Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Einheitenberechnung für Bier

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 26.03.2016
    am 23.05.2016 21:04:42 | IP (Hash): 1190617103
    Hallo zusammen,

    da ich hier leider keine Rubrik finde, in der man sich vorstellen kann, mache ich das nun hier (ist nämlich mein erster Beitrag):

    Mein Name ist Chris, bin 26 Jahre alt und habe nun seit etwa 12 Jahren Diabetes Typ 1. Wohnhaft in NRW.
    Ich habe mich mit dem Vorhaben hier angemeldet, Erfahrungen mit Gleichgesinnten austauschen, um Hilfe zu bekommen und vielleicht auch welche zu geben. Bin meines Erachtens auch gut eingestellt (letzter hba1c-Wert 6.4) und gehe vernünftig mit meinem Diabetes um.

    Nun zu eigentlichen Sache:

    Hin und wieder kommt es am Wochenende dann doch mal vor, dass ich in Gesellschaft einige Biere trinke. Anderen Alkohol in der Regel gar nicht. Des weiteren (be)trinke ich mich auch nicht zur Besinnungslosigkeit. Wie geht ihr da mit der Berechnung um ? Frage mit dem Hintergrund, dass Alkohol irgendwann ja auch den Blutzucker senken kann, auch wenn dabei schon sehr zugelangt werden muss.
    Zur Zeit mache ich es so, dass ich das Bier zu 100% nach meinem Faktor mit meinem Insulin abdecke. Wenn ich dann den Abend merke, es werden doch noch ein paar mehr, gebe ich mir die nächsten Einheiten. Zwischendurch wird dann auch gemessen, besonders dann vorm endgültigen ins Bett gehen.
    Habe das Gefühl, dass ich so ganz gut damit fahre, aber habe trotzdem irgendwie ab und an Bedenken.
    Man kann halt auch schlecht nach jedem Bier messen.
    Also: Wie geht ihr damit um? Welche Erfahrungen und/oder Ratschläge habt ihr?

    Zum Schluss nochmal der Hinweis, dass es mir hier nicht um einen sicheren Weg geht, wie ich mir die Hucke vollhauen kann. Fakt ist, dass ich ab und an mal ein paar Bierchen trinke und das so gut händeln möchte wie es geht.

    Für eure Antworten bedanke ich mich.

    mfg Chris
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 28.05.2016 09:18:50 | IP (Hash): 1763499529
    Hallo Chris,

    fast jeder trinkt mal ein paar Bier oder Wein oder ähnliches. Leider ist es für Insulinpflichtige Diabetiker nicht so einfach, wie du selber schreibst. Auch ich (Typ 1 Diabetiker seid meinem 5. Lebensjahr) konsumiere ab und an in Gesellschaft das eine oder andere Tröpfchen. Da aber Alkohol erst die BZ-Werte steigert dann senkt und nach einigen Stunden wieder anhebt, habe auch ich meine Probleme damit. Solange nur recht wenig Alkohol konsumiert wird z.B. 1-2 Flaschen Bier kann ich guten Gewissens den Alk mit Insulin abdecken. Wird es aber mehr lasse ich die Werte auf ca 200 mg/dl ansteigen und habe am nächsten Morgen auch schlechte Werte. Dafür weiß ich woher diese Werte kommen und habe mich bewusst dafür entschieden.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 26.03.2016
    am 31.05.2016 10:12:02 | IP (Hash): 379616826
    Hallo Cracktos,

    danke schon mal für deine Antwort.

    Also dass ich nach dem zweiten Bier einfach nichts mehr mit Insulin abdecke, ist mir zu heikel. Bei etwa 1,5 BE pro Flasche kann der Wert bei einigen Bieren (über ein langen Abend verteilt) dann doch schon arg nach oben schellen.

    Und die Erfahrung, dass Alkohol den BZ sinken lässt, habe ich persönlich nur bei "härteren" Sachen wie Schnaps erlebt.

    Sicherlich ist es besser, eventuell dann 1-2 Bier nicht mit zu berechnen, da man dann das Risiko einer Senkung deutlich vermindert.

