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Da geht sie hin meine Hoffnung - bin verdammt angeschlagen - Diabetes II/PNP/Lungenembolie/Thrombose

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    am 25.04.2016 06:54:06 | IP (Hash): 520651848
    Moin, Moin liebe Forenleser und Schreiber,

    im Januar/Februar war ich in einer psychosomatischen Klinik und hatte bereits dort Beschwerden, was meine Beweglichkeit anging, die ich aber falsch deutete. Vom Tag meiner Entlassung an ging es mir wechselweise gesundheitlich schlechter und dann wieder besser.

    Am 7. April musste ich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, da ich wegen eines nicht mehr beweglichen Knies ins nächstgelegene Krankenhaus kam. Die ernüchternde Diagnose: Lungenembolie und eine tiefe Beinvenenthrombose im rechten Bein. Meine im Haus ansässige Neurologin untersuchte mich bei einem Konsil und befand, das sich meine Beweglichkeit verbessert hätte.

    Alle Blutwerte liegen im Normbereich. Der HbA1c liegt bei 5,7 (Medikation 2x 100mg Metformin + 1 x wöchentlich Trulicity 1,5 mg Subkutan gespritzt). Mir geht es aber schlichtweg beschissen. Deshalb habe ich durch das Krankenhaus einen Antrag auf Heilbehandlung gestellt, der aber durch den MDK abschlägig beschieden worden. Begründung: Nachsorge sei internistisch ambulant durchzuführen.

    Ich wohne im II. Stock und komme kaum die Treppen hoch. Laufen ist mir fast unmöglich und ich trage mich mit dem Gedanken ein geriatrisches Krankenhaus aufzusuchen, da ich nicht mehr kann und nicht mehr weiter weiß. Bislang war jedoch die Suche im Krankenhausnavigator der Barmer GEK nicht erfolgreich.

    Habt Ihr Tipps für mich, was ich machen kann? Ich bin ziemlich verzweifelt.

    Liebe Grüße
    Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
  • Michael74

    Rang: Gast
    am 25.04.2016 09:22:24 | IP (Hash): 1634614260
    Hi Rolf.....Kopf hoch...der Blutzucker scheint aber doch gut eingestellt zu sein.
    Gruß Michael
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    am 25.04.2016 09:36:39 | IP (Hash): 520651848
    Moin, Moin Michael,

    den Kopf hat jeder Mensch immer an seiner höchsten Stelle auf dem Körper. Leben muss auch Lebensqualität beinhalten. Sich nur durch den Tag zu schleppen ist nicht mein Ding.

    Deswegen suche ich Möglichkeiten mich zu aktivieren.

    Liebe Grüße
    Rolf



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    am 25.04.2016 12:35:04 | IP (Hash): 1543834465
    Moin Rolf,

    Deine Situations-Skizze liest sich beschissen.

    Vor 5 Jahren hätte ich meine Situation ähnlich skizziert. Zwar keine Embolie und auch keine akute Trombose, aber Treppe nur noch mit Mühe die 3 Stufen bis zur Haustür und um die Hütte und drinnen vielleicht noch 20 Schritte an 2 Stöcken mit abnehmender Tendenz. Null medizinische Aussicht auf Besserung. Allenfalls ein bisschen Verlangsamung der weiteren Verschlechterung.

    Heute kann ich keinen Schritt mehr ohne 2 Stöcke, aber bewege mich täglich irgendwo zwischen 5 und 10km mit dem Rollstuhl, und zwar mit Armantrieb. Damit habe ich in den Armen inzwischen ausreichend Kraft dafür, dass es mit 2 Stöcken auch wieder für 200 Meter reicht, bis ich mich setzen muss. Ich kann mich mit dem Rolli also locker hier im Dorf bewegen und ohne Schwierigkeiten selbst versorgen und auch mal wieder ein paar Schritte im Laden gehen.

    Klar war Rolli erst mal ne tierische Überwindung, zu der ich von einem lieben Menschen regelrecht gezwungen werden musste. Nicht zuletzt, weil son Ding damals für mich den Inbegriff von abschließender Unbeweglichkeit darstellte, weil ich den praktisch nur geschoben kannte. Und klar hat die Bewegung mit dem Armantrieb zu Anfang nicht so locker wie heute funktioniert. War ganz schön anstrengend, da hin zu kommen, und ist immer noch anstrengend, das Niveau zu halten. Aber den Wieder-Gewinn an Beweglichkeit und Vitalität und Lebensfreude ist mir die Anstrengung allemal wert.

    Ist nur ein Beispiel, von dem ich nicht weiß, ob Du auch nur irgendwas davon nutzen kannst. Wenn das Laufen ausreichend mies funktioniert, kann Dein Hausdok Dir einen Rolli verschreiben. Die kranke Kasse wird die Notwendigkeit der Verordnung überprüfen, und wenn sie die anerkennt hättest Du damit auch ausreichend Munition für ne ebenerdig zugängliche Wohnung.

    Daumendrück, Jürgen



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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 25.04.2016 13:43:50 | IP (Hash): 520651848
    Moin, Moin hit_Jürgen,

    ich vermute Dich auf eine falsche Spur geführt zu haben. Mir geht es derzeit "beschissen", weil ich
    kraftlos bin und psychisch neben der Spur bin. Außerdem machen mit Abnutzungserscheinungen im Knie zu schaffen. Das ist für mich ein Zustand, der schwer für mich zu ertragen ist.

    Was ich bräuchte wäre ein REHA-Massnahme, die mir jedoch der MDK ablehnte und sich die Barmer, als logische Folge der Ablehnung des MDK, ebenfalls zur Ablehnung entschloss. Damit bin ich in einem
    "Loch" gefangen, was mir nicht gefällt.

    Ein Rolli wäre in meinem Fall nicht angezeigt sondern eher "Reparatur" meiner Psyche, körperliche Stabilisierung. Das Krankenhaus hatte für mich eine Anschlussheilbehandlung beantragt mit den Zielen:

    Lebensqualität steigern, Mobilität steigern, Muskelaufbau/Kraft

    Leider erfolgte die Absage. Nun habe ich einen ersten Schritt eingeleitet. Ich gehe am 19. Mai für 2 Wochen nach Berlin-Wannsee in die Naturheilkundliche Komplextherapie zu Professor Dr. Michaelsen.
    Suche aber weiterhin nach anderen Möglichkeiten.

    In meiner Sache habe ich den SoVD eingeschaltet und warte auf Antwort.

    LG Rolf






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    am 25.04.2016 14:15:35 | IP (Hash): 1543834465
    Daumendrück für gutes Wannsee-Gelingen!

    Daneben noch ein Beispiel für alltäglich einfach mögliches Selbermachen: An Tagen wie heute und morgen, wo ich mit dem Rolli wg Defekt nicht raus kann, behelfe ich mich mit einem einfachen Sessel mit Armlehnen. Da stehe ich auf und setze mich auf die Armlehnen gestützt im steten Wechsel, jeweils ein Durchgang à 4mal 30=120mal auf und nieder, heute bislang schon 5 Durchgänge. Wo mein Fahrgestell dabei bis auf den Halt im durchgestreckten Zustand praktisch nichts mehr mit hilft, ist das bei mir halt ne weitgehende Arm-Übung. Super für den Kreislauf und damit auch für’s Gemüt :)


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    am 25.04.2016 14:59:58 | IP (Hash): 520651848
    Hallo hit_Jürgen,

    ich habe gerade meinem Nephrologen geschrieben und um Stellungnahme gebeten. Wie er sich verhalten wird ist mir noch nicht klar.

    Aber eines ist mir definitiv klar auch wenn es sehr, sehr befremdlich klingen mag. Ich bin momentan in einer tiefen Krisensituation und genervt. Mir wurde aber im Krankenhaus klar, dass ich nur bereit bin Wege bis zu einem gewissen Punkt zu gehen, weil Leben für mich lebenswert sein muss und dazu gehört für mich nicht, wie ein Kleinkind gewindelt werden zu müssen, wie es meine Mitpatienten erleben dürfen
    oder geistig angeschlagen zu sein dement ect. Da würde ich ehrlich gesagt handeln.......... Das hatte ich auch 2013 gesagt als ich an Nierenzellkrebs erkrankte. Wäre ich zu diesem Zeitpunkt metastisiert
    gewesen, würden wir heute nicht mehr schreiben.

    LG Rolf

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