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Zu süß für diese Welt ....

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    am 26.06.2014 00:53:01
    Hallo ihr lieben, ich habe zu Beginn des Jahres erfahren das ich an Diabetes typ 1 erkrankt bin .... ( bin 25 und bisher kein Diabetes in der Familie) das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen ... Ich habe mich ans spritzen gewöhnt und habe ein langzeitblutwert ( dieser hbac1 oder wie der nochmal heißt :) von 6,5. alles gut also.... Trotzdem meine frage: ich gehe damit im Alltag Super um und hab wieder mein "altes" leben zurück. Aber: abends laufen mir dann doch tränen übers Gesicht und ich bin sehr traurig.... Geht das vorbei? Wie sind eure Erfahrungen?da es noch frisch ist bin ich noch vom Schock über die Diagnose geschockt.... Ich freue mich das hier schreiben zu können da mit Menschen die kein Diabetes haben nicht verstehen... Ist nicht böse gemeint ;)
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    am 26.06.2014 01:32:29
    hallo "süsse" Zuckerwatte,
    bin selber ziemlich neu hier, mittlererweile weiss ich "hier wird dir geholfen" lass den kopf nicht hängen,
    da viele user mit gutem wissen dir antworten geben können, war bei mir genauso heute bin schon ein gutes stück weiter und das forum bereichert mich ungemein, besonders wenn mit fundierten wissen wie z.b. von "Rainer o. hjt_Jürgen" fragen sachlich beantwortet wurden.
    lg ingo

    P.S. Du hast "Persönliche Nachricht" im Postfach
    Bearbeitet von User am 27.06.2014 11:23:42. Grund: korrektur
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    am 26.06.2014 16:50:07
    Moin Zuckerwatte,

    willkommen im Club ;(

    Wir haben uns den hier alle nicht ausgesucht, und die meisten von uns hatten mit der Aufnahme ähnlich zu kämpfen wie Du. Ein Stückchen leichter haben es da bei ihrer Diabetes-Diagnose diejenigen, die schon länger woanders so Zwangsmitglieder sind und sich schon mal grundsätzlich damit eingerichtet haben, nicht nur nicht unsterblich zu sein, sondern auch mehr oder weniger einschränkend behindert. So hatte ich meine grundsätzliche Selbstauseinandersetzung schon als Kind und Jugendlicher mit meinem infolge Polio als Baby eingeschränkten Fahrgestell absolviert, als mir in der ersten Hälfte meiner 40ger in 1991 der Typ2 diagnostiziert wurde. Allerdings wurde mir damit von allen Seiten eine so arg verkürzte Lebens-Perspektive kommuniziert, dass es mich damals in meiner Rolle als Vater von 3 schulpflichtigen Kindern dann trotzdem nochmal mächtig aus den Socken gehauen hat.

    Hab überlebt, wie Du siehst. Und seitdem hab ich ne Menge an Info und Erfahrungen sammeln und zu dem Schluss kommen können, dass Diabetes eine und vielleicht sogar die am einfachsten und leichtesten gesund ausgleichbare Behinderung ist, wenn wir Betroffenen uns denn gesund damit einrichten. Und wenn wir das machen, kommen wir damit sogar in den Genuss eines anhaltenden Gesundheits-Bonus. Denn mit dem alltäglichen Ess- und Bewegungs-Verhalten, mit dem wir uns zusammen mit dem jeweils möglichen Minimum an Medikation unseren wirklich gesunden Blutzucker machen, halten wir uns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit z.B. die große Menge der Herzkreislauf-Erkrankungen und deren Folgen vom Leib, die heute immer jüngere Menschen immer häufiger in die Wartezimmer treibt.

    Mit Deiner Blutzucker-Führung im Rahmen von HBA1c 6,5 und besser hast Du schon ganz passable Aussichten auf ein Stück von dem Bonus, vor allem, wenn Du die Spitzen im Bereich von etwa ner Stunde nach den Mahlzeiten auf maximal 200mg/dl begrenzt. Noch weniger wäre natürlich noch besser ;)

    Daumendrück, Jürgen

    Sorry, aber für die Tränen helfen halt nur Taschentücher. Ein allgemein gültiges Rezept, wie man durch dieses Tief durch kommt, kenne ich nicht. Und ich weiß leider auch von einigen, die im Tunnel stecken geblieben sind :(
  • Gast

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    am 26.06.2014 17:33:24
    Sehr schön ausgeführt @Jürgen - Daumen hoch dafür!

