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Typ 2: Ab wann sollte der Diabetologe wieder aufgesucht werden?

  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 81
    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 07.09.2016 10:10:47 | IP (Hash): 162737138
    Hallo Community,

    erst mal zu mir: Ich bin neu hier und suche jetzt ein wenig Hilfe. Im Frühjahr diesen Jahres wurde bei mir Diabetes Typ 2 festgestellt (Nüchternzucker: 200, HbA1C: 10,1 und beim Diabetologen bestätigt. Medikamentös wurde ich auf Metformin 2 x 850 mg eingestellt, bekam eine Ernährungsberatung und Haufenweisen Infomaterial in Papierform.

    Meinen Lebensstil hab ich seit dem grundlegend verändert. Anstatt Entschuldigungen für die *Nichtbewegung* zu suchen , fing ich an, mich endlich zu bewegen (Skaten + Fitnessstudio). Habe mein Essen (was vorher allerdings nicht wirklich ungesund war) mengenmäßig überdacht, fing an abzuwiegen und ein wenig die Kalorien zu überschlagen (Empfehlung waren 1300 kKal. täglich). Heißhungerattacken wurden mit Wasser und Gemüse bekämpft, anstatt wie vorher mit Keksen :D usw.
    Die Pfunde fingen an zu purzeln.

    1,60 m Körpergröße, vorher um 75 kg, jetzt: um 58 kg. Sport treibe ich nach wie vor und mein angestrebtes Wunschgewicht liegt bei 55 kg, welches ich von Anfang an bis Ende des Jahres erreichen wollte.
    Anfang Juli wurden bei meinem Hausarzt (der nicht Der Diabetologe ist) erneut die Werte genommen. Der Nüchternzucker lag bei 92 der HbA1C: 5,8
    Medikamente wurden so beibehalten: 2 x 850 mg Metformin.
    Die nächsten Blutwerte sollen erst im Oktober genommen werden.
    Von Anfang an hab ich meinen morgendlichen Nüchternzucker gemessen und seit August scheint irgendwas nicht zu stimmen. Erst fiel der Wert noch weiter auf zum Teil 70. Und seit ca. 3 Wochen hab ich jetzt noch Magen-Darm-Probleme dazu bekommen. Einen Tag fängt es oben im Magen schon an, dass sich dort extrem Luft bildet und schmerzt und dann die Schmerzen weiter durchwandern, bis es am nächsten Tag in komplettem Durchfall endet. Ist der durch, geht s in der Regel den nächsten Tag wieder von oben los, so dass ich im Schnitt 2 - 3 mal Durchfall die Woche habe, aber richtig heftig mit Unterbauchkrämpfen...
    Bei meinem Allgemeinmediziner, der auch die letzten Blutwerte genommen hat, hat mich beim vorletzten mal krank geschrieben, weil er auf Grund einer Druckempfindlichkeit im Oberbauch auf eine Infektion gesetzt hatte. Aber seit dem hab ich schon wieder 2 mal Durchfall gehabt und ich kann ja auch nicht wöchentlich immer 2 Tage krank machen...

    Jetzt schwankt der Nüchtern-Zuckerwert noch zusätzlich zwischen 60 und 120 (vermutlich durch den Durchfall). Eine Kollegin, die auch Diabetekerin ist, hat mir geraten, die Tablettenfirma zu wechseln, da sie dieses Phänomän auch schon kannte. Ja, die Firma vom Metformin wechselt immer, weil der Arzt das ja auch frei läßt. Aber die, die ich derzeit nehme, hab ich schon von Anfang Juli. Das hätte doch dann schon im Juli losgehen müssen.... oder?

    Mein Hausarzt bleibt bei dem Tabletten-Shema, da ich mit dem letzten von ihm gemessenen Nüchternzucker von 90 doch optimal eingestellt bin...

