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Erhöhter Nüchternwert nach Schwangerschaftsdiabetes
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am 16.08.2014 10:15:16
Hallo ihr Lieben,
ich bin in den letzten Wochen etwas verunsichert gewesen und hoffe hier ein paar Antworten zu bekommen.
Also, zu meiner Vorgeschichte: ich bekam in meiner 2. Schwangerschafts "Schwangerschaftsdiabetes", da mein Nüchternzucker bei 96 lag. Die anderen Werte waren beim OGTT ok mit 130 und 94. Nun heißt es ja, dass eine hohe Prozentzahl nach der Schwangerschaft innerhalb von zehn Jahren Diabetes bekommt, deshalb hab ich jetzt (10 Monate nach der Geburt) immer wieder mal meinen Nüchterzucker gemessen.
Dieser ist leider laufend gestiegen. Derzeit bin ich bei 100-105. Ich kann mir das nicht erklären, da ich in den letzten vier Wochen wirklich sehr auf meine Ernährung geachtet hab und deswegen sogar 4kg abgenommen hab. Ich bin sehr schlank (jetzt nur noch 52kg bei 1,63 Meter) und ansonsten passen meine Blutwerte auch perfekt. Da ich allgemein einige Verdauungsprobleme hab, hab ich nun echt Angst, dass sich eine Diabetes entwickelt.
Meine Fragen:
-kann sich eine Diabetes Typ2 bei fast schon Untergewichtigen entwickeln?
-wenn Sport helfen soll, wann soll ich den machen, um den Nüchternzucker zu senken?
-viele sagen, dass die Leber den Zucker in der Nacht selbst produziert, um eine Unterzuckerung zu vermeiden. Ich habe jetzt 2x um Mitternach gemessen und hatte da Werte um die 100, fast dieselben Werte hatte ich am Morgen
-Warum zeigen die Werte beim Ringfinger einen um 5 Punkte höheren Wert an als die Mittelfinger? Hab das jetzt fast täglich nachgemessen. Komisch oder?
-Ich hab manchmal ein Stechen in der Bauchspeicheldrüse. Können meine Nüchternwerte auch einen anderen Grund haben? Mein Internist meinte, mit dem Ultraschall sieht man nur sehr eingeschränkt auf die Bauchspeicheldrüse.
Mit meinen Werten bin ich ja noch kein Diabetiker, aber da die Werte kontinuierlich nach oben gehen, möchte ich das irgendwie stoppen.
Bitte um eure Hilfe :(
P.S: ich bin 29 Jahre, falls das wichtig ist.
Bearbeitet von User am 16.08.2014 10:15:53. Grund: zusatztext -
Gast
Rang: Gastam 16.08.2014 10:28:01
Falls dieser Beitrag kein Troll ist: Orientiere dich anderswo, hier wirst du mit Sicherheit noch mehr verunsichert.
Falls es ein Troll ist: Bleib hier und fache sinnlose Diskussionen an. -
am 16.08.2014 10:37:04
Warum sollte es ein Troll sein? Darf ich nicht vorbeugend handeln? Da meine Werte von um die 90 langsam auf 100 gestiegen sind und es wahrscheinlich weitergehen wird, kann ich mich doch mal erkundigen oder nicht? Glaubst du wirklich, dass ich mir die Arbeit antue bei zwei Kindern und den langen Beitrag verfassen, wenn es mir nicht ernst ist?
Immerhin musste das zweite Kind eingeleitet werden, weil ich als Schwangerschaftsdiabetiker eingestuft wurde. Ich dachte, ein Forum wäre da, um Erfahrungen auszutauschen. -
Gast
Rang: Gastam 16.08.2014 11:48:00
was sagt denn dein hba1c? lass dich von diesem toll quatsch nicht verunsichern claudia1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Gast
Rang: Gastam 16.08.2014 12:02:51
Ich will mal versuchen, zu einigen Dingen Stellung zu nehmen:
Mit Verdauungsproblemen hat Diabetes eigentlich gar nichts zu tun.
Ein Schwangerschaftsdiabetes zeigt an, dass es im Kohlenhydratstoffwechsel Probleme gibt. Im Verlauf der SS braucht der Körper nämlich ein Vielfaches an Insulin als ohne SS. Und in solchen Situationen fällt dann eben ein Problem oft zuerst auf.
Es ist also auf jeden Fall gut, wenn du deine Werte im Blick behältst.
Im Übrigen kann sich nach einem SS-Diabetes genauso ein Typ1 wie ein Typ2 entwickeln.Und ja, auch schlanke Personen können einen Typ2 bekommen.
Sport kann den BZ senken, wenn man ihn direkt nach dem Essen betreibt, was ja dem Nüchternzucker kaum hilft.Insgesamt bilden sich aber durch Sport mehr Muskeln, sodass die Insulinempfindlichkeit insgesamt verbessert werden kann, sich das also auch auf den Nüchtern BZ auswirken kann.
Die Messgeräte haben immer eine Messtoleranz, sodass sich fast immer unterschiedliche Werte ergeben, wenn man mehrfach misst, egal an welchem Finger.
Was meinst du mit "Stechen in der Bauchspeicheldrüse"? die liegt ja versteckt, ich glaube kaum ,dass man das so genau lokalisieren kann.Es kann genauso
z.B. vom Magen herkommen.Und wie dein Arzt schon sagte, im US kann man die BSD kaum sehen.
