Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Schwangerschaftsdiabetes - nichts hilft
-
am 07.02.2016 21:07:23 | IP (Hash): 1484716272
Hallo,
ich habe vor 2 Wochen die Diagnose "Gestationsdiabetes" erhalten. Der oGtt war 194/360/302.
Sollte dann durch ERnährungsuumstellung versuchen, den BZ in Griff zubekommen. Habe also weniger Kohlenhydrate zu mir genommen und bin auf Vollkorn umgestiegen. Das hat so ziemlich nichts gebracht. Nun spritze ich seit fast einer Woche Insulin. Morgens 4 Einheiten, Mittags 4, Abends 4 und zur NAcht 8.
Ich sollte anpassen wenn die Werte nüchtern morgens ü90 sind. Also zur Nacht dann 12 und nach dem frühstück ü140 sind, dann 6. Mittags und Abends sollte ich bei 4 Einheiten bleiben. Sollte es immer noch nicht passen, soll ich Nachts in 4er Schritten erhöhen, morgens in 2er SChritten. Nachts war ich bei 16 angekommen, doch hatte morgens dann plötzlich einen Wert ü200. Also höher als am Abend. zum Frühstück bin ich jetzt bei 12. Es tut sich einfach nix. ICh weiß nicht mehr was ich noch machen sollen. Korrekturspritzen soll ich nicht und die Diätass. ist nur 2 mal die Woche in der Praxis.
Wegen dem nüchternwert, hab ich mir schon überlegt, wieder auf 8Einheiten zu reduzieren, da ich den Verdacht habe, dass ich mit 16 nachts Unterzuckere und deswegen am morgen einen noch höheren Wert habe. Macht das Sinn? HAt jemand eine Idee was da bei mir falsch läuft?
LG -
am 08.02.2016 09:27:14 | IP (Hash): 1590203454
Erstmal Glückwunsch zum Familien-Projekt! Wie viele Wochen läuft es denn schon?
Das Ausprobieren, wie viel Insulin denn wann am besten passt, und damit bei ganz wenig anfangen und u.U. bei recht viel ankommen, ist normal.
Wenn Du Bedenken hast, dass Du in der Nacht unterzuckerst, stell doch einfach mal den Wecker auf z.B. 2 Uhr. So etwa 1-3 Uhr ist die Zeit des niedrigsten Insulinbedarfs. Unter 70mg/dl würde ich da an Deiner Stelle nicht messen wollen.
Was mich nachdenklich macht:
Du schreibst, als wenn Du nur 1 Sorte Insulin hast. Kann das sein?
Und für nur Schwangerschafts-Diabetes scheinen mir die oGTT-Werte recht hoch. Kann es sein, dass der Arzt auch früher schon mal von höherem Zucker gesprochen hat?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 08.02.2016 14:19:33 | IP (Hash): 1484716272
Hallo,
Also ich bekomme NovoRapid, ein Analoginsulin für den Tag und Humaninsulin für die Nacht. Nachts hab ich schonmal gemessen, da war der Wert um 2:30 bei 174. Am nächsten Morgen allerdings wieder bei ü200. Vorher hat der Arzt nie über Diabetes gesprochen, habe auch schon des öfteren einfach mal so gemessen und die ersten erhöhten Werte waren in der Schwangerschaft.
Was ich nicht verstehe, ist, dass ich laut Diätass. nicht korrektur spritzen soll und die Mittag und Abenddosis, egal wie hoch der BZ ist und egal was ich esse bei 4Einheiten bleiben soll. Gestern hatte ich vor dem Essen 154, 20 Minuten später hatte ich nochmal gemessen, da das Kochen doch etwas länger gedauert hat und der Wert war bei 174. Heute beim Mittagessen, habe ich dann nach Rücksprache mit meinem Hausarzt die Einheiten auf 14 erhöht. Habe eine Hand voll Nudeln gegessen, 3 Taler Ziegenkäse und Cola gesündigt. 200ml. Vor dem Essen hatte ich 234 und nach dem Essen (90min) immer noch. Habe nochmal gemessen, war kein Fehler. ICh weiß einfach nicht mehr was cih machen soll... Spritze jetzt seit 6 Tagen und hab noch 8 Wochen bis zum Entbindungstermin. Ich möchte unbedingt einen Kaiserschnitt vermeiden und andere Hilfen dürfen bei mir nicht angewendet werden, auf Grund anderer Kontraindikationen.
