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Schwangerschaftsdiabetes
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am 10.08.2016 15:18:51 | IP (Hash): 199394826
Hallo zusammen,
ich bin neu und erhoffe mir etwas Rat von euch.
Eigentlich habe ich ja noch kein großes Problem aber wäre trotzdem Dankbar für jede klitzekleine Info oder auch nur einen hilfreichen Tipp der das Leben erleichtern kann ;)
Vielleicht erstmal zu mir:
Ich bin zum zweiten mal schwanger in der 11 ssw. In meiner ersten SS wurde mir ss-Diabetes diagnostiziert (OGTT - 90,5 - 184 - 124) mit anschließender Nacht-Insulin Behandlung für die Nüchternwerte (Basal-Insulin, ich glaube 8 Einheiten waren es) Den Rest habe ich über Ernährung in den Griff bekommen, war eigentlich alles gut (psychisch vll nicht so, aber dass vielleicht ein andermal)
Hashimoto habe ich auch noch.
Und jetzt habe ich vor ein paar Tagen wieder so einen ekelhaften süßen Nachgeschmack (haben das eigentlich andere auch?) wenn ich süßes/Zuckerhaltiges esse (bei KHs also Brot oder dergleichen nicht, nur Süßigkeiten oder Obst). Und prompt sind meine Werte auch wieder leicht schlechter geworden als davor (habe seit ss Beginn ab und an kontrolliert). Nun sind meine Nüchternwerte bei 90-95 und 1 Std. nachdem essen zwischen 105 und max. 130 , bis jetzt.
Vorher hatte ich auch schon Nüchternwerte zwischen 87-93 aber das habe ich jetzt mal als meinen normalen Blutzuckerspiegel betrachtet.
Nun sind meine Infos: Nüchternwerte nicht über 91 und 1 Std. nachdem essen nicht über 130-140. Sind die Werte noch aktuell?
Wie streng sollte man ein ss-Diabetes behandeln? Bei meinem letzten Diabetologen haben die mich ja verrückt gemacht. Sowas möchte ich eigentlich nicht nochmal!!
Ist es schlimm, wenn die Nüchternwerte nur minimal abweichen von der Norm, vorallem wenn meine normalen Werte nur minimal besser sind, kann es doch in der ss nicht besser sein, oder? Aber dann gleich spritzen? Oder bin ich da zu locker?
Vorallem zeigt mir mein Körper mit dem süßen Nachgeschmack sehr deutlich, was er NICHT möchte/braucht. Natürlich achte ich auch jetzt besser auf die Ernährung. Muss aber auch erst mal testen, was er noch verträgt und was schon zuviel ist.
Ich freue mich auf euren Input und hoffe sehr, dass ich diesmal um das Spritzen komme. (Wünsche mir nämlich eine heilsame Hausgeburt nach einem Klinik produzierten Kaiserschnitt)... ah da fällt mir glatt noch eine Frage ein:
Sollte nun meine ss so unauffällig und gut verlaufen dass ich mir meinen Wunsch nach einer Hausgeburt erfüllen kann, wie ist das dann mit den Neugeborenen? Kann ich mit meinem Blutzuckergerät auch den Blutzucker vom Baby messen?
Ich frage deswegen, weil wir in der Klinik total im Stich gelassen wurden und unser Baby damals in den Unterzucker gefallen ist. Und nur weil wir ein Familienzimmer hatten, hat es der Papa gemerkt, sonst wäre das echt übel ausgegangen!! (Ich habe geschlafen wie ein Stein, wegen den ganzen Medis) -
Michael74
Rang: Gast -
am 10.08.2016 16:14:39 | IP (Hash): 199394826
Das wird vermutlich ein Blutwert sein? Ich war noch bei keinem Diabetologen. -
am 10.08.2016 17:23:46 | IP (Hash): 1543849709
Glückwunsch zum neuen Familienprojekt :)
Beim Nachgeschmack denke ich eher an Dein persönliches Phänomen, und wie weit das wenigstens für Dich und Deinen Blutzucker zutrifft, kannst Du ja vielleicht mal nach diesem Fahrplan austesten http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf
Ja, Deine alten Vorgaben für nüchtern und in der Spitze nach dem Essen werden immer noch so gesehen. Denn der höher als gesunde Blutzucker der Mutter belastet die Bauchspeicheldrüse des Kindes *. Dagegen belastet Insulin, das Du spritzt, Dein Kind nicht, weil es von Dir zu Deinem Kind eine Hormon-Sperre gibt.
Wenn Du meine Tochter wärst, würde ich Dir also empfehlen, jetzt schon locker mit dem Einhalten der Vorgaben anzufangen, damit Du dich wieder dran gewöhnt hast, wenn der Insulin-Bedarf im weiteren Verlauf weiter ansteigt. Daumendrück :)
)*Michael
VÖLLIG UNABHÄNGIG VOM HBA1c und auch völlig unabhängig von einer Diagnosereife! Also auch bei Müttern, bei denen kein Schwangerschafts-Diabetes diagnostiziert wird, immer dann, wenn und solange sie einen höher als gesunden Blutzucker haben!
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.08.2016 17:32:30 | IP (Hash): 2004616154
Hallo!
Das mit dem Nachgeschmack kenne ich nicht... hängt wohl mit den Hormonen zusammen ;))
Deine Werte sehen ja noch gut aus, Du solltest Dich beim Diabetologen vorstellen und weiter gut auf Dich und Dein Kind achten.
Und wenn Dich was beim Diadoc stört:
Sag es einfach!
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am 10.08.2016 17:34:22 | IP (Hash): 2004616154
@Michael74
Was willst Du bei SS-Diabetes mit dem HbA1c?
Lass dich bitte Deine sinnbefreiten Beiträge. Damit hilfst DU besser. -
am 10.08.2016 17:37:03 | IP (Hash): 2004616154
Rose14 schrieb:
Das wird vermutlich ein Blutwert sein? Ich war noch bei keinem Diabetologen.
Die Frage von Michael kannst Du getrost vergessen - Du machst bis jetzt alles richtig, und die Sache mit der Hausgeburt sollte auch klappen. Sprich mit der Hebamme über BZ-Messung, gemeinsam findet ihr da die passende Lösung. -
am 10.08.2016 20:14:54 | IP (Hash): 728357477
Rose14 schrieb:
Nun sind meine Infos: Nüchternwerte nicht über 91 und 1 Std. nachdem essen nicht über 130-140. Sind die Werte noch aktuell?
Wie streng sollte man ein ss-Diabetes behandeln? Bei meinem letzten Diabetologen haben die mich ja verrückt gemacht. Sowas möchte ich eigentlich nicht nochmal!!
Hallo Rose,
Glückwunsch zur SS - alles Gute fürdich und dein Baby. :=)
Wenn deine Nüchternwerte weiter ansteigen, womit du whrscheinlich rechnen musst, dann bleibt, dann wirst du woh auch bei dieser SS nicht um Basalinsulin drumrum kommen. Richtig wichtig wird das allerdings erst in der 2. SS-Hälfte, wenn sich bei deinem Baby die BSD entwickelt, Wenn du dann über mehrere Stunden mit zhu hohem BZ ankommst, dann wird die BSD von deinem Baby gegensteuern und sehr viel Insulin ausgeben. Dadurch erhöht sich dann die Gefahr, dass das Baby größer als normal wächst. Manche Ärzte geben 90 als Zielwert an, andere geben sich mit 95 zufrieden.
Bis zur 20. SS-Woche kannst du noch ganz in Ruhe beobachten, wie sich dein BZ entwickelt, außer natürlich, wenn er stark ansteigt. Es ist sehr viel wert, wenn du mit entsprechender Ernährung deinen BZ nach den Mahlzeiten im Griff behältst. Gegen höheren NBZ kannst du mit Ernährung nichts ausrichten, dagegen bleibt nur Basalinsulin. Dass das Spritzen nicht schlimm ist, weißt du ja aus deiner 1. SS. Die schlechte Nachbetreuung nach der Geburt ist allerdings ganz schön schlimm. Dieses Mal wisst ihr ja Bescheid und werdet so etwas nicht wieder zulassen.
Alles Gute, Rainer -
Michael74
Rang: Gastam 10.08.2016 21:39:08 | IP (Hash): 1780319140
Sag mal Typ einser, kannst du eigentlich auch was anderes als stänkern. Ich habe lediglich nach ihrem hba1c wert gefragt und es weder bewertet. Dir muss es echt schlecht gehen bei deinen negativen Betrachtungen anderer. Arbeite bitte mal an Dir :( -
am 10.08.2016 21:56:44 | IP (Hash): 728357477
@Michael,
bei SS-Diabetes spielt der HbA1c.Wert überhaupt keine Rolle. Das solltest du wissen, weil es dir hier im Forum schon oft genug gesagt wurde. Warum belästigst du Rose mit so einer unsinnigen Frage, sie hat schon genügend Probleme.
Du solltest lieber mal an dir arbeiten. :=(
Bearbeitet von User am 10.08.2016 21:59:03. Grund: . -
Elfe
Rang: Gastam 10.08.2016 22:47:55 | IP (Hash): 1329236406
Hallo,
daß die Geburtsklinik deines ersten Kindes nicht mehr für dein zweites Kind infrage kommt, kann ich durchaus verstehen.
Du hast aber noch genügend Zeit, dich/euch kundig zu machen, ob nicht eine andere Klinik in der Umgebung euer Vertrauen erlangt.
Warum bitte eine Hausgeburt ? Wer soll bitte die Verantwortung für dich und dein Baby übernehmen ?
Die Hebamme ???
Du bist topfit nach der Geburt und misst deinem Baby mit diesem ungenauen Patientenmessgerät den Blutzucker ???