Es ist sicher nicht verkehrt, regelmäßig Sport zu machen und ggf. auf eine KH-arme Ernährung zu achten. Ob man damit aber langfristig einen Diabetes stoppen kann ist nicht gesagt. Insbesondere einen Typ1 (Autoimmunprozess) wirst du damit kaum aufhalten können.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.08.2014 12:10:52
Danke für die ausführliche Antwort. Dann werde ich mal sporteln und mich bewusst gesund ernähren. Mehr kann ich dann eh nicht machen. Den Wert hab ich zwar bestimmen lassen, aber hab ihn leider nicht im Kopf. Nachdem der Internist nichts mehr gesagt hat, wirds schon passen oder?
Autoimmunerkrankung kann schon sein. Hab einige Autoimmunprobleme. Hashimoto und Vitiligo. Fehlt nur noch, dass diese Zellen auch noch angegriffen werden.
Wenn aber die Zuckerbelastungen passen, dann wird das nicht der Fall sein oder? Denn in diesem Fall würde die Bauchspeicheldrüse ja genug Insulin produzieren.
Ich hätte gerne ein drittes Kind, aber dann würde ich gewiss wieder als Diabetikerin eingestuft werden, was dann echt nur noch nervig ist, weil das Kind dann wieder rausgeholt wird und nach der Geburt ständig gepickst. Warum darf der NÜchternzucker bei einer Schwangeren nur bei 94 bzw. darunter liegen? Weil der Fötus auch Zucker braucht und man dann nichtschwanger einen höheren Zucker hätte? -
am 16.08.2014 14:08:33
Claudia1984 schrieb:
Warum darf der NÜchternzucker bei einer Schwangeren nur bei 94 bzw. darunter liegen? Weil der Fötus auch Zucker braucht und man dann nichtschwanger einen höheren Zucker hätte?
Hallo Claudia,
wenn dein BZ in der SS höher als normal ist, dann versucht das Baby mit seiner BSD den BZ auszugleichen. Das schafft es natürlich nicht und seine BSD muss große Mengen Insulin ausgeben. Das führt dann zu überdurchschnittlichem und ungesundem Wachstum des Babys. Dazu kommen dann noch die Probleme bei der Geburt, wo die vermehrte Insulinausgabe zu einer sehr gefährlichen Unterzuckerung des Babys führen kann. Damit das nicht passiert, werden für die BZ-Werte in der SS, besonders in der 2. SS-Hälfte so enge Zielwerte gesetzt.
Du kannst nicht mehr tun, als dich passend zu ernähren, genügend Sport treiben und deine Werte weiter zu beobachten. Mach dich aber nicht durch vieles Messen verrückt. Es reicht vollkommen aus, wenn du den Nüchternwert aller 3...4 Wochen mal misst oder ein Tagesprofil machst.
LG Rainer
Bearbeitet von User am 16.08.2014 14:12:24. Grund: . -
Gast
Rang: Gastam 16.08.2014 17:38:46
Sehe das wie Rainer, teste gelegentlich deine Werte ( ich würde dir empfehlen das ca. einmal im Monat zu machen und zwar nüchtern und ca.90 min nach dem essen von reichlich Kohlenhydraten),dann bekommst du schon mit, wenn sich was verschlechtert.
Bzgl. der Autoimmungeschichte muss ich dich leider etwas desillunisonieren. Wenn du einen Autoimmundiabetes (Typ1) bekommen solltest, dann wird das sporteln etc. da leider keinen Einfluss auf die Entwicklung haben. Wenn die Antikörper irgendwann in ausreichender Anzahl da sind, dann ist das (leider) so, da gibts ja bis heute leider keine Therapie gegen, zumindest keine, die nicht mehr Nebenwirkungen hat als dass sie Vorteile hat.
Vielleicht tut sich da ja in der Forschung noch was.
Was die Einleitung der Geburt bei Diabetikerinnen angeht: Da gehen die Meinungen bei den Ärzten ja auch ziemlich auseinander.Es gibt heute genügend Ärzte/Kliniken, die keine zwingende Einleitung und schon gar nicht vor dem errechneten Geburtstermin machen, wenn ansonsten alles tiptop ist.
Da hilft unhören! Und im Übrigen kann dich ja keiner in die Klinik prügeln, wenn du das nicht willst. Aaaber so weit ist es ja nun noch nicht..... -
Gast
Rang: Gastam 22.08.2014 21:21:02
Danke für eure lieben Beiträge. Ich betreibe nun abends brav Sport und habe die Ernährung umgestellt (Säure-Basen-Gleichgewicht). Der Blutzucker geht langsam nach unten.
Wegen Einleiten: Ich wurde am errechneten Termin eingeleitet. Irgendwie hats vielleicht so sein sollen, da das Baby innerhalb von 50 min da war :) Wenn mir das zuhause passiert wäre, dann wäre es knapp geworden mit dem ins Krankenhaus fahren ;)
Auf jeden Fall probiere ich derzeit viele Methoden aus, um den BZ zu senken. Sicher sehr geeignet ist es, eine bis zwei Stunden nach dem Abendessen größere Wanderung zu machen. Schaden wirds schon nicht ;)