LG
Bearbeitet von User am 08.02.2016 14:24:24. Grund: Tippfehler -
am 08.02.2016 16:00:21 | IP (Hash): 1590203454
Und wie heißt Dein Human-Insulin?
Und wo Du noch 8 Wochen hast, würde ich an Deiner Stelle heute noch für gestern einen Termin bei der nächsten diabetologischen Schwerpunktpraxis machen. Deine viel zu hohen Messwerten in der fortgeschrittenen Schwangerschaft sind dafür die besten Argumente.
Jetzt sofort ans Telefon! Daumendrück!
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 08.02.2016 17:44:57 | IP (Hash): 1244163778
Danke für deine Antwort. Morgen Nachmittag soll ich vorbeikommen. Ich habe mir schon einen Termin geben lassen. Leider ist die Diätassistenin mit der ich alles besprechen soll nur Dienstags und Donnerstags da, und liest leider auch nur an diesen Tagen ihre Mails.
Ich hoffe ich bekomme nun auch nochmal einen Termin bei der Ärztin und werde engmaschiger kontrolliert, sonst wechsle ich den Arzt. Aber nicht nur den Diabetologen sondern auch den Frauenarzt, der sich weigert, dem Diabetologen zuzuarbeiten, indem er regelmäßig Ultraschalls macht um zu sehen, dass das Kind nicht zu groß wird. ICh fühle mcih echt verloren.
LG -
am 08.02.2016 18:30:34 | IP (Hash): 1590203454
Mal zum Nachdenken:
Die fachoffiziell vorgegebenen Sollgrößen für die Schwangerschaft sind morgens nüchtern maximal 90mg/dl und in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen maximal 140. Es macht wahrscheinlich nichts, wenn diese Werte öfter mal um 10-20mg/dl überschritten werden.
Aber Dein gegenwärtiger Blutzucker meistens weit über 200mg/dl zwingt die Bauchspeicheldrüse Deines Kindes zu gewaltiger Mehrarbeit. Und wenn es heute auf die Welt käme, müsste es erst einmal an den Glukose-Tropf, bis sich seine eigene Insulin-Ausgabe daran gewöhnt hätte, nur so kleine Mengen auszugeben, wie der kleine Körper im gesunden Rahmen für sich selbst braucht.
An Deiner Stelle würde ich nicht mit der Diätassistentin, sondern morgen mit dem Arzt sehr ernsthaft darüber sprechen, wie er mich im Zeitrahmen dieser bis maximal der nächsten Woche mit meinem Blutzucker in den offiziell vorgegebenen Bereich bringen will. Daumendrück.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 08.02.2016 22:14:32 | IP (Hash): 1244163778
Ja, das ist mir bewusst. Deswegen bin ich ja so sehr am verzweifeln... Ich sollte wohl wirklich einfach bestimmter mit dem Arzt reden. So kann es ja nicht weitergehen. -
am 09.02.2016 09:31:51 | IP (Hash): 1439031893
hjt_Jürgen schrieb:
Aber Dein gegenwärtiger Blutzucker meistens weit über 200mg/dl zwingt die Bauchspeicheldrüse Deines Kindes zu gewaltiger Mehrarbeit. Und wenn es heute auf die Welt käme, müsste es erst einmal an den Glukose-Tropf, bis sich seine eigene Insulin-Ausgabe daran gewöhnt hätte, nur so kleine Mengen auszugeben, wie der kleine Körper im gesunden Rahmen für sich selbst braucht.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Sag mal, hast du für diese Behauptung irgendeinen Beleg oder ist das deine Erfindung?