    Chris

  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 31.05.2016 17:00:12 | IP (Hash): 1075368417
    Chris, auf ganz 1,5 BE komme ich nicht, mag daran liegen, dass neben Bier auch Bewegung, in Clubs und Konzerten beu mir, dazu kommt. Mit der Folge dass ich meistens Nachträglich koregiere als vorher zu Spritze.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 7
    Mitglied seit: 19.06.2016
    am 02.07.2016 18:48:43 | IP (Hash): 362874956
    Hallo, also ich trinke kein Bier aber mir hat man gesagt bei der Schulung alles was mehr als 2 Gläser sind gar nicht berechnen da der Alkohol senkt. Ein Freund von mir hat das bei Partys(wo eher mal mehr getrunken wurde so gemacht) gegessen und gespritzt aber für seine Bierchen nicht. Er ist damit immer gut gefahren. Übernehme keine Garantie.
    Gruß
  • Cracktros

    Rang: Gast
    am 02.07.2016 19:49:47 | IP (Hash): 635869007
    Ganz auf das Spritzen kann nicht verzichtet werden. Wer aber mehr als zwei alkoholische Getränke zu sich nimmt, der tut gut daran, wenn seine Werte vor dem Schlafen gehen bei 200 mg/dl (11,1 mmol/l) sind. Und nicht vergessen da die Symptome der UZ ähnlich sind wie ein Alkoholrausch (zumindest manches mal) kann es passieren das Hilfe ausbleibt oder man selber die Symptome nicht erkennt.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 12.07.2016
    am 26.07.2016 21:39:42 | IP (Hash): 176532686
    Mein Freund hat Typ 1 und hat davor, muss ich leider sagen, schon viel Bierchen getrunken. Auch dieses Feierabend Bier hat er sich immer gegönnt. Er weiß, dass er das nicht mehr tun sollte! Da mir das schon immer ein wenig gegen den Strick ging (weils einfach ungesund ist zu viel zu trinken) habe ich gehofft das er nun weniger trinkt. Auf einem Festival hat er getrunken und nichts gegessen, und als er aufgewacht ist, hatte er einen wert von 40.
    Jedes mal wenn er natürlich jetzt was trinkt bekommt er n bösen Blick von mir weil ich es nicht verstehe. Aber ich will ihn nicht jedes mal mit bösen Blicken strafen und außerdem bin ich ja nicht seine Mutter. Er muss es selbst erkennen und lassen. Es ist ja so wie ihr hier auch schreibt okay mal was zu trinken. Nun meine Frage, auf was muss ich vorbereitet sein, bzw was kann ich ihm nun raten wie er damit umgehen soll. Er hat die Diagnose erst sein 2-3 Monaten und das ganze geht ihm sehr nach.
    Könnt ihr mir vielleicht einfach erklären auf was ich "achten" sollte und was für hilfreiche Tipps ich ihm geben kann um in zu Unterstützen und nicht immer zu Rügen.

    danke euch vielmals
  • Bild User
    Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 23.12.2014
    am 29.08.2016 16:04:36 | IP (Hash): 2051329703
    Hallo zusammen.

    Das Thema Bier und Alkohol ist für einen Diabetiker kein leichtes Unterfangen. Vor allem weil es keine pauschale Methode gibt, wie man damit umgeht. Für jeden unter uns, den der Genuss von Bier schätzt, gibt es da eine andere Methode. Aber grundsätzlich gesagt:

    - schließe ich mich den Vorredner hier an: Kohlehydrate im Bier erhöhen, später kommt der Alkohol und senkt dann wieder. Bei mir ist es so, dass die ersten Biere sich selbst regulieren. Zugabe von Insulin ist nicht wirklich nötig. Vorsicht ist aber geboten, wenn aus einem Bier, dann doch mehr werden. Hier überwiegen die Kohlenhydrate und katapultieren einen in die Höhe. Wichtig wäre (so habe ich es gemacht) beim Genuss von ein paar Bier mehr, mal genau zu beobachten, wie der Zucker sich verhält. Wann steigt er, wann sinkt er?! Sprich mal öfter messen.

    - wenn man das herausgefunden hat, muss man immer bedenken, dass die Einnahme von Nahrung den ganzen Bierverdauungsprozess verlangsamt oder sogar abschwächt. Die meisten hier werden wissen, dass eine gute Pizza oder sonst etwas fettiges den Alkoholgenuss abschwächt und uns weiß machen will, nicht so viel Alkohol im Blut zu haben. Auch hier ist Vorsicht geboten, wie sich das im Einzelfall verhält.