    Liebe Zuckerwatte,

    mit Diabetes Typ I kann ich nicht aufwarten, kann dir aber versichern, dass ich bei der Diagnose auch dachte, die Welt ginge unter - ist nicht passiert, die Welt dreht sich noch und ich auch noch. Es hat sich auch nicht wirklich viel geändert, außer ein paar Pillen, einmal täglich ein Bisschen Insulin und ab und zu mal meine Finger quälen.

    Das alles ist zwischenzeitlich so selbstverständlich wie Zähneputzen.

    Alles Gute dir - das wird schon!

    Ach ja, bei uns sagt man da: Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist *grins*
  • Gast

    Rang: Gast
    am 26.06.2014 20:34:55
    liebe leut, soo einfach läßt sich ein t1 nicht abtun(mit ein paar pillen und ein bisschen insulin)
    da gehört sehr genaues schätzen des essens , recht genaues beachten das faktors beim spritzen, mind 5mal/d bz kontrolle oft mehr. ein t2 der aus versehen mal normale cola statt light bekommt hat ev 250mg/dl macht nichts beim t1 geht da aber schon lipolyse los, mit entsprechend hohem insulinbedarf, usw usw.
    daher bitte nicht sowas verniedlichen. wenns so einfach wäre würden kk keine pumpen und andere sehr kostpielige sachen bezahlen.
    das heißt nicht,daß man mit t1 heute nicht recht gut leben kann, nur verniedlichen sollte mans nicht.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 26.06.2014 21:22:29
    das ist ja toll
    und was machst du wenn du die diagnose bekommst das du unheilbar an krebs erkrankt bist? wieviel tausenden passiert dies bitte, ich denke da haben wir mit unserem diabetes das weitausbessere los gezogen, tut mir leid aber es gibt wirklich schlimmeres als unseren diabetes den man mit disziplin bekämpfen kann.
    Gruß
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.06.2014 07:55:06
    Das stimmt so nicht-
    Statistisch gesehen ist Diabetes sogar schlechter als Krebs!
    Unheilbar und die Lebenserwartung singt bei Diabetes um ca 5 Jahre,bei Brustkrebs um 1 Jahr.
    Kann im Internet nachgelesen werden.
    Der Unterschied besteht in der Behandlung und Lebensführung .
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.06.2014 09:05:32
    Das sehe ich genauso; Bei Krebs sieht man am Ende des Tunnels Licht, oder man stirbt, dann ist es vorbei. Bei Diabetes hingegen ist man bis zum Ende seines Lebens gefangener dieser grausigen Krankheit die einem kaum mehr Platz in der Lebensplanung und Führung gibt. Auuf dem Weg zum früheren Tod wird man dann noch damit gequält das man eventuell seine Beine verliert, erblindet, die nieren versagen etc........und mit all dem soll man phsychisch klar kommen. Der diabetes ist eine grausamme schleichende tödliche krankheit die ich gegen alles andere eintauschen würde ....er ist ein gelebter alptraum
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    am 27.06.2014 09:50:25
    Ob wir unseren Diabetes als zunehmend quälenden Alptraum oder zuverlässig entlastenden Gesundheits-Coach er-leben wollen, können wir Betroffene heute zum Glück sehr frei entscheiden und selbst bestimmen :)
  • Gast

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    am 27.06.2014 11:26:14
    wieso heute jürgen, was hat sich denn konkret geändert, eigentlich soch garnichts, es geht immer so weiter, die forschung hat sich nicht weiter entwickelt, es ist das gleiche wie vor 20 jahren..null bewegung
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    am 27.06.2014 11:35:30
    hallo gast (am 27.06.2014 09:05:32),
    ich finde das rührend von dir, wie du (vielleicht hast du ja NICHT den "Hilferuf+Verzweiflung" der fragestellerin gelesen) IHR das "netz der hoffnung und des willens" das beste daraus zu machen unter den füssen wegziehst.
    lg ingo
    Bearbeitet von User am 27.06.2014 13:36:21. Grund: korrektur
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.06.2014 11:36:16
    Da gebe ich Dir recht Gast, garnichts hat sich geändert außer dass es vor 20 Jahren noch spezielle Diabetikernahrung gab und man heute alles essen darf, da ja sowieso bekannt ist dass die Spätfolgen einen irgendwann erlegen werden und je schneller desto besser.
    Gruß Manu
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    am 27.06.2014 13:08:30
    Moin Manu,

