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Psyche und Diabetes-2
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am 22.03.2015 20:41:13
Kurz meine Geschichte. In 1998 war in meinem Leben etwas passiert, was einen direkten Einfluss auf meine Psyche hatte. Es folgten längere Depressionen und Selbstmordgedanken. Ich war sogar bei Selbstmordvorbereitungen. In 2008 kam noch Jobverlust dazu. Einen neuen Job habe ich erst nach 70 Vorstellungsgesprächen gefunden. Stress jahrelang.
In 2010 hatte ich meinen ersten Gichtanfall. Mein Arzt sagte, wenn er meine Laborwerte von 2010 und von 2007 anschaue, denke er, dass sie von verschiedenen Menschen stammen würden. Außer katastrophalen Harnsäure- und TSH-Werten wurde bei mir Zucker über 500 mg/dl (nüchtern) gemessen (früher war er so gut wie nie über 100). Und während sich TSH nach ca. 3 Jahren von sich allein normalisiert hat und der Harnsäurewerte dank Allopurinol-Therapie auch mehr oder weniger in Ordnung sind, ging der Zucker nur für eine kurze Zeit (ca. 6 Monate lang nach Beginn der Metformin-Therapie) runter. Seitdem pendelt er zwischen 180 und 200 mg/dl morgens/nüchtern, die Langzeitwerte betragen ca. 9%. Cholesterin ist OK.
Metformin, Empagliflozin, Diät und Bewegung bringen nichts. 10 kg habe ich schon abgenommen. Keine Änderung. Der Nüchtern-Wert verharrt auf 180-200 mg/dl, selbst wenn ich monatelang beim Essen wahnsinnig aufpasse. Nach Eiscreme oder Torte springt der Wert kurz auf 250-270 und fällt ziemlich schnell zurück auf die üblichen 200.
Allerdungs sind meine Depressionen gar nicht weg und die Selbstmordgedanken sind auch immer noch da. Lithium-Therapie habe ich wegen Nebenwirkungen abgesetzt. Ängste und gesamte innere Unruhe sind meine ständigen Begleiter seit 1998. Meine Frage ist, ob diese Umstände Auswirkungen auf die Zuckerwerte haben können.
Danke im Voraus! -
am 22.03.2015 21:22:54
Hallo Creasot,
es ist schon denkbar, dass deine Ängste und deine innere Unruhe deinen BZ weiter ansteigen lassen. Aber ganz egal, warum das so ist, musst du deinen BZ in Ordnung bringen. Übrigens kann ein schlecht eingestellter Diabetes neben allen anderen schlimmen Folgen auch die Depressionen verstärken.
Wenn du dein BZ mit Metformin und Ernährung nicht mehr in den Griff bekommst, dann brauchst du weitere und stärker wirkende Diabetesmedikamente. Wenn dein Arzt das nicht in die Reihe bekommt, dann gehe zu einem Diabetologen. Mit dem Fachmann zusammen wirst du das bestimmt besser hinbekommen..
Viel Erfolg dabei, Rainer