Verlegst du dich jetzt darauf, Schwangere in Angst und Schrecken zu versetzen oder was soll das? -
am 09.02.2016 10:05:25 | IP (Hash): 344448528
neonatale Hypoglykämie (deutsche Schreibweise) bringt bei Google 6.800 Nennungen. Der Zusammenhang ist allgemein bekannt, nachzulesen z.B. http://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2014/140325c.html
schrieb:
Besonders wenn die Mutter einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel hat, passt der Säugling seine Insulinproduktion daran an. Nach der Geburt bleibt die Insulinproduktion hoch, während die Glucoseversorgung abnimmt. Zudem benötigen Neugeborene in den ersten Lebenstagen fast ihre gesamten Glucosevorräte für das Gehirn. Sind die Vorräte gering, wie bei Frühgeborenen und sehr kleinen Kindern, oder ist die Insulinproduktion erhöht, kann eine Hypoglykämie in den ersten Lebensstunden die Folge sein.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 09.02.2016 10:43:19 | IP (Hash): 1439031893
hjt_Jürgen schrieb:
neonatale Hypoglykämie (deutsche Schreibweise) bringt bei Google 6.800 Nennungen. Der Zusammenhang ist allgemein bekannt, nachzulesen z.B. http://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2014/140325c.html
schrieb:
Besonders wenn die Mutter einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel hat, passt der Säugling seine Insulinproduktion daran an. Nach der Geburt bleibt die Insulinproduktion hoch, während die Glucoseversorgung abnimmt. Zudem benötigen Neugeborene in den ersten Lebenstagen fast ihre gesamten Glucosevorräte für das Gehirn. Sind die Vorräte gering, wie bei Frühgeborenen und sehr kleinen Kindern, oder ist die Insulinproduktion erhöht, kann eine Hypoglykämie in den ersten Lebensstunden die Folge sein.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Ich beziehe meine Infos nicht aus Google. Kein Wunder, daß da wieder aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird und bist natürlich sofort dabei mit deinen Kassandrarufen. Diese Blutentnahme aus der Ferse ist Standard und Unterzuckerungen sind durchaus nicht auf die Kinder von Diabetikerinnen beschränkt, ganz im Gegenteil.
Durch deine zahlreichen Schwangerschaften bist du natürlich auch in dieser Hinsicht voll kompetent. -
Michael74
Rang: Gastam 09.02.2016 16:16:28 | IP (Hash): 1307529657
EH schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
neonatale Hypoglykämie (deutsche Schreibweise) bringt bei Google 6.800 Nennungen. Der Zusammenhang ist allgemein bekannt, nachzulesen z.B. http://www.diabsite.de/aktuelles/nachrichten/2014/140325c.html
schrieb:
Besonders wenn die Mutter einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel hat, passt der Säugling seine Insulinproduktion daran an. Nach der Geburt bleibt die Insulinproduktion hoch, während die Glucoseversorgung abnimmt. Zudem benötigen Neugeborene in den ersten Lebenstagen fast ihre gesamten Glucosevorräte für das Gehirn. Sind die Vorräte gering, wie bei Frühgeborenen und sehr kleinen Kindern, oder ist die Insulinproduktion erhöht, kann eine Hypoglykämie in den ersten Lebensstunden die Folge sein.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Ich beziehe meine Infos nicht aus Google. Kein Wunder, daß da wieder aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird und bist natürlich sofort dabei mit deinen Kassandrarufen. Diese Blutentnahme aus der Ferse ist Standard und Unterzuckerungen sind durchaus nicht auf die Kinder von Diabetikerinnen beschränkt, ganz im Gegenteil.
Durch deine zahlreichen Schwangerschaften bist du natürlich auch in dieser Hinsicht voll kompetent.
Vorsicht Bissig , Jürgen :) -
am 09.02.2016 20:33:53 | IP (Hash): 245269735
Jürgen hat leider Recht. Genau das und Makrosomie sowie fehlende Reife sind die größten und häufigsten Gefahren bei Gestationsdiabetes. So kann es sehr wohl dazu kommen, dass das Kind unterzuckert und auch ist es bei einer insulinpflichtigen Schwangeren noch ein größeres Risiko. Genauso wie der erhöhte Bedarf an Insulin, den Säugling zum Wachsen zwingt. Das ist dann wie bei Pflanzen, die wachsen zum licht aber nicht gesund und reif. So ist das dann mit dem Kind auch. Unter Umständen reift die Lunge nicht richtig. Wenn das alles nicht so wild wäre, wäre ich nicht so besorgt und verzweifelt.