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1 Jahr Typ II - Nüchternwert zu hoch - Metformin?
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am 03.01.2016 16:44:49 | IP (Hash): 597725850
Hallo zusammen und ein frohes Neues :-),
vor etwa einem Jahr (Dez. 2014) wurde im KH ein HbA1c von 7,4 gemessen. Der Wert wurde durch Zufall entdeckt, da ich mit einem anderen "Leiden" vor Ort war. Die Ärzte teilten mir mit, dass ich dringend was tun muss. Das Wort "manifester Diabetes" ist bis da nicht gefallen. Zu meiner Person: Ich bin mit 31 sehr jung und auch stark übergewichtig. Mir wurde mitgeteilt das ich abnehmen soll dann würde sich das wieder einspielen mit dem Wert. Warum wurde wenn nach Richtlinien 6,5 als Grenzwert gilt nicht Klartext gesprochen? Darüber hinaus stellt sich mir die Frage, warum der Wert erst zwei Tage später ohne weitere Blutabnahme festgestellt wurde? Naja ist ja auch wurscht.
Ich habe ehrlich gesagt auch nichts geändert. Als ich im Oktober 15 zum Hausarzt bin um routinemäßg Blut zu kontrollieren teilte ich ihm mit, dass ich gerne auch den Langzeitwert testen würde. Ergebnis: 6,1. Nüchtern 115. Warum der Wert ohne mein zutun gefallen ist weiß ich nicht. Mein HA sagte ich solle dringend was machen, in meinem Alter kann ich noch einiges rumreißen. So wie im KH eben nur deutlich niedriger HbA1c.
Ich habe mir sofort ein Blutzuckermessgerät (Contur next USB) besorgt und angefangen mich LOGIsch zu ernähren und damit 30 Kilo Gewichtsverlust erreicht (Luft nach unten ist noch einiges). Seit Oktober halte ich jeden Tag die Nüchternwerte, sowie den Voressens- und die 1, 2, 3 Stundenwerte nach.
Nüchtern liege ich im Schnitt bei 115. Mal mehr mal weniger. Selten unter 110. Das ist mir zu hoch, weiß aber das dieser Wert wohl am schwierigsten zu beeinflussen ist. Messungen durch andere Personen zeigen ähnliche Werte an. Wie genau ist das Contour? Hat jemand Erfahrungen?
Voressenswerte immer unter 100 im Nachmittagsbereich. Meist im Bereich von 90. Mal 85, mal 95.
Nachessenswerte sind in der ersten Stunde meist unter 110. Der zwei Stundenwert liegt leider meist weiter bei 110 - 120. Drei Stunden nach dem Essen bin ich wieder deutlich drunter aber selten genau auf dem Voressenswert. Aber auch hier die Frage: Bei einer Spanne von 15-20 Prozent Messtoleranz klingt 120 nicht mehr so toll wenn der Wert 20 Prozent nach oben abdrifftet.
Über Weihnachten und Silvester habe ich dann mal ein wenig LOGI beiseite gelegt und deutlich mehr und stärkelastig gegessen. Auch Kekse standen mal auf dem Plan. Höchstwert waren aber Käsespätzle, Salat und Brot und dazu ein paar Bratkartoffeln vom Nachbarn ;-) (quasi ins alte Muster zurück):
Voressen: 95
1Std. 138
2Std. 105
3Std. 95
Also eigentlich auch akzeptabel, dennoch kein Freifahrtsschein. Bin wieder strikt im LOGI-Fieber.
Ich war bis dato bei keinem Diabetologen, habe da aber keine Berührungsängste. Allerdings denke ich das mir meine Werte vielleicht noch ein wenig Motivation rauben und mir mein HA zu kompentent vorkommt als das ich das als notwendig erachte.
Habe jetzt in ner Woche Termin für den Dreimonatswert. Was sagt ihr zu meiner Metformin-Idee. Soll ich vielleicht schon damit starten wenn der HA zustimmt? Oder ist es zu verfrüht? Wie gesagt Gewicht ist noch Luft nach unten und Sport definitiv auch.