    noch Ende der 70ger Jahre, als zum ersten Mal weltweit gültige Diagnose-Grenzwerte eingeführt wurden, galt die Diagnose Diabetes als Todesurteil mit qualvoller Verzögerung. Und eine häufig gefundene Begründung dafür, dass die Grenzwerte so weit über den gesunden Obergrenzen definiert wurden, stützt sich genau darauf. Denn sie besagt, dass man die Betroffenen noch so lange wie irgend möglich in ihrem unbeschwerten Leben belassen und mit dem Urteil erst in einem so weit fortgeschrittenen Entwicklungsstadium der Krankheit belasten wollte, dass sie bei vielen wegen erster deutlicher Folgeschäden schon nicht mehr übersehen werden konnte.

    Seit gut 20 Jahren ist nun aber bekannt, dass der Diabetes praktisch ausschließlich Schäden durch höher als gesunden Blutzucker anrichtet. Und seit gut 20 Jahren haben wir Betroffene alle notwendigen Möglichkeiten dafür, dass wir unseren Blutzucker völlig gesund steuern können. Und seit gut 20 Jahren ist allgemein bekannt, dass miese Folgen umso eher und einfacher vermieden werden können, je früher nach dem ersten Überschreiten der gesunden Blutzucker-Obergrenzen wir Betroffene damit anfangen, unseren Blutzucker zuverlässig eben innerhalb dieser Grenzen gesund zu steuern :)

    Bisdann, Jürgen
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    am 27.06.2014 13:44:08
    hallo,
    so! o. so ähnlich kann dann mal eine positiv, fachlich wirkende antwort, die einem nicht schon bei der "ersten fragestellung" den mut raubt, ausfallen.
    lg ingo
    Bearbeitet von User am 27.06.2014 13:53:53. Grund: korrektur
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.06.2014 14:18:32
    hallo,
    so! o. so ähnlich kann dann mal eine positiv, fachlich wirkende antwort, die einem nicht schon bei der "ersten fragestellung" den mut raubt, ausfallen.
    lg ingo

    okay ingo, dann werde ich zukünftig nicht mehr schreiben was ich denke und diese krankheit als geschenk gottes bewerten, der mir dadurch geholfen hat gesund zu leben...das ist ja schon zynisch
    gruß
  • ingo1955

    Rang: Gast
    am 27.06.2014 14:56:22
    hallo gast,
    hab ein nachsehen mit mir!
    sehe es BITTE nicht als bösen angriff gegen DICH an, schreibe weiter ein forum ist doch auch für kontroversen austausch gedacht, nur so entstehen differenzierte gegenüberstellungen.
    ich schrieb in diesem fall damit "Zuckerwatte nicht (NIE) aufgibt.
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    am 27.06.2014 15:02:54
    Hey, ich finde auch, dass keine Krankheit und keine Behinderung und vollständige Gesundheit am schönsten ist!
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.06.2014 16:36:27
    bei dieser krankheit ist meines erachtens das aufgeben manchmal das beste, dann ist man schnell durch :( und kann auf ein leben danach hoffen, wie gesagt mir wäre ne schnelle krankheit lieber wobei dies bitte nicht zynisch klingen soll :(
  • ingo1955

    Rang: Gast
    am 27.06.2014 16:52:08
    Gast schrieb:
    bei dieser krankheit ist meines erachtens das aufgeben manchmal das beste, dann ist man schnell durch :( und kann auf ein leben danach hoffen, wie gesagt mir wäre ne schnelle krankheit lieber wobei dies bitte nicht zynisch klingen soll :(



    hallo gast,
    super antwort!
    dann mach doch wie wir alle, "DEIN BESTES" und davon abgesehen, woher willst du wissen, dass du deinen diabetes nicht "in dein leben danach mitnimmst"?
    lg ingo
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    am 27.06.2014 16:53:29
    Hab ich kein Verständnis für.

    Ich kenne Fälle, in denen sich die Betroffenen mit Ziel möglichst schnell ohne Behandlung durch da erschreckend viele Jahre durch quälen mussten.

    Und ich kenne auf der anderen Seite zum Glück sehr viel mehr Fälle, in denen die Betroffenen völlig normale Leben führen, manche sogar mit sportlichen oderund beruflichen Höchstleistungen, und völlig ohne jede diabetische Plage.

