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  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 18.04.2015
    am 18.04.2015 18:39:17
    Hallo ,habe mich gerade bei euch im Forum angemeldet.
    Ich möchte fragen,da es alles "Neuland für mich ist.
    Mein Mann hat seid Jahren leicht erhöhte Zucker-werte,muß regelmäßig messen (liegt so bei 120-130
    ist in ärztlicher behandlung,muß aber noch nichts dagegen tuen.
    Nun merken wir seid einigen Wochen,das der zucker sehr schwankt und immer höher geht,zum beispiel heute vor dem frühstück nüchtern gemessen 158 ,dann frühstück 1 brötchen,mitkäse ,1 banane 1 tasse tee
    1 std danach zucker messen 250.Nun haben wir uns entschlossen,Diabetes-Diät zumachen (ich würde das mit machen,habe aber normal zucker vor 3 wochen 78 gemessen.
    Jezt meine Frage,habe mir schon 2 Bücher gekauft,würde aber lieber von "Erfahrenen wissen,was mach ich? wie fang ich an,wo bekomm ich gute Rezepte her?die nicht soviel Arbeit machen,da ich selber krank bin und das lange zubereiten mir enorme Schwierigkeiten macht.Ich würde mich sehr freuen,wenn mir jemand antworten würde Danke Piffi
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 18.04.2015 20:51:31
    Hallo Piffi,

    erstmal herzlich willkommen im Forum.

    Der hohe Nüchternwert, genauso wie der starke Anstieg nach dem Frühstück deutet natürlich daraufhin, dass Die Bauchspeicheldrüße nicht mehr genug Insulin produziert, bzw. dieses zwar noch ausreichend tut aber eben nicht mehr so wirkt, wie es sollte. (Insulinresistenz)
    Wenn ausgeschlossen werden kann, dass z.B. eine andere Erkrankung ursächlich für die BZ Erhöhung ist, sollte Dein Mann zusammen mit seinem Arzt die Möglichkeiten der Behandlung mit Tabletten besprechen. Wobei Du nicht geschrieben hast, ob Dein Mann von einem Diabetologen oder vom Hausarzt behandelt wird. Ein Diabetologe ist sicher die bessere Wahl.
    Was für eine Diabetes Diät willst Du da machen? So was gibt es gar nicht. Empfohlen wird von der DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) in ihren Versorgungsleitlinien für Diabetiker TYP 2 eine gesunde, vollwertige Ernährung, die auch für Dich selbst gilt, unabhängig vom Diabetes. Natürlich würde ich Zuckergesüßte Getränke u.s.w. weglassen und hier Alternativen wählen.
    Eine Frage habe ich aber noch. Hat Dein Mann eine Diabetesschulung mit integrierter Ernährungsberatung erhalten? Wenn nicht, wäre das sicher von Vorteil. Bei den Schulungen, die ich erhalten habe, konnte der Partner/die Partnerin immer mitkommen. Das ist auch sinnvoll, wenn man nicht selbst kocht. Die Kassen übernehmen hierfür zumindest bei der Erstschulung die Kosten.

    Ich wünsche Dir und Deinem Mann hierbei viel Erfolg.
  • Bild User
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 18.04.2015 22:14:44
    Moin Piffi,

    super, dass Ihr Eure neue Herausforderung gemeinsam angehen wollt!

    Du fragst nach persönlichen Erfahrungen. Persönlich habe ich beste Erfahrungen damit gemacht, dass ich sehr viel weniger Stärke-Kohlenhydrate als normal üblich esse. Also weniger Brot und alles mit Mehl, weniger Nudeln, weniger Kartoffeln, weniger Reis. Weniger Zucker natürlich sowieso.

    Anfangen würde ich mit etwa der Hälfte weniger, und stattdessen dann mehr Gemüse. Geht sogar zum Frühstück. So esse ich z.B. grad zum Frühstück als Ersatz für ne Scheibe Brot ne halbe Gurke in Scheiben mit Kräuterkäse. den ich dazu vom Löffel genieße.

    Für etwas mehr gut lesbare und professionelle Info dazu hier mal ein Link zu den Erfahrungen aus der Reha-Klinik Überruh in Isny, die seit 2005 ihre Speise-Pläne mit gutem Erfolg nach LOGI ausrichtet.

    Daumendrück, Jürgen

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    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 19.04.2015 00:49:00
    hjt_Jürgen schrieb:

    ...
    Für etwas mehr gut lesbare und professionelle Info dazu hier mal ein Link zu den Erfahrungen aus der Reha-Klinik Überruh in Isny, die seit 2005 ihre Speise-Pläne mit gutem Erfolg nach LOGI ausrichtet.