Oder nicht, ~, dann geht's mit tatütata dann doch in die Klinik ? Mit Zeitverlust ?
Du kennst doch die Gefahren für dein Baby und dich aus deiner ersten Schwangerschaft.
Warum wäre ein Basalinsulin zu spritzen so schlimm für dich, wenn es für dein Baby besser ist, und dich in der Ernährung etwas flexibler macht ?
Gibt auch Schwangere, die zu jeder Mahlzeit schnelles Insulin spritzen müssen, da warst du doch in der ersten Schwangerschaft besser dran.
Wünsche dir, daß dein Gynäkologe dich gut betreut, und entscheidet, ob und wann ein Diabetologe mit eingeschaltet werden muss.
°_° Elfe -
am 10.08.2016 23:13:17 | IP (Hash): 2004616154
Michael74 schrieb:
Ich habe lediglich nach ihrem hba1c wert gefragt und es weder bewertet. Dir muss es echt schlecht gehen bei deinen negativen Betrachtungen anderer. Arbeite bitte mal an Dir :(
Bitte verrate uns nicht, was Du mit der HbA1c-Fragerei bezweckst.
Bitte lass es.
Beherzige Deine Rat: Arbeite an Dir und hör auf, Ratsuchende zu verunsichern.
Danke. -
am 11.08.2016 09:47:16 | IP (Hash): 199394826
Vielen Dank für deine liebe Antwort. Den Link habe ich tatsächlich hier im Forum sogar schon gefunden :) Vielen Dank dafür.
Ja, ich werde definitiv nun besser auf die Ernährung achten und dabei meinen Blutzucker im Auge behalten.
Das mit der Hormon-Sperre wusste ich vorher nicht. Was mich dabei allerdings stutzig macht ist, dass Stresshormone durchaus zum Kind durchdringen, warum dann nicht die Insulin Hormone?
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am 11.08.2016 09:53:15 | IP (Hash): 199394826
Vielen Dank für deinen Zuspruch. Zu einem Diabetologen werde ich wohl Früher oder Später sowieso gehen müssen. Ich möchte mir aber dann wohl einen neuen suchen. Der alte war auch etwas weiter weg, was bei wöchentlichem vorstellen, dann schon sehr nervig ist, vorallem später, wenn schon alles etwas beschwerlicher ist und Autofahren nicht mehr so angenehm ist ;) -
am 11.08.2016 10:16:26 | IP (Hash): 199394826
Vielen Dank :)
Ja, ich hoffe, dass ich vielleicht doch bissl mit der Ernährung den Nüchternwert beeinflussen kann (oder kannst du mir erklären, warum das nicht möglich ist?). Heute hatte ich das erstemal seit Sonntag (72 ) wieder einen Nüchternwert von 89 ... unter 90 YEAH :D Kann natürlich auch nur Zufall sein... oder es pendelt sich gerade ein... schlechte Zuckerwerter kommen ja auch nicht von heut auf morgen.
Ohh das es Ärzte gibt, die auch 95 akzeptieren ist ne super Info, vielleicht finde ich so einen ;) Weil, wenn man an die Sache logisch ran geht, hatte ich in der letzten ss bereits um die selbe Zeit wohl schlechte Nüchternwerte (wenn man den süßen Nachgeschmack als Anzeichen dafür wählt) Das heißt, ich hatte bis etwa zur 30 ssw (bin erst spät zum Zuckertest) einen schlechten Nüchternwert und mein Kind hatte Null Anzeichen von Übergröße bzw. vergrößerten Abdomen Umfang. (Geburtsgewicht 3535g - also komplett im Durchschnitt)
Wenn meine Nüchternwerte wirklich ausufern ist ganz klar, dass ich Spritze. Aber ich möchte es trotzdem vermeiden, denn jedes Medikament hat Nebenwirkungen, auch Insulin. Man muss nur immer gut die Nutzen/Schadensanlayse im Blick haben.
Das mit der Nachbetreuung werden wir definitiv dann besser im Blick haben. Wir waren damals einfach zu uninformiert und haben Blind den Ärzten vertraut. Was ich mittlerweile erfahren habe, in allen Bereichen der Medizin sehr sehr schlecht ist. Man sollte sich immer mehrere Meinung einholen, insbesondere von bereits Betroffenen (deshalb bin ich hier ;)), die wissen manchmal sogar mehr über ihre Krankheit als es so mancher Arzt tut. Erschreckend aber ist so...
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am 11.08.2016 10:46:35 | IP (Hash): 2108455638
Rose14 schrieb:
Aber ich möchte es trotzdem vermeiden, denn jedes Medikament hat Nebenwirkungen, auch Insulin. Man muss nur immer gut die Nutzen/Schadensanlayse im Blick haben.
Das ist bei vielen Medikamenten durchaus angebracht.
Insulin hat keine Nebenwirkungen - das kannst Du auf der Schadenseite ruhig vergessen.
Nutzen hast Du und vor allem Dein Kind (wenn Du es wirklich brauchst)! -
am 11.08.2016 11:47:01 | IP (Hash): 199394826
Elfe schrieb:
Hallo,
daß die Geburtsklinik deines ersten Kindes nicht mehr für dein zweites Kind infrage kommt, kann ich durchaus verstehen.
Du hast aber noch genügend Zeit, dich/euch kundig zu machen, ob nicht eine andere Klinik in der Umgebung euer Vertrauen erlangt.
Warum bitte eine Hausgeburt ? Wer soll bitte die Verantwortung für dich und dein Baby übernehmen ?
Die Hebamme ???
Du bist topfit nach der Geburt und misst deinem Baby mit diesem ungenauen Patientenmessgerät den Blutzucker ???
Oder nicht, ~, dann geht's mit tatütata dann doch in die Klinik ? Mit Zeitverlust ?
Du kennst doch die Gefahren für dein Baby und dich aus deiner ersten Schwangerschaft.
Warum wäre ein Basalinsulin zu spritzen so schlimm für dich, wenn es für dein Baby besser ist, und dich in der Ernährung etwas flexibler macht ?
Gibt auch Schwangere, die zu jeder Mahlzeit schnelles Insulin spritzen müssen, da warst du doch in der ersten Schwangerschaft besser dran.
Wünsche dir, daß dein Gynäkologe dich gut betreut, und entscheidet, ob und wann ein Diabetologe mit eingeschaltet werden muss.
°_° Elfe
Mit den Kliniken muss ich mir noch überlegen. Das entscheidet sich auch erst, wie eben meine ss verläuft. Sollten noch weitere gravierende Probleme oder gar das Insulin dazu kommen, muss ich mir überlegen, wie ich das angehe.
Aber das hat auch noch Zeit bis zur 36 ssw, vorher wollen Kliniken einen eh nicht sehen.
Warum bitte eine Hausgeburt ?
Allein das du diese Frage stellst, zeigt mir, dass du absolut keine Ahnung bezüglich Hausgeburt vs Klinikgeburt hast. Ich denke, das auszuführen bzw. zu Diskutieren sprengt hier das Thema. Solltest du allerdings ehrliches vorurteilsfreies Interesse haben, bin ich für jede Diskussion zu haben.
Seit dem Kaiserschnitt habe ich mich mit den Themen Schwangerschaft, Geburt und Zeit danach sehr intensiv beschäftigt und bin nach wie vor sehr erschreckt über die derzeitig Situation unserer Schwangerschaftsbetreuung, Geburtshilfe und die Betreuung der Kinder.
Solltest du dich schlau machen wollen, kann ich dir folgende Namen ans Herz legen:
Dr. Rockenschaub - leitete die Semmelweisklinik in Österreich
Dr. Marina Marcovich - leitete eine Frühchenstation
Zum Thema Verantwortung übernehmen.
ICH übernehme die Verantwortung für mich selbst und auch für mein Kind, sonst niemand. Ich will eine selbstbestimmte, Interventionsfreie Geburt. Und das nicht aus eigenen Befindlichkeiten (natürlich spielen die auch mit rein) aber hauptsächlich für mein Kind! Und ich werde eine selbstbestimmte Geburt bekommen, ob nun Daheim oder in der Klinik.
Manchmal habe ich das Gefühl, Patienten und auch Ärzte wissen nicht, was Ärzte eigentlich für eine Funktion haben. Ärzte sollen beraten, Risiken erklären, Vor- und Nachteile möglicher Behandlungen aufzeigen. Sie sollen NICHT bestimmen, was der jeweilige Patient zu tun und zu lassen hat. ICH als Patient entscheide immer was mit mir und meinem Körper passiert. Und dazu ist es oft nötig mehr als eine Meinung einzuholen bzw. mehrere Quellen zu nutzen und vielleicht sogar zu überprüfen, ob sie überhaupt Aussagekräftig/Seriös sind.
Zum Thema Blutzucker beim Neugeborenen. Dazu schildere ich dir den Ablauf bei der letzten Geburt.
-Geburt: zwischen 21:29 und 21:50
- Baby Blutzucker liegt bei ca 80 (haben auch nur ein normales Blutzuckergerät)
-Fehlgeschlagene Stillversuche bis ca. 2 Uhr dann bin ich eingeschlafen.
-ca. 3 Uhr Kind zittern, Zucker bei 30
-Schwestern geben Glucose Zäpfchen und Füttern zu
-Mit zu Füttern wird der Blutzucker normal und es kommt zu keiner Unterzuckerung mehr.
Sprich, von Geburt bis zur Unterzuckerung liegen nicht ganz 6 Stunden.
