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Stark erhöhter Insulinwert / Homa - Index bei OGGT

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    Mitglied seit: 25.11.2016
    am 26.11.2016 10:17:40 | IP (Hash): 342030329
    Hallo :-)

    ich bin ganz neu hier und hoffe hier jemanden zu finden der mir etwas Klarheit geben kann...

    Ich fang einfach mal von vorne an ... Im Januar hatte ich eine Grippe, danach fing es urplötzlich an mit Schwindel und so einem ätzenden Benommenheitsgefühl. Dies hielt mehrere Wochen konstant an. Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt, niemand fand irgend etwas. Mein erster Gedanke war die Schilddrüse, da ich da einen kalten Knoten drin habe, dieser hat sich aber seit 5 Jahren nicht verändert und die Endokrinologin sagte es wäre eine somatoforme Störung. Dann wurde es immer schlimmer, nachts extreme Schweißausbrüche mit Herzrasen, fast jede Nacht. Dies kam dann auch tagsüber und ich traute mich dann letztlich nirgends mehr alleine hin, da mir so schwindlig und schlecht wurde, dass sich alles gedreht hat. Diese Anfälle wurden mit der Zeit immer heftiger. Einmal so schlimm, dass ich nicht mehr gehen / stehen konnte, sondern auf allen vieren durch die Wohnung gekrochen bin. Mein Unterkiefer hat sich hierbei so derart verkrampft. Dann sollte ich ins MRT. Dort fand man auch nichts. Letztlich bin ich im Oktober hier in der Uniklinik gelandet. Die Ärztin dort machte sofort einen OGGT TEST mit folgenden Werten:

    Nüchtern: Blutglukose 75, Insulin 592 C-Peptid 1,3
    60 min Blutglukose 110 Insulin 60,9 C-Peptid 10,01
    120 min Blutglukose 92 Insulin 89,7 C-Peptid 15,8
    180 min Blutglukose 63 Insulin 23,4 C-Peptid 6
    240 min Blutglukose 48 Insulin 12,2 C-Peptid 3,3

    Der Teste musste danach abgebrochen werden, da ich so heftige Krampfanfälle dort bekam, dass mir der Pfleger Glukose geben musste.

    Als Diagnose hat sie geschrieben, dass sich zum einen ein exzessiv erhöhter HOMA-Index als Hinweis für eine Insulinresistenz im Vorstadium des Diabetes, zum anderen ein Blutzuckerabfall auf 48 mg/dl nach 4 Stunden zeigt, was gleichfalls charakteristisch für das Initialstadium eine TYP 2 - Diabetes ist.

    Funktionelle Hyperandrogenämie mit spätresorptiver Hypoglykämie im Rahmen der Insulinresistenz.

    Mein Vater hat DIabetes2.

    Ich habe mir hierauf auch im Internet angeschaut was so ein normaler HOMA-Index ist und bin erschrocken dass mein Wert hier bei 109 liegt.

    Die Ärztin hat gesagt dass diese Benommenheit ect. alles von der Hypoglykämie käme die ich scheinbar täglich habe und ich eine Ernährungsumstellung anstreben soll. Das Problem, ich bin Vegetarier und esse eh schon nur Vollkorn und Gemüse, habe das jetzt geändert dass ich alle 2 Stunden was esse und spätabends noch ein Vollkornbrot mit Käse. Damit komme ich zwar ganz gut ohne Unterzucker jetzt hin, aber die Benommenheit ist dennoch nicht verschwunden.

    Ich habe auch das Gefühl dass diese durch Essen noch schlimmer wird.

    Kennt das irgendjemand von euch? Hat irgendwer auch solch einen hohen Insulinnüchternwert und kann mir dazu vielleicht etwas mehr sagen?

    Ich mache jetzt fast 1 Jahr die Hölle durch :-(

    Danke vorab :-)

    GLG Mini
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    am 26.11.2016 10:35:44 | IP (Hash): 536901431
    Was Du da beschreibst, übersteigt ALLES, was so beim Typ2 im Entstehen beobachtet wird. Zudem fehlt Dir zum Diabetes JEDER Hinweis auf höher als normalen Blutzucker.

    Deine Insulin-Werte sind mehr als auffällig, und damit und mit Deinen Beschwerden solltest Du dich schleunigst bei einem Pancreas-Zentrum melden. Würde ich noch vor Weihnachten machen. Daumendrück.


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
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    am 26.11.2016 11:08:19 | IP (Hash): 1823272369
    Mindira schrieb:
    Nüchtern: Blutglukose 75, Insulin 592 C-Peptid 1,3
    60 min Blutglukose 110 Insulin 60,9 C-Peptid 10,01
    120 min Blutglukose 92 Insulin 89,7 C-Peptid 15,8
    180 min Blutglukose 63 Insulin 23,4 C-Peptid 6
    240 min Blutglukose 48 Insulin 12,2 C-Peptid 3,3


    Hallo Mini,

    meine starke Vermutung:
    Der Insulinwert nüchtern ist nicht richtig, wahrscheinlich handelt es sich um 5,9 mlU/I. Das würde dann mit den anderen Werten und mit dem C-Peptid zusammen passen und ergäbe einen ganz normalen HOMA-Index von 1,1. Ehe du dich verrückt machst, solltest du versuchen, darüber Klarheit zu bekommen.