Habe im Oktober echt mit mir gehadert und gedacht mein Leben ist praktisch zu Ende. Nichts mehr Essen, Folgekrankheiten etc. Ich bin noch so jung und fühle mich vor allem schuldig und schäme mich denen gegenüber, die diesen Mist seit Kindesalter haben und nichts dafür können.
LG und guten Wochenstart!!!
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am 03.01.2016 20:25:28 | IP (Hash): 152007094
Gute Idee! Wenn du Metformin verträgst, dann wird es dir gute Dienste leisten und ganz bestimmt den NBZ weiter nach unten bringen.
Wenn dir dein Doc Metformin verschreibt, dann achte unbedingt darauf, das Medikament langsam einzuschleichen. Ohne Einschleichen kann es passieren, dass du die anfänglichen Magen-, Darmprobleme nie richtig los wirst.
Beste Grüße, Rainer -
am 04.01.2016 22:15:09 | IP (Hash): 782478244
Hi Rainer,
das mit dem Einschleichen habe ich bereits sehr häufig gelesen. Die letzten beiden Tage war der Morgenwert bei 110. Habe lange überlegt und mich dazu entschieden weiter am Gewicht zu arbeiten und meinen Sport deutlich auszubauen. Generell denke ich das Metformin gut helfen würde. Aber ich kenne mich zu gut. Nachher lasse ich die anderen Dinge schleifen weil die Werte besser werden. Generell hätte ich aber keine Nachteile wenn ich doch zugreife?
Und wenn ich es erstmal lasse sind Werte im Schnitt von 115 schon akut? Oder kann ich das durchaus noch ein halbes Jahr laufen lassen und an den anderen Stellschrauben arbeiten?
LG aus dem Pott -
am 04.01.2016 22:28:07 | IP (Hash): 1997044639
frühzu schrieb:
Und wenn ich es erstmal lasse sind Werte im Schnitt von 115 schon akut?
Aus meiner Sicht sind sie das nicht. Sorgen würde ich mir erst machen, wenn die Nüchternwerte weiter nach oben wandern. Wenn sie um die 115 bleiben und die anderen Werte sich auch nicht wesentlich verschlechtern, dann kannst du gut damit leben.
LG Rainer -
am 05.01.2016 10:07:48 | IP (Hash): 74197099
Huhu zusammen äh Rainer ;-),
ich denke ich werde erstmal schauen wie sich die Werte entwicklen und das Laborergebnis abwarten. Vielleicht hab ich noch ein wenig Spielraum sollte das Contour in eine für mich positive Richtung abweichen. Heute waren es allerdings Nüchtern 117. Gestern Abend nach Zudeln mit Vegihack (1,2,3) 86, 111, 105. Denke das ist ordentlich oder?
Was ich mich frage, vielleicht hat jemand eine Antwort. Inwieweit kann mein Hba1C so enorm ohne mein zutun sinken? Von 7,4 auf 6,1? Und warum steht in meinem KH Bericht nur Verdacht auf "gestörte Glucosetoleranz"? Wenn ich mir jetzt meine Werte anschaue, auch die über Weihnachten und Silvester, frage ich mich wie ich einen Mittelwert von 160 hingekriegt haben soll? Und wo ist da noch Verdacht? Laut Richtlinien ab 6,5 eindeutig?!
LG
Bearbeitet von User am 05.01.2016 10:09:10. Grund: Vertippt -
am 05.01.2016 18:19:52 | IP (Hash): 689366119
Nur so eine Idee: Hattest du eine Krankheit, bei der du eine Weile Cortison bekommen hast?
Damit wäre das höhere HbA1c und die nachfolgende Besserung gut erklärbar. Ansonsten ist auch bei Erkältung, Entzündungen und Heilungsprozessen der BZ häufig höher. Die Differenz ist allerdings dafür ziemlich groß, selbst wenn du eine langwierige Krankheit hattest.
Warum dir im Krankenhaus bei einem HbA1c von 7,4% nur eine gestörte Glukosetoleranz bescheinugt wurde, wirst du wohl nur von dem Arzt rausbekommen, der den Bericht verfasst hat. Grübel lieber nicht lange darüber nach, es bringt dich nicht weiter. -
am 29.01.2016 09:22:48 | IP (Hash): 396022313
Hallöchen vermutlich an Rainer ;-),
also wollte mal einen Zwischenbericht abgeben und hab noch ein paar kleine Fragen.