Ausschlaggebend für die Unterzuckerung:
keine Milch, kein Kolostrum (ein Tropfen hätte genügt um die Unterzuckerung zu vermeiden)
Warum keine Milch? Durch PDA werden Hormone gehemmt und auch Stresshormone aufgrund des Kaiserschnitts, sich unwohl fühlen (kein vertrauter Geruch, grelles Licht, eben Krankhaus), werden Hormone gehemmt und somit hatte ich zu anfangs keine Milch.
Das heißt nun, wenn ich daheim gebäre, fühle ich mich wohl, habe Milch (und wenn nicht, habe ich mit Sicherheit andere Vorkehrungen, wie Glucose Zäpfchen und Kunstnahrung, getroffen) und sollten doch alle stricke reisen und ich mich unsicher fühlen, fahre ich ins Krankenhaus.
Natürlich kann es immer zu Komplikationen kommen. Normalerweise sieht aber die Hebamme (1 zu 1 Betreuung), wenn etwas nicht stimmt oder ich merke es selbst und man handelt dementsprechend frühzeitig! In der Klinik werden Komplikationen erst zum letzten Drücker entdeckt, wenn überhaupt, und dann wird nur noch reagiert anstatt vorher zu agieren! (aufgrund mangelnder Betreuung)
Nur weil es anderen schlechter gehen könnte als mir, muss ich doch nicht den Kopf in den Sand stecken. Ist es denn so weit hergeholt anzustreben, keine Medis nehmen zu müssen? Wohlgemerkt jedes Medikament hat auch Nebenwirkungen, auch Basalinsulin! Wenn meine Werte allerdings ausufern, ergibt auch bei mir die Risiko/Nutzenanalyse, dass ich dementsprechend agiere.
Wie oben schon geschrieben, entscheide ICH, wann es Zeit ist zum Arzt zu gehen. Der Arzt berät mich nur.
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am 11.08.2016 11:50:58 | IP (Hash): 199394826
TypEinser schrieb:
Rose14 schrieb:
Aber ich möchte es trotzdem vermeiden, denn jedes Medikament hat Nebenwirkungen, auch Insulin. Man muss nur immer gut die Nutzen/Schadensanlayse im Blick haben.
Das ist bei vielen Medikamenten durchaus angebracht.
Insulin hat keine Nebenwirkungen - das kannst Du auf der Schadenseite ruhig vergessen.
Nutzen hast Du und vor allem Dein Kind (wenn Du es wirklich brauchst)!
Eine Nebenwirkung (leider weiß ich die Quelle nicht mehr) wäre bei einem Schwangerschaftsdiabetes, dass es das Risiko erhöht, dass Mutter und Kind später einmal an Diabetes erkranken. Natürlich ein unbehandelter Diabetes ist da weitaus schlimmer aber ich denke, das habe ich doch eigentlich geschrieben, dass ich spritzen werden, wenn es eben nötig wird? -
am 11.08.2016 12:17:59 | IP (Hash): 2108455638
Hallo Rose14!
Das mit den "Nebenwirkungen" und "gespritztes Insulin löst bei Kindern Diabetes aus" stand mal auf der recht unseriösen Seite "Gesundheit / Aufklärung / Zentrum".
Das wurde auf Betreiben mehrer moderierter Foren von der Seiten genommen – schlicht und einfach es es absolut nicht stimmt.
Und das mit der Hausgeburt finde ich Klasse!
PS. Der Unsinn ist wieder online... am Besten ist der Teil mit "die Bauchspeicheldrüse muss sich erst einarbeiten" und der Teil mit der "verätzten Bauschspeicheldrüse".
Ich glaube jetzt wirklich nicht, dass Du solche Sachen konsumierst.
Dafür machst Du Dir wirklich zu ernste Gedanken.
Bearbeitet von User am 11.08.2016 12:55:48. Grund: Ergänzung -
am 11.08.2016 12:55:15 | IP (Hash): 1056998532
Nein, auch Deine Stresshormone kommen nicht zu Deinem Kind durch. Aber die machen Dich unruhig, und diese Unruhe durchzieht Deinen ganzen Körper und überträgt sich so selbstverständlich auch auf das Kind.
Das mit der Hormon-Barriere/Schwelle ist übrigens ein bisschen gemein, denn von Deinem Kind zu Dir ist sie wohl voll durchlässig, und so können die Kleinen manche Fehlsteuerung bei ihren Müttern verursachen, die die Ärzte sich aus den Befunden der Mütter beim besten Willen nicht erklären und dann halt nur an den Haaren herbei ziehen können :(
Apropos 30mg/dl beim Neugeborenen:
Für Erwachsene Nichtdiabetiker gilt 50mg/dl als Unergrenze Normal-BZ. Manche fangen schon bei 60 an, sich leicht angetrunken oder unruhig und meistens auch hungrig zu fühlen. Je tiefer der BZ sinkt, umso mehr, wobei die einen bei 30 noch kaum auffallen und noch alles selbst tun und sagen können, während andere da schon nicht mehr so recht ansprechbar sind.
Beim Neugeborenen gilt 36mg/dl als Untergrenze des gesunden BZ, 30 also in der Art zwar beschwerlich wie bei Nichtdiabetikern vielleicht 40-50, aber nicht gefährlich. Zudem ist der Neugeborenen-Stoffwechsel noch direkt auch ketogen eingestellt, kann also gleichermaßen und parallel Fett wie Glukose zu seiner Versorgung nutzen.
Will nicht sagen, dass die da bei Euch im kranken Haus alles richtig gemacht haben, nur, dass es nicht so auf den letzten Drücker war, wie es sich Dir dargestellt hat.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 11.08.2016 13:54:10 | IP (Hash): 199394826
TypEinser schrieb:
Hallo Rose14!
Das mit den "Nebenwirkungen" und "gespritztes Insulin löst bei Kindern Diabetes aus" stand mal auf der recht unseriösen Seite "Gesundheit / Aufklärung / Zentrum".
Das wurde auf Betreiben mehrer moderierter Foren von der Seiten genommen – schlicht und einfach es es absolut nicht stimmt.
Und das mit der Hausgeburt finde ich Klasse!
PS. Der Unsinn ist wieder online... am Besten ist der Teil mit "die Bauchspeicheldrüse muss sich erst einarbeiten" und der Teil mit der "verätzten Bauschspeicheldrüse".
Ich glaube jetzt wirklich nicht, dass Du solche Sachen konsumierst.
Dafür machst Du Dir wirklich zu ernste Gedanken.
Hallo TypEinser,
vielen Dank für deine Aufklärung. Ja, das die Seite unseriös ist mir bekannt, wie ich das gelesen hab, wohl noch nicht und hat sich dann in mein Hirn eingebrannt. Hatte schon nen ganz schlechtes Gewissen, weil ich ja laut dieser Seite mein erstes Kind bereits dann gefährdet hätte. Aber wenn das nicht so ist, ist es um so besser :))
Wieder was gelernt. :)
Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?
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am 11.08.2016 14:09:53 | IP (Hash): 199394826
hjt_Jürgen schrieb:
Nein, auch Deine Stresshormone kommen nicht zu Deinem Kind durch. Aber die machen Dich unruhig, und diese Unruhe durchzieht Deinen ganzen Körper und überträgt sich so selbstverständlich auch auf das Kind.
Das mit der Hormon-Barriere/Schwelle ist übrigens ein bisschen gemein, denn von Deinem Kind zu Dir ist sie wohl voll durchlässig, und so können die Kleinen manche Fehlsteuerung bei ihren Müttern verursachen, die die Ärzte sich aus den Befunden der Mütter beim besten Willen nicht erklären und dann halt nur an den Haaren herbei ziehen können :(
Apropos 30mg/dl beim Neugeborenen:
Für Erwachsene Nichtdiabetiker gilt 50mg/dl als Unergrenze Normal-BZ. Manche fangen schon bei 60 an, sich leicht angetrunken oder unruhig und meistens auch hungrig zu fühlen. Je tiefer der BZ sinkt, umso mehr, wobei die einen bei 30 noch kaum auffallen und noch alles selbst tun und sagen können, während andere da schon nicht mehr so recht ansprechbar sind.
Beim Neugeborenen gilt 36mg/dl als Untergrenze des gesunden BZ, 30 also in der Art zwar beschwerlich wie bei Nichtdiabetikern vielleicht 40-50, aber nicht gefährlich. Zudem ist der Neugeborenen-Stoffwechsel noch direkt auch ketogen eingestellt, kann also gleichermaßen und parallel Fett wie Glukose zu seiner Versorgung nutzen.
Will nicht sagen, dass die da bei Euch im kranken Haus alles richtig gemacht haben, nur, dass es nicht so auf den letzten Drücker war, wie es sich Dir dargestellt hat.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Hallo Jürgen,
das mit den Hormonen wird ja immer gerne anders erzählt, von den unterschiedlichsten Stellen. Danke, dass du mich da aufgeklärt hast. Was mir allerdings bewusst war, dass das Kind Hormone an mich weiterleiten kann. Das Kind entscheidet nämlich, wann die Geburt beginnt. Das Wehen Hormon wird nämlich vom Kind produziert (bzw. es beginnt den Prozess, ich bin mir gerade nicht sicher, ob es tatsächlich Wehen produziert oder nur ein Hormon ausschüttet das bei der Mutter das Wehen Hormon anregt).
Vielen Dank für die Aufklärung der Blutzucker Untergrenzen. Das ist für mich auf jedenfall interessant. Das mit dem Stoffwechsel würde auch erklären, dass nur ein Tropfen Kolostrum reicht (ist sehr Fetthaltig).
Dass es damals noch keine sehr kritischen Ausmaße angenommen hat, mit dem Neugeborenen Unterzucker, war mir bewusst (hätten sonst einen Notarzt geholt) und so hat sie nur eine Schwester betreut.
