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Hallo
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Angelos
Rang: Gastam 08.01.2017 14:27:35 | IP (Hash): 1209123083
Ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben.
Ich habe seit 35 Jahren Diabetes 2, der mit einem Schwangersachtsdiabetes begann,
bzw. da gefunden wurde .
Das war in den 1980ern und wurde nach der 2. Schwangerschaft schlimmer.
Damals war die Betreuung, außer der Aufzählung der schlimmen Folgen für das Kind, gleich Null.
Ich solle mich halt zusammenreißen und wenig essen.
Danach geriet das Ganze in Vergessenheit, auch in den 90er konnte man mit einer relative jungen Diabetikern Typ 2 nichts anfangen. Irgendwann später wieder erhöhte Werte gefunden und einige Jahre mit Metformin behandelt. Auch später mit Analoginsulin. Da rutschten meine Werte sehr schnell in und unter den Normalbereich, also wieder Pause.
Irgendwann Diabetologe augesucht, er tippt auf MODY.
Also Glimepirid erhalten 1mg. und Basal am Abend vor dem Schlafen.
Leider leide ich unter Schlafstörungen, d. h. ich bin danach oft noch länger wach. Dann kommt eine Heißhungerattacke, sodass ich aufstehen muss und etwas essen und das um 2:00 oder 3:00 Uhr.
Seit einiger Zeit bin ich leider wieder im hohen Bereich, zw. 200 und 300.
Ich soll eine Woche alle Messergebnisse aufschreiben und dann wieder zum Diabetologen.
Und wie das so ist, schiebe ich Panik und bin verzweifelt, denn solange laufe ich mit Werten um und über 200 rum.
Sorry für den mords Roman, bin einfach diesen ganzen Mist leid.
LG hope
Bearbeitet von User am 08.01.2017 14:29:22. Grund: Rechtschreibfehler -
am 08.01.2017 14:41:50 | IP (Hash): 856034891
Hallo Hope,
du kannst bei dem Diabetologen anrufen und fragen, ob und um wieviel IE du das Basalinsulin erhöhen darfst.
Du kannst aber auch die Woche abwarten, um dann beim Diabetologentermin alles in Ruhe zu klären. Die Woche mit BZ um 200 mg/dl ist zwar nicht schön, aber gefährlich ist sie für dich auch nicht. Panik brauchst du bei solchen Werten, wenn sie nur wenige Tage auftreten, wirklich nicht zu schieben.
Alles Gute, Rainer -
Angelos
Rang: Gastam 08.01.2017 14:49:50 | IP (Hash): 1209123083
Vielen Dank, Rainer, für deine schnelle Antwort.
Morgen kann ich anrufen wg. einem Termin.
Ich bin in der genervt Phase und wollte mich einfach mal aus...
Sehr irritierend für micht ist, dass ich feststelle, dass ich nach körperlicher Bewegung,
heute 1/2 Std. schneeschaufeln oder 1 Std. schnelleres Gehen,
mit höheren BZ Werten heimkomme, als davor.
Hatte vor 2 Wochen einen sehr starken grippalen Infekt, Fieber etc.
Kann das immer noch davon kommen?
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag
und einen guten Start in das neue Jahr, neue Woche
hope
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am 08.01.2017 16:45:17 | IP (Hash): 856034891
hope schrieb:
Hatte vor 2 Wochen einen sehr starken grippalen Infekt, Fieber etc. Kann das immer noch davon kommen?
Das ist gut denkbar. So lange wie der Heilingsprozess läuft. beeinflusst er auch den BZ. In Zukunft kannst du vielleicht in solchen Fällen das Insulin alleine erhöhen, hoher BZ verzögert nämlich auch die Heilung. Sprich mal mit dem Diabetologen darüber, was du in solchen Fällen machen kannst.
In der Regel sinkt bei körperlicher Betätigung der BZ, weil die Glkose dann besser in die Musklezellen geschleust werden kann. Auf der anderen Seite treten bei solchen Tätigkeiten auch Stresshormone auf, die einen Anstieg des BZ bewirken. Ob dann in Summe eine Senkung oder ein Anstieg des BZ rauskommt, ist individuell verschieden und kann nur ausprobiert werden. Versuche es mal mit möglichst stressfreier Bewegung, damit kannst du vielleicht deinen BZ senken. Dass du mit Bewegung deinen BZ nicht gut senken kannst, passt übrigens zu MODY.
Was ist eigentlich mit deinen Kindern? Wenn du MODY hast, dann haben die Kinder ebenfalls ein 50%iges Risiko dazu, weil MODY autosomal-dominant vererbt wird.
Bearbeitet von User am 08.01.2017 16:50:25. Grund: . -
Angelos
Rang: Gastam 08.01.2017 17:10:40 | IP (Hash): 1209123083
meine Mutter und deren Mutter hatten wohl auch einen sehr frühen, jugendlichen Diabetes, wenn ich die Schilderungen so gehört habe. Keine Ahnung damals, meine Mutter wuchs während dem Krieg auf, sie landete zeitweise in der Psychiatrie, weil keiner wusste, was ihr Zittern, ihre Schwäche und die kalten Schweissausbrüche bedeuteten.
Auf jeden Fall denke ich im Nachhinein so.
Meine Kinder sind Jungs, also keine weiblichen Hormone, keinen Zyklus, keine Pille, keine Schwangerschaft.
Denn das, ab der Pille hat mich krank gemacht, ohne dass ich auch annähernd wusste, was los ist.
Die Söhne sind bis jetzt wohl noch frei, sie lassen es sporadisch mal testen, eher selten.
Aber wenn sie bei mir sind, nachdem Mama ihr Lieblingsessen gekocht hat, piekse ich sie,
bis jetzt Normalwerte.
Der Diabetologe vermutet anhand des Bildes einen Mody, sagt aber ein Test ist zu teuer.!?! Tja...
Deshalb sollte ich auch mit dem "alten" Glimepirid gut versorgt sein, denn bei MODY möglich, anstatt wie bei Typ2, die Bauchspeicheldrüse würde nicht geschwächt.
Dann noch Basal NPH zur Nacht, wie gesagt, danach ziemlich schnell Hunger, der Wert sehr runter.
Warum erzähle ich das hier?
Weil der Diabetologe keine Zeit hat, mir nur die Hälft erklärt, wenn überhaupt und ich noch oft im Dunkel stehe.
Schönen Abend euch.
hope
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am 08.01.2017 19:27:00 | IP (Hash): 856034891
Hallo Hope,
hier hatten wir vor kurzem schon mal das Thema MODY:
http://www.diabetes-forum.de/forum/topic/12389/Wer-nimmt-Novonorm
Das kannst du dir ja mal durchlesen.
Ich hoffe, dass dein Diabetologe weiß, was er tut. Diese kleine Dosis Glimeperid funktioniert nur bei MODY Typ 3 und Typ 1. Frag ihn mal, was für einen Typ er bei dir vermutet und worauf er die Vermutung stützt. Wenn das Glimeperid bei dir nicht ausreichend wirkt, dann hast du vielleicht einen anderen MODY-Typ.
Schön, dass bei deinen Söhnen noch alles in Ordnung ist. Aber wenn du sie einmal pro Jahr piekst, halte ich das für sehr sinnvoll. Noch wichtiger ist dabei, dass sie gleich als MODY behandelt werden, falls bei ihnen mal Diabetes auftritt.
Beste Grüße, Rainer