Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Blutzuckerveränderung nach Schädel-Hirn-Trauma
-
am 24.08.2014 20:26:19
Hallo,
ich möchte euch mal meine Situation schildern und würde mich freuen, wenn jemand eine Idee dazu hat, da ich in dem Thema Zucker noch recht unbewandert bin und nicht weiß, ob ich diese Schiene weiterverfolgen sollte.
Seit 2011 messe ich immer mal wieder meinen Blutzucker zuhause mit einem Messgerät.
2011 und 2012 hatte ich meist recht niedrige Werte, ich schreibe mal die auf, die ich mir notiert habe (die Einheit ist immer mg/dl):
2011:
17.09. 8.30Uhr 52 (nüchtern)
15.45Uhr 87 (1h nach dem Mittagessen)
05.10. 8.45 Uhr 55 (nüchtern)
24.11. 10.30Uhr 55 (1h nach dem Frühstück)
19.12. 21.20Uhr 70 (1h nach dem Abendessen)
22Uhr 87 (1,4h nach dem Abendessen)
2012:
31.03. 14Uhr 112 (2h nach Frühstück, erstem Essen)
11.04. 12Uhr 76 (nüchtern)
15.10. 13.30Uhr 95 (3,5h nach Frühstück)
04.12. 10Uhr 87 (nüchtern)
Ich habe aus 2012 einen Blutwert vom Arzt, der bei 68 lag.
2013:
15.06. 12Uhr 147 (vor Mittagessen)
26.06. 9Uhr 109 (nüchtern)
10Uhr 87 (nüchtern)
11Uhr 120 (nüchtern)
30.06. 14.30Uhr 147 (2,5h nach dem Mittagessen)
04.07. 8.30Uhr 110 (nüchtern)
15.07. 22Uhr 141 (2h nach dem Essen)
26.07. 8.45Uhr 114 (nüchtern)
28.07. 8.40Uhr 112 (nüchtern)
26.08. 19.40Uhr 157 (nach ein wenig Gemüsebrühe)
26.10. 9.30Uhr 127 (nüchtern)
10.30Uhr 117 (nüchtern)
27.10. 8Uhr 107 (nüchtern)
22Uhr 205 (2h nach dem Abendessen)
23.30Uhr 183 (3,5h nach dem Abendessen)
00.50Uhr 146 (5h nach Abendessen)
05.11. 16Uhr 138 (4h nach Mittagessen)
2014:
15.02. 21.30Uhr 146 (2,5h nach dem Essen)
20.02. 22.30Uhr 171 (habe nichts notiert)
21.02. 8.10Uhr 98 (nüchtern)
09.08. 7Uhr 86 (nüchtern)
12.08. 9Uhr 98 (nüchtern)
19.08. 5Uhr 97 (nüchtern)
23.08. 8.30Uhr 103 (nüchtern)
24.08. 00.30Uhr 100 (am Tag/Abend wenig gegessen)
9Uhr 104 (nüchtern)
10.30Uhr 90 (nüchtern)
11.45Uhr 95 (nüchtern)
13.30Uhr 94 (1,5h nach einem Brötchen) (gleicher Wert, wie nüchtern vor dem Brötchen?)
Mir ist aufgefallen, dass ich früher (2011+2012) öfter Nüchternwerte um die 55 hatte und nach dem Essen auch in der Regel unter 100. Seit 2013 habe ich nüchtern schon immer um die 100 und nach dem Essen zwischen 140-200. Meine Werte, die ich vor 2013 hatte, haben sich verdoppelt, von ca. 55 Nüchternwert auf um die 100, von ca. 80-90 nach dem Essen auf ca. 160.
Mir geht es seit 2013 sehr schlecht, ich bin dauererschöpft, gerädert, müde.
Mein Langzeitzuckerwert ist in Ordnung, 5.4 (4-6).
Oraler Glucosetest ergab:
Nüchtern: 103 (60-99)
Nach 2h: 86 mg/dl
Offiziell liege ich mit den Nüchternwerten so an der Grenze, aber ich denke, dass man doch mit in Betracht ziehen müsste, dass ich vor 2013 ganz andere Werte hatte?