Aber ich meinte damit eher, wenn mein Partner auch eingeschlafen wäre, hätte vor morgens kein Mensch mitbekommen, dass das Kind in Unterzucker gefallen ist. Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie schnell so Blutzucker fällt, aber mit bereits Zittern (also ersten Symptome) die auch Energie kosten, kann es dann doch recht schnell gehen bzw. innerhalb von 3-4 Stunden könnte da dann schon mehr passieren... -
am 11.08.2016 14:37:22 | IP (Hash): 2108455638
Rose14 schrieb:
Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?
Es ist tatsächlich so, das bei SS-Diabetes die Hormone nicht mehr im Gleichgewicht sind und die Bauchspeicheldrüse (BSP) mit der vermehrten Insulinanforderung nicht nachkommt.
Das fehlende Insulin per Spritze bereitzustellen ist sinnvoll:
– Die BSP wird geschont, man vemeidet Schäden wie z.B. eine BSP-Entzündung
– Der Körper der Mutter wird vor hohem Blutzucker geschützt
– Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft
– Die BSP des Kindes produziert mehr Insulin um den hohen BZ der Mutter auszugleichen, und das ist der Grund, warum Neugeborene dann unterzuckern!
– Unbehandelter SS-Diabetes erhöht das Risiko des Kindes, das metabolische Syndrom zu entwickeln.
Zuviel oder zuwenig Insulin spritzen ist ja eigentliche keine Nebenwirkung, eher ein Anwenderfehler ;) -
am 11.08.2016 15:16:03 | IP (Hash): 199394826
TypEinser schrieb:
Rose14 schrieb:
Aber das ein Medikament gar keine Nebenwirkungen hat, geht mir noch nicht so ganz in den Kopf. Schon allein, dass die Hormone nun nicht mehr das selbe Zusammenspiel haben, wie wenn der Körper selbst Hormone produziert, wenn sie benötigt werden.
Auch wenn man seinen Blutzucker misst und gut eingestellt ist mit Insulin, kann es ja trotzdem ein ticken zu viel oder zu wenig sein. Was wieder rum (wenn auch minimal) die Hormonproduktion an anderer Stelle "falsch" (zu viel oder zu wenig) anregt. Was vielleicht für den Moment unbemerkt bleibt aber auf lange Sicht vielleicht etwas auslöst?
Es ist tatsächlich so, das bei SS-Diabetes die Hormone nicht mehr im Gleichgewicht sind und die Bauchspeicheldrüse (BSP) mit der vermehrten Insulinanforderung nicht nachkommt.
Das fehlende Insulin per Spritze bereitzustellen ist sinnvoll:
– Die BSP wird geschont, man vemeidet Schäden wie z.B. eine BSP-Entzündung
– Der Körper der Mutter wird vor hohem Blutzucker geschützt
– Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft
– Die BSP des Kindes produziert mehr Insulin um den hohen BZ der Mutter auszugleichen, und das ist der Grund, warum Neugeborene dann unterzuckern!
– Unbehandelter SS-Diabetes erhöht das Risiko des Kindes, das metabolische Syndrom zu entwickeln.
Zuviel oder zuwenig Insulin spritzen ist ja eigentliche keine Nebenwirkung, eher ein Anwenderfehler ;)
Ich meine natürlich NICHT, kein Insulin zu spritzen wenn eindeutig ein Diabetes da ist. Die Risiken sind viel zu groß, als ein kleines Ungleichgewicht im Hormonhaushalt.
Das Kind bekäme wegen des hohen Blutzuckerspiegels zuviele Kohlenhydrate, das wiederum erhöht die Wachstumshormone – deshalb die niedrigen Soll-Werte in der Schwangerschaft
Was meinst du mit niedrigen Soll-Werten?
Jetzt würde mich dann doch noch interessieren, wie ist das, wenn ich zum Arzt gehe und sag, hey ich hab zu hohe Nüchternwerte, ich habe ss-Diabetes. Dann könnte ich mir doch den OGTT Test sparen, denn aus meinen Aufzeichnungen ist ja ersichtlich, dass es so ist und der Test es quasi dann nur noch bestätigen würde, aber mir meinen Blutzucker auf ungesunde Art in die Höhe treibt.
Oder wir nehmen an, ich mache diesen Test und es kommt raus, kein Diabetes(was ich jetzt zwar nicht glaube). Aber meine Nüchternwerte schwanken immer noch bis 95. Was dann?
Klar das ist jetzt alles Was wäre wenn, aber würde mich einfach mal interessieren.
Ohh da fallen mir grad noch ein paar Fragen ein :) Ich hoffe, ich Löchere euch nicht zu sehr.
-Wie ist das bei den Neugeborenen? Können die bereits mit Unterzucker auf die Welt kommen? Rein logisch wäre das, unlogisch, da sie ja vorher noch komplett versorgt werden. Also sollte rein logisch, es aufjedenfall eine gewisse Zeit dauern, bis das Baby in Unterzucker fällt.
-Wann fallen Neugeborene frühestens in den Unterzucker (wenn man perfekte Bedingungen hat, wie aus pulsieren lassen der Nabelschnur, kein Stress usw)?
- Wenn Basalinsulin keine Nebenwirkungen hat, warum wird das als so extrem gefährlich angesehen? Kliniken ohne Neugeborenen intensiv lehnen einen kategorisch ab oder sowieso auch Hausgeburtshebammen. Ohne Insulin ist es dann aber kein Problem??
- Auch wird empfohlen, dass spätestens an ET eingeleitet wird? Was für einen Sinn hat das? (Gut das wird auch bei ss-Diabetes ohne Insulin empfohlen, egal wie die Werte sind.)
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am 11.08.2016 15:30:05 | IP (Hash): 2108455638
Ob Du jetzt auch wieder SS-Diabetes hast kann tatsächlich nur ein Arzt feststellen.
Dazu ist Dein BZ-Testgerät dann doch zu ungenau, und wir sind ja nun alle keine Ärzte.
Die Soll-Werte: Das sind die Werte, die Du nicht überschreiten solltest während der SS/SS-Diabetes! ;)
Da geht es genau darum, das Kind nicht mit einem hohen Blutzucker über die Nabelschnur zu versorgen.
Das Kind wird dann zuviele Wachstumshormone produzieren – es wird zu groß und zu schwer und
die Bauchspeicheldrüse des Kindes regelt dann den Blutzucker der Mutter mit.
Sobald das Kind dann abgenabelt wird, fehlt der BZ-Übeschuss = Unterzuckerung.
Auf die Minute genau kann das keiner Vorhersagen.
Stress spielt da dann auch keine große Rolle mehr, das bisschen Adrenalin hebt den BZ der Mutter dann auch nicht so viel höher. Und zu hoch ist zu vermeiden, so oder so!
Basalinsulin hat eine lange Wirkzeit, und wenn der Arzt 'ne Pfeife ist kann das schonmal schwierig werden. Sollte nicht vorkommen, aber wir sind halt alle nur Menschen....
Und nein, normalerweise gibt es auch beim Basalinsulin keine Probleme.
Es gibt Menschen, die ein ganzes Leben mit Basalinsulin und Bolusinsulin leben – wer als kleines Kind mit Typ 1 startet und dann über 80 Jahre alt wird hat etliche Ampullen/Pens geleert.
Bearbeitet von User am 11.08.2016 15:31:30. Grund: . -
am 11.08.2016 15:48:01 | IP (Hash): 199394826
Wie ungenau ist denn so ein Messgerät? Zeigt es zu viel oder zu wenig an, oder sowohl als auch?
Das heißt ja dann, dass im kritischsten Fall, dass Kind innerhalb von Minuten in einen gefährlichen Unterzucker geraten kann. Aber ich vermute, bei gut eingestellten Werten, ob mit oder ohne Insulin, ist das eher unwahrscheinlich? Oder gibt es da auch Ausnahmen?
-
Elfe
Rang: Gastam 11.08.2016 15:53:42 | IP (Hash): 1329236406
Rose14 schrieb:
Warum bitte eine Hausgeburt ?
Allein das du diese Frage stellst, zeigt mir, dass du absolut keine Ahnung bezüglich Hausgeburt vs Klinikgeburt hast.
Nö, ich leb ja auf dem Mond!
In meiner Stadt gibt es eine Klinik mit zertifiziertem Perinatalzentrum.
Werdende Eltern werden regelmäßig eingeladen, sich über Örtlichkeiten und Behandlungen zu informieren. Auch erscheinen in der Tagespresse Artikel, daß hier auch über rege Spendentätigkeit Spezialgeräte angeschafft werden können für die ganz Kleinen.
Dein manifestiertes Vorurteil gegen über Basalinsulin lässt auf unzureichende Quellen schließen.
Bitte hier lesen: http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/wasistdiabetes/?TextID=1808
°_° Elfe -
am 11.08.2016 16:16:19 | IP (Hash): 2108455638
So ein Testgerät hat eine zugelassene Ungenauigkeit nach oben und auch nach unten.
Wenn Dein Kind normal groß, normal schwer auf die Welt kommt und Du Deine Werte bis dahin gut im Griff hattest, ist das Risiko einer "gefährlichen Unterzuckerung" sehr gering.
Falls Du SS-Diabetes hast, ist eine Kontrolle des Kindes nach der Geburt (und das nicht nur einmal) so oder so angesagt.
Gefährlich wird die Unterzuckerung, wenn sie unbehandelt über einen längeren Zeitraum bleibt. Kann ich mir bei Dir nicht vorstellen! ;)) -
am 11.08.2016 16:41:25 | IP (Hash): 199394826
Elfe schrieb:
Rose14 schrieb:
Warum bitte eine Hausgeburt ?
Allein das du diese Frage stellst, zeigt mir, dass du absolut keine Ahnung bezüglich Hausgeburt vs Klinikgeburt hast.
