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    am 23.01.2016 17:33:29 | IP (Hash): 464221789
    Hallo,

    ich bin 71 Jahre alt und seit Januar 2013 insulinpflichtiger Diabetiker. Die 34 Einheiten Lantus, die ich mir seither zur Nacht spritze, sorgen dafür, dass meine Blz-Werte stabil sind.
    Bis auf die Nacht zum 21. 1. d. J. Am 20. 1. habe ich um 23.22 h den letzten Zuckerwert genommen: 7,4 mmol/l. Dann spritzte ich mittels Pen Clikstar mir die 34 Einheiten (?) Lantus (die Ampulle war angebrochen). Eine Stunde später hämmerte mein Herz ganz stark in der Brust, ich schwitzte stark und war benommen. Blutdruck: 207/85/86. Blz: 2,3 mmol/l. Ich war also unterzuckert. Zum ersten Mal, seit ich mich insuliniere! Nach Einnahme von 8 Täfelchen Traubenzucker und 2 Bananen war der Blz eine Stunde später wieder auf 8,1 mmol/l gestiegen, und ich fühlte mich wieder wohl.

    Nun zerbreche ich mir den Kopf, wie es zu der Unterzuckerung gekommen ist. Die einzige Erklärung für mich: Ich habe beim Einstellen des Pens nicht genau hingeschaut und statt 34 54 Einheiten eingestellt. Im Nachhinein erinnere ich mich, dass der „Hals“ des Pens weiter als sonst aus dem Pen-„Körper“ herausragte, und das tat er - ich habe das rekonstruiert. Andererseits ist Lantus ein Langzeit-Insulin. Von daher kann es doch eigentlich gar nicht in einer so kurzen Zeit den Blz auf 2,3 mmol/l herunterdrücken. Oder doch? Oder gibt es für die Unterzuckerung noch eine andere Erklärung?

    Schon jetzt Dank für Euren Rat sagend,

    Andres

    Bearbeitet von User am 23.01.2016 17:34:04. Grund: Namen nicht angegeben.
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    am 23.01.2016 17:59:39 | IP (Hash): 228109438
    .
    Bearbeitet von User am 03.02.2016 02:26:12. Grund: .
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    am 23.01.2016 19:30:41 | IP (Hash): 288000324
    Hallo Andreas,

    freut mich, dass du alles heil überstanden hast. :=)

    Es gibt noch eine andere mögliche Erklärung für deine Hypo. Es kommt zwar äußerst selten vor, aber es ist auch schon bei anderen passiert, dass das Lantus nicht vezögert, sondern direkt wie Kurzzeitinsulin gewirkt nat. So etwas kann z.B. passieren, wenn du eine Ader getroffen hast und das Langzeitinsulin direkt im Blut angekommen ist. Normal muss es in das Unterhautfettgewebe gespritzt werden, von wo aus es verzögert in den Blutkreislauf abgegeben wird.

    Auch wenn so etwas sehr sehr selten passiert, solltest du in Zukunft so eine Möglichkeit einkalkulieren. Spritze lieber nicht direkt vor dem Schlafengehen, sondern mindestens eine Stunde davor. Außerdem solltest du sofort den BZ überprüfen, wenn dir innerhalb von einer Stunde nach dem Spritzen etwa nicht richtig vorkommt. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen solltest du auf der sicheren Seite sein.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 24.01.2016 16:33:12 | IP (Hash): 356770861
    Gratuliere auch zum heilen Überstandenhaben :)

    Habe selbst mit Lantus alle paar Wochen bis Monate diese unregelmäßige Wirkung. Dann funktioniert das Lantus innerhalb der ersten Stunde nach dem Spritzen schneller und intensiver, als wenn ich die selbe Menge von meinem Kurzzeitanalog Apidra spritze.

    Habe mir das im Anfang auch mit dem Pieks in ne Vene erklärt und auch mit ner Verwechlung von Lantus und Apidra. Aber systematischeres Beobachten hat mir die Gewissheit gebracht, dass Lantus auch bei sorgfältigster Anwendung eben so unregelmäßig funktionieren kann. Und die Google-Suche nach "lantus lows" o.ä. hat ne erstaunliche Menge ähnlicher Erfahrungen gezeigt.
    Und auch, dass Sanofi... sich davon bis heute nichts angenommen hat. Allerdings werte ich die Werbeaussage des Konzerns, dass das neue Toujeo sehr viel regelmäßiger/gleichförmiger/konstanter wirke als Lantus, als indirekte Bestätigung der beobachteten/erlebten unregelmäßigen Wirkung.

    Teile wegen der immer mögllichen Unregelmäßigkeit seit Jahren meine Tagesdosis auf 2 Injektionen auf, jeweils morgens und abend, und spritze so, dass ich in der darauf folgenden Stunde die Möglichkeit zum Aufessen der Hypo habe, wenn das Zeug unregelmäßig wirkt. Dass ich also in der Stunde z:B. nicht schon zu Bett gehe oder eben nicht Auto fahre.

    Warum ich trotzdem weiterhin Lantus nehme? Weil ich bislang keine Alternative dazu gefunden habe, mit der ich bei regemäßiger Wirkung meinen BZ basal 24/7 ähnlich konstant steuern kann.


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    am 24.01.2016 17:56:55 | IP (Hash): 1675569874
    hjt_Jürgen schrieb:

    Warum ich trotzdem weiterhin Lantus nehme? Weil ich bislang keine Alternative dazu gefunden habe, mit der ich bei regemäßiger Wirkung meinen BZ basal 24/7 ähnlich konstant steuern kann.



    Neu auf dem Markt (seit ca. Sept. 2015) ist "Abasaglar".

    http://www.krankenpflege-journal.com/diabetes/8794-erstes-insulin-biosimilar-in-deutschland-verfuegbar-abasaglarr-ein-neues-insulin-glargin.html

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    Bearbeitet von User am 24.01.2016 17:59:39. Grund: *
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    am 24.01.2016 18:13:18 | IP (Hash): 356770861
    danke - aber sieht aus, als wär's das gleiche mit gleicher Wirkung und nur mit anderem Namen?


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    am 11.02.2016 20:30:45 | IP (Hash): 24131325
    Hallo,

    ich muss noch einmal auf meine Mail vom 23. Januar zurückkommen, in der ich die Vermutung äußerte, dass eine Zu-hoch-Einstellung des Pens, also 54 statt 34 IE Lantus 100, die Ursache für meine 1. Hypoglykämie war. Heute muss ich sagen: Der Pen war nicht schuld! Denn 15 Tage später hatte ich die nächste Hypo. Und das, obwohl meine Frau nach der 1. Hypo jeden Abend die korrekte Einstellung des Pen kontrollierte. Und die betrug tatsächlich 34 IE.

    Als Ursache für die beiden Hypoglykämien kommt somit eigentlich nur eine Überdosierung in Frage. Doch wie kann das sein? Seit September v. J. habe ich die 34 IE injiziert, und es nie zu irgendeiner Abweichung meiner BZ-Werte gekommen. Und nun, nach einem halben Jahr, gleich zweimal hintereinander eine Unterzuckerung, innerhalb von einer Stunde.

    Oder kann das doch sein? Gibt es noch eine dritte Erklärung?

    Ratlos
    Andres Finckh