Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Bauchspeicheldrüsen- Transplantation (an alle Typ 1ser)
-
am 10.05.2015 18:27:23
Hey Leute,
bestimmt kennt ihr solche Phasen- da möchte man einfach nicht mehr in seiner Haut stecken.
Vor einigen Tagen hatte ich ein tierische BLZ- Entgleisung und ich habe generell das Gefühl, desto mehr ich mich um meine Krankheit kümmere umso schwerer wird es sie in den Griff zu bekommen. Diesen alltäglichen Rythmus, den der Typ 1 Diabetes fordert kann ich nicht erbringen, ich kann nicht jeden Tag das gleiche machen und immer fucking JEDEN SCHEIß TAG das gleiche essen zur verdammten gleichen Uhrzeit!!!
Bin jetzt mitte Zwanzig und bin seit ich 9 bin erkrankt.
Langsam habe ich die Schanutze voll, -weil ich WILL Leben! Ich kenne viele Diabetiker die haben den Kampf aufgegeben, legen sich mit nem Wert von 600 ins Bett, fühlen sich prächtig "alles ist mir scheiß egal Delirium".... aber das möchte ich nicht, das wäre zu einfach und entspricht nicht meiner Eiinstellung zum Leben. *blablabla* -long story short:
Ich suche Leute, die mehr über eine Bauchspeicheldrüsen- Transplantation wissen, oder die vielleicht schone eine hinter sich haben. Kann man sich auch auf Spenderwarteliste setzten lassen, wenn die eigenen Nieren noch nicht versagt haben? Was hat eine Transplantation zur Folge? Muss man dann wirklich nicht mehr spritzen? Also so wirklich gar nicht mehr? Wie funktioniert sowas?
Ich würde mich über viele Antworten freuen
Gruß missgreenx -
am 10.05.2015 20:15:38
Hallo missgreenx,
du kannst dir einen Beratungstermin im nächstgelegenen Transplantationszentrum machen. Dort wird man all deine Fragen beantworten können. Bzw. solltest du zu allererst mit deinem Diabetologen sprechen, er kann dir auf jeden Fall besser helfen als ein Forum.
Alles Gute dir! -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 10.05.2015 22:27:12
Hallo missgreenx,
Respekt für deine offenen Worte. So ging es teilweise auch bei mir zu. Zumindest was das Generve bezüglich der DMT1 angeht.
Gut ist dass wir alles essen können was wir wollen und wann wir es wollen. Ich habe nur manchmal Phasen wo ich gern Urlaub von der DMT1 hätte. Ich würde gern wissen wie es ist ein Lebensmittel anzuschauen ohne gleich sofort zu wissen (schätzen) wieviel Kohlehydrate enthalten sind. wie es sich es anfühlt ohne zu messen und zu spritzen zu Essen. Wie es ist aus dem Haus zu gehen ohne die Taschen mit Hypohelfern, Messgerät, Stechhilfe und Teststreifen zu füllen. Ich würde gern wissen wie es ist kein DMT1 zu haben.
Ich denke aber dass auch du weißt, dass die Transplantation keine Option ist.
1. Du müsstest ständig Antisupressiva nehmen, deren Nebenwirkungen sehr viel schlimmer sind als die Insulintherapie.
2. Dein Immunsystem, genau wie meines, würde sofort anfangen die neuen Betas zu zerstören.
Dennoch kann ich mich, in dem was du schreibst, teilweise selber wiederfinden. Bei mir hat es aufgehört als ich mich anfing gegen das müssen zu wehr zu setzte. Als ich mir sagte ich lebe nicht für den Diabetes sondern mit dem Diabetes. Auf einmal war es einfacher. heute habe ich einen hba1c um die 5,8 - 6,5 und irgendwie fühle ich mich befreiter.
Ich denke Du schaffst das auch schon.
lg
DM1Diabetes
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher)
Bearbeitet von User am 10.05.2015 22:31:33. Grund: . -
am 11.05.2015 17:20:48
Ihr sprecht mir aus der Seele. Ich hab die Schnauze voll.
Habe einen Wert von 300 , spritze runter mit 10 Einheiten und nach 2 h 310...... Das ist nat. nicht immer so , manchmal klappts , manchmal eben nicht.
Was ist los???? Die Termine beim Diabetologen gleichen einer Audienz beim Papst.
Ich esse kaum noch was und trotzdem hohe BZ Werte. Ich mag nicht mehr.
Aber mit 63 hatte ich schon ein par gute Jahre (33Jahre Typ 1 ) .
werner
-
DM1Diabetes
Rang: Gastam 11.05.2015 18:05:15
Der BZ, hat beim Typ 1, nichts mit dem Essen zu tun!!
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher) -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 11.05.2015 18:05:24
Der BZ, hat beim Typ 1, nichts mit dem Essen zu tun!!