Nö, ich leb ja auf dem Mond!
In meiner Stadt gibt es eine Klinik mit zertifiziertem Perinatalzentrum.
Werdende Eltern werden regelmäßig eingeladen, sich über Örtlichkeiten und Behandlungen zu informieren. Auch erscheinen in der Tagespresse Artikel, daß hier auch über rege Spendentätigkeit Spezialgeräte angeschafft werden können für die ganz Kleinen.
Dein manifestiertes Vorurteil gegen über Basalinsulin lässt auf unzureichende Quellen schließen.
Bitte hier lesen: http://www.Diabetes-Heute.uni-duesseldorf.de/wasistdiabetes/?TextID=1808
°_° Elfe
Was hat das Perinatalzentrum mit Hausgeburten zu tun? Oder werden diese dort auch erörtert? Wenn das allerdings eine Geburts-Klinik ist, wird sie höchstwahrscheinlich aber lieber Patentinnen anwerben wollen, anstatt sie abwerben zu wollen...
Hmm, ich glaube, da hast du mich missverstanden oder ich habe mich falsch ausgedrückt? Ich habe kein Vorurteil dem Basalinsulin ansich. In meinem Hinterkopf ist verankert, dass jedes Medikament Nebenwirkungen hat. Man sollte, egal bei welcher Krankheit auch immer, schaun, ob die Nebenwirkungen schlimmer als die Krankheit ist? Wenn ja, suche ich mir andere Medis oder versuche die Krankheit auf andere Art zu bekämpfen oder die Symptome zu behandeln.
Sind die Nebenwirkungen allerdings harmloser als die Krankheit, ist ganz klar, dass man Medis nimmt.
Vielleicht anhand eines anderen Beispiels.
Du hast eine Erkältung. Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schlappheitsgefühl ... also eine Stinknormale Erkältung.
Nimmst du deswegen die Medis, die die übelsten Nebenwirkungen haben (z. B. Med Day med. oder wie des heißt) obwohl deine Symptome bereits durch harmlosere Medis gelindert werden könnten oder du gar ohne Medis auskommen würdest?
Wenn du allerdings eine ausgewachsene Angina hast und bereits stärkere Medis nicht mehr helfen, wirst du irgendwann Antibotikum nehmen müssen, da auch die Krankheit Angina unbehandelt Spätfolgen hat. Klar Antibotikum ist auch nicht so toll aber deren Nebenwirkungen harmloser als die Spätfolgen der Angina.
Also ich habe nichts gegen Basalinsulin, wenn es wirklich nötig ist. Und hier liegt der Knapppunkt. Wann ist es wirklich nötig? Wir kennen die Norm, also wenn der Nüchternwert über 91 steigt. Aber was ist wenn es um 91 rum schwankt? Spritz man dann, Spritz man nicht? Ist es wirklich schlimm, wenn es mal höher und mal niedriger ist?
Dann kommt ja noch dazu, dass das Messgerät nicht genau misst. Hmm, wie vertrau ich dann meinen gemessenen Werten? Könnten die dann auch niedriger sein oder im schlimmen Fall sogar höher? Bei Grenzwerten ist das dann finde ich schwierig zu entscheiden.
Da man nur in einer Klinik mit Neugeborenen Intensiv bei der Behandlung mit Insulin entbinden darf/soll, muss doch irgendwas an dem Insulin sein, dass die helle Panik verursacht? Weil ohne Insulin darf man überall entbinden....
Und danke für den Link, der fast das ganze nochmal schön zusammen.
-
am 11.08.2016 17:16:34 | IP (Hash): 1166638286
Was mich schon die ganze Zeit stört: Man kann doch Insulin nicht als Medikament bezeichnen. -
Elfe
Rang: Gastam 11.08.2016 17:22:14 | IP (Hash): 1329236406
In deinem Beispiel vergleichst du Äpfel mit Birnen !
Auch dein Rückschluss Neugeborenen Intensiv zu Insulin ist falsch.
Bei INSULINERn (auch anderen Diabetikern) wird bei jedem Krankenhausaufenthalt/OPs die BZ-Einstellung berücksichtigt, als ernstzunehmenden zusätzlichen Parameter.
Sei es aus Sorge um den Patienten, um Komplikationen zu vermeiden oder meinetwegen auch um Regressansprüche zu verhindern.
-
Blutzuckermessgeräte haben leider einen plus/minus 15 % zugelassenen Toleranzbereich. Sind also um auf einen genauen BZ-Punkt zu bestimmen nicht ganz so geeignet.
Mein Messgerät lasse ich beim Diabetologen mit überprüfen. Aus einem Blutstropfen wird die Probe für den HbA1c-Wert und aktuellem Blutzucker fürs Labor entnommen. Aus dem selben Blutstropfen lasse ich in den Sensor meines Messgerätes das Blut einsaugen und kann dann die Abweichung zwischen Labor und Messgerät berechnen.
°_° Elfe -
am 11.08.2016 17:39:47 | IP (Hash): 2004616154
Nur zum Verständnis:
Die BZ-Testgeräte reichen für zuhause aus.
Wofür die Teile nicht taugen:
Zur Diagnose!
Und ob/wann man Insulin braucht - dafür hat man den Fachmann, sprich Diabetologen.
Zugelassenes Insulin ist frei von Nebenwirkungen.
Insulin ist ein Hormon, kein Medikament. -
am 11.08.2016 18:59:23 | IP (Hash): 997145539
Elfe schrieb:
In deinem Beispiel vergleichst du Äpfel mit Birnen !
Auch dein Rückschluss Neugeborenen Intensiv zu Insulin ist falsch.
Bei INSULINERn (auch anderen Diabetikern) wird bei jedem Krankenhausaufenthalt/OPs die BZ-Einstellung berücksichtigt, als ernstzunehmenden zusätzlichen Parameter.
Sei es aus Sorge um den Patienten, um Komplikationen zu vermeiden oder meinetwegen auch um Regressansprüche zu verhindern.
-
Blutzuckermessgeräte haben leider einen plus/minus 15 % zugelassenen Toleranzbereich. Sind also um auf einen genauen BZ-Punkt zu bestimmen nicht ganz so geeignet.
Mein Messgerät lasse ich beim Diabetologen mit überprüfen. Aus einem Blutstropfen wird die Probe für den HbA1c-Wert und aktuellem Blutzucker fürs Labor entnommen. Aus dem selben Blutstropfen lasse ich in den Sensor meines Messgerätes das Blut einsaugen und kann dann die Abweichung zwischen Labor und Messgerät berechnen.
°_° Elfe
Also ich habe gegoogelt nach dem Beipackzettel von insuman basal. Hier zum nachlesen:
http://m.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Insuman-Basal-100I.E.ml-Patrone-3088277.html
Hier steht
1. Es ist ein Arzneimittel =Medikament wenn man die Definition von Medikament googelt
2. Stehen hier durchaus Nebenwirkungen drin, können gerne alle nachlesen
3. Ich vermute, das Insulin behandelten ss Diabetes so strenge Auflagen hat, weil das Insulin Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hat und vermutlich hat man auch Angst das es noch weitere gibt, die aber noch nicht entdeckt wurden.
Also hat das weniger.mit den bz zu tun weil sonst würde ein ss Diabetes ohne Insulin genauso strenge Auflagen haben.
Was das Messgerät angeht, dass ist erschreckend! Wie kann dann ein Diabetologe mir aufgrund meiner Messwerte Insulin verschreiben wenn das doch so stark abweicht? Denn damals musste ich erst ein oder zwei Wochen nach Diagnose, als ich immer so im 90er Bereich rum gesxhwankt bin basal Insulin spritzen...
Aber wenn ich mich recht erinnere wurde mein Messgerät genauso damals eingestellt allerdings hatten wir da eine minimale Abweichung von 1 Einheit.
Bearbeitet von User am 11.08.2016 19:13:35. Grund: Zu früh abgeschickt -
Elfe
Rang: Gastam 11.08.2016 19:09:22 | IP (Hash): 1329236406
Und, was soll das jetzt ?
Es geht um BLUTZUCKER !!!!
Das Insulin hilft, die BLUTZUCKER-WERTE im gesunden Bereich zu halten.
Warum ist das so schwer zu begreifen !?!
:-( -
am 11.08.2016 19:33:59 | IP (Hash): 997145539
Elfe schrieb:
Und, was soll das jetzt ?
Es geht um BLUTZUCKER !!!!
Das Insulin hilft, die BLUTZUCKER-WERTE im gesunden Bereich zu halten.
Warum ist das so schwer zu begreifen !?!
:-(
Das hat auch niemand angezweifelt... Ich habe lediglich die Dinge hinterfragt.
-
Elfe
Rang: Gastam 11.08.2016 19:34:27 | IP (Hash): 1329236406
Rose14 schrieb:
Also ich habe gegoogelt nach dem Beipackzettel von insuman basal. Hier zum nachlesen:
http://m.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Insuman-Basal-100I.E.ml-Patrone-3088277.html
Hier steht
1. Es ist ein Arzneimittel =Medikament wenn man die Definition von Medikament googelt
2. Stehen hier durchaus Nebenwirkungen drin, können gerne alle nachlesen
3. Ich vermute, das Insulin behandelten ss Diabetes so strenge Auflagen hat, weil das Insulin Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hat und vermutlich hat man auch Angst das es noch weitere gibt, die aber noch nicht entdeckt wurden.
Also hat das weniger.mit den bz zu tun weil sonst würde ein ss Diabetes ohne Insulin genauso strenge Auflagen haben.
Wir haben uns gerade wohl so elektronisch verhakt, habe nur meinen Beitrag als dein Zitat gesehen - und nicht verstanden.
