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Korrektureinheit ohne Wirkung

  • Hannah

    Rang: Gast
    am 25.01.2009 11:19:34
    Hallo,

    bin nun schon seit 5 Jahren Diabetikerin (Typ 1) und wende ICT an und habe seit einigen Woche ein ärgerliches Problem.

    Ich habe abends noch normale Werte, spritze Actrapid, halte mich an den SEA und trotzdem habe ich am späteren Abend gegen 23 Uhr Werte um die 150-160.

    Daraufhin nehme ich eine Korrektureinheit, nur leider scheint diese nicht zu wirken, weil ich am nächsten Morgen immer noch die gleichen Werte habe.

    Hat vielleicht einer eine Idee, woran das liegen könnte?

    Gruß
    Hannah
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 25.01.2009 12:05:59
    Hallo Hannah

    Wenn ich abends spät zu hohe BZ habe ist bei mir auch die Korrektureinheit anders.

    Tagsüber 1,2 IE senkt 30 BZ

    Abends meist ohne Bewegung als Korrektur

    2,2 IE senkt 30 BZ

    Versuche vorsichtig 1/2 IE extra oder mache extra Bewegung nach dem Spritzen.

    LG

    Hajo Janse

  • Thomas

    Rang: Gast
    am 25.01.2009 12:13:18
    Hallo Hannah,

    Pumpe oder Pen? Das klingt nach zu wenig Basis. Ich würde sie schrittweise erhöhen und mir Nachts um 3 Uhr den Wecker stellen um zu messen.
    Abhängig vom Basisinsulin kann man noch an den Spritzzeiten drehen, oder es auf 2 oder 3mal splitten.

    Gruss Thomas
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 25.01.2009 13:53:05
    wer mit den gleichen werten aufwacht wie er in die nacht geht, hat eigentlich die richtige basismenge,
    denn die basis soll nicht zur korrektur benutzt werden.
    ich würde nacheinander schauen ob der sea paßt, und den verlängern. und als zweiten schritt den bolus erhöhen, denn das essen hat ev mehr be als gerechnet.
    oder der faktor ist höher als ermittelt.
    ob die basalmenge stimmt kann ja ausgetestet werden.
    mfg. klaus von klausdn
  • Stefan

    Rang: Gast
    am 25.01.2009 16:35:55
    Hallo!

    Es fehlt die Messung in der Nacht!

    Wenn wir mal davon ausgehen, daß der BZ in den frühen Morgenstunden ansteigt, dann hat die Korrektureinheit ihre Wirkung eigentlich nicht verfehlt. Wissenwert wäre auch, ob das Basisinsulin in der Lage ist, einen Anstieg in diesem Zeitraum zu vehrindern.

    Stefan
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 25.01.2009 18:14:08
    Moin Hannah,

    wenn ich vor Deinem Problem stünde, würde ich ab Abendessen in Stundenschritten messen und schauen, wie sich mein BZ eben nach dem Essen bewegt. Wenn er danach z.B. gar nicht erst nennenswert absinkt, war's zu wenig Bolus. Wenn er dagegen erst auf Deinen Normalwert absinkt, dann aber bis zum Zubettgehen wieder ansteigt, ist's wohl eher zu wenig Basal.

    Bisdann, Jürgen
  • IreneC

    Rang: Gast
    am 26.01.2009 12:42:47
    Hallo Hannah,
    auch ich habe (schon immer) das Problem dass morgens mein BZ ziemlich regelmäßig um die 150 liegt.

    Abends esse ich wenig KH, nicht große Portionen und gehe mit einem Wert von 80 - -> 120 ins Bett.
    Wenn ich nachts werde mess ich auch mal und bin ich noch immer +/-5 bei dem "Zu-Bett-Geh-Wert".

    Morgens zwischen 4.30 - 5.00 Uhr schießt dann bei mir der BZ in die Höhe.
    Das haben stdl. nächtliche Messungen ergeben - gääähn ).

    Wenn ich heute um diese Zeit wach werde, gönne ich mir 3 I.E und dann habe ich auch den ca. Wert auf, mit dem ich zu Bett ging.

    Veränderungen abends von Bolus/Basal brachten bei mir nichts - Leider.

    Und trotz des morgendlichen hohen BZ liegen meine Werte im grünen Bereich, wobei es logischerweise ideal wäre, nicht über die 140 zu kommen.