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher) -
am 11.05.2015 18:48:27
schonmal so probiert?
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 11.05.2015 18:57:44
DM1Diabetes schrieb:
Der BZ, hat beim Typ 1, nichts mit dem Essen zu tun!!
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher)
Erklär mir das bitte mal.
Das heißt...Wenn ich mich schei.. fühle hab ich auch schlechte Werte , -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 12.05.2015 19:46:50
@ Werner
Die Ursache des Diabetes Typ 1 ist eine Autoimunerkrankung bei der Antikörper die insulinproduzierenden Zellen zerstören oder sich gegen das Insulin richten.
Als Insulin unbekannt war versuchte man Diabetes Typ 1 Patienten Kohlehydrat frei zu ernähren um sie so zu retten. Alle die solch eine Diät gemacht haben sind, inerhalb einiger Wochen, gestorben. Das liegt an folgenden Phänomen:
Zellen benötigen zum leben Kohlehydrate. Bestimmte Zellen ernähren sich sogar ausschließlich von Glucose. Fehlt diese weil man sie nicht zuführt, wird erst alle gespeicherten Glucosevorräte frei gegebe und später produziert der Körper sogar Glucose. Da aber, ohne Insulin, Glucose nicht in die Zellen gelangen kann erhöht das die Blutzuckerwerte. Die einzige Lösung hierfür ist das Zuführen von Insulin.
Wenn man sich die Lösungen der Probleme, die einer Blutzuckererhöhung (bei Diabetes Typ 1 Patienten) anschaut, dann stellt man fest: Es hat immer etwas mit insulin zu tun und nie etwas mit dem Essen. Lössungen sind zum Beispiel die richtige Menge schnellwirkendes Insulin zum Essen, die richtige Menge Langwierkendes Insulin, der richtige Spritzzeitpunkt, das richtige Insulin oder eine Insulinpumpe. Immer geht es um Insulin.
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher)
Bearbeitet von User am 12.05.2015 19:58:04. Grund: erweiterung -
am 12.05.2015 22:15:48
@DM1Diabetes
Schon beim gesunden Normalo, der sich DGE-konform KH-betont ernährt, liefert die Glukoneogenese aus Eiweiß in Leber und Nieren etwa 25% vom täglichen Gesamtumsatz an Glukose. Glukose Produzieren ist mithin für Leber und Nieren Normal Business.
Einige Nerven/Hirnzellen können nur Glukose als Energieträger für ihren Betrieb verwenden und brauchen dafür in 24 Stunden etwa 40g. Kommt ohne ein gegessenes Gramm locker aus der Glukoneogenese. Und die speziellen Zellen brauchen KEIN Insulin zur Aufnahme der Glukose aus dem Blut!
Die übrigen Zellen kommen ALLE einschließlich der meisten Hirnzellen super mit Ketonen als Energielieferanten zurecht und brauchen dafür überhaupt kein Insulin.
Mit der nahezu KH-freien Ernährung haben Typ1 vor der Insulin-Möglichkeit (ist heute noch bittere Realität für viele Betroffene, die in dieser Welt noch immer nicht an Insulin kommen!) bis zu 2 Jahren überlebt. Denn auch wenn mit etwas Glück ohne KH-Input wenig mehr Glukose ins Blut kommen kann als von den insulinunabhängigen Verbrauchern verbraucht wird, steigt der BZ ohne Insulin mit der Zeit immer fataler an :(
Doch, auch ein Typ1 kann seinen Insulin-Bedarf und die Schwankungsweite seines BZ mit der Verringerung des KH-Inputs gewaltig reduzieren.
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 12.05.2015 23:32:23
@ Jürgen
Ketone sind keine Lösung für uns Typ 1er da auch Ketone Insulin benötigen um verarbeitet zu werden. Deswegen das Risiko der Ketonazedose bei absoluten Insulinmangel. Ist aber ein Typ 1 Diabetiker gut eingestellt und möchte sich aus welchen Gründen auch immer Ketogen ernähren, ist das möglich. Beim Essen gibt es keine beschränken für Typ 1 Diabetiker. Ausnahme ist eine Stoffwechselentgleisung mit höhen Ketonwerten. Aber die hält nicht lange an.
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher) -
am 12.05.2015 23:51:32
DM1Diabetes schrieb:
@ Jürgen
Ketone sind keine Lösung für uns Typ 1er da auch Ketone Insulin benötigen um verarbeitet zu werden. Deswegen das Risiko der Ketonazedose bei absoluten Insulinmangel.
Insulin brauchen die nicht. Aber die Zellen brauchen so 1-3 Tage für die Wiederherstellung der Keton-Nutzung (da kommen Babies mit auf die Welt). Und wenn die restlichen Betas infolge Überforderung plötzlich nur noch Proinsulin ausgeben, fehlt die Zeit zur Umstellung. Damit steigt der BZ gewaltig und ebenso gewaltig der Rückstau der Ketone, die NOCH nicht genutzt werden können, eben weil die Zellen sich noch nicht wieder auf die Keton-Nutzung eingestellt haben.