    Hallo Piffi,

    klar, dass Jürgen sofort mit seiner LOGI Methode Wider besseren Wissens Werbung für eine potentiell kritsche Diätform für Diabetiker macht. Die von ihm angeführte REHA Klinik ist eine Rehaklinik für Kardiologie, Onkologie, Pneumologie und Orthopädie, hat also mit Diabetes direkt nichts zu tun. Speziell die LOGI Diät hat zudem von der Stiftung Warentest nur die Note "Ausreichend" erhalten und wird von allen Ernährungswissenschaftlern und Ernährungsfachleuten nicht befürwortet.

    Alle Namhaften Diabeteskliniken behandeln und schulen ihre Patienten nach den Versorgungsleitlinien der DDG, angelehnt an die Ernährungsempfehlumgen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) in einer gesunden Vollkost mit ca. 50% Kohlenhydratanteil. Beispielsweise sind das:

    Diabetes Klinik Bad Mergentheim
    Diabetes Klinik Bad Nauheim
    Diabetes Zentrum Bad Lauterberg
    Diabeteszentrum Nordschwarzwald

    Die Liste ist unvollständig, zeigt aber die gängige Praxis in Ernährungsfagen bezüglich Diabetes. Daher kann ich Dir nur empfehlen, eventuell zusammen mit Deinem Mann selbst eine Schulung mitzumachen um dann selbst die für Euch geeignetste Kostform zu finden.

    Ich wünsche Euch viel Erfolg dabei :-)


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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 19.04.2015 21:53:37
    Wo hat die Stiftung Warentest eigentlich mal Ernährungs-Empfehlungen/Diäten für Diabetiker mit Schwerpunkt gesunde Blutzucker-Führung bewertet?

    Nachtrag:
    Hier mal ein Link zum nach Deiner Meinung wissenschaftlich fragwürdigen Ursprung - alles keine Fachleute - von LOGI

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    Bearbeitet von User am 19.04.2015 22:45:27. Grund: Nachtrag
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 20.04.2015 01:16:08
    hjt_Jürgen schrieb:

    Wo hat die Stiftung Warentest eigentlich mal Ernährungs-Empfehlungen/Diäten für Diabetiker mit Schwerpunkt gesunde Blutzucker-Führung bewertet?



    Zum wievielten Mal führen wir hier eigentlich diese Diskussion? Glaubst Du, Du kannst mit einer penetranten Frage davon ablenken, dass dieser Test, der übrigens Diätformen an sich betraf, (was anderes habe ich nie geschrieben) stattfand und LOGI dabei eben nur ein "Ausreichend" bekam?
    Hier findest Du einen kurzen Artikel darüber.

    hjt_Jürgen schrieb:

    ..... nach Deiner Meinung wissenschaftlich fragwürdigen Ursprung - alles keine Fachleute - von LOGI



    NEIN!!!
    Das ist nicht meine Meinung, wie Du hier so penetrant darstellst, sondern das ist die Meinung von Fachleuten in Ernährungsfragen und Ernährungswissenschaftlern. Basierend auf der Auswertung aller erreichbarer Studien durch die DGE, festgehalten in den "Leitlinien Kohlenhydrate" und übernommen von der DDG. Die lässt zwar Abweichungen von dieser Kostform zu, allerdings nur bei medizinisch notwendiger Indikation und auch dann nur vorübergehend und unter ärztlicher Aufsicht.
    Demgegenüber ist LOGI die "Erfindung" eines einzelnen, der nebenbei mit seiner Onlinepräsenz sicher ordentlich verdient, was den Verdacht nahelegt, dass diesem HYPE um LOGI auch wirtschaftliche Interessen zugrundeliegen.
    Und weil ich eben KEIN Ernährungsfachmann bin, orientiere ich mich eben an wissenschaftlich gesicherten Studien und nicht an Behauptungen eines einzelnen.
    Und auch das noch einmal: Ich empfehle nie jemandem die von mir bevorzugte Kostform sondern schlage immer eine Diabetesschulung mit Ernährungsberatung vor, damit jeder selbst entscheiden kann, nach welcher Kostform er/sie sich ernährt. Diesen Rat gibst Du nie ab, da bei diesen Schulungen die von Dir bevorzugten Kostform eben nicht empfohlen wird.
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    am 20.04.2015 17:10:43
    @ferrato

    Der von Dir verlinkte Artikel:
    
    schrieb:
    Nicht so extrem wie andere Low Carb-Diäten, dennoch wird die Logi-Methode von Experten eher kritisch beurteilt. Auch sie setzt auf viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate. Die Experten von "Öko-Test" bezeichnen die Negativ-Bewertung von Getreide in ihrem neuen Sonderheft "Spezial Diäten" als "wissenschaftlich nicht haltbar". Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bemängelt die geringe Ballaststoffzufuhr sowie den hohen Eiweiß-Anteil, der gegebenenfalls zu Nierenproblemen oder Gicht führen könne. Das Online-Programm der LOGI-Methode erhielt von Stiftung Warentest kürzlich immerhin die Note "Ausreichend".


