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Frage eines Laien zu BE

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 19.06.2016
    am 19.06.2016 08:59:30 | IP (Hash): 1117091565
    Hallo Zusammen,
    ich bin 30 Jahre alt, habe Epilepsie, bin aber weitestgehend eingestellt. Zudem bin ich im 4. Monat schwanger :-)
    In einem Epilepsie Zentrum ist nun aufgefallen, dass einige Anfälle mit einem Zuckerspiegel von um die 75/80 einhergehen.
    Als ich mit einem Arzt darüber sprach, meinte er, dass wäre Schwachsinn. 80 sei tagsüber absolut normal. Ein anderer wiederum meinte, ich sollte darauf achten, weil es, genau wie beim Blutdruck, Menschen gibt, denen es nur mit hohen Werten gut geht.

    Stimmt es wirklich, dass es Jemandem mit 80 hundselend geht, während ein anderer noch Marathon läuft?
    Wann nach dem Essen ist der Zuckerwert am höchsten und wie hoch muss / darf er dann sein?

    Bei -90 habe ich Kopfschmerzen, mir ist leicht schwindlig, ich bekomme schlecht Luft und würde mich am liebsten keinen Millimeter bewegen...
    Ich soll bei niedrigen Wert ein Glas Apfelsaft -aber, ganz wichtig, vom Bauernhof- trinken und nicht diesen Kram aus den Supermärkten. Stimmt das?

    Entschuldigt die ganze Litanei aber ich weiß nicht, wenn ich sonst fragen könnte....

    Liebe Grüße,

    Isabell
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 91
    Mitglied seit: 02.06.2016
    am 19.06.2016 12:44:58 | IP (Hash): 1064703552
    Hallo Isabell, du brauchst dich hier nicht entschuldigen kannst soviel Fragen wie du willst und sie dürfen auch so doof sein wie du willst. Prinzipiell reagiert jeder Körper anders auf Zucker. Normale Werte sind zwischen 60-80 und nach dem Essen 80-120. Hierbei kommt es aber auch darauf an wie schwer du bist und in wiefern deine eigene Insulinproduktion funktioniert. Bei mir ist es z.b so mein Körper hat ja Jahre lang unter Strom gelebt jeden Tag Kiloweise Zucker und einen BZ von 350+. Seitdem ich dem Körper den Zucker entziehe habe ich auch diese Mangelerscheinungen. Schwindel, Schlecht Kopfweh. Und der BZ bewegt sich bei mir aber nur so bei 90-110. Der Körper sendet diese Signale weil er errreichen will das du was isst obwohl genug da ist. Wirklich würde ich mir erst gedanken machen wenn du diese Gefühle hast und du bei 60 oder weniger bist. Liegst du in den oben genannten werten muss sich dein Körper evtl erst an einige Dinge gewöhnen. Wenn du niedrige Werte hast ist es am besten du isst irgendwas was deinen Zucker bisschen Anhebt. Die Säfte aus dem Supermarkt haben ja kaum Fruchtzucker ist alles so Chemie zeugs.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 19.06.2016 13:46:09 | IP (Hash): 1297665714
    Hallo Isabell,

    meinen Glückwunsch und alles Gute für die SS. 😊

    Bei Gesunden Menschen macht es kaum einen Unterschied, ob der BZ bei 70 oder bei 90 mg/dl liegt. Bei dir ist es allerdings durchaus möglich, dass dein Gehirn schon bei leicht erniedrigten BZ Mangelzustände bekommt und ein Anfall ausgelöst werden kann. Wenn du es so beobachtet hast, dann kann das tatsächlich auch so sein.

    Ob du in solchen Situationen deinen BZ durch ein Traubenzucker, durch ein Stück Brötchen (ohne Eiweiß- und Fettbelag, das würde die Aufnahme verlangsamen), durch etwas Cola oder durch Apfelsaft vom Discounter*) oder vom Bauernhof anhebst, ist ziemlich egal. Pass aber auf, dass du von den Sachen nur soviel nimmst, dass dein BZ nach einer halben Stunde nicht gleich wieder viel zu hoch ansteigt. Für das Anheben des BZ um 10mg/dl reichen relativ kleine Mengen.

    Die Kopfschmerzen lassen sich aus meiner Sicht kaum mit einem BZ von 90mg/dl erklären. Dieser Wert ist hochnormal. Von den meisten kann auch ein hoher BZ von 200mg/dl nicht erspürt werden. An dieser Stelle sieh dir lieber auch andere Sachen, z.B. den Blutdruck, mal genauer an. Der BZ nach dem Essen geht übrigens bei Gesunden knapp bis 140. Die BZ-Spitze liegt etwa zwischen einer 3/4 und 1 1/4 Stunden. Wenn du nur schnell ins Blut gehende KH isst (Traubenzucker, Weißmehl, ...) dann kann sie bei 1/2 Stunde liegen.

    Beste Grüße, Rainer


    *) Die Erklärung von Sven zum Saft liegt so total daneben - er hat sich vermutlich noch nie mit Glukose, Fructose, Saccharose (Haushaltszucker) u.s.w. beschäftigt. Als Diabetiker sollte er darüber zumindest grob Bescheid wissen.
    Bearbeitet von User am 19.06.2016 15:25:59. Grund: .