Und trotzdem wird langfristig noch Insulin gebraucht und tötlich vermisst, wenn's überhaupt nicht mehr kommt :(
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
Bearbeitet von User am 12.05.2015 23:55:22. Grund: Ergänzung -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 13.05.2015 05:59:54
Jurgen noch einmal,
bei Typ 2ern und relativen Insulinmangel kommt es selten zu Ketonazedose. Meistens liegt bei Typ 2ern eine entzünden vor wenn sie eine Ketonazedose bekommen. Aber bei uns Typ 1ern und absoluten Insulinmangel ist eine Ketonazedose eine Problem. Bei absoluten Insulinmangel baut der Körper alle Reserven ab z, B. Glucose oder Fett. Und dennoch werden die Zellen nicht ausreichend mit Energie beliefert. Der Mensch wird immer dünner und die Ketone vermehren sich im Blut weil sie nicht verarbeitet werden können (egal was er isst). Das geht so lange bis das Blut übersäuert ist und der Mensch ins Koma fällt. Die Lösung ist Insulin!!!!
Anders sieht es aus wenn ein Typ 1er ausreichend Insulin spritzt, dann kann er sich ernähren wie er will ob Ketogen oder Kohlehydratreich es ies st ihm überlassen. Denn die Ernährung ist nicht die Lösung für den Typ 1 Diabetiker sondern Insulin.
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher)
Bearbeitet von User am 13.05.2015 06:15:02. Grund: Rechtschreibung -
am 13.05.2015 12:30:26
DM1 Diabetes / Jürgen
Dank euch zweien , hab zwar nich ales verstanden , aber vl fällt der Groschen irgendwann.
Woher habt Ihr Euer Wissen??? einige Semester Medizin???
Gruß Werner -
Tino
Rang: Gastam 13.05.2015 12:53:31
Bei hjt_jürgen sind es zweifelsfrei Wikipedia-Informationen, was aus seinen Beiträgen klar hervorgeht. Er schreibt nichts anderes, als das, was jeder selbst in Wikipedia nachschauen kann. -
am 13.05.2015 15:38:57
@ Werner
Hast Du denn mal den Link gelesen und durchprobiert, den ich Dir raus gesucht hatte?
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 13.05.2015 19:11:29
Jes , hab ihn mir ausgedruckt , jetzt muß ich nur noch die 10 Seiten lesen und verstehen. Vielen Dank
Ich überleg mir z.Z. das Basis Insulin erneut zu erhöhen. -
am 13.05.2015 19:15:42
welches nimmst Du?
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 13.05.2015 23:23:43
Insuman Basal Morg 12E Aben 21E
zu den Mahlz. Novo Rapid -
am 13.05.2015 23:29:47
schon mal ausprobiert, wie das funzt, wenn Du das Basal auf 3 Gaben verteilst?
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 13.05.2015 23:41:56
Nö , wäre ev mal ne Möglichkeit.
Hab wahrsch. noch ein anderes Problem ( Nieren )... -
DM1Diabetes
Rang: Gastam 14.05.2015 00:08:56
@Werner
hast du mal über eine Up und Down Regulation nachgedacht?
Mein wissen habe ich durch Erfahrungen, Schulungen, gespräche mit meinen Arzten, Studium ( nicht Medizin aber nah dran), lesen von Fachbüchern und Fachzeitschriften und bestehen von Prüfungen und vieles mehr.
Mit wachen Augen und einem Lächeln lebt auch der chronisch Kranke einfach besser. (Konrad Beikircher) -
am 14.05.2015 00:12:56
Hab gefragt, weil bei mir Basal wie Deins 8 bis max 10 Stunden wirkt und das mit laaaangsamen Anstiegen und Absinken und einer recht kurzen Kuppe. Hab also bei 2 Gaben auf der einen Seite 2 ca 2-stündige hohe Baslwirkungen und auf der anderen Seite dazwischen 4-8 Stunden praktisch ohne Basalwirkung.
Daumendrück für die Nieren!
------------------------------------------
Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter. -
am 03.07.2016 16:30:31 | IP (Hash): 117059945
falls du fragen hast, wär es sicher nicht schlecht, direkt Ärzte zu fragen. meine Mutter leidet auch sehr darunter, und als ich damals nicht viel darüber wusste, hab ich mir von http://www.meinetransplantation.at/ etwas Hilfe geholt, in dem ich viel über Krankheit nachlesen konnte und auch mit Experten chatten konnte.
vielleicht hilft es dir ja weiter!
viel Erfolg noch und durchhalten!