Insgesamt liegt mein Blutzucker in den letzten Tagen bei 85, 100, 105, 100 (Vor/1/2/3). Zu sehen ist sicherlich das ich auch nach 3 Std. nicht zurück auf den Voressenswert komme. Wird wohl einfach an meiner defekten Automatik liegen. Ich esse wenig KH's im Moment, allerdings waren die unlogischen Kartoffeln durchaus mit dabei, ebenso wie Eiweissbrot. Macht aber alles keinen Unterschied. Der höchste Nachessenswert lag bei 115 und war eben nach 1,5 Baked Potatos und die sind ja riesig. Kann ich mit den Werten zufrieden sein?
Mein Sorgenkind der Nüchternwert ist sowas von nicht zu kalkulieren. Mal 115, dann wieder 105. Egal was ich esse, egal welcher Sport. Der Zucker fällt dann ab 9 Uhr und erreicht bei 12 Uhr die 80-95 und verbleibt dann dort bis zum Essen gegen 19 Uhr. Ich esse leider meistens auch nur einmal am Tag, daher bleibt er konstant den Tag über.
Jetzt zu meine für mich interessanten Fragen.
Seit zwei Tagen befinde ich mich im MEGASTRESS bezüglich meiner Zukunft. Ich habe einen dringenden Anruf erwartet und war so von der Rolle das ich dachte ich messe um 11:30 mal und schaue was passiert. Es kam ein Wert von 125 raus. NÜCHTERN! Gegenmessung der Lebenspartnerin 99.
Am Folgetag erneut zur gleichen Zeit. Unterschied: Positive Rückmeldung, Stress abgefallen. Wert: 91.
Kann Stress tatsächlich eine so enorme Wirkung haben? Ich kann mir das nicht vorstellen.
LG an alle!
Bearbeitet von User am 29.01.2016 09:44:58. Grund: . -
am 29.01.2016 18:35:41 | IP (Hash): 1774378640
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Bearbeitet von User am 03.02.2016 02:19:02. Grund: . -
am 29.01.2016 19:11:41 | IP (Hash): 1910531547
Poth schrieb:
Die Quizfrage ist nicht wie weit du deinen Blutzucker (z.B. durch eine kohlenhydratarme (Logi) Ernährung) verfälschen kannst, die Quizfrage ist wie sie normalerweise aussehen würden u. was die Ursache ist...
Wäre ich an deiner Stelle, dann würde ich meinem Arzt auf den Füßen stehen u. ihn dazu nötigen die Ursache herauszufinden... denkt man mal 5, 10 od. 15 Jahre weiter, dann könnte es, sofern jetzt eine Insulinresistenz vorliegt, sein, das Betazellen (unwiderbringlich) untergegangen sind u. man an der (Insulin)Nadel hängt.
Was könnte man tun außer den BZ gesund "verfälschen", wenn man Betas erhalten will?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 29.01.2016 20:51:47 | IP (Hash): 1692204957
Verstehe das nicht so richtig. Die Betas schützen heißt für mich einen gesunden Blutzuckerverlauf zu "imitieren". Der ist mir schließlich nach Aussagen meiner Ärzte nicht mehr gänzlich möglich. Da ändert doch die Diagnosestellung und die Höhe der Werte kaum etwas außer das ich zusätzlich mit Tabletten oder Insulin weiter verfälschen, bzw. ich würde es arbeiten nennen, könnte.
Mein Arzt sah es wohl nicht als notwendig an bei 6,1 und ungesunder Ernährung. Er sagt: Abspecken, Messen, Wiederkommen. Sicher ist ein Dia-Arzt hilfreich da steht außer Frage. Dienstag ist Langzeitwerbestimmung. Da werde ich nochmal Met ansprechen. Aber bis dato dachte ich bin ich auf einem guten Weg mit Logi und BZ messen. Aber scheinbar mach ich doch was falsch? Versteh das Wort verfälschen nicht!? Machen wir doch letztlich alle oder?