    Wenn deine Ärztin die Nüchternmessung nicht wiederholen will, dann kannst du aus meiner Sicht ruhig von einem falschen Wert ausgehen. Die C-Peptid-Menge ist direkt proportional zum ausgeschütteten Insulin, weil das C-Peptid ein Beiprodukt der Insulinproduktion ist. Unterschiede entstehen nur dadurch, dass das C-Peptid langsamer als das Insulin abgebaut wird. Die Unterschiede können aber niemals so riesig werden. Außerdem hätte so viel Insulin innerhalb einer viertel Stunde zu einer gewaltigen Unterzuckerung geführt und nicht, wie bei dir, erst nach vier Stunden.

    Was du beschreibst, ist eine alimentäre Hypoglykämie, die bei der starken Belastung beim oGTT öfter mal auftritt. Ein gutes Rezept hast du ja dagegen schon gefunden, indem du öfter kleine Mahlzeiten isst. Wenn du die Unterzuckerungen damit erfolgreich abstellen kannst, dann wird das sehr wahrscheinlich nicht die Ursache für deine anderen Probleme sein.

    Hast du denn mal deinen BZ gemessen, wenn es dir so schlecht geht? Falls nicht, dann würde ich dir dazu raten. Wenn du wirklich auch nachts stark unterzuckerst, dann würde ich mich Jürgens Rat anschließen. Falls nicht, dann musst du nach anderen Ursachen suchen.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 26.11.2016 15:06:51. Grund: .
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    am 26.11.2016 16:28:34 | IP (Hash): 342030329
    Ok, das hört sich für mich jetzt dann doch auch etwas seltsam an. Ich werd den Nüchternwert am Montag gleich nochmal testen lassen.

    Ich bin ja selbst entsetzt darüber, denn ich fand im ganzen Internet niemanden der solch einen Wert hatte.

    Ja, der Blutzucker ist wenn es ganz schlimm ist ziemlich unten, immer so um die 60. Aber soweit lass ich es jetzt nicht mehr kommen. Auch nachts ist jetzt stabil. Hab gerade so eine Langzeitzuckermessung, seit ich abends spät noch ein Brot esse bleibt er über nacht stabil.

    Laut dem Gerät ist der Zucker morgens um die 100, nach dem Essen geht er aber auch schon mal bis auf 160 hoch und kracht dann nach 2 Stunden ziemlich schnell runter, dann gehts mir halt schlecht.

    Dank Euch schon mal vielmals... Sollte der Nüchternwert am Montag echt genauso hoch sein, werd ich mich direkt an ein Zentrum wenden.

    GLG Mini
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    am 26.11.2016 16:53:49 | IP (Hash): 342030329
    Ach so, die Maßeinheiten sind bei C-Peptid ng/ml und bei Insulin µIU/ml

    Aber schon seltsam dass alle anderen Insulinwerte eine Kommazahl haben nur die erste nicht.
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    am 26.11.2016 17:52:24 | IP (Hash): 1823272369
    Hallo Mini,

    60 mg/dl ist eigentlich noch kein besonders niedriger BZ. Manche Leute haben damit noch keine Probleme, während andere es ganz deutlich merken.

    Ich hätte da eine Hinweis, der evtl. hilfreich für dich sein kann. Auch wenn die dort beschriebenen Probleme etwas anders liegen, könnte die Lösung bei dir genauso sein. Ob du etwas in diese Richtung ausprobieren willst, musst du alleine entscheiden. Lies dir das hier mal durch.

    Hier (aus Wiki, Insulin) hast du übrigens die normale Insulinkurve in Abhängigkeit von der Mahlzeit bzw. der oGTT-Lösung. Deine Werte musst du mal 7 nehmen, um auf die dort angegebene Maßeinheit zu kommen. Wenn man deinen vermutlich falschen Nüchternwert nicht beachtet, dann sieht man, dass deine IR nicht sehr groß ist. Bei IR sind die Werte um das 5 ... 10-fache erhöht. Man kann aber auch gut sehen, dass dein Insulin, wie das bei einer alimentären Hypoglykämie passiert, verspätet und dann überschießend ansteigt. Das erklärt allerdings noch nicht den niedrigen BZ in der Nacht. Um da etwas rauszufinden, bräuchtest du einen kompetenten Endokrinologen. Wobei auch die nur allzu oft keine eindeutige Ursache finden und nur auf die geeignete Ernährung verweisen können. Deine jetzige Ärztin dürfte wohl kaum die richtige zu sein, um deine Probleme zu lösen.

    Falls die erneute Insulinmessung einen ähnlichen Nüchternwert ergeben sollte, dann nehme ich natürlich alles zurück - ich kann mri das allerdings nicht wirklich vorstellen.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 26.11.2016 17:58:18. Grund: .