Ich bitte dich um Entschuldigung.
Insulin ist in sofern ein Medikament, weil es verschreibungspflichtig ist.
Die Warnhinweise dienen der Dosierung (Unterzuckergefahr), aber deshalb gibt 's die Dosierung vom Arzt verordnet.
Wenn du den Beipackzettel liest, siehst du welche Nebenwirkungen und auch die Häufigkeit.
Die Zulassung von Medikamenten in der EU machen so einen Beipackzettel beängstigender, als er eigentlich sein sollte.
https://www.medikamente-per-klick.de/images/ecommerce/09/70/09709473_2013-12_de_o.pdf
Ein hoher Blutzucker jenseits der Grenzwerte sind 100 %ig schädlich.
Bearbeitet von User am 11.08.2016 19:40:57. Grund: Korrektur -
am 11.08.2016 19:47:30 | IP (Hash): 997145539
Elfe schrieb:
Ein hoher Blutzucker jenseits der Grenzwerte sind 100 %ig schädlich.
Das ist doch mal eine Aussage ;)
Gibt es dazu Studien oder Statistiken oder dergleichen, wo man auch die Daten Erhebung und welche eingeflossen sind sieht? -
am 11.08.2016 21:00:14 | IP (Hash): 515260787
Rose14 schrieb:
Elfe schrieb:
Ein hoher Blutzucker jenseits der Grenzwerte sind 100 %ig schädlich.
Das ist doch mal eine Aussage ;)
Gibt es dazu Studien oder Statistiken oder dergleichen, wo man auch die Daten Erhebung und welche eingeflossen sind sieht?
Hallo Rose,
diese Aussage ist natürlich Quatsch - ganz besonders, wenn man sie auf die sehr engen Zielwerte für SS-Diabetikerinnen beziehen will.
Gelegentliche kleine und nicht allzu lange andauernden Überschreitungen der 90 nüchtern und 140 in der Spitze nach dem Essen sind vollkommen unproblematisch. Je höher die Überschreitungen sind und je länger sie andauern, desto höher wird das Risiko für Schädigungen des Babys. Selbst wenn das Kind sich auf Grund von nicht entdecktem oder schlecht behandeltem SS-Diabetes sehr groß wird, bedeutet das noch lange nicht, dass das Kind nicht gesund ist.
Trotzdem macht es natürlich Sinn, das Risiko für dein Baby möglichst gering zu halten. Eine kleine Dosis Basalinsulin wie deine 8 Einheiten in der ersten SS sind wirklich kein großes Problem und du kannst dabei das beruhigende Gefühl haben, deinem Baby kein zusätzliches Risiko zuzumuten. Wie ereits gesagt, sind diese engen Grenzenfür SS-Diabetes erst in der 2. SS-Hälfte wichtig. Deshalb ist das Screening auch erst für die 24. ... 28. SS-Woche vorgesehen. Bis dahin könntest du dich theretisch an den Zielwerten für normale Diabetiker orientieren und die liegen ein ganzes Stück höher.
Alles Gute, Rainer
-
Elfe
Rang: Gastam 11.08.2016 21:25:52 | IP (Hash): 1329236406
Hallo Rose.
ich habe einen ganz anderen Denkansatz als du.
Ich als späte Typ1er bin einfach nur dankbar, daß ich den Diabetes mit Insulin behandeln kann.
Ich bin die 4. Generation aus einer Diabetiker-Familie. Meine Urgroßmutter ist an der Zuckerkrankheit verstorben, weiß ich nur über Erzählungen, Kenntnisse/Behandlung damals nahezu unbekannt. Meinen Großeltern wurde mit unsinnigen Diäten im wahrsten Sinne des Wortes die 'gute' Butter vom Brot weggenommen, die sie doch als Kriegsgeneration so sehr vermisst hatten. Ach hätten doch meine Lieben die heutigen Möglichkeiten schon gehabt.
Den wissenschaftlichen Fortschritt muss man auch zeitlich bewerten.
Beruflich habe ich Kenntnisse zu chemischen Analysen und chemischen Studien.
Um so mehr habe ich Respekt vor den Ärzten, die auch biologische und medizinische Erkenntnisse für uns Patienten anwenden.
Die Studien, die du bezgl. Blutzucker hinterfragst, lassen sich so Google-mäßig nicht finden. Da gibt's so Einzelpublikation zu Einzelproblemen, mit Folgeschäden - die willst du gar nicht wissen.
Vertraue darauf, daß die Einhaltung gewisser Werte einer guten Grundlage an Wissen entspricht.
Gruß Elfe
-
am 12.08.2016 10:22:02 | IP (Hash): 2108455638
Rose14 schrieb:
Also ich habe gegoogelt nach dem Beipackzettel von insuman basal. Hier zum nachlesen:
http://m.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/Insuman-Basal-100I.E.ml-Patrone-3088277.html
Hier steht
1. Es ist ein Arzneimittel =Medikament wenn man die Definition von Medikament googelt
2. Stehen hier durchaus Nebenwirkungen drin, können gerne alle nachlesen
3. Ich vermute, das Insulin behandelten ss Diabetes so strenge Auflagen hat, weil das Insulin Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hat und vermutlich hat man auch Angst das es noch weitere gibt, die aber noch nicht entdeckt wurden.
Insulin selbst ist ohne Nebenwirkungen – es senkt den Blutzucker, sonst nichts.
Allergische Reaktionen gibt es gegen verschiedene Konservierungsstoffe.
Hypo- oder Hyper-BZ ist ja eigentlich keine echte Nebenwirkung, hier kommt es darauf an, Insulin korrekt anzuwenden.
Die Nummer mit den Augen und dem Blutdruck kennen viele – wenn ein dauerhaft zu hoher BZ (wir sprechen da von Werten 300 + über Wochen/Monate) auf Normalniveau gebracht wird. Das ist dann aber auch keine echte Nebenwirkung, sondern eine Folge des zu hohen BZ über lange Zeit.
Wechselwirkungen liegen meist in einer verbesserten/verschlechterten Insulinempfindlichkeit.
Und natürlich steht das in der Packungsbeilage. Das macht Insulin aber nicht gleich zu einem gefährlichen Medikament. Natürlich muss der Anwender lernen damit umzugehen, dafür gibt es Schulungen.
Deine Vermutung "strenge Auflagen" liegen zuerst in der Zulassung der Insuline – Du wirst als Langzeitinsulin Protaphane kennen. Dieses Insulin gibt es schon sehr lange und ist eines der wenigen, die für Schwangere überhaupt zugelassen sind.
Die niedrigen Zielwerte dienen dem Schutz des Kindes – die Bauchspeicheldrüse des Kindes muss sonst den zu hohen Blutzucker der Mutter mitregulieren!
Du musst vor Insulin wirklich keine Angst haben. -
am 12.08.2016 11:22:11 | IP (Hash): 199394826
Rainer schrieb:
Hallo Rose,
diese Aussage ist natürlich Quatsch - ganz besonders, wenn man sie auf die sehr engen Zielwerte für SS-Diabetikerinnen beziehen will.
Gelegentliche kleine und nicht allzu lange andauernden Überschreitungen der 90 nüchtern und 140 in der Spitze nach dem Essen sind vollkommen unproblematisch. Je höher die Überschreitungen sind und je länger sie andauern, desto höher wird das Risiko für Schädigungen des Babys. Selbst wenn das Kind sich auf Grund von nicht entdecktem oder schlecht behandeltem SS-Diabetes sehr groß wird, bedeutet das noch lange nicht, dass das Kind nicht gesund ist.
Trotzdem macht es natürlich Sinn, das Risiko für dein Baby möglichst gering zu halten. Eine kleine Dosis Basalinsulin wie deine 8 Einheiten in der ersten SS sind wirklich kein großes Problem und du kannst dabei das beruhigende Gefühl haben, deinem Baby kein zusätzliches Risiko zuzumuten. Wie ereits gesagt, sind diese engen Grenzenfür SS-Diabetes erst in der 2. SS-Hälfte wichtig. Deshalb ist das Screening auch erst für die 24. ... 28. SS-Woche vorgesehen. Bis dahin könntest du dich theretisch an den Zielwerten für normale Diabetiker orientieren und die liegen ein ganzes Stück höher.
Alles Gute, Rainer
Genau so wollte ich es handhaben, war nur unsicher, ab wann es kritisch wird. Dass es nicht von Anfang an bei "normalen" Werten problematisch ist, konnte ich mir schon denken, da ich in der ersten ss ja erst so um die 30 ssw den Zuckertest gemacht habe und absolut nichts auf Diabetes hingedeutet hatte (nicht zu viel Fruchtwasser oder zu großes Kind oder irgendwelche Organschäden ) und bis zu dieser Woche habe ich mich rein nach Gefühl ernährt.... so schlecht kann es ja nicht gewesen sein... -
am 12.08.2016 13:14:46 | IP (Hash): 199394826
Elfe schrieb:
Hallo Rose.
ich habe einen ganz anderen Denkansatz als du.
Ich als späte Typ1er bin einfach nur dankbar, daß ich den Diabetes mit Insulin behandeln kann.
Ich bin die 4. Generation aus einer Diabetiker-Familie. Meine Urgroßmutter ist an der Zuckerkrankheit verstorben, weiß ich nur über Erzählungen, Kenntnisse/Behandlung damals nahezu unbekannt. Meinen Großeltern wurde mit unsinnigen Diäten im wahrsten Sinne des Wortes die 'gute' Butter vom Brot weggenommen, die sie doch als Kriegsgeneration so sehr vermisst hatten. Ach hätten doch meine Lieben die heutigen Möglichkeiten schon gehabt.