    Eigentlich ist LOGI ganz einfach: Wir lassen vom DGE-gesunden ausgewogenen Überfütterungs-Teller die Kohlenhydrate weg und vergrößern zur Sättigung die Gemüse-Portion. Damit erscheint den Milchmädchen-Experten die selbe Eiweißmenge, die mit den Pommes noch ok und ausgewogen war, als auffällig groß. Denn ohne die Pommes kommt nun mit der selben Eiweißmenge ein größerer Anteil und Prozentsatz der noćh verbliebenen gesamten Kalorien aus dem Eiweiß. Super, oder?

    Und die Experten der Verbraucherzentrale NRW haben LOGI für ihre Bewertung keines einzigen Blicks gewürdigt. Denn sonst hätten sie gesehen, dass der halbe LOGI-Teller voller Gemüse ist und damit sehr ballaststoffreich.
    Den Bock, der da in voller Absicht zum Diskreditieren einer anderen Meinung geschossen wird, kannst Du selbst mit jedem Blick auf die LOGI-Pyramide im Überruh-Link sehen, sogar schon mit halb geschlossenen Augen.

    Auf LOGI mache ich deswegen aufmerksam, weil es eine seit Jahren bewährte Möglichkeit ist, den BZ schon ohne Medis deutlich gesünder als mit der im zitierten Artikel bevorzugten McGovern-Diät zu führen. Persönlich bevorzuge ich dafür seit einem guten Jahr LCHF, übrigens mit hervorragenden Blutfett-Werten und ohne jede Gewichtszunahme - im Gegentum ;)


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    am 20.04.2015 18:23:27
    Hallo Piffi,

    wurde ja schon einiges geschrieben, aber eigentlich suchst du ja nach einer einfachen und für dich praktikablen Lösung.

    Spezielle Rezepte brauchst du nicht. Koche und esse so wie ihr es gewohnt seid, aber beachte dabei einige wichtige Regeln:

    - Zucker solltest du einsparen bis möglichst ganz weglassen
    - das gleiche gilt für Fett
    - Weißmehlprodukte solltest du durch Vollkornprodukte ersetzen
    - wenn ihr es vertragt, möglichst viel rohes Obst und Gemüse

    Falls ihr Süßschnäbel seid, müsst ihr mit diversen Ersatzstoffen rumprobieren, bis ihr einen Ersatz findet, den ihr geschmacklich akzeptieren könnt. Ich hab diesbezüglich schon so ziemlich alles durch, auch zum Thema Vollkornmehl zum Kuchen backen. Du kannst mich gerne anschreiben, vielleicht kann ich dir mit ein paar Tipps helfen.

    Liebe Grüße und gutes Gelingen!
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 20.04.2015 18:48:45
    @ Jürgen,

    Da kannst Du noch so mit den Hufen scharren oder wild um Dich beißen, ich glaube den Ernährungsfachleuten und Ernährungswissenschaftlern und nicht irgendwelchen Sektierern. Nach Deiner Schreibe sind Alle Diabeteskliniken, alle Ernährungsfachleute, alle Ernährungswissenschaftler Idioten, nur Jürgen hat den Durchblick. Als ob Du wüsstest, nach welchen Kriterien die Stiftung Warentest ihre Tests durchführt. Aber was nicht sein darf, darf eben nicht sein.
    Naja, die Penetranz bin ich von Dir auch schon aus anderen Foren gewohnt. Und hier kannst Du das auch nur abziehen, weil dies ein unmoderiertes Forum ist. Ich kann mich erinnern, dass dies in einem moderierten Forum schon einmal anders war, als Du permanent TYP 1 Diabetikern weismachen wolltest, sie müssten ihren BZ auf die Werte eines Gesunden herunterspritzen.

    Und wie schreibst Du immer so schön?
    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus.
    Wie wäre es, wenn Du Dich da mal dran halten und auch andere Ansichten auch akzeptieren würdest. Das würde Dur gut zu Gesicht stehen.

    Sorry, aber das musste mal gesagt werden.
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    am 20.04.2015 19:09:11
    Warum machst Du's nicht an einem einfachen Beispiel fest?
    Aussage Deiner Fachleute: mit LOGI nimmt man zu wenige Ballaststoffe auf, zumindest doch weniger als mit DGE.
    Warum erklärst Du mir jetzt nicht einfach und direkt zur Sache, wie das Urteil Deiner Fachleute zum halben LOGI-Teller voller Gemüse passt?

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