    Sollte ich eventuell eine Überweisung zum Diabetologen erneut fordern oder kann es doch von den Tabletten kommen?
    Beim Diabetologen wurde mir ja seinerzeit gesagt, dass ich laut Krankenkasse beim Allgemeinmediziner behandelt werde bei Typ 2. Aber mein Allgemeinmediziner nimmt nur die Blutwerte. Die Fußuntersuchung mit der riesen Stimmgabel hatte ich das erste und letzte mal beim Diabetologen, der mir sagte, dass die alle 3 Monate durchgeführt werden muß...

    LG Laurana
    Bearbeitet von User am 07.09.2016 10:16:56. Grund: .
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    am 07.09.2016 10:39:09 | IP (Hash): 486289434
    Moin, Moin Laurana,

    das würde ich sofort machen. Diabetologen sind Ärzte der Inneren Medizin und würden Dich im Regelfall natürlich besser behandeln können, wie es ein Allgemeinmediziner macht.

    interessant zu wissen wäre, was die Darmstörungen/Blähbäuche auslöst, denn das ist nicht spaßig.
    Aber jetzt die Ursachen zu ermitteln dürfte ohne Blutuntersuchung und Tastbefunde schlecht möglich sein.
    Eventuell muss eine Koloskopie (Darmuntersuchung) gemacht werden.

    Drücke Dir ganz fest die Daumen.

    Liebe Grüße
    Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 07.09.2016 11:01:56 | IP (Hash): 869424402
    Hallo Laurana,

    Der Diabetologe ist bei Diabetes immer die bessere Wahl. Wenn du abgewimmelt wirst, dann versuche es immer weiter, irgendwann klappt es vielleicht. Eile ist bei deinen jetzigen Werten wohl kaum geboten.

    Um herauszufinden, ob es am Metformin liegt, könntest du die Tabletten nur mal für 2 Wochen absetzen. Metformin wirkt nicht so stark, dass du dann ohne gleich umkippen wirst. Außerdem hast du ja die Kontrolle mit deinen BZ-Messungen. Wenn du nach den 2 Wochen das Metformin wieder einnimmst, dann schleiche es am besten erneut langsam ein. Das Einschleichen kann für die Verträglichleit von Metformin enorm wichtig sein.

    Wenn du rausgekriegt hast, dass es am Metformin liegt, dann musst du mit deinem HA oder schon mit dem Diabetologen zusammen entscheiden, was du dagegen tun kannst. Metformin geht kaum ohne gelegentliche Magen-/Darmprobleme ab, aber häufigen Durchfall musst du auf keinen Fall ertragen. Eine Möglichkeit wäre der Versuch, ob du auch ohne auskommst, eine andere, dass du anstelle von Metformin das nächst stärkere Medikament bekommst. Eine dritte wäre, dass du verschiedene Präparate von Metformin durchprobierst und dir keine Rezept mehr ohne das angekreuzt Kästchen geben lässt, wenn du ein passendes gefunden hast.

    Alles Gute, Rainer
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    Beiträge: 81
    Mitglied seit: 07.09.2016
    am 12.09.2016 10:08:06 | IP (Hash): 162737138
    Hallo und danke für die Tipps.

    Da ich selbst erst mal wissen wollte, ob doch das Metformin dafür in Frage kommt, hab ich das jetzt 4 Tage weggelassen. Gestern Abend und heute früh allerdings *kalte Füße* bekommen, nachdem mein BZ gestern Abend mit 210 durch die Decke schoß und heute früh nüchtern immer noch mit 160 gut dabei war... (ohne überdimensional viele Kohlenhydrate)

    Eigentlich sollte das ja nicht so doll wirken, was einen Nüchtern-BZ morgens um 70 - 80 möglich macht... Anscheinend bei mir dann doch schon...

    Experiment mißlungen, da ich Samstag ohnehin wieder saß.... Ich laß mir jetzt 'ne Überweisung von meinem Hausarzt zum Diabetologen geben.


    Greetings Laurana