Gesundheits-Coach sehe, vor allem achte - und ihn in der Art nun inzwischen durchaus auch liebe. Denn dadurch, dass ich mit seiner Hilfe gelernt habe, mich alltäglich mit möglichst wenig Medikation so zu verhalten, dass mein Blutzucker alltäglich zuverlässig gesund verläuft, habe ich mir praktisch all die Plagen recht erfolgreich vom Leib halten können, die in meinem Alterssegment so allgemein versammelt werden.

    Dir ist mit Deinem Diabetes ne super Entwicklung gelungen. Dazu noch mal herzlichen Glückwunsch. Und Daumendrück, dass Dir das Gelingen noch möglichst lange erhalten bleibt.

    Bisdann, Jürgen
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    am 24.06.2014 09:41:30
    Hallo Wolfgang,

    dann lass es dir mal gut gehen. :=)

    Solange du mit deinen BZ-Werten ohne Folgekrankheiten durchs Leben kommst, ist es für dich in Ordnung. Wenn sich aber anfängliche Folgekrankheiten wie Bluthochdruck, kleine Störungen an Fußsohlen oder Zehen usw. ankündigen, dann würde ich an deiner Stelle die Zielwerte für den BZ weiter verschärfen. Im Anfangsstadium lassen sich diese Sachen mit einer sehr guten BZ-Führung häufig wieder rückgängig machen. Insofern würde ich dir dringend von dem "forget it" abraten und dir empfehlen, sehr sorfältig auf erste Anzeichen von Störungen zu achten, damit du rechtzeitig reagieren kannst.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 24.06.2014 09:50:45
    Rainer schrieb:
    Solange du mit deinen BZ-Werten ohne Folgekrankheiten durchs Leben kommst, ist es für dich in Ordnung. Wenn sich aber anfängliche Folgekrankheiten wie Bluthochdruck, kleine Störungen an Fußsohlen oder Zehen usw. ankündigen, dann würde ich an deiner Stelle die Zielwerte für den BZ weiter verschärfen. Im Anfangsstadium lassen sich diese Sachen mit einer sehr guten BZ-Führung häufig wieder rückgängig machen. Insofern würde ich dir dringend von dem "forget it" abraten und dir empfehlen, sehr sorfältig auf erste Anzeichen von Störungen zu achten, damit du rechtzeitig reagieren kannst.



    Du hast mich leider völlig falsch verstanden Rainer.

    Mit "forget it" ist für mich in diesem Zusammenhang nicht gemeint, dass mich Diabetes nicht mehr interessiert, sondern vielmehr, dass ich sowieso damit leben muss, aber nicht täglich mit Gleichgesinnten darüber jammern will wie schlecht die Welt doch ist und wie arm ich bin.

    Ich werde mich weiter darum kümmern so gesund wie irgendmöglich zu bleiben, aber nicht mehr darüber reden.....

    LG Wolfgang
  • Gast

    Rang: Gast
    am 24.06.2014 10:57:55
    wo steht das denn bitte geschrieben?
    Gruß

    Zitat Jürgen aus einem anderen Threat:
    Moin Hedda,

    bei einem HBA1c bis zu 5,5% halte ich ein Überschreiten der Gesund-Grenzen für ausgeschlossen. Und ich hab auch schon mehrfach geschrieben, dass ich in dem Rahmen auch in der Familie niemandem zu weiteren Messungen raten würde.

    Bisdann, Jürgen

    und dieses Zitat hat er hier im Forum gefühlte 100 mal wiederholt und ich denke es gibt hier bis auf eine Außnahme (H.Schulz) niemand anderen der sich nicht darauf verlassen würde. Und genauso ist es umgekehrt dass ab 6,5 ein Diabetes besteht. Der NBZ ist eine Momentaufnahme, der hba1c zeigt jedoch ganze 12 Wochen Deines Blutzuckerverlaufs an und wenn da was nicht stimmt zeigt er es an, genauso wie er unter 5,7 anzeigt (oder bei Jürgen 5,5) dass der Verlauf im gesunden Rahmen (unter 90 NBZ nach 1h 140) verläuft) aber was schreib ich hier, dass ist doch schon oft wiederholt worden.
    Gruß Michael


    Ist dies Zitat von Jürgen?
    Gruß
  • Gast

    Rang: Gast
    am 24.06.2014 11:18:45
    Mein Gott
    Diesen Satz hat Jürgen immer und immer wieder wiederholt; an seeiner Stelle würde ich garnicht mehr drauf antworten, er muß sich ja wie ein Kasettenrecorder vorkommen der immer und immer wieder das gleiche wiederholen muß. Wenn er mal ne andere Meinung zu dem Thema hat wird er Dir das bestimmt als ersten mitteilen :)
    Gruß Michael