Den wissenschaftlichen Fortschritt muss man auch zeitlich bewerten.
Beruflich habe ich Kenntnisse zu chemischen Analysen und chemischen Studien.
Um so mehr habe ich Respekt vor den Ärzten, die auch biologische und medizinische Erkenntnisse für uns Patienten anwenden.
Die Studien, die du bezgl. Blutzucker hinterfragst, lassen sich so Google-mäßig nicht finden. Da gibt's so Einzelpublikation zu Einzelproblemen, mit Folgeschäden - die willst du gar nicht wissen.
Vertraue darauf, daß die Einhaltung gewisser Werte einer guten Grundlage an Wissen entspricht.
Gruß Elfe
Ich wollte hier jetzt gar nicht signalisieren, dass Insulin schlecht ist oder dergleichen. Es tut mir natürlich auch Leid für deine Verwandten und auch natürlich für dich. Ich bin natürlich froh, dass es heutzutage so viele Möglichkeiten gibt mit chronischen Krankheiten leben zu können oder überhaupt leben zu können. Auch das die Medizin so viele Möglichkeiten bieten KANN, darf man nicht untern Tisch fallen lassen.
In der heutigen Geburtshilfe wird leider sehr viel Unfug betrieben. Ob nun aus Unwissenheit oder gar mit Absicht (Geld ist hier das Schlagwort). Allerdings ist es nach meinem Kenntnisstand nicht nur die Geburtshilfe, bei denen soviel Unfug betrieben wird. Wenn wir uns die Fließbandmäßigen Hüft und Knie OPs anschauen, wird hier auch viel zu schnell zum Skalpell gegriffen.
Daher, finde ich, ist es nicht ungewöhnlich wenn man auch die Behandlung von Diabetes kritisch gegenübersteht. Und auch wenn derzeit alles rund läuft. Die meisten Ärzte gut betreuen und die Patienten im Prinzip zufrieden sind damit, sollte man immer im Blick haben, ob es Neuere Erkenntnisse gibt, die der Behandelnde Arzt noch nicht kennt oder vielleicht nicht umsetzten möchte, weil er von was anderem überzeugt ist, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss.
Was die Einhaltung von Werten betrifft. Hmm, wenn ich mir wieder im Vergleich die Geburtshilfe anschaue, gibt es so viele Werte, die die Norm bezeichnet, aber wenn man genauer hinschaut, fließen doch oftmals soviel mehr Faktoren mit rein, die entscheidend sein sollten und nicht nur eine blöde Zahl! Hier zum Beispiel die Geburt. Die wird ganz genau unterteilt, in welchen Zeitspannen, was geschehen muss. Dabei wird aber vergessen, das wir alle individuelle Menschen sind, dabei wird auch vergessen, dass Mutter und Kind in einer Symbiose leben. Dabei wird vergessen, dass Technik auch mal versagen kann... Dabei wird der prüfende Blick einer Hebamme als unwichtig bewertet.
Bei Diabetes kann es natürlich so sein, dass der Blutzucker nun mal bei allen Menschen sehr ähnlich ist. Ich vermute mal, dass man durch Tests, Studien, Erfahrungswerte eben die Blutzucker Spannen ermittelt hat und sich eben so die einzelnen Werte ergeben haben, wie sie jetzt sind.
Was mich mal wirklich interessieren würde, wie die SS-Diabetes Werte zustande kamen? Ich habe auch schon mal gehört, dass wohl vor ein paar Jahren die Werte noch etwas weniger streng waren. Also statt 91 dann 94 oder so als Richtwert. Hat man bei diesen Wert mehr Komplikationen festgestellt? Sind dabei mehr Kinder zu Schaden gekommen? Oder liegt hier auch wieder das Geld zugrunde? Niedrigere Werte = mehr schwangere, die spritzen müssen?
-
am 12.08.2016 13:25:43 | IP (Hash): 199394826
TypEinser schrieb:
Insulin selbst ist ohne Nebenwirkungen – es senkt den Blutzucker, sonst nichts.
Allergische Reaktionen gibt es gegen verschiedene Konservierungsstoffe.
Hypo- oder Hyper-BZ ist ja eigentlich keine echte Nebenwirkung, hier kommt es darauf an, Insulin korrekt anzuwenden.
Die Nummer mit den Augen und dem Blutdruck kennen viele – wenn ein dauerhaft zu hoher BZ (wir sprechen da von Werten 300 + über Wochen/Monate) auf Normalniveau gebracht wird. Das ist dann aber auch keine echte Nebenwirkung, sondern eine Folge des zu hohen BZ über lange Zeit.
Wechselwirkungen liegen meist in einer verbesserten/verschlechterten Insulinempfindlichkeit.
Und natürlich steht das in der Packungsbeilage. Das macht Insulin aber nicht gleich zu einem gefährlichen Medikament. Natürlich muss der Anwender lernen damit umzugehen, dafür gibt es Schulungen.
Deine Vermutung "strenge Auflagen" liegen zuerst in der Zulassung der Insuline – Du wirst als Langzeitinsulin Protaphane kennen. Dieses Insulin gibt es schon sehr lange und ist eines der wenigen, die für Schwangere überhaupt zugelassen sind.
Die niedrigen Zielwerte dienen dem Schutz des Kindes – die Bauchspeicheldrüse des Kindes muss sonst den zu hohen Blutzucker der Mutter mitregulieren!
Du musst vor Insulin wirklich keine Angst haben.
Vielen Dank für die Aufklärung. Das ist natürlich auch meinem geringen Wissensstand geschuldet.
Beim Diabetologen damals haben sie mir auch erklärt, dass wir ja doch alle Individuelle Menschen sind und jeder seinen eigenen Wohlfühl Blutzuckerwert hat. Warum geht man dann davon aus, dass das Kind bei einem Wohlfühl Blutzucker von 93 oder so, den Zucker senkt? Vorallem ist es nicht so, dass zum ende Schwangerschaft nicht sowieso ein Körpereigenes Hormon das Insulin hemmt? Dann muss das doch auch irgendeinen Sinn haben? Wie eben, dass das Kind wächst?
Was für strenge Auflagen gibt es denn für Insuline? -
am 12.08.2016 14:53:39 | IP (Hash): 2108455638
Rose14 schrieb:
Beim Diabetologen damals haben sie mir auch erklärt, dass wir ja doch alle Individuelle Menschen sind und jeder seinen eigenen Wohlfühl Blutzuckerwert hat. Warum geht man dann davon aus, dass das Kind bei einem Wohlfühl Blutzucker von 93 oder so, den Zucker senkt? Vorallem ist es nicht so, dass zum ende Schwangerschaft nicht sowieso ein Körpereigenes Hormon das Insulin hemmt? Dann muss das doch auch irgendeinen Sinn haben? Wie eben, dass das Kind wächst?
Was für strenge Auflagen gibt es denn für Insuline?
Klar sind alle individuell.
Und das Ungeborene Kind hat kein BZ-Testgerät dabei... Fakt ist, dass zu hoher Blutzucker dem Kind schadet.
Sinn macht Diabetes während der Schwangerschaft definitv nicht. Das Kind wächst – natürlich – wenn die Mutter gesunde Blutzuckerwerte hat.
Sagen wir es mal so: Bevor man SS-Diabetes behandeln konnte, sind nur die gesunden Kinder durchgekommen... natürlich Auslese. Ich denke nicht, dass man da irgendwelche Theorien ausprobieren sollte. So schlimm ist die Hochschulmedizin dann auch wieder nicht.
Und nein, SS-Diabetes ist kein von der Natur vorgesehenes "Bio-Programm".
-
am 12.08.2016 16:32:42 | IP (Hash): 737280647
Rose14 schrieb:
Bei Diabetes kann es natürlich so sein, dass der Blutzucker nun mal bei allen Menschen sehr ähnlich ist. Ich vermute mal, dass man durch Tests, Studien, Erfahrungswerte eben die Blutzucker Spannen ermittelt hat und sich eben so die einzelnen Werte ergeben haben, wie sie jetzt sind.
Ne gesunde Automatik steuert den BZ zuverlässig nüchtern zwischen etwa 50 und 90mg/dl( in den letzten 5-10 Jahren erweitert auf bis 100) und in der Spitze meistens 1 Stunde nach dem Essen zwischen 100 und 140. Dabei eiert der Nüchtern-BZ nicht bei ein und derselben Person wild zwischen 50 und 90 oder 100, sondern verläuft beim einen vom Essensanstieg unterbrochen bei um 50 und bei der anderen eben bei um 90. Und der maximale Essenanstieg liegt gesund bei 30-50mg/dl. Die mit dem niedrigeren Nüchtern-BZ messen auch eine entsprechend niedrigere Spitze beim Essenanstieg.
Der BZ der großen Menge der stoffwechselgesunden Menschen bewegt sich irgendwo zwischen den hier dargestellten von-bis-Rändern. Und seit der Blutzucker zuverlässig selbst gemessen werden kann, gilt dieser gesunde Bereich auch als der optimale für werdende Mütter. Nicht nur, damit die werdende Bauchspeicheldrüse nicht gleich für die Mutter mit produzieren muss, sondern auch dafür, dass der neu wachsende Organismus vor größeren als den natürlichen Blutzucker-Schwankungen und den damit verbundenen größeren Druckschwankungen in den neu wachsenden Zellsystemen verschont bleibt. Denn wo 1 Teil Glukose 5 Teile Wasser bindet, macht mehr Glukose als gesund in den Zellen schon einen räumlichen Unterschied.