    Wieso wolltest Du unbedingt zur ersten Gruppe gehören und nicht zur zweiten?
  • Gast

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    am 27.06.2014 17:20:06
    ist mir zu anstrengend
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 27.06.2014 17:40:15
    Komm, bitte jetzt nicht einfach kneifen:

    Was wäre Dir zu anstrengend? Das immer schmerzhaftere und hilflosere Dahinvegetieren oder im Schnitt 10 Minuten am Tag an "Diabetes-Service" bei ansonsten völlig unbeschwertem ganz normalem Leben?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.06.2014 17:46:26
    ganz normales leben, ohne geregelten sport, nicht mehr abends auf partys essen dürfen was man will, nicht mal mit freunden beim fußball einen über den durst trinken mit bier....ganz normales leben nennst du das, daß nenne ich zynisch
  • Gast

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    am 27.06.2014 18:16:57
    aber wahrscheinlich habe ich einfach vom leben zu viel erwartet aber sorry ich will hier niemanden runterziehen, ich finde es klasse wie ihr damit umgeht, nur für mich ist es nichts
    gruß
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 27.06.2014 18:35:41
    schrieb:
    ganz normales leben, ohne geregelten sport, nicht mehr abends auf partys essen dürfen was man will, nicht mal mit freunden beim fußball einen über den durst trinken mit bier....ganz normales leben nennst du das, daß nenne ich zynisch


    Wer seine normale Vitalität bei ganz normaler Gesundheit und gesundem Gewicht erhalten will, wird auch ohne Diabetes ein regelmäßiges Bewegungs-Pensum ableisten und sich bei Essen & Trinken vornehm zurück halten müssen, sonst folgt XXX...XL mit auch ohne Diabetes jeder Menge absolut mieser Folgen :(
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    Mitglied seit: 21.03.2014
    am 27.06.2014 20:06:02
    schrieb:
    oder im Schnitt 10 Minuten am Tag an "Diabetes-Service" bei ansonsten völlig unbeschwertem ganz normalem Leben?


    Also wie du das mit 1o Minuten am Tag machst weiß ich nicht. Ich bin mindestens 1 bis 1,5 Std. am Tag mit DM - Management beschäftigt. In jeder Situation muß ich den DM berücksichtigen.
    Aber ich stimme dir zu "man sollte sich mit dem DM arrangieren".
    schrieb:
    Es hat sich auch nicht wirklich viel geändert, außer ein paar Pillen, einmal täglich ein Bisschen Insulin und ab und zu mal meine Finger quälen.


    Aber diese Aussage ist für einen Typ1 lachhaft.
    @Zuckerwatte,
    "deinen DM" hast du ja schon ganz gut im Griff.
    schrieb:
    Aber: abends laufen mir dann doch tränen übers Gesicht und ich bin sehr traurig.

    Das geht vorbei obwohl immer mal wieder so Situation kommen wo einem der DM auf die Nerven geht. Vielleicht hilft dir ja ein Gespräch mit einem Psychologen, bei mir hat das Wunder bewirkt.

    lg
    Paul
    Bearbeitet von User am 27.06.2014 20:16:37. Grund: .
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    am 27.06.2014 20:53:15
    Moin PaulFox,

    natürlich kann ich die 1-2 Stunden intensiver Bewegung pro Tag wie dieser hier in dem kleinen Video auf das Diabetes-Konto buchen zu den 5-10 Minuten, die ich für's Messen & Spritzen und Eintragen brauche. Aber das wär maßlos übertriebener Quatsch, denn die Bewegung bräuchte ich für die Gesundheit und Vitalität, die ich jetzt mit Diabetes genieße, genau so auch ohne Diabetes.

    Was machst Du denn in den 1-1 1/2 Stunden pro Tag an Diabetes-Management? Beschreibst Du's mal bitte?

    Bin neugierig, Jürgen
    Bearbeitet von User am 27.06.2014 20:54:20. Grund: Korrektur
  • zuckerpuppe

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    am 27.06.2014 21:55:10
    Hallo - ich hab Diabetes seit November 2013 Typ 1 diagnostiziert - ich hab deswegen noch keine Träne vergossen - sicherlich im ersten Moment ein Schock - aber des hat mich net wirklich groß aus der Bann geworfen - oder mich mega traurig gemacht - allerdings bin ich 45 jahre und ich wäre mit 25 vielleicht anders damit umgegangen - wie jetzt. Noch dazu müssen Säuglinge - Kleinkinder - Jugendliche lernen damit umzugehen und zu leben - da werd ich als Erwachsener doch wohl auch meistern....das ist meine Einstellung - und ich hab gute Vorbilder in meinem Umfeld....die auch alle super damit leben.

