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Metformin und Nierenschwäche
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am 04.10.2015 11:48:24
Hallo,
ich bin neu hier, weil mein Langzeitzuckerwert knapp über der neuen Grenze ist.
Wer hat Erfahrungen mit Metformin und Nierenschwäche?
Herzliche Grüße
Schnorchler -
am 05.10.2015 21:27:08
Hallo Schnorchler,
bei Nierenschwäche sind die Ärzte vorsichtig mit Verschreiben von Metformin, weil sich durch die Nierenschwäche das Risiko für eine Laktatazidose erhöht. Laktatazidose ist auch mit Nierenschwäche eine ziemlich seltene Nebenwirkung, da sie aber (in ganz wenigen Fällen) sogar tödlich ausgehen kann, ist entsprechende Vorsicht angebracht.
Bis vor kurzem lag bei uns in Deutschland die Grenze, bis zu der Metformin bedenkenlos gegeben werden durfte, bei einer GFR über 60. Andere Länder, unter anderem auch GB, sind nicht so vorsichtig rangegangen und haben auch bei niedrigeren GFR noch Metformin gegeben. Weil dabei in der Praxis auch nicht mehr schwere Fälle von Laktatazidose aufgetreten sind, wurde neuerdings auch bei uns in D die Grenze abgesenkt. Ausführlich kannst du das z.B. in diesem Artikel nachlesen:
http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/pharmazie/news/2015/03/27/metformin-jetzt-auch-bei-schlechterer-nierenfunktion/15408.html
Metformin ist für Typ2-Diabetiker ein gutes Medikament. Es macht Sinn, dass du es nimmst, wenn es sich einigermaßen mit deiner Nierenschwäche vereinbaren lässt. Dass die Nierenschwäche sich durch Metformin verschlimmern könnte, brauchst du meines Wissens nicht zu befürchten. Wie schlimm ist sie denn bei dir, lfällst du schon in den kritischen Bereich? Wie hoch ist denn deine GFR?
Bearbeitet von User am 08.10.2015 21:14:49. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.10.2015 08:13:03
Ob Schnorchler aufgrund der Nierenschwäche mit Metformin behandelt werden soll, ist ein ausschliesslich ärztlicher Entscheid unter Miteinbezug des Patienten.
Im Rahmen eines Forums genügt es meines Erachtens, wenn Schnorchler darauf hingewiesen wird, dass Metformin im Zusammenhang mit einer allfälligen "Nierenschwäche" das Risiko für eine Laktatazidose erhöhen kann. Dass Schnorchler seine GFR hier publiziert macht keinen Sinn, da der Entscheid, ob er mit Metformin behandelt werden soll, nicht in einem Forum gefällt werden kann.
Übrigens: Die Frage lautete "Wer hat Erfahrungen mit Metformin und Nierenschwäche?"
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.10.2015 13:51:58
Moin, Moin Schnorchler,
wenn Du eine Nierenschwäche hast gehörst Du in die Behandlung eines Nephrologen. Der entscheidet dann darüber ob Metformin oder nicht.
Ich hatte Nierenkrebs im Anfangsstadium. Mir wurde die rechte Niere entfernt und ich darf weiterhin Metformin nehmen.
Bitte handele umsichtig.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 07.10.2015 11:07:51
Leser_Tino schrieb:
Dass Schnorchler seine GFR hier publiziert macht keinen Sinn, da der Entscheid, ob er mit Metformin behandelt werden soll, nicht in einem Forum gefällt werden kann.
Hallo Tino,
wenn Schnorchler Erfahrung von anderen Diabetikern mit Nierenschwäche vergleichen will, dann macht das nur Sinn, wenn es sich dabei um eine ähnlich gelagerte Nierenschwäche handelt. Wenn er seine GFR nicht angeben will, dann braucht er das natürlich nicht zu tun. Aber ohne diese nähere Beschreibung sind die Erfahrungen von anderen, die er gerne lesen möchte, nicht viel wert.
@Schnorchler,
die Empfehlung von Lighthouse, sich bei Nierenschwäche unbedingt vom Nephrologen behandeln zu lassen, auch wenn sie noch leicht ist, kann ich nur unterstreichen. Nierenschäden lassen sich nur selten heilen, oft kann man nur die Verschlimmerung aufhalten. Du solltest deshalb nicht erst zum Fachmann gehen, wenn es schon fast zu spät ist. Vielleicht bist du ja auch schon beim Nephrologen in Behandlung, dann brauchst du diesen Rat nicht mehr.
Bearbeitet von User am 07.10.2015 11:08:52. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.10.2015 15:39:06
Komme gerade vom Nephrologen mit GFR 60. der hat mit Metformin keine Problme. Der Nephrologe hat auch den Vorteil, dass er Dich, falls nötig, sehr gut in Blutdruckfragen beraten kann. -
am 07.10.2015 16:40:39
Zunächst danke ich für die Beiträge.
Mein GFR- Wert liegt zwischen 55 und 67 in den letzten zwei Jahren.
Wegen meiner Herzschwäche werde ich regelmäßig untersucht und die Nierenwerte kontrolliert.
Mein Hausarzt erwägt die Behandlung meines etwas erhöhten Nüchtern- Zuckerwertes mit Metformin.
Da wollte ich eben wissen, ob es Erfahrungen gibt.
Herzliche Grüße
Schnorchler -
am 28.12.2015 20:05:29 | IP (Hash): 596691351
Hallo,
inzwischen meint mein Hausarzt, dass ich mit der Behandlung mit Tabletten noch warten soll.
Etwas mehr Bewegung jeden Tag könnte die Behandlung hinaus schieben.
Nun gehe ich jeden Tag im Durchschnitt 7000 Schritte.
Herzliche Grüße
Schnorchler -
am 29.12.2015 09:36:12 | IP (Hash): 1650910765
Schnorchler schrieb:
Nun gehe ich jeden Tag im Durchschnitt 7000 Schritte.
Hallo Schnorchler,
das bringt bestimmt was - ich wünsche dir viel Erfolg.
Achte aber lieber darauf, ob es genügend bringt und ob dein BZ dadurch gut genug verläuft. Wenn nicht, dann solltest du und dein Arzt die medikamentöse Unterstützung nicht zu weit hinaus schieben. Metformin ist übrigens ein sicheres Medikament, vor dem du keine Angst haben musst. Am besten wäre natürlich, wenn du deinen BZ ohne Medikamente gut genug hinbekommst.
Beste Grüße, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.