    LGe
    Irene von IreneC
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 27.01.2009 00:15:12
    Tja, das schreit nach nicht ausreichender Basalversorgung. Depotinsulin erhöhen oder Insulinpumpe. Eine Korrektureinheit ist meist zuwenig wenn der BZ nachts über 2-3 h zu hoch ist, hinzu kommt noch der *Morgengupf* (Insulin für den Aufstehstress)..

    Grüße, Daniela
  • Hannah

    Rang: Gast
    am 27.01.2009 11:34:17
    Hallo !

    Danke für den Tipp :-).

    Hatte ich mir auch schon gedacht mal auf 1 IE zu erhöhen (also von dem Protaphane), meine Ärztin meinte bisher ich würde mir aber schon zuviel spriten (morgens um 06.45 und abends um 23.15 hr je 10IE Protaphane).
    Habe mal einen BZ Tag von mir ausfühlich:
    26.01.2009
    07.00 Uhr BZ 143 10IE Protaphane
    und 5 IE für 3BE Novorap.
    09.50 Uhr BZ 203 ! keine Korrektur
    11.20 Uhr BZ 62
    tagsüber dann wieder OK
    22.45 Uhr BZ 101
    23.15 Uhr 10IE Protaphane
    0:30 Uhr BZ 131 1IE Actrapid Korrektur

    heute morgen:
    06.15 Uhr BZ 187 ! 6IE Novorapid
    07.00 Uhr BZ 82

    ich verstehe den Anstieg abends und morgens nicht, sollte man sich auf Verdacht einfach 1IE von der Basis mehr spritzen ?

    Hoffe ich bin nicht zu kompliziert :-)

    Liebe Grüße

    H.
    von Hannah
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 27.01.2009 21:25:19
    Hallo Hannah,

    man muss den BZ bei Erhöhung des Depotinsulins straffer messen, manchmal sind auch nächtliche Unterzuckerungen die Ursache (hatte ich gestern nicht dran gedacht), es sieht mir aber eher nach zu hohem BZ als Ursache für zuwenig Depotinsulin aus.
    Ist der BZ lange über der Norm kommt als Beispielt ein Typ 1er schnell in die Lipolyse (absoluter Insulinmangel löst eine Veränderung in der Verstoffwechselung aus, der Körper beginnt an die Fettreserven zu gehen --> Lipolyse, Abbauprodukte der Fettverstoffwechselung sind neben den Fettsäuren Ketone, Ketone wiederum fangen Insulin ab, es kommt zu einer "Resistenz"). Beim Typ 2-Diabetes treten andere Mechanismen in Kraft, die kenne ich nicht.
    Fazit aber ist, es bedeutet für Dich im Klartext, dass Du bei andauernd erhöhten Werten wahrscheinlich mehr Insulin benötigst und den BZ über mindestens 24 h im Normbereich halten musst.
    Ist diese Zeit ausgestanden, muss man sehen ob der BZ mit der normalen Dosis stabil bleibt oder weiterhin mehr Insulin benötigt wird, weil andere Ursachen den Insulinbedarf anheben.
    Bei mir meldet sich eine morgendliche Lipolyse durch knurrenden Magen, dann weiß ich es ist zuwenig Insulin da :-D
    Als Frau unterliegst Du auch hormonellen Veränderungen, die sind mitunter voll zum kotzen. Ich kriege meine Werte gar nicht in den Griff wenn die Mensis kommt, während und danach bin ich nur noch am Unterzuckern.
    Was konkret solltest Du jetzt unternehmen:
    Wenn Du Depot erhöhst, dann straffer messen und die Dosis über 2 Tage dann nicht weiter ändern, Depotinsulin wirkt sich mitunter länger als 24 h aus und man muss 48 h abwarten wie der BZ reagiert.
    2 Einheiten mehr können die gesamte Stoffwechsellage verändern, auch die Bolusfaktoren!
    1 Einheit reicht evtl. nicht aus. Mach das am Wochende wenn Du nicht arbeiten musst und guck ob jemand nachts für Dich messen kann.

    Das Beste wäre Du stellst Dich Deinem Diabetologen vor, im Alleingang eine bestehende Lipolyse zu behandeln ist für viele Diabetiker zu schwierig und vor allem zu anstrengend.
    Ich spritze Schweineinsulin, damit habe ich eine sehr gut ausgepägte Unterzuckerungssymptomatik und kann auch mal zuviel Insulin spritzen ohne dass ich in die Bewusstlosigkeit falle (war mit Humaninsulin und Analoginsulin leider nicht der Fall), daher rate ich Dir auf jeden Fall den Arzt zu konsultieren.
    Informieren übers Internet kannst Du Dich aber :-)

    Lieben Gruß, Daniela