Ich hatte Anfang 2013 ein Schädel-Hirn-Trauma, seit dem geht es mir sehr schlecht. Ich bekam kurz nach dem Trauma Eiseninfusionen. Ich habe keinen Blutzuckerwert nach dem Trauma und vor den Eiseninfusionen, weiß daher nicht genau, ob die Erhöhung direkt nach dem Trauma war oder erst nach den Eiseninfusionen.
Ich habe einen Insulinblutwert von Mai 2014, der bei 4mE/l liegt (Norm 5-25). Der Arzt hat dazu nichts gesagt.
Vor dem Sturz lehnte ich Süßes immer ab, aß zum Frühstück schon gerne salzig. Das hat sich seit dem Sturz verändert, ich habe Heißhunger auf Süßes, versuche es aber so gut ich es schaffe, zu vermeiden.
Mein Gewicht ist niedrig, ich müsste noch weiter zunehmen, ich nahm nach dem Sturz ca. 10Kilo ab (von 58 auf 45kg). Nun bin ich wieder bei 53kg, würde aber gerne noch 3Kilo zunehmen.
Ich bin seit meinem 6.Lebensjahr Vegetarierin, esse überwiegend Salate und Gemüse, Brot mag ich eher weniger, esse aber Kartoffeln und Reis, Nudeln versuche ich zu vermeiden. Sahne und Butter esse ich gerne, ebenso Oliven- und Leinöl.
Ich bin ziemlich ratlos, was ich tun soll, da den Arzt nur der festgesetzte Normwert interessiert und nicht, dass ich vor dem Sturz ganz andere Werte hatte.
Ich wollte einen Termin bei einem Diabetologen ausmachen, aber er sagte, er nimmt nur Patienten, die vom Hausarzt schon die Diagnose Diabetes bekommen haben. Ist das so üblich?
Ich habe gelesen, dass eine Fehlsteuerung der Hirnanhangsdrüse den Blutzucker erhöhen kann und habe überlegt, ob da etwas durch das Schädel-Hirn-Trauma gestört worden sein kann.
Bin unsicher, ob ich diesen Weg weiterverfolgen oder vergessen soll. Vielleicht hat ja jemand eine Idee dazu?
Vielen Dank und viele Grüße
Cosmea
-
Gast
Rang: Gastam 26.08.2014 07:45:35
Hallo Cosmea!
"Zuckerkrank" bist Du nicht.
Und die Normwerte haben schon ihren Sinn!
Wie alt bist Du denn?
Und wenn Du Nudeln magst, kannst Du die auch ruhig essen... ;-)
Deine "hohen" Werte können auch vom Stress bzw. dem dazugehörigen Hormon-Cocktail im Blut kommen.
Ich bin Typ1-Diabetiker, mein höchster (gemessener) Wert war im Krankenhaus bei 620, der HbA1c lag bei 14.
Mit solchen Werten fühlt man sich so richtig kacke, da macht man keinen Piep mehr.
Insofern solltest Du etwas ruhiger an die Sache rangehen.
Der Diabetologe nimmt Dich übrigens nur auf Empfehlung vom Hausarzt! ;-) -
Gast
Rang: Gastam 26.08.2014 20:42:16
@ Gast: Es gibt auch genügend Diabetologen, die Patienten ohne Überweisung beraten. Kommt wohl immer auf die Gegend und die Anzahl der Praxen in der Umgegend an.
Hatte bei Diagnose BZ 600+ mg/dl und HbA1c 15,x. und mir ging es gar nicht Kacke! Man kann sich manchmal wundern, was ein Körper tolerieren kann.
War nur beim Arzt, da ich trotz normalem Essverhalten mehrere Kilos abgenommen hatte.....
Zum Thema SHT kann ich nur sagen, dass es bei einer Störung (möglicherweise unfallbedingt) der Hypophyse auch zu Störungen im Hormonhaushalt kommen kann, da von hier aus viele Hormonkreisläufe gesteuert werden.
Ob das bei dir nun der Fall ist, kann wohl nur ein Arzt beurteilen, der deine genauen Unfallschäden kennt.Ich finde es schon auffällig, dass die höheren Bz-Werte seit nach dem Unfall bestehen.Kann aber natürlich auch Zufall sein.