    hoff du findest einen Weg - damit besser leben zu lernen - ansonsten kann uns solltest du dir Hilfe holen - dies zu lernen....damit du wieder eine bessere Lebensqualtiät und Lebensfreude hast.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 27.06.2014 22:58:42
    Hi jürgen
    also bist du nicht mehr in der lage ein normales rad zu fahren?
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 27.06.2014 23:15:35
    Ich hab als Baby Polio gehabt und seitdem mein linkes Bein kürzer und schlapper und z.T. gelähmt. Konnte zwar nie rennen, aber bis Ende 30 zwar hinken, aber auch 5 Stunden und praktisch überall hin. Dann brauchte ich nen Stock und seit 2002 2 Stöcke und seit 2012 heißt diese Entwicklung fachoffiziell Post Polio Syndrom: Nervenbereiche, die nicht ganz so stark angegeriffen waren und die Aufgabe der durch Polio geschädigten übernommen hatten, geben mit ner Verzögerung von X Nummern Jahrzehnten nach dem ersten Zuschlagen der Krankheit nach, mit dem Verlust der entsprechenden Funktionen. Bei mir zum linken dann auch das rechte Bein, so dass ich seit 3 Jahren draußen mit dem Rolli mobil bin. Übrigens recht munter mobil ;)
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.06.2014 07:47:14
    Hi Jürgen
    Respekt wieviel Kraft in Dir steckt. Hat das fortschreiten dieser Krankheit was mit Deinem Diabetes zu tun?
    Gruß
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 28.06.2014 09:48:12
    Nein, Polio und Folgen und Diabetes haben direkt definitiv nix miteinander zu tun und auch statistisch keine auffällige gemeinsame Häufigkeit.
    Was die bewunderte Kraft anbetrifft, würdest Du mit ähnlichen Herausforderungen auch entsprechend ähnliche Kraft aufbringen.

    Aber mal zurück zum zentralen Thema hier, dem Diabetes und dem, was Du im von mir angeprochenen Gesundheits-Coach-Zusammenhang zynisch nennst.
    Was Du als normal bezeichnest, das lockere Essen und Trinken über Hunger und Durst hinaus und das eher mäßige Bewegen, hätte evolutionsmäßig zu deutlich anderen Menschen geführt als zu uns.

    Mit der vorherrschend beständigen Überversorgung mit Lebensmitteln und der vorherrschend beständigen Unterforderung unseres Bewegungs-Systems halten wir unsere Biologie ganz im Gegensatz zu unserer subjektiven Wahrnehmung beständig mehr oder weniger gewaltig überlastet, vor allem unsere Logistiker Herzkreislauf- und Lymph-System.
    Unsere Art ist hervorragend dafür entwickelt, mit insgesamt gerade ausreichendem Essen und Trinken den ganzen Tag munter auf den Beinen klar zu kommen. Deswegen machen sich immer mehr Menschen ihren unserer Biologie eher entsprechenden Alltag zum Programm und verzichten bewusst auf all die Annehmlichkeiten, die Du hier schon mal so locker skizziert hast. Wobei immer schwierig ist, die passende eigenen Spur zu finden und sich dann auch noch zuverlässig drin zu halten. Denn außer der Waage gibt es keine unabhängig vom Doktor mit seinen Blutuntersuchungen direkt nutzbaren Anhaltspunkte.

    Außer mit Diabetes. Denn wer seine defekte Blutzucker-Automatik ergänzt bis ersetzt und seinen Blutzucker in der Hauptsache mit der Auswahl und Portionierung von Essen & Trinken und dem gezielten Einsatz von Bewegung steuert und nur gerade immer so viel an Medis zugibt, wie zum Einhalten der gesunden Grenzen dann noch notwendig ist, bewegt sich damit mit der ganz einfachen Steuerung mit seinem Testgerät praktisch ganz nebenbei in seiner gesunden Spur.
    Das heißt noch einmal ganz deutlich, dass er damit nicht nur mit eher passendem Essen und Trinken und Bewegen seine Biologie vor Überlastung bewahrt, sondern auch sehr wirksam der Entwicklung der gefürchteten diabetischen Plagen vorbeugt. Und ich kann noch immer beim besten Willen nicht erkennen, was daran zynisch sein sollte.

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.06.2014 10:08:31
    ja du hast ja recht eigentlich ist es wie du gesagt hast, gruß