    Mein TIPP: ich habe mir den Sensor von FreeStyle besorgt (ja ich weiß, hier werden die meisten schreien, dass der von ihrer Kasse nicht gezahlt wird - das weiß ich selbst). Jedenfalls habe ich nun genau feststellen können, wie sich der Zucker verhält und wie die Wirkung von Alkohol anschlägt.
    Gruß
  • Bild User
    Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 23.12.2014
    am 29.08.2016 16:14:42 | IP (Hash): 2051329703
    :)
    Bearbeitet von User am 29.08.2016 16:16:20. Grund: löschung
  • Bild User
    Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 25
    Mitglied seit: 23.12.2014
    am 29.08.2016 16:16:37 | IP (Hash): 2051329703
    Tamy schrieb:
    Mein Freund hat Typ 1 und hat davor, muss ich leider sagen, schon viel Bierchen getrunken. Auch dieses Feierabend Bier hat er sich immer gegönnt. Er weiß, dass er das nicht mehr tun sollte! Da mir das schon immer ein wenig gegen den Strick ging (weils einfach ungesund ist zu viel zu trinken) habe ich gehofft das er nun weniger trinkt. Auf einem Festival hat er getrunken und nichts gegessen, und als er aufgewacht ist, hatte er einen wert von 40.
    Jedes mal wenn er natürlich jetzt was trinkt bekommt er n bösen Blick von mir weil ich es nicht verstehe. Aber ich will ihn nicht jedes mal mit bösen Blicken strafen und außerdem bin ich ja nicht seine Mutter. Er muss es selbst erkennen und lassen. Es ist ja so wie ihr hier auch schreibt okay mal was zu trinken. Nun meine Frage, auf was muss ich vorbereitet sein, bzw was kann ich ihm nun raten wie er damit umgehen soll. Er hat die Diagnose erst sein 2-3 Monaten und das ganze geht ihm sehr nach.
    Könnt ihr mir vielleicht einfach erklären auf was ich "achten" sollte und was für hilfreiche Tipps ich ihm geben kann um in zu Unterstützen und nicht immer zu Rügen.

    danke euch vielmals



    Hey hey,

    in dem Zeitraum, sprich ganz am Anfang dieser Zeit nach der Diagnose vom Diabetes, tut man sich allgemein nicht leicht, damit umzugehen. Man will es gern verdrängen, so tun, als wäre nichts passiert. Diese Phase ist nicht leicht - für ihn und für dich nicht. Du hast den ersten richtigen Schritt getan und bist auf dieser 'Seite um dich zu informieren, Das ist sehr gut.
    Jedenfalls musst du in diesem Fall einen gewissen Teil von Verantwortung übernehmen und ihn immer wieder daran erinnern, dass er das hat. Ich habe Diabetes seit 21 Jahren und meine Freundin muss ich auch oft bzw eher hin und wieder motivieren mich zu messen. Von Vorteil wäre es, wenn er in Kontakt mit anderen Diabetikern käme und sich mit ihnen austauschen kann. Das zeigt ihm, dass er nicht allein ist auf dieser Welt. Er darf Diabetes nicht als Krankheit sehen, sondern muss es als ständigen Begleiter sehen, der nun sein Leben mitbestimmt..
    Du darfst jedenfalls nicht seine Mutter ersetzen wie du sagst, rüge ihn nicht sondern hilf ihm damit, indem ihr es gemeinsam leistet. Je mehr darauf herumhackst, desto weniger wird er sich dafür interessieren. Und das ist wichtig: das Interesse. Je mehr er sich damit beschäftigt, desto eher kann er ein ganz normales Leben führen, wie früher.
    Im Bezug auf den Alkohol würde ich sagen, muss er seine Werte und sein Leben auf die Reihe bekommen, dann kann mehr Alk getrunken werden, vorher nicht. DAs ist meine Meinung und so geht es nun mal schnellsten. Ich finde gut, dass du dich dafür interessierst, aber er muss da DRINGEND mitziehen.
    Falls du mehr wissen willst, dann schreib mir doch ne nachricht. l
    liebe grüße