Bis zur allgemeinen Einführung der BZ-Selbstmessung in der ersten Hälfte der 90ger Jahre des vorigen Jahrhunderts war eine werdende Mutter optimal eingestellt, wenn sie 24/7 glukosefreien Urin produzierte. Dabei wurden je nach persönlicher Nierenschwelle erst BZ-Werte über 160 bis über 180mg/dl sichtbar, wenn sie zuvor über mehrere Stunden angehalten hatten. Und wenn die Frau ihren Urin nicht mit besonders viel Trinken verdünnt hatte. Aus dieser Urin-Teststreifen Zeit stammt nämlich die Idee, dass man den BZ mit Trinken senken könnte ;)
Das galt für diagnostizierte Diabetikerinnen, wenn sie dann schwanger wurden. Was wir heute als Schwangerschaftsdiabetes kennen, wurde damals in aller Regel erst mit der Geburt eines mehr oder weniger extrem großen Kindes nachträglich diagnostiziert. Wobei das in erster Linie als Plagerei für die Mutter gesehen wurde und als nicht besonders auffällig für die Gesundheit und den Entwicklungsstand des Kindes.
Die weit überwiegende Mehrzahl der besonders großen Neugeborenen von damals hat sich genauso wie die weit überwiegende Mehrzahl der normalgewichtigen völlig normal entwickelt.
Dead-in-bed heißt das Syndrom, das u.a. mit dem gesund gesteuerten BZ der Mutter ausgeschlossen werden soll. Statistisch, versteht sich. Wir brauchen keine Zahlenspiele drum zu bemühen, wie unwahrscheinlich das wäre, wenn es Dich träfe, auch wenn Du ungesteuert keinen höheren BZ hättest. Dann wär’s halt trauriges Schicksal.
Aber welchen Trost würdest Du überhaupt an Dich ran lassen, wenn Dich die ganze Zeit der Gedanke verfolgen würde, dass Du selbst nicht alles in Deiner Macht stehende für ein sehr viel glücklicheres Schicksal getan und Deinen BZ im gesunden Rahmen gesteuert hast? - Daumendrück :)
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 12.08.2016 19:08:59 | IP (Hash): 1329236406
Rose14 schrieb:
Was mich mal wirklich interessieren würde, wie die SS-Diabetes Werte zustande kamen? Ich habe auch schon mal gehört, dass wohl vor ein paar Jahren die Werte noch etwas weniger streng waren. Also statt 91 dann 94 oder so als Richtwert.
Hallo Rose,
hier kannst du lesen
1) Leitlinie für Patientinnen (9 Seiten)
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Patientenleitlinien/GDM_Patienten_LL_END_2012_04_17.pdf
2) Die evidenzbasierte* Leitlinie (89 Seiten)
lt. Duden *"auf der Basis empirisch zusammengetragener und bewerteter wissenschaftlicher Erkenntnisse erfolgend (von diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen)"
http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Evidenzbasierte_Leitlinien/Gestationsdiabetes_EbLL_Endfassung_2011_08_11_.pdf
Nicht so ganz einfach zu lesen, aber beantwortet ev. einen Teil deiner Fragen
:-) Gruß Elfe
@TypEinser @Jürgen
Ihr habt das wirklich gut formuliert :-)
Mir war gestern zu den negativen Auswirkungen kein gute Wortwahl eingefallen und hatte mich gedrückt. -
am 12.08.2016 20:14:07 | IP (Hash): 515260787
Hallo Rose,
die von Elfe verlinkten Leitlinien der DDG kannst du dir ja mal durchlesen. Darin wird durchgägig das bestätigt, was ich dir gesagt habe. Du kannst also weiter umsichtig, aber ohne Angst und Schrecken an deine BZ-Werte herangehen.
In den Unterlagen findest du übrigens die 95mg/dl als Zielwert für den NBZ festgelegt. Die Notwendigkeit für Basalinsulin wird bei häufiger Überschreitung der 95, nicht etwa bei gelegentlichen höheren Werten beschrieben. Auch das erhöhe Risiko für Makrosomie ist besonders für die 2. SS-Hälfte beschrieben und mit Studien belegt.
Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass du dir in der 1. SS-Hälfte um Nüchternwerte von ca. 95mg/dl keine besonderen Sorgen machen musst. Bei diesen Werte handelt es sich auf keinen Fall um in den Unterlagen beschriebenen Hyperglykämien mit ihren schlimmen Folgen. Bleibe umsichtig, aber lass dich nicht verrückt machen.
Beste Grüße, Rainer -
am 12.08.2016 21:59:12 | IP (Hash): 997145539
Nun wollte ich mich bei euch bedanken für die super Aufklärung und dass ihr meine nervigen fragen ausgehalten habt ;)
@Elfe danke für die links die werde ich.mir aufjedenfall noch durchlesen
@Rainer ja ich werde es wohl so handhaben, wie du es mir empfohlen hast 1ss Hälfte bis 95 und danach eben die strengeren Werte und dann spätestens zum Diabetologen.
Ansonsten wollte ich jetzt zum Schluss noch klar stellen, dass ich nicht irgendwas einfach so auf kosten meines Kindes ausprobieren wollte. Ich wollte mich einfach erkundigen, wie hart die Grenzen sind oder ob es Toleranzen auch noch gibt. Aber scheint ja dann eher nicht der Fall zu sein.
Mein großes Problem ist einfach, dass ich... Hmm... Angst vor dem Weg habe, wenn ich spritzen muss. Denn dann stellen sich mir ziemlich viele Steine in den Weg. Was aber nicht bedeutet, dass ich mein Kind einem Risiko aussetzen werde! -
am 12.08.2016 22:55:06 | IP (Hash): 737280647
dummfrag: was für Steine?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 13.08.2016 10:47:07 | IP (Hash): 997145539
hjt_Jürgen schrieb:
dummfrag: was für Steine?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
Na einmal würde mich bei einer hausgeburt keine Hebamme begleiten.
Ich müsste mir eine unpersönliche Riesen Klinik aussuchen, denn nur die haben eine neugeborenen intensiv. Diese Kliniken sind eher in der Stadt was für mich mindestens eine Stunde fahrt bedeutet. Und beim Münchner Verkehr kann dass in der rush hour auch schon mal länger dauern.
Allgemein in Kliniken muss man Glück haben, das richtige Personal zu erwischen, wenn man Pech hat, bekommt man Personal das sich wenig auskennt, keinen Bock hat oder einfach der Meinung sind, Kaiserschnitt ist sicherer (solche Ärzte gibt's!)
Viele Geburtshelfer in der Klinik haben schon vor einer normalen unproblematischeb ss angst und wenn man dann noch ein Päckchen mit bringt herrscht die helle Panik. Ganz schlechte vorraussetzungen für eine Geburt. Je mehr Angst und Stress vermittelt wird desto weniger wahrscheinlich funktioniert die Geburt nach Lehrbuch, wenn nicht sogar dadurch Probleme erst entstehen.
Dann kommen noch die ganzen Interventionen die sie auffahren wollen.
Dauer ctg - hat man keine Bewegungsfreiheit mehr,man muss liegen
Pda wenn es ihnen zu lange dauert und dazu kommt der wehentropf
Klar kann ich alles ablehnen aber es gibt in Kliniken einfach regeln die man auch als Patient beachten muss. Zum Beispiel sind Muttermundsuntersuchungen in vielen Kliniken verpflichtend. Das ist aber etwas was ich absolut nicht.mehr will!
Wenn es dann noch blöder läuft hast du Personal denen deine Wünsche scheiß egal sind und einfach machen. Es gibt einige Fälle, in denen Frauen einfach Muttermundsuntersuchungen gemacht wurden obwohl die ausdrücklich gesagt haben Nein! Das gleiche gilt für dammschnitte. Die werden manchmal noch nicht mal angekündigt!
Und wenn man sich weiter gegen die ganzen Maßnahmen sträubt fahren Sie Ihre Angst Schiene auf. Da wird einem permanent erzählt wie Verantwortungslos man grade ist oder das das Kind jetzt gerade stirbt und sie es vll gerade noch retten können. Leider ist es nicht immer so eindeutig ob es eine angst Schiene ist oder sie die Wahrheit sagen... Wie Handel ich dann! Kann ja schlecht bei allen zwei Minuten wehen im Internet Suche wie wahrscheinlich die Komplikation ist die sie erwähnen.
Leider bringen Erfahrungsberichte anderer Mütter wenig, da viel zu viele so unwissend sind, dass sie meinen
Ihnen würde das Leben gerettet, obwohl vielleicht die Komplikationen hausgemacht waren und ohne die Interventionen sie ganz normal geboren hätte.
Bei so Kreißsaal Besichtigungen wird einem auch nur alles wunderschön dargestellt, was man nicht alles machen kann während der Geburt.... Und natürlich darf man sich bewegen und natürlich darf man eine wassergeburt machen und natürlich wurden sie einen zu nichts zwingen und natürlich verbreiten sie keine angst und Schrecken... Ja ja...
Das nächste Problem ist, dass du unter wehen einfach nicht den Nerv hast permanent zu diskutieren. Wie soll ich denn da gebären wenn ich dauernd belagert werde?
Ich könnte versuchen so spät wie möglich in die Klinik zu fahren aber da ist eben die Gefahr groß dass es dann vll im Auto kommt oder gar noch zu hause... Der Muttermund kann sich bei optimalen Bedingungen innerhalb von 10 Minuten vollständig öffnen...
In anthroposophischen Kliniken hat man wohl eine größere Chance seine Wünsche durchzusetzen allerdings sind die von mir zu weit weg.
Solltet ihr dahingehend skeptisch sein und meinen ich übertreibe dann solltet ihr in paar Foren mal die Geburtsberichte durchlesen und achtet dabei darauf wie viel sie in den Kliniken eingegriffen haben.... Und lasst euch nicht beirren wenn im Betreff steht... unsere wunderschöne Geburt...