Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Angst wegen hohen Zuckerwerten (Diabetes-Neuling)

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 09.01.2016
    am 09.01.2016 17:03:16 | IP (Hash): 2108658514
    Hallo liebe Diabetes-Forum-Gemeinde,

    ich bin 23 Jahre alt, wiege 130 KG bei 1,68m und als ich kürzlich beim Arzt war, wurde bei mir Typ 2 Diabetes diagnostiziert.

    Zunächst zum Verlauf, wie alles ablief. Gegen Weihnachten hatte ich beim Urinieren etwas im Urin, dass wie ein Stück Fleisch aussah. Danach bekam ich Unterleibschmerzen und ein Ziehen im Leistenbereich. Es kam aber kein Blut raus und es schmerzte auch nur sehr leicht, deshalb dachte ich mir nicht so viel dabei und zum Hausarzt konnte ich nicht. (Es war auch Abends am 24.12.)

    Als es am nächsten Tag nicht besser wurde, habe ich den Ärztlichen Dienst angerufen, die einen Arzt vorbeigeschickt haben, der einen Harnwegsinfekt mit Blasenentzündung diagnostiziert hat. Habe mir dann bei der Apotheke das verschriebene Antibiotika geholt und es wurde besser. Doch kaum wars vorbei suchte mich eine Grippe heim, die auch bis zum 04.01. (erster Tag wo mein Hausarzt wieder geöffnet hatte) anhielt.

    Als ich dann dorthin ging um alles abklären zu lassen. weil teilweise immernoch manchmal ein leichtes Ziehen kam und weiße Blutkörperchen im Urin waren, wurde auch mein Blutzucker getestet. Er lag bei 263, woraufhin meine Ärztin auch den Langzeitzucker gemessen hat, wo 12,2 rauskam (Dieser Wert wurde mir aber nicht erklärt). Sie meinte, dass meine Probleme vermutlich daran liegen, ich aber noch eine Urinprobe zu ihr bringen soll und noch Blut abgenommen werden soll.

    Ich wurde also mit einem Blutzuckermessgerät nach Hause geschickt und sollte mal schauen, wie mein Blutzucker so schwankt. Ich hab den ganzen Zucker weggelassen und bei meiner Ernährung auf dem glykämischen Index geachtet, doch er dümpelte immer so zwischen 180 und 260 rum, ging aber teilweise bis 340 hoch. Mir wurde gesagt, dass viele dann Kopfschmerzen kriegen oder andere Beschwerden, aber mir gings trotzdem gut.

    Als ich wieder dort war, wurde ich von einer Dame betreut die früher in einem Diabeteszentrum gearbeitet hat. Sie hat mir alles erklärt und ein Gespräch zum Thema Ernährung und Bewegung mit mir geführt. Da meine Werte trotz des Weglassens von Zucker so hoch waren, wurde mir aber Metformin Lich 1000 verschrieben, wovon ich je Morgens und Abends eine halbe Tablette einnehmen sollte. Zum Glück blieb ich von den Darmbeschwerden die viele haben erlöst, aber ich nehm die Dinger jetzt schon seit 2,5 Tagen und wirklichen Einfluss auf meinen Blutzucker hatte es nicht. Er liegt immer noch bei ca. 180 Nüchtern und ist auch zwei Stunden nach dem Essen noch über 210.

    Nun weiß ich nicht was ich von diesen Werten halten soll und sie machen mir Angst. Mir wurde gesagt Bewegung soll helfen, aber bei dieser Kälte draußen schaffe ich es nicht lange draußen zu bleiben. Was kann ich da tun? Wurde ich vielleicht falsch diagnostiziert? Oder kann es sein das es von den Beschwerden im Unterleib kommt, falls dort noch eine Infektion oder Entzündung vorliegt? Oder ist es normal das rundere Menschen so höhere Werte haben?

    In letzter Zeit wird mir auch immer schnell an den Zehen und den Fingern kalt. Nächste Woche soll Blut abgenommen werden und der Urin.

    Ich würde mich freuen, wenn mir jemand Antworten geben kann und vielen Dank fürs Lesen.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 168
    Mitglied seit: 12.08.2015
    am 09.01.2016 21:45:04 | IP (Hash): 69997691
    Ich kann nur zwei Sachen beisteuern:

    zum einen glaube ich nicht, daß Metformin innerhalb von 2,5 Tagen Wirkung zeigt.

    Zum anderen muß ich Dir leider sagen, auch rundere Menschen haben normalerweise - also ohne Diabetes - nicht höhere Werte als andere. Allerdings haben - gerade auch Diabetiker - in Zeiten von Krankheit und Enzündungen höhere Werte als sie es zu ihren normalen Zeiten haben.

    Ansonsten gilt: Sprich Deine Befürchtungen beim Artz an und frag auch - keine falsche Scham oder Rücksichtnahme an dieser Stelle! - wegen einer Überweisung zu einem Diabetologen / Diabetischen Schwerpunktpraxis!

    Erstmal für die aktuellen Probleme Gute Besserung!
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 2946
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 09.01.2016 23:47:16 | IP (Hash): 1499142451
    Hallo Alexophon,

    dein BZ ist viel zu hoch und muss weiter runter, das ist keine Frage. Allerdings muss das nicht sehr schnell passieren. Es dauert seine Zeit und das ist richtig. Dein Arzt könnte deinen BZ mit Insulin oder mit anderen Diabetesmedikamenten ziemlich schnell nach unten drücken. So wurde es früher häufig auch gemacht. Seitdem sich in Studien herausgestellt hat, dass bei solchen schnellen Senkungen mehr diabetische Neuropathien (Nervenschäden) und Retinopathien (Augenschäden) auftreten, versucht man solche aprupten Senkungen zu vermeiden.

    Deine Ernährungsumstellung wirkt ganz bestimmt, damit wird sich der BZ aber nur relativ langsam nach unten bewegen. Metformin bekommst du zur Zeit erst mal in einer nicht allzu hohen Dosis. Wenn es nötig ist, wird dein Arzt die Dosis erhöhen und dir später bei Bedarf auch noch andere Medikamente geben. Es ist in Ordnung, wenn das in kleinen Schritten passiert.

    Die Empfehlung von Tarabas, dich von einem Fachmann für Diabetes, von einem guten Diabetologen behandeln zu lassen, kann ich voll unterstützen. Du bist noch sehr jung und willst noch sehr viele Jahre gesund verbringen. Das ist auch mit dem Diabetes möglich. Bei guter Behandlung von Anfang an hast du dafür viel bessere Chancen. Bei dem Diabetologen wirst du bstimmt auch eine gute Schulung bekommen, was auch sehr wichtig ist.

    Ich wünsche dir viel Erfolg, Rainer
    Bearbeitet von User am 09.01.2016 23:53:56. Grund: .