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Lada?
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am 28.04.2016 20:28:55 | IP (Hash): 1694740371
Hallo :-) ich bin 35 und Mama von 3 tollen Kinder (10 Monaten bis 6 Jahren). In der 3. Schwangerschaft wurde bei mir Schwangerschaftsdiabetes festgestellt (81, 151, 166). Zehn Wochen nach der Entbindung: 85, 166, 266. Die Ärztin meinte, dass es durch Stillen ist und dass ich mich keine Sorgen machen soll. Zwei Monate nach Abstillen: 78, 216, 193. Frau Dr. versuchte wieder mich zu beruhigen, dass es nur Glucoseintoleranz ist und ich soll mich entspannen, weil LangzeitZucker nur 5,1 ist. Ja... Aber ich halte Diät, damit Zucker nicht steigt... ich war nie übergewichtig und bin ziemlich aktiv und esse gesund. In meiner Familie hat keiner was mit Zucker zu tun gehabt. Wenn es Schwangerschaftsdiabetes war, warum sind die Werte danach noch gestiegen? Übertreibe ich? Oder kann das LADA sein? Und wenn es doch nur Intoleranz ist- was kann die Ursache sein? Ich glaube nicht, dass mein Körper einfach streikt ohne einen Grund zu haben. Ich werde dankbar für alle Meinungen. Ich mache mich schon echt verrückt. Grüße :-) -
am 28.04.2016 21:04:02 | IP (Hash): 1034725427
Hallo Lada (oder auch nicht),
du sagst, dass du Diät hältst. Meine erste Frage wäre deshalb, ob du die 3 Tage vor dem oGTT genügend KH gegessen hast, mindestens 159g pro Tag. Falls nicht, dann hat dein Körper auf die oGTT-Lösung stärker reagiert, als normal. Die oGTT-Werte wären dann falsch hoch ausgefallen.
Ansonsten würde ich dir empfehlen, deinen BZ mit einem BZ-Messgerät zu beoachten, vielleicht mit einem Tagesprofil aller 2 Wochen. Dann merkst du ja, ob der BZ ungefähr in dieser Höhe bleibt, oder ob er immer weiter ansteigt. Im ersten Fall kannst du weiter ruhig bleiben, in dem anderen Fall musst du damit rechnen, dass du einen Diabetes entwickelst. Ob es LADA ist oder ein anderer Typ, solltest du dann von einem Diabetologen nachprüfen und einschätzen lassen. Deine Hausärztin hat dafür wahrscheinlich nicht genügend Erfahrung.
Bei deinen Tagesprofilen darfst du aber nicht jede kleine Erhöhung als Verschlechterung ansehen. Wenn die Werte wirklich mal ein bisschen höher ausfallen, dann warte erst mal die nächsten und übernächsten Werte ab, Vorrübergehende leicht erhöhte Werte kommen immer mal wieder vor, ohne dass man sich darüber Sorgen machen muss.
Beste Grüße, Rainer
Bearbeitet von User am 28.04.2016 21:05:36. Grund: .3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.04.2016 08:37:12 | IP (Hash): 1694740371
Danke für die Antwort.
Die Ärztin ist eine Diabetologin. Und als Diät meine ich: keine Süßigkeiten, alles Vollkorn, viel Gemüse und KH in kleinen Portionen verteilt so dass Zucker auf gleicher Ebene bleibt. Was könnte zu der Unverträglichkeit beitragen? Irgendwelche Hormone oder ich weiß es nicht. Ich habe Angst, dass es ein Anzeichen ist, dass in meinem Körper etwas nicht richtig läuft und wenn ich es jetzt ignoriere, kann später zu spät sein. -
am 29.04.2016 09:55:31 | IP (Hash): 2075169281
Schwangerschafts-Diabetes ist keine besondere Sorte Diabetes. Sondern da ist die Blutzucker-Automatik während der Schwangerschaft halt überfordert.
Nein, so eine Überforderung kommt mit einer vollständig gesunden Blutzucker-Automatik nicht vor.
Und ja, häufig reicht die etwas verminderte Leistung der Automatik ohne die zusätzliche Last der Schwangerschaft noch lange bis lebenslang für den alltäglich gesunden Blutzucker im Rahmen von max 100mg/dl nüchtern und max 140mg/dl in der 1-Stunden-Spitze nach dem Essen aus.
Wenn die Überforderung in der Schwangerschaft praktisch vorzeitig (passiert auch oft mit dem etwas schwereren Verlauf einer Infektionskrankheit) einen zunehmenden Defekt der Automatik zum Vorschein gebracht hat, der mit der Entlastung nach dem Stapellauf nicht verschwindet, steigt der Blutzucker halt immer länger immer höher an und heißt vom Überschreiten eines der dafür definierten Grenzwerte Diabetes.
Zwar scheint das Risiko für Diabetes mit Diabetes in der Verwandtschaft oder/und mit sogenannt ungesundem Bewegungs- und Essverhalten und größerem Körpergewicht größer, aber bislang wissen auch die schlauesten Forscher von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht wirklich, wie und wodurch ein Diabetes mellitus entsteht und wie man ihn ggf. verhindern könnte.
Allerdings können wir heute mit Diabetes längst völlig gesund und praktisch nicht wesentlich beschwerter als Menschen ohne Diabetes leben :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.04.2016 12:08:12 | IP (Hash): 907823787
Hi ihr lieben
Ich bin dann doch noch mal hier herein gestolpert :) Was mich jetzt an der Geschichte ein wenig irritiert ist, das die nette Dame bei einem hba1c von 5,1 so hohe Werte hat. Wie kann man dann einen hba1c von 5,1 haben? Ich habe 5,3 hba1c und mir wird ohne weitere Messung von Glukose gesagt daß bei mir nichts weiter vorliegen kann aufgrund des hba1c. Könntet ihr mir das erklären.
Übrigends finde ich es toll wie freundlich und hilfsbereit ihr hier allen helft.....Danke dafür unbekannter weise :) -
Cracktros
Rang: Gastam 29.04.2016 13:29:48 | IP (Hash): 146751239
Manuela1974 schrieb:
Hi ihr lieben
Ich bin dann doch noch mal hier herein gestolpert :) Was mich jetzt an der Geschichte ein wenig irritiert ist, das die nette Dame bei einem hba1c von 5,1 so hohe Werte hat. Wie kann man dann einen hba1c von 5,1 haben? Ich habe 5,3 hba1c und mir wird ohne weitere Messung von Glukose gesagt daß bei mir nichts weiter vorliegen kann aufgrund des hba1c. Könntet ihr mir das erklären.
Übrigends finde ich es toll wie freundlich und hilfsbereit ihr hier allen helft.....Danke dafür unbekannter weise :)
Ich würde auch bei der Dame auf Stress tippen und weniger auf LADA. -
am 29.04.2016 14:32:02 | IP (Hash): 2108455638
Hi!
Für einige Typ1er (nicht nur die ;)) gibt es ein Hobby – die Mitgliedschaft im "5er-Club".
Hier ist der angestrebte Wert eine 5 vor dem Komma – und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass eine 5,6 nur mit optimalster strengster Einstellung gelingt – alles was noch darunter als HbA1c gemessen wird ist NUR ohne jegliche BZ-Spitze über 140mg/dl möglich. Wobei Hypos unbedingt vermieden werden sollen, die sind für Augen und Nieren der größere Stress als eine Einstellung Hypofrei um HbA1c 6,8.
Es geistert der Spruch "kurze Spitzen erfasst der HbA1c nicht" rum.
Das stimmt soweit. Nur: eine Spitze von - sagen wir mal 222 – hat eine Phase vorher und hinter. Und die reicht für eine Anhebung des HbA1c aus.
Fällt ein ogtt höher aus als erwartet und liest man dann von "zuckerfreier und KH-armer Ernährung" ist der Grund für einen falsch erhöhten ogtt schon geklärt...
Außerdem: Ihr werdet von ÄRZTEN untersucht. Und wenn euch die Ergebnisse komisch oder nicht wie erwartet vorkommen, dann fragt genau diese ÄRZTE, was ihr nicht versteht...
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am 29.04.2016 14:55:10 | IP (Hash): 2075169281
Wer mit Schwangerschafts-Diabetes einigermaßen zurecht kommt, macht das zu einem sehr großen Anteil mit der Bemessung und Auswahl und Portionierung der Kohlenhydrat-Anteile in seinem Essen. Also eher keine 75g Glukose auf einmal wie beim oGTT. Systematisch immer nur so viel, dass der Blutzucker damit im gesunden Rahmen bleibt. Und damit bleibt in der Folge auch der HBA1c im gesunden Rahmen. Bei mir z.B. mit aktuell 4,8, obwohl ich seit über 10 Jahren INSULINER bin und seit 1991 Typ2 habe, damals mit HBA1c 15 und.
Deswegen gilt der HBA1c-Wert ja auch nur als Diagnose-Wert bei Nichtdiabetikern! Nichtdiabetiker ernähren sich in aller Regel nicht KH-arm, sondern KH-betont. Und z.B. 3 Fühstücksbrötchen oder 2 und 1 großes Glas Limonade entsprechen schon locker der Glukose-Menge beim oGTT. Und ein HBA1c von 5,6 und besser sagt bei KH-betonter Ernährung, dass da kein Diabetes und in aller Regel auch schon keine Spitze über 140mg/dl sein kann.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
Michael74
Rang: Gastam 03.05.2016 07:01:53 | IP (Hash): 873974402
Lada81 schrieb:
Hallo :-) ich bin 35 und Mama von 3 tollen Kinder (10 Monaten bis 6 Jahren). In der 3. Schwangerschaft wurde bei mir Schwangerschaftsdiabetes festgestellt (81, 151, 166). Zehn Wochen nach der Entbindung: 85, 166, 266. Die Ärztin meinte, dass es durch Stillen ist und dass ich mich keine Sorgen machen soll. Zwei Monate nach Abstillen: 78, 216, 193. Frau Dr. versuchte wieder mich zu beruhigen, dass es nur Glucoseintoleranz ist und ich soll mich entspannen, weil LangzeitZucker nur 5,1 ist. Ja... Aber ich halte Diät, damit Zucker nicht steigt... ich war nie übergewichtig und bin ziemlich aktiv und esse gesund. In meiner Familie hat keiner was mit Zucker zu tun gehabt. Wenn es Schwangerschaftsdiabetes war, warum sind die Werte danach noch gestiegen? Übertreibe ich? Oder kann das LADA sein? Und wenn es doch nur Intoleranz ist- was kann die Ursache sein? Ich glaube nicht, dass mein Körper einfach streikt ohne einen Grund zu haben. Ich werde dankbar für alle Meinungen. Ich mache mich schon echt verrückt. Grüße :-)
Wieder einmal der Beweis, dass der hba1c keine Bedeutung in der Diagnose hat. Viele Ärzte halten sich leider anscheinend daran noch fest obwohl sie es mittlerweile besser wissen sollten.
Gruß -
am 03.05.2016 08:16:08 | IP (Hash): 1694740371
"Fällt ein ogtt höher aus als erwartet und liest man dann von "zuckerfreier und KH-armer Ernährung" ist der Grund für einen falsch erhöhten ogtt schon geklärt..."
Ich habe nichts von KH-armer Ernährung geschrieben. Ich esse 5 bis 6 Mahlzeiten und KH sind immer dabei.
"Außerdem: Ihr werdet von ÄRZTEN untersucht. Und wenn euch die Ergebnisse komisch oder nicht wie erwartet vorkommen, dann fragt genau diese ÄRZTE, was ihr nicht versteht... "
Das stimmt, aber meine Ärztin hat von LADA nichts erwähnt. Das habe ich danach gelesen und ich würde sie gerne fragen aber sie hat jetzt Urlaub. Leider habe ich schon mal einen nicht besonders kompetenten aber sehr selbstsicheren Arzt getroffen. Man wird